Winora ruft Haibike E-Bikes wegen Sicherheitsrisiken zurück

Der unterfränkische Fahrradhersteller Winora ruft europaweit E-Bikes seiner Marke «Haibike» zurück. Betroffen sind acht Modelle aus Modelljahren zwischen 2014 und 2016. Insgesamt brauchen europaweit 1765 E-Bikes eine neue Gabel.

Wie die Winora Group kürzlich bekannt gab, sind XDURO Race, Superrace und Urban Modelle ab Saison 2014 im Umlauf, bei denen die Gabel ein Sicherheitsrisiko darstellt. Betroffen sind insgesamt ca.

Hintergrund des Rückrufs

Bei Belastungstests habe man festgestellt, dass in den Gabeln der betroffenen Räder Haarrisse auftreten könnten, teilte das Unternehmen mit. Die Risse könnten unter Umständen zum vorzeitigen Bruch der Gabel führen.

Wie Winora so eben bekannt gab, sind Modelle der XDURO Race, Superrace und Urban Serie in Umlauf gekommen, bei denen die Gabel zu hohe Materialtoleranzen aufweist. Dadurch kann es zu vorzeitiger Materialermüdung kommen, was im schlimmsten Fall zu Gabelrissen oder sogar -brüchen führen kann.

Laut Angaben des Herstellers kann nicht genau vorhergesagt werden, wann die betroffenen Modelle Ermüdungserscheinungen aufweisen werden. Daher wird jeder Nutzer gebeten, den Gebrauch unverzüglich einzustellen.

Susanne Puello, Geschäftsführerin der Winora Gruppe, äußerte sich zum Hintergrund der Haibike Rückruf-Aktion: „Die Sicherheit unserer E-Bikes und deren Anwender ist unser höchstes Anliegen. Dazu führen wir in regelmäßigen Abständen umfangreiche Belastungstests bei externen Prüfinstituten durch. Unsere Prüfkriterien liegen dabei teils deutlich über denen, durch DIN-, ISO- oder EN-Normen festgelegten Standards.“ Dazu heißt es, dass sich die Unregelmäßigkeit bei Tests gezeigt habe, die über den normalen Belastungskriterien liegen.

Betroffene Modelle identifizieren

Die Räder lassen sich über die einge­stanzte Zeichnungs­nummer im Rahmen hinter dem Akku identifizieren. Beginnt die Serien­nummer mit den fünf Buch­staben „HAERA“, gefolgt von drei Ziffern und gegebenenfalls weiteren Zeichen, handelt es sich um ein vom Rück­ruf betroffenes Modell.

Was betroffene Kunden tun sollten

Das Unternehmen bittet alle Käufer, die elektrischen Fahrräder nicht weiter zu benutzen und sie zu einem Fachhändler zurückzubringen. Die betroffenen Modelle sollten nicht mehr genutzt werden.

Um diesem Sicherheitsrisiko entgegen zu treten, ruft die Winora Gruppe diese e-Bikes zurück zum Händler.

Die Winora Gruppe hat alle ihre Händler zu den Details des Rückrufs informiert. Außerdem haben sie die nötigen Hinweise erhalten, wie die weiteren Maßnahmen aussehen. Endkunden können sich entweder an ihren Händler wenden oder auf der Webseite www.haibike.com/recall nachlesen, wie sie vorgehen sollen, wenn sie ein Exemplar des Haibike XDURO Race, Superrace oder Urban der entsprechenden Modelljahre haben.

Käufer, deren Adresse Winora bekannt ist, werden direkt vom Anbieter über den Rück­ruf informiert. Ansprech­partner für Fragen zum Austausch der Federgabel ist der Fahr­radhändler, bei dem das Haibike gekauft wurde. Im Zweifel können Kunden über die Winora-Homepage den nächst­gelegenen Fachhändler finden.

Wichtig: Kommt es wegen eines Produkt­fehlers zu einem Unfall, muss der Hersteller trotz Rück­ruf Schaden­ersatz und Schmerzens­geld zahlen. Nur wenn er nach­weisen kann, dass Unfall­opfer den Rück­ruf kannten und trotzdem weitergefahren sind, entfällt die Haftung.

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