Winora E-Bike: Tests, Zubehör und Modelle im Überblick

Winora steht seit der Gründung im Jahr 1914 durch Engelbert Wiener für Sicherheit, Qualität und Lebensgefühl. Ob Fahrrad oder E-Bike, die Marke hat ihren Sitz im unterfränkischen Sennfeld und ist seit 2001 Teil der niederländischen Accell Group. Die umfassende Produktpalette hält für jeden das richtige Rad bereit und vereint Komfort sowie Praktikabilität in modernstem Design.

Winora Sinus FS: Vollfederung für Alltag und Tour

Das Winora Sinus FS ist ein rundum durchdachtes Mobilitätskonzept für moderne Radfahrende. Der tiefe Durchstieg, ein sensibel ansprechendes Fahrwerk sowie leistungsstarke Bosch-Komponenten sollen das Modell zum idealen Begleiter für anspruchsvolle Alltags- und Tourenfahrer machen. Im Zentrum des Konzepts steht der vollgefederte Rahmen mit 80 mm Federweg hinten und 100 mm an der Front. Dabei bietet die RockShox-Luftfederung mit einteiligem Hinterbau zuverlässige Traktion und Stabilität- auch bei Beladung.

Der tiefe Einstieg mit nur 39 cm Höhe sowie 12 cm Weite verspricht ein bequemes Auf- und Absteigen. Das Sinus FS ist mit dem stärksten Bosch Motor der aktuellen Performance Line CX Generation mit 85 Nm Drehmoment ausgestattet. Die Position der Ladebuchse oben am Rahmen erleichtert das Handling zusätzlich.

Das Sinus FS bietet Flexibilität bei der Antriebsart: Je nach Modell kommt entweder ein wartungsarmer Gates Riemenantrieb (R5f Pro) oder eine klassische Kettenschaltung (X 12) zum Einsatz. Möglich wird dies durch verschiedene, austauschbare Ausfallenden, ohne den Rahmen zu verändern. In Puncto Sicherheit bietet das Sinus FS eine durchdachte Ausstattung: je nach Modell sorgt das Bosch E-Bike ABS (R5f Pro) für zusätzliche Kontrolle.

Der Frontgepäckträger (3 kg Traglast) mit KlickFix-Adapter sowie der MIK-Systemträger am Heck (15 kg Traglast) ermöglichen vielseitige Transportlösungen, sei es für Taschen oder Körbe. Besonders clever: Die Zugverlegung erfolgt durch den Vorbau und Steuersatz. Das Steuerlager selbst ist visko-gedämpft und verfügt über einen integrierten Block-Lock.

Erhältlich ist das Sinus FS R5f Pro MY25 für 5999 Euro und das Sinus FS X12 MY25 für 5499 Euro.

Winora Sinus iX10: Sportliches E-Trekkingbike im Dauertest

Das Winora Sinus iX10 ist ein E-Trekkingbike, das sich durch seinen kraftvollen Motor, einer 10-Gang-Kettenschaltung und einem sehr sportlichen Fahrverhalten (für ein Trekkingbike) auszeichnet. Das Rad verfügt dabei über komfortablen 55-Millimeter-Reifen und einen starken Bosch Performance CX Motor.

Ein erstes, sehr interessantes Merkmal des Sinus iX10, ist die Wahl von 27,5-Zoll-Rädern. Normalerweise findet man bei E-Trekkingbikes 28-Zoll-Räder. Die kleineren Räder führen zu einer erhöhten Stabilität und auch Wendigkeit des Bikes.

Das Winora E-Bike gibt es mit drei verschiedenen Rahmen: als Citybike (Einrohr-Rahmen), sowie in einer Damen- und Herrenversion. Die technische Ausstattung bleibt dabei gleich, lediglich die Rahmenform ist unterschiedlich. Das E-Bike ist gut durchdacht und optisch ansprechend. Es kommt mit allem daher, was für ein Straßenrad notwendig ist, z.B. Schutzblechen, Beleuchtung, Klingel, Gepäckträger.

Die Möglichkeit, einen Zusatzakku (Range Extender Bosch PowerPack 500 Rahmenakku) oder auch anderes Zubehör (Schloss, Trinkflasche, etc.) am Rad zu montieren ist praktisch. Der starke Bosch Performance CX Mittelmotor ist ein echtes Meisterstück und liefert 85 Nm / 250 Watt. Die Unterstützung erfolgt bis 25 km/h. Der Motor ist damit für fast jede Steigung ausreichend gut dimensioniert.

Der Akku bietet 500 Wh und reicht somit auch, je nach Unterstützungsstufe, für längere Strecken. Die Shimano Deore Kettenschaltung mit 10 Gängen lässt für ein Trekkingbike definitiv keine Wünsche offen und lässt sich im Alltag sicher und komfortabel durchschalten. Auch wenn eine Kettenschaltung etwas mehr Wartung erfordert, so ist sie für dieses Bike einfach genau richtig, denn das Winora E-Bike fühlt sich definitiv nicht nur in der City, sondern auch auf langen Strecken sehr wohl.

Die Scheibenbremsen von Shimano (MT 400) mit vorne 180 mm und hinten 160 mm sind ausreichend dimensioniert und packen gut zu. Das Sinus hat 24,8 kg Eigengewicht und ein zulässiges Gesamtgewicht von nur 130 kg. Dass somit ein großer Kreis an Menschen faktisch für die Nutzung dieses Rades nicht geeignet ist, ist negativ hervorzuheben.

Dank der perfekt arbeitenden 10-Gang-Schaltung von Shimano hat man auch nie das Gefühl, untermotorisiert unterwegs zu sein. Es empfiehlt sich allerdings, zum Anhalten immer in einen niedrigen Gang zu schalten. Die Federgabel schluckt mühelos die meisten Unebenheiten weg und scheint auch für moderate Feldwege geeignet. Die Bremsen packen hervorragend zu.

Winora E-Flitzer: Der minimalistische Commuter im Test

Für 2.599 € bietet das WINORA E-Flitzer ein Design, welches man wohl am ehesten als skandinavisch angehauchten Minimalismus beschreiben könnte. Das E-Flitzer fällt in die Kategorie “Understatement in Design und Power” - es gehört also zu den Bikes mit geringer Unterstützung, aber auch geringem Gewicht.

WINORA setzt mit dem MAHLE X35+ auf ein schlankes Design und eine schlichte Motor-Integration. Es will sich in diesem spannenden Segment zwischen anderen leichten E-Bikes wie dem Specialized Vado SL 5.0 EQ, dem Riese & Müller UBN Seven mit FAZUA Ride 60 oder dem Urwahn Platzhirsch etablieren. Mit einer UVP von 2.599 € stellt das WINORA seine Rivalen in puncto Preis auf jeden Fall schon einmal in den Schatten. Es ist mit dem MAHLE X35+ Nabenmotor ausgestattet und wiegt in der von uns getesteten Größe L 17,3 kg.

Zum Vergleich: Das Specialized Vado SL 5.0 EQ wiegt 16,42 kg und kostet mit dem SL 1.1-Mittelmotor 4.600 €. Das Riese & Müller UBN Seven mit FAZUA Ride 60-Mittelmotor bringt 19 kg auf die Waage und kostet stolze 5.049 €. Es kommt natürlich nicht nur auf den Preis oder das Gewicht, sondern auch auf relevante Details wie Funktionalität und Fahreigenschaften an.

Auf den ersten Blick wirkt das WINORA E-Flitzer wie ein ganz normaler Commuter, erst beim zweiten Hinsehen erkennt man den MAHLE X35+ Motor, der sich im Hinterrad versteckt. Beim Rahmendesign setzt WINORA auf Minimalismus - die Linienführung ist so simpel wie klar. Auch bei der Lackierung kommen Minimalisten auf ihre Kosten, lediglich auf dem Oberrohr und den Kettenstreben befinden sich unauffällig in Schwarz gehaltene Schriftzüge. Ebenso dezent ist das Logo von WINORA am Steuerrohr platziert.

Mit den Ausstattungspaketen des E-Flitzers erleichtert uns WINORA die Auswahl - es gibt nämlich nur eines. Bei der Rahmenfarbe könnt ihr zwischen unserer Testbike-Farbe DarkCherry Matt oder Darkslategrey Matt wählen. Beide Farben sind sehr dezent und wirken durchaus edel. Hochwertig sind auch die Schweißnähte am Alu-Rahmen des E-Flitzers, an den sich die verbaute Carbon-Gabel schön anschmiegt.

Der Commuter ist in den Rahmenhöhen 42, 46, 50 und 55 verfügbar, was etwa den Rahmengrößen XS bis L entspricht. Für elektrischen Rückenwind sorgt ein X35+ Nabenmotor mit 40 Nm und einem 250 Wh starken Akku. Gebremst wird das WINORA E-Flitzer mit TEKTRO-Bremsen. Die R280-Scheibenbremse mit 160-mm-Bremsscheiben siedelt sich zwar im Budget-Bereich von TEKTRO an, bewerkstelligt ihren Job bei leichten Fahrern aber ausreichend.

Durch die praxistauglichen Schutzbleche, das ins hintere Schutzblech integrierte Busch + Müller XELTEC-Rücklicht und das 550 lm starke Litemove-Frontlicht ist das WINORA E-Flitzer zweckmäßig zum Pendeln bei Tag und Nacht ausgestattet. Das Frontlicht befindet sich mit seiner Leuchtkraft eher im Mittelfeld, hat aber einen natürlichen Lichtkegel.

Durch den integrierten und nicht entnehmbaren Akku im Unterrohr konnte zwar ein schlankes und cleanes Rahmen-Design umgesetzt werden. Im Gegenzug lässt sich der Akku jedoch nicht außerhalb des Bikes laden, was für Personen ohne Lademöglichkeit im Erdgeschoss definitiv ein Nachteil ist. Die wenigsten wollen ihr E-Bike in die Wohnung tragen, einzig das vergleichsweise geringe Gewicht von 17,3 kg spendet hier noch etwas Trost und macht das Verladen, Verräumen oder Überwinden einiger Treppenstufen leichter.

Data-Fans und Freunde der Individualisierung aufgepasst! MAHLE bietet mit “My Smart Bike” eine intuitiv gestaltete App zu ihrem Motor an. Es ist kinderleicht, das Motorkennfeld - also das Ansprechverhalten und die Leistungsabgabe des Motors - selbst zu gestalten oder die Daten der letzten Tour und den genauen Zustand des Akkus einzusehen. Als weiteres Feature für Fitnessfanatiker kann die Leistungsabgabe bzw. Motorunterstützung auch pulsgesteuert erfolgen. Es ist wie mit einem guten Trainingspartner: Er unterstützt so viel wie nötig und so wenig wie möglich.

Über 25 km/h stoppt der MAHLE X35+ Motor seine Unterstützung feinfühlig und lässt den Fahrer des E-Flitzer geschmeidig von dannen ziehen. Vielleicht spart dir das WINORA sogar den nächsten Gang ins stickige Fitnessstudio.

Im Falle eines Plattfußes wird es dann aber leider kompliziert. Um das Hinterrad auszubauen, muss die Stromzufuhr vom Akku zum Motor getrennt werden. Eigentlich kein Problem; die selbige aber wieder zu verbinden, kann zur Tortur werden. Dieses Problem hätte WINORA mit dem neuen X20 von MAHLE, der zudem leichter und schlanker ist, umgehen können. Der neueste Motor aus dem Hause Mahle bietet eine simple Steckverbindung am Ausfallende, die den Aus- und Einbau des Hinterrads im Vergleich zum X35+ deutlich vereinfacht.

Punkte sammelt das WINORA E-Flitzer dagegen wieder mit dem MIK-Gepäckträgersystem.

Das WINORA E-Flitzer ist wendig und reagiert direkt auf Lenkbewegungen. Falls man beim Commuten oder dem Ausflug in die Altstadt auf das innerstädtische Kopfsteinpflaster trifft, sorgen die Continental CONTACT Urban-Reifen mit einer Breite von 2,00” für etwas Restkomfort im minimalistischen Gesamtpaket.

Solange man sich auf der Ebene befindet, schiebt der Motor gut an. Wird es aber steiler, kommt der Nabenmotor an seine Grenzen. Mit zunehmender Steigung nimmt die Motorunterstützung immer weiter ab, da Hinterrad-Nabenmotoren bauartbedingt eine recht hohe Drehzahl benötigen, um ihre Leistung zu entfalten.

Pendelnde in weitestgehend flachen Städten oder sportliche Urbanisten, die trotz elektronischem Rückenwind die Herausforderung suchen, werden an diesem schicken Stadtflitzer Gefallen finden! WINORA schafft es, uns dank des E-Flitzers mit einem Lächeln ins Büro zu schicken. Es ist kein Über-E-Bike oder State-of-the-Art-Fahrrad mit neuesten Technologien, dafür aber minimalistisch unaufgeregt, funktional und solide bei einem vergleichsweise geringen Gewicht und Preis von 2.599 €.

Der Winora E-Flitzer ist eine Ausnahme: Trotz Schutzblechen und Gepäckträger wiegt das Pedelec nur rund 17 kg. Dank des im Rahmen verbauten Akku sieht es auf den ersten Blick gar nicht aus wie ein E-Bike. Ein Display, das auf einen elektrischen Antrieb hindeutet, fehlt ebenfalls. Stattdessen integriert es eine Art Home-Button, mit dem man das Pedelec und die Lichtanlage ein- und ausschaltet sowie die Unterstützungsstufe des 250 Watt starken Mahle-X35-Hinterradnabenmotors auswählt.

Bis auf einen Schnellspanner zum Einstellen der Sitzposition ist kein Werkzeug im Lieferumfang enthalten. Mitgeliefert sind aber noch zwei gelbe Reflektoren, die man jedoch wegen der in den 27,5 Zoll großen Reifen integrierten Reflektorstreifen nicht montieren muss. Nach einer guten Viertelstunde ist das Pedelec einsatzbereit. Wir fahren aber nicht gleich los, sondern laden den Akku mit dem mitgelieferten 84-Watt-Netzteil auf.

Die Verarbeitung hinterlässt einen hochwertigen Eindruck. Sämtliche Schweißnähte sind geschliffen und die Kabel der 10-Gang-Schaltung Shimano Deore sowie für die hydraulischen Scheibenbremsen (160 mm) von Tektro verschwinden größtenteils bereits in der oberen Gabel, die aus Carbon gefertigt ist. Lediglich den Zug der Vorderbremse sieht man etwas länger, bevor er im unteren Bereich auf der linken Seite in die Gabel führt.

Am 640 mm breiten Topflat-Lenker ist auf der linken Seite neben dem Tektro-Bremshebel eine Klingel montiert, die allerdings lauter sein könnte. Auf der rechten Seite befindet sich neben dem Tektro-Bremshebel für die Hinterradbremse der Schalthebel vom Typ Shimano Deore M4100, mit der man die Deore-Schaltung M4120 mit der Schaltkassette CSM4100 steuert.

Eingeschaltet wird das Pedelec über das im vorderen Bereich der oberen Querstange integrierten Bedienknopf Iwoc, der wie ein Home-Button aussieht. Auch die Lichtanlage schaltet man damit ein und auch die verschiedenen Unterstützungsstufen des X35-Motors von Mahle wählt man damit aus (Weiß = keine Unterstützung, Stufe 1 = Grün, Stufe 2 = Orange). Je nachdem, welche davon gewählt ist, blinkt ein um den Bedienknopf verlaufender LED-Streifen in unterschiedlichen Farben kurz auf, bevor er dauerhaft leuchtend den Batteriestatus in unterschiedlichen Farben anzeigt (Weiß mehr als 75 Prozent, Grün 50 bis 75 Prozent, Rot weniger als 25 Prozent).

Angaben zur gefahrenen Wegstrecke oder der aktuellen Geschwindigkeit können Anwender nur über die Mahle-App My Smartbike abrufen. Für die Aufzeichnung der pro Tour gefahrenen Kilometer muss man allerdings vor jeder Fahrt das Smartphone mit dem Fahrradcomputer über Bluetooth koppeln und anschließend in der App auf den roten Aufzeichnungsbutton zum Start einer Tour drücken. Die Wegstrecke pro Trip wird also nicht vom Fahrradcomputer aufgezeichnet, sondern vom Smartphone.

Das Winora E-Flitzer gibt es in unterschiedlichen Rahmengrößen. Zur Auswahl stehen die Größen 42, 46, 50 und 55 cm. Welche Größe die passende ist, kann man im Hersteller-Shop, aber auch bei vielen Händlern, unter Angabe von Körper-, Bein- und Armlänge abrufen. Für unseren Testfahrer mit einer Größe von 186 cm wurde die Rahmengröße 55 cm ausgewählt. Damit bietet das Rad in Kombination aus Sitzhöhe und Lenkerhöhe für unseren Fahrer eine sportlich-ergonomische Sitzposition.

Der Mahle X35+ bietet ein maximales Drehmoment 40 Nm und geht recht leise zu Werke. Das turbinenartige Antriebsgeräusch hört man in der Regel nur kurz beim Anfahren. Während der Fahrt hört man ihn kaum.

Der Akku sitzt schick integriert im Rahmen, kann aber zum Laden nicht entnommen werden. Das ist vorwiegend in der Stadt ein Problem, da die meisten Bewohner nicht über einen leicht zugänglichen Fahrradkeller mit Stromanschluss verfügen. Zudem dauert es etwas, bis man den vierpoligen Stecker in der richtigen Position eingesteckt hat.

Im Test zeigt er bei maximaler Motorunterstützung nach 72 km zurückgelegter größtenteils flacher Strecke und einem 90 kg schweren Fahrer noch eine Restkapazität von 60 Prozent und einer Reichweite von 46 km an. Auch wenn die Prozentangaben oft nicht linear erfolgen, gehen wir davon aus, dass man mit einer Akkuladung eine Reichweite von 100 km erzielen kann. Mit dem mitgelieferten über 83 Watt starken Netzteil dauert der Ladevorgang etwa fünf bis sechs Stunden.

Anderseits vermittelt das Winora E-Flitzer mit seinen 27,5 Zoll großen und 5 cm breiten Reifen (Continental Contact Urban Sfaety Pro 50) einen direkten Straßenkontakt. Es fährt sich in nahezu jeder Situation sicher. Für eine bessere Federung kann man den Reifendruck etwas unter die maximal möglichen 73 psi (5 Bar) einstellen. Im Zusammenspiel mit dem gepolsterten Selle-Royal-Sattel Vivo Ergo bietet das Winora E-Flitzer einen guten Fahrkomfort. Auch Ausflüge abseits der Straße durch den Park auf Schotterwegen sind für das Urban E-Bike kein Problem.

Die hydraulischen Tektro-Scheibenbremsen mit 160 mm großen Bremsscheiben vorn und hinten geben kein Anlass zu Kritik. Sie packen gut zu und lassen sich gut dosieren. Auch die Deore-Gangschaltung von Shimano funktioniert im Test einwandfrei. Die schwarzen Schutzbleche passen nicht nur zum Design des E-Bikes, sondern erfüllen auch ihren Zweck und verhindern bei feuchter Fahrbahnunterlage, dass der Fahrer nass wird. Praktisch ist auch der Gepäckträger SKS Urban GT, den man mit bis zu 15 kg schwerem Gepäck in Form von klickbaren Satteltaschen beladen kann.

Das Winora E-Flitzer ist in Weinrot und in Schiefergrau erhältlich. Im Winora-Online-Shops kostet es 1999 Euro. Der empfohlene Verkaufspreis liegt bei 2599 Euro. Das Pedelec wird aber von anderen Händlern für 1499 Euro angeboten.

Winora Yakun X12: Tiefer Einstieg und starker Akku im Test

Das Winora Yakun X12 geht bereits in der Werbebeschreibung in die Vollen: Tiefer Einstieg, dicker Akku, große Zuladung und bestens für Alltag und Tour ausgestattet. Ob sich diese Behauptungen auch im Alltag bewahrheiten, klärt der BikeX-E-Bike-Test!

Zum Test haben wir das Modell X12 zum Preis von 4499 Euro eingeladen - wahlweise gibt's das Yakun dabei wie hier getestet als Tiefeinsteiger oder als "normalen" Diamantrahmen. Cool: Das Top-Modell kommt mit Boschs ABS-System, die Modelle mit "Pro" als Beinamen haben einen Gepäckträger vor dem Steuerrohr verbaut.

Wir finden den Look durchaus schick und modern, zumal der Alu-Rahmen mit einer griffigen Strebe oberhalb des Motors auffährt, ein Segen, soll das Winora auf dem Fahrradträger verladen werden. Denn leicht ist der Tiefeinsteiger beileibe nicht: 30,2 Kilo zeigte unsere Waage samt Pedalen an; das ist zwar im Reigen der Tiefeinsteiger mit Vollausstattung nicht unüblich, sollte in die Kaufentscheidung aber unbedingt einfließen.

Tabelle: Technische Daten des Winora Yakun X12

Komponente Details
Schaltung Shimano Deore, 12 Gänge
Gabel Rock Shox, Luftkammer einstellbar
Bremsen Shimano (Modelljahr 2024), Magura MT5 (Modelljahr 2025)
Motor Bosch Performance Line CX (Smart-Variante der vierten Generation)
Display Kiox-300 in Kombination mit LED-Remote
Akku 750-Wh
Gewicht 30,2 kg (mit Pedalen)

Das gilt auch für die Zuladung. Denn das eigentlich satt klingende 150 Kilo Gesamtgewicht sind minus dem Fahrradgewicht mit rund 120 Kilo dennoch nur ein mittelmäßiger Wert. Insgesamt ist der Rahmen aber ansonsten tadellos verarbeitet, so wie es sich für die Preisklasse auch geziemt.

Shimano liefert eine knackig schaltende Deore-Schaltung mit zwölf Gängen, die Gabel kommt von Rock Shox und ist dank Luftkammer auf das Fahrergewicht einstellbar, eine von E-MTBs bekannte Vario-Sattelstütze kann auch Knopfdruck auf- wie abgesenkt werden. Bei unserem Modell bremst man noch mit Shimano-Power, im Modelljahr 2025 kommt eine ähnlich wertige Magura MT5 zum Einsatz.

Über den verbauten Bosch Performance Line CX Motor, hier noch als Smart-Variante der vierten Generation verbaut, muss indes nichts großartig gesagt werden. Winora setzt auf ein Kiox-300-Display in Kombination mit einer LED-Remote, als Akku kommt der schier riesige 750-Wh-Akku zum Einsatz. Wie schon oft geschrieben eine super Kombination.

Steile Rampen meistert das Bosch-Kraftwerk wie immer ohne Murren, selbst die eher schweren 30 Kilo schiebt das Schwabenaggregat mühelos den Berg hinauf. Gut, dass hier auch der große Akku mithalten kann. Spurtreue und Grip der aufgezogenen Schwalbe-Reifen sind gut, allenfalls im matschigen Geläuf verlieren sie schnell ihren Biss.

Und siehe da: im Talschuss flattert beim Winora-Tiefeinsteiger nichts, die Fahrstabilität ist trotz des fehlenden Oberrohrs hervorragend. Doch so verwindungssteif der Rahmen auch ist, als Nachteil empfindet man das schnell auf Kopfsteinpflaster, wo das Yakun eher wenig Komfort hat. Auf normalen Straßen erster und zweiter Ordnung ist das Gesamtpaket mit der 80 mm Hub liefernden Rock-Shox-Gabel aber eine wohlige Konstruktion. Lob kann es im Alltag zudem für den rückenfreundlich gelegenen Ladeport einheimsen, auch die Akku-Entnahme funktioniert prima.

Das Yakun X12 macht als Tiefeinsteiger eine brillante Figur: Der Rahmen ist für die Rahmenbauart schön steif und spurstabil, der verbaute Bosch-Antrieb samt mega Akku einmal mehr bar jeder Kritik. Die Ausstattung ist der Preisklasse würdig und sinnvoll, wobei besonders das Licht und die verbaute Vario-Sattelstütze uns gut in Erinnerung blieben.

Winora Trekking E-Bikes: Vielseitigkeit für jeden Bedarf

Ein Winora Trekking e Bike bietet sich für viele E Bike-Fans an. Egal, ob ihr gerne sportlich unterwegs seid, zu den Pendlern gehört, eher das Weite suchen wollt oder auf Entdeckungstour geht. Beim Motor setzt Winora auf bekannte Marken wie Bosch oder Yamaha. Die Schaltgruppen bei den E Trekkingrädern stammen in den meisten Fällen von Shimano. Statt einer Nabenschaltung findet ihr in erster Linie eine Kettenschaltung.

Die Touring E Bikes der Reihe Sinux und Yucatan besitzen teils kleinere Laufräder und versorgen euch zuverlässig mit Schubkraft der neuesten E-Motor-Technologie. Eine Federgabel gleicht Unebenheiten aus und die hochwertige Schaltung gibt euch zahlreiche Wahlmöglichkeiten. Was das Zubehör angeht, könnt ihr bei eurem Winora Trekking e Bike viele Extras auf einer Schiene an dem Unterrohr befestigen.

Das Winora Trekking e Bike Sinux iX10 ist ein leistungsstarkes E-Trekkingbike, das alle notwendigen Voraussetzungen für seinen Einsatzzweck im Alltag und auf Touren mitbringt. Das Yakun 12 ist ein gelungener Mix aus SUV E Bike mit MTB-Fähigkeiten. Lange Ausflüge sind damit gar kein Problem. Das Winora Trekking e Bike Yucatan 8 ist mit zuverlässigen Komponenten ausgestattet, die gut aufeinander abgestimmt sind. Agil und wendig schlängelt es sich durch den Stadtverkehr. Mit dem Winora Yucatan X12 PRO hat der Hersteller ein Elektro Fahrrad mit hochwertiger Ausstattung geschaffen, das ein echter Blickfang ist.

Winora bietet seine Elektro Räder zu einem Preis zwischen 2.899 und 4.999 Euro an. Die Sinus iX10 Modelle sind beim Hersteller für 3.399 zu haben. Das Yucatan X12 Pro spielt in der oberen Preisklasse mit, denn es kostet 4.599 Euro. Gleiches gilt für das Yakun 12, das für 4.699 Euro über die Ladentheke geht.

Da die Winora Trekking e Bike bereits mit allen verkehrsrelevanten Anbauten wie Rücklicht und Frontleuchte ausgestattet sind, müsst ihr hier vor eurer ersten Fahrt nichts extra dazukaufen. Kennzeichenpflichtig sind Elektro Trekkingräder nicht, denn sie werden gesetzlich einem Fahrrad ohne Antrieb gleichgestellt. Einmal jährlich sollte euer Trekking E Bike in der Werkstatt durchgecheckt werden.

Je nach Modell nutzt der Hersteller bei seinen Winora Trekking e Bikes einen Motor von Bosch oder ein Antriebssystem von Yamaha mit unterschiedlichem Drehmoment. Üblicherweise befindet sich der Antrieb bei den Winora Trekking e Bikes mittig am Fahrrad, wodurch die Antriebskraft zusätzlich zu der über die Pedale eingebrachten über die Fahrradkette an das Hinterrad übertragen wird. Dadurch verbessert sich der Wirkungsgrad und der Stromverbrauch wird reduziert.

Mit dem Winora Sinus 9 und dem verbauten 625 Wh Akku kommt ihr auf eine maximale Reichweite von 150 km. Dies ist jedoch abhängig von der Fahrweise, der Belastung und dem Gelände.

Ihr könnt euer Winora Trekking e Bike mit einem Zusatzakku aufrüsten oder auf einer patentierten Schiene an dem Unterrohr Gepäckboxen, eine Sicherheitshalterung für ein Schloss oder für Trinkflaschen befestigen.

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