Abnehmen und Muskelaufbau durch Radfahren: Ein umfassender Leitfaden

Wusstest du, dass rund 80 % aller Deutschen ein Fahrrad besitzen? Fast jeder besitzt ein Fahrrad oder hat die Möglichkeit, eines mitzubenutzen. Das macht Radfahren zu einer der beliebtesten Sportarten. Wie dir dein Bike beim Abnehmen hilft und welche gesundheitlichen Vorteile Radeln bringt, checkst du in diesem Artikel!

Warum Radfahren ideal zum Abnehmen ist

Radsport ist eine der effektivsten und gelenkschonendsten Sportarten, um abzunehmen und sich körperlich fit zu halten. Radfahren ist zum Abnehmen für viele Menschen besser geeignet als andere Sportarten. Die weichen Bewegungen beim Trampeln sind besonders schonend für die Gelenke. Der Sattel trägt mit bis zu 70 Prozent den Großteil des Körpergewichts, so dass die Gelenke weniger belastet werden. Das Tempo wird vom Radfahrer selbst bestimmt und individuell an die eigene Kraft und Ausdauer angepasst.

Somit ist Radfahren auch für untrainierte und übergewichtige Menschen, ebenso wie für Ältere eine passende Sportart, um Gewicht zu verlieren. Um effektiv abzunehmen, muss die Fettverbrennung gesteigert werden. Dies geschieht beim Radfahren durch die Anregung des Stoffwechsels und durch den Muskelaufbau bei regelmäßigen Trainingseinheiten. Je mehr Muskelmasse vorhanden ist, desto höher ist die Fettverbrennung.

Wie Radfahren den Muskelaufbau fördert

Du kannst z. B. gezielter bestimmte Muskelgruppen durchs Fahrradfahren trainieren. Die größte Kraft beim Radeln brauchen deine Beine. In die Pedale treten trainiert vor allem deinen Quadrizeps. Der Muskel verläuft an der vorderen Seite des Oberschenkels und baut gut Muskelmasse auf. Fahrradfahren stärkt deine Waden = Gastrocnemius-Muskel. Der stabilisiert dich auf den Pedalen und gibt Kraft beim Treten. Trainierte Waden helfen dir auch bei vielen anderen Sportarten.

Durchs Radeln trainierst du deinen Gluteus Maximus (= unser größter Muskel). Das passiert automatisch, wenn du die Pedale nach unten drückst. Wenn du mit Klickpedalen fährst, trainierst du außerdem noch deinen Bizeps Femoris (= Beinbeuger auf der Oberschenkel-Rückseite) sowie den Tibialis Anterior (= Fußheber vorne am Schienbein). Übrigens: Wenn du Knieprobleme hast, ist Fahrradfahren der perfekte Sport für dich. Es hilft dir, schwache Kniesehnen sanft und schonend zu trainieren.Du trainierst deine Rücken-Muskulatur, die Wirbelsäule und bekommst eine gute Körperhaltung. Radsport trainiert deine Arme. Wenn du den Lenker hältst und steuerst, wird deine Schulter-Muskulatur gestärkt. Dein Oberkörper hält dich beim Fahrradfahren stabil. Wenn du aus dem Sattel aufstehst oder dich nach vorne lehnst, trainierst du deinen kompletten Oberkörper sowie die Bauch-Muskulatur.

Kalorienverbrauch beim Radfahren

Beim Fahrradfahren verbrennst du bei einer Geschwindigkeit von 15-20 km/h im Durchschnitt um die 400 Kalorien pro Stunde. Der genaue Kalorienverbrauch hängt dabei von vielen Faktoren ab, unter anderem von der Geschwindigkeit. Im Schnitt kannst du aber schon beim lockeren Fahren ca. Somit klappt Abnehmen mit Fahrradfahren kinderleicht. Denn bereits ab der 1. Minute beginnt dein Körper, Fett zu verbrennen. Aber das Coole am Radeln ist, dass auch viele kleine Einheiten einen Effekt bringen. Jede Strecke, egal wie lang oder schwer, hilft dir, in Form zu kommen.

Als Beispiel nehmen wir hier den Tagesablauf einer Frau im Alter von 28 Jahren. Sie fährt bereits regelmäßig mit dem Rad, nimmt aber auch für viele Strecken das Auto. Ihren Arbeitsweg von 15 Kilometer fährt sie in einem entspannten Tempo und benötigt dafür 45 Minuten. In der Mittagspause radelt sie zu einem Bistro, das 2 km entfernt ist, also hin und zurück insgesamt 4 km. Nach der Arbeit geht's zurück nach Hause. Am Nachmittag besucht sie noch ihre beste Freundin, die 10 Kilometer entfernt wohnt. Unterm Strich ist unsere "Testperson" schon ganz gut dabei, denn sie verbrennt an einem normalen Arbeitstag bereits ca. Bei einem durchschnittlichen Tempo braucht sie für die 10 Kilometer zu ihrer Freundin rund 30 Minuten. Damit verbraucht sie nochmal ca. 270 kcal einfach, also 540 kcal hin und zurück. Wenn die beiden Freundinnen dann auch noch zusammen eine kleine Radtour machen, anstatt nur Kaffee zu trinken, wird es sogar noch mehr.

Hinweis: Das sind natürlich alles durchschnittliche Werte. Im Alltag wird dein Kalorienverbrauch durch viele verschiedene Faktoren beeinflusst.

Kalorienverbrauch im Alltag: Beispielrechnung

Aktivität Strecke/Zeit Kalorienverbrauch (ca.)
Arbeitsweg 15 km (45 Minuten) [Wert fehlt, bitte ergänzen]
Mittagspause 4 km [Wert fehlt, bitte ergänzen]
Besuch bei Freundin 10 km (30 Minuten) 270 kcal (hin) / 540 kcal (hin und zurück)

Effektives Training für optimale Ergebnisse

Aber neben dem Weg zur Arbeit oder in den Supermarkt sind intensivere Touren mit dem Bike natürlich wesentlich effektiver, um abzunehmen. Mehrere Trainingseinheiten pro Woche von ca. Für den bestmöglichen Effekt fährst du dabei idealerweise im richtigen Pulsbereich. Er befindet sich zwischen 60 und 70 % deiner maximalen Herzfrequenz. Tipp: Am besten du nimmst beim Fahrradfahren einen Pulsmesser mit, damit du deine Herzfrequenz während der Tour immer im Blick hast. Wenn du deinen berechneten Wert bei einem Training von mindestens 30 Min.

Ideale Trainingsergebnisse erreichst du, wenn du mehrmals pro Woche mindestens 30 Minuten bei erhöhter Intensität fährst. Idealerweise in einem Pulsbereich, der bei 60 bis 70 % deiner maximalen Herzfrequenz liegt.

Indoor Cycling & Co.

Du hast Lust aufs Biken bekommen, trainierst aber lieber drinnen? Kein Problem. Probiere unsere vielseitigen und innovativen Cardio-Geräte aus! Dabei verbrennst du jede Menge Kalorien und powerst dich aus, ohne von Regen oder Wind gestört zu werden. Zusammen in Gruppen-Kursen, z. B. beim Indoor Cycling, motiviert und pusht ihr euch gegenseitig zu Höchstleistungen.

Du fragst dich, ob du mit dem Fahrrad leichter drinnen oder draußen abnimmst? Radfahren im Fitnessstudio steigert deinen Kalorienverbrauch - denn hier gibt es keine Leerläufe. Im Gegensatz zu Outdoor-Fahrrädern haben Indoor Bikes Schwungräder. Bei einer Fahrradtour an der frischen Luft kommen einige äußere Einflüsse dazu. Nutze das Ergometer auch für unterschiedliche Trainingsansprüche!

Die Rolle der Ernährung beim Abnehmen

Radfahren ist eine gute Möglichkeit, Körperfett zu verlieren - auch am Bauch. Vor allem mit langen Touren verbrennst du viel. Achte aber immer auch auf Kalorien und Essgewohnheiten. Es gilt die Faustregel: Abnehmen ist 30 Prozent Sport, 70 Prozent Ernährung. Damit du nach der Bike-Session keinen Heißhunger hast, ist es wichtig, dass du vor allem bei längeren Touren schon unterwegs etwas isst. Probier's mal mit gesunden Fitness-Snacks, die du easy zum Fahrradfahren mitnimmst. Hab' immer genug zu trinken dabei - hole dir dafür z. B.

Jeden Tag Fahrrad zu fahren, bringt verschiedene Vorteile mit sich. Du verbrennst zunächst Kalorien, nimmst also leichter ab. Bei niedriger Geschwindigkeit sind das immerhin schon bis zu 150 kcal bei 30 Minuten Fahrt. Außerdem profitiert dein Immunsystem von der frischen Luft, du reduzierst Stress und beugst sogar Schlafstörungen vor.

Zusätzliche Übungen für Radsportler

Ob Rennrad, Mountainbike oder Citybike: Regelmäßiges Radfahren hält dich fit, verbessert deine Ausdauer und stärkt deine Muskeln. Das ist top, um fit zu werden und zu bleiben. Kombinierst du das Training mit Ausgleichs- und Dehnübungen, kannst du muskuläre Dysbalancen ausgleichen (oder gar nicht erst entstehen lassen), deine Haltung verbessern, deine Flexibilität erhöhen (gut, um z. B. auf dem Rennrad eine windschnittig tiefe Haltung einzunehmen) und Verspannungen lösen. Wir zeigen dir die besten Übungen für Radsportler - aus den Bereichen Krafttraining, Stretching und Yoga.

Bereits zehn Minuten im Fahrradsattel haben einen positiven Effekt auf die Muskulatur, wie der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) berichtet. Krafttraining steigert die Leistung auf dem Fahrrad. Mit nur zwei Krafttrainingseinheiten pro Woche können Fahrradfahrer ihre Performance in weniger als drei Wochen verbessern, wie eine Studie zeigte. Das Fazit der Studienautoren: „Im Hinblick auf die Ergebnisse dieser Studie sollten sowohl Läufer als auch Radfahrer schweres Krafttraining in ihre Trainingsprogramme aufnehmen, um maximale Leistungssteigerungen zu erzielen.

Krafttraining Übungen

  • Kniebeuge mit Theraband: Stärkt Gesäßmuskulatur, Quadrizeps und Kniesehnen.
  • Beinpresse: Beansprucht Quadrizeps, Beinbizeps und Gesäß.
  • Kreuzheben mit Theraband: Effektives Ganzkörpertraining.

Yoga Übungen

Die Position auf dem Rad ist eine recht starre - die du je nach Tourenlänge auch mal über mehrere Stunden hältst. Yoga hilft dir dabei, ein Gleichgewicht im Körper herzustellen, deine Haltung zu verbessern und Verspannungen zu lösen. Yogalehrerin Sarah Herrington führt in ihrem Buch „Yoga“ einige Übungen aus, die den Oberkörper wieder ins Lot bringen. Hier sind drei ihrer Posen, mit denen du deinen Oberkörper entspannst.

  • Katzenhaltung und Kuhhaltung: Beginne auf allen Vieren und richte deine Handgelenke unter den Schultern und deine Knie unter deinen Hüften aus. Atme tief ein. Nun beginnst du mit der Katzenhaltung. Als nächstes gehst du in die Kuhhaltung. Hebe Kinn und Brust an und richte deinen Blick zur Decke.
  • Kobra: Lege dich auf den Bauch. Setze deine Handflächen so auf die Matte, dass sich deine Fingerspitzen auf einer Höhe mit deinen Schultern befinden. Der Ellbogen zeigt nach hinten und ist etwas nach oben gebeugt. Hebe deine Brust und drücke deinen Rumpf langsam nach oben, indem du die Arme streckst. Beine und Becken bleiben auf dem Boden.
  • Kamel: Knie dich etwa hüftbreit hin, die Zehen sind aufgestellt. Dann beugst du dich langsam nach hinten und legst deine Hände auf dein Kreuz. Atme in dieser Position mehrmals tief ein und aus. Bei dieser Übung dehnst du den Quadrizeps.

Die Vorteile von E-Bikes

E-Bikes & Pedelecs sind voll im Trend. Als Sport ist E-Biken aber doch eher eine Mogelpackung, oder? Nope! Zwar verbrennst du mit Unterstützung weniger Kalorien. Du bestimmst die Intensität, egal ob es bergauf geht oder flach bleibt. Für das Herz ist das E-Bike darum ein echter Benefit.

Häufige Fragen zum Abnehmen durch Radfahren

Viele haben ein Gewichtsziel, das sie u.a. mit dem Radfahren erreichen wollen. Leider funktioniert das nicht so einfach, denn diese Frage kann man nicht pauschal beantworten. Wie lange eine Person fahren muss, um ein Kilo abzunehmen hängt u.a. von diesen Faktoren ab:

  • Körperliche Ausgangsposition (Alter, Gewicht)
  • Individueller Trainingszustand
  • Intensität des Fahrradfahrens (Tempo, Wegbeschaffenheit, Anstiege)
  • Äußere Einflüsse (Gegenwind, Energieaufnahme)

Warum nehme ich trotz Fahrradfahren nicht ab?

Wenn du regelmäßig in die Pedale trittst und die Pfunde trotzdem nicht schwinden, kann das verschiedene Gründe haben. Zum einen verbrennst du beim Radfahren nicht nur Fett, sondern baust auch Muskeln auf. Vor allem in Waden und Oberschenkeln. Auf der Waage schlägt sich der Gewichtsverlust deshalb nicht sofort wieder. Langfristig erhöhen diese Muckis aber den Kalorienverbrauch und du nimmst trotzdem ab.

Ein anderer Grund kann sein, dass du dich nicht im Kaloriendefizit befindest. Strebe am besten ein leichtes Kaloriendefizit von 200 bis 500 Kalorien an und du wirst auf jeden Fall gesund abnehmen. Weniger solltest du aber nicht essen, da dein Stoffwechsel sonst in den Hungermodus umschaltet und sich an jedem Fettpölsterchen festklammert.

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