Wo werden Harley-Davidson Motorräder hergestellt?

Jeder hat sie bestimmt schon mal gehört, die Geschichte vom Hinterhofholzschuppen, in dem die ersten drei Harley-Davidson Motorräder entstanden. Das war 1903 im US-amerikanischen Milwaukee. Doch konnten William Harley und die drei Davidson-Brüder ahnen, dass ihr Unternehmen die Zeit überdauern würde?

Als einziger Hersteller der Welt hat die Firma 120 Jahre lang ohne Unterbrechung eigenständig Motorräder gefertigt. Verdammt lang her! Zu Beginn des 20. Jahrhunderts gab es in den USA eine Vielzahl von Motorradherstellern. Sie kamen und sie gingen, Harley-Davidson blieb - und wird jetzt 120.

So wuchs Harley-Davidson binnen 17 Jahren zum größten Motorradhersteller der Welt heran und konnte sich seiner monumentalen Fabrik rühmen, die unweit des Holzschuppens an der heutigen Juneau Avenue in Milwaukee entstanden war. Die historische Fabrik ist inzwischen das Headquarter des US-Unternehmens.

Noch heute ist Harley-Davidson also in Milwaukee daheim, wo einst alles begann, und noch heute ist die Firma wenngleich man vom 50er-Zweitakter bis zum großvolumigen Boxer alles Mögliche ausprobiert hat dem viertaktenden V2 treu ergeben. Auch wenn er äußerlich manchen seiner Ahnen gleicht, wurde er Jahrzehnt für Jahrzehnt den Erfordernissen der Zeit angepasst und ist hochmodern.

Mit dem Milwaukee-Eight und dem Revolution Max fertigt Amerikas traditionsreichster Motorradhersteller derzeit zwei unterschiedliche Motorenkonzepte: einen luftgekühlten 45°-V2 mit flüssigkeitsgekühltem Auslassbereich und einen flüssigkeitsgekühlten 60°-V2. Von 975 bis 1923 Kubikzentimeter reichen die Kubaturen, bis zu 112 kW (152 PS) leisten die Triebwerke. Und längst haben moderne Features wie elektronische Assistenzsysteme, Bluetooth-Handyanbindung und Infotainment in Maschinen aus Milwaukee Einzug gehalten.

Doch was geblieben ist, ist der besondere Nimbus einer Harley-Davidson: Ihr Look, ihr Sound und das Feeling, das sie vermittelt. Sie steht für ein Lebensgefühl, das mit Werten wie Freiheit, Individualität und Nonkonformismus einhergeht. Ihre Fans und Fahrer bilden eine große, weltumspannende Gemeinschaft, die das Feiern nicht verlernt hat. Und gefeiert wird 2023 etwa auf der europäischen 120th Anniversary Party, die vom 22. bis zum 25.

Oft werden wir gefragt, wo Harley-Davidson seine Motorräder produziert. Aus diesem Grund möchten wir uns an dieser Stelle dem Thema widmen und Dir zunächst einmal einen kleinen Überblick geben.

Aktuelle Produktionsstandorte von Harley-Davidson

Derzeit gibt es 5 große Standorte an denen Harley-Davidson seine legendären Bikes produziert:

  • York, Pennsylvania, USA
  • Kansas City, Missouri, USA
  • H-D Brasilien-Manaus, Brasilien
  • Haryana, Indien (lediglich die Street 500 & 750)
  • Tasit, Pluagdang, Rayong, Thailand

Wo Deine Harley-Davidson produziert wurde kannst Du an der jeweiligen Fahrgestellnummer / VIN feststellen. Damals sah das ganze natürlich noch etwas anders aus.

Strategische Verlagerung der Produktion nach Thailand

Der amerikanische Motorradhersteller Harley-Davidson will weitere Kapazitäten in sein thailändisches Werk verlagern. Bislang hatte man dies für Modelle, die für den US-Markt bestimmt sind ausgeschlossen. Einst galt es bei der Motor Company als eherne Regel, Maschinen, die für den Heimatmarkt bestimmt sind, ausschließlich im Stammwerk Milwaukee zu fertigen. Mit diesem Grundsatz scheint Harley-Davidson nun brechen zu wollen.

Harley hatte das Werk im thailändischen Rayong im Jahr 2018 gebaut. Das Unternehmen reagierte damals auf den Zollstreit der Trump-Administration mit der Europäischen Union. Aufgrund einseitig durch die Vereinigten Staaten verhängter Einfuhrzölle, unter anderem auf Stahl- und Aluminiumprodukte, reagierte die EU mit Aufschlägen auf Importe aus den USA. Zu den sanktionierten Warengruppen gehörten auch großvolumige Motorräder.

Am Standort Rayong, der auf die Fertigung der modernsten Modelle mit Revolution-Max-Motor ausgelegt ist, sollen nun zusätzliche Kapazitäten geschaffen werden. Über die Motive kann derzeit nur spekuliert werden. Wahrscheinlichster Grund ist das vergleichsweise hohe Lohnniveau der mehrheitlich gewerkschaftlich organisierten Arbeiter in den USA.

Entsprechend sauer sind die Gewerkschaften. Die Verärgerung des Funktionärs ist nachvollziehbar, verloren doch 2019 im Zuge der ersten Verlagerung nach Thailand rund 600 IAM-Mitglieder im Stammwerk Milwaukee sowie beim Dienstleister Syncreon in Kansas City ihren Arbeitsplatz. Übel stößt dem Gewerkschafter zudem auf, dass die Motor Company 89 Millionen Dollar aus dem Domestic Manufacturing Conversion Grant Program erhalten hat, um die heimischen Standorte zu stärken.

Das Geld fließt jedoch hauptsächlich in den Ausbau des Standortes York, wo künftig größere Stückzahlen von Elektromotorrädern der Marke LiveWire montiert werden sollen, an der Harley mehrheitlich beteiligt ist.

Umgehung von Strafzöllen durch Produktion in Thailand

Harley-Davidson plant, seine Modelle für den europäischen Markt schon ab 2020 fast ausschließlich in seinem 2019 eröffneten Werk in Rayong, Thailand, zu montieren. Damit soll die Strafsteuer für US-Importe umgangen werden.

Das haben sowohl Matt Levatich als Präsident der Company wie auch Harley-Finanzchef John Olin Ende Januar gegenüber US-Börsen-Analysten erklärt, nachzulesen in einer Mitschrift des „Earnings Conference Call“ vom 28. Januar 2020, veröffentlich auf der Internetseite der US-Börse Nasdaq.

Laut Harley-Finanzchef Olin erwartet der US-Hersteller durch den angekündigten Schritt Einsparungen in Höhe von rund 70 Millionen US-Dollar (umgerechnet knapp 65 Mio. Euro) allein in diesem Jahr. Es geht Harley vielmehr darum, die seit Mitte 2018 fälligen Strafzölle von derzeit 25 Prozent auf EU-Importe aus den USA zu umgehen.

Levatich und Olin erklärten übereinstimmend, dass die EU einem entsprechenden Antrag des US-Konzerns bereits zugestimmt habe, keine Strafzölle auf aus Thailand importierte Harleys zu erheben. Finanzchef Olin erklärte weiter, dass Harley-Davidson für 2020 mit EU-Strafzöllen in Höhe von 20 Millionen Dollar rechne, und zwar auf „Abverkäufe hoch zu verzollenden Lagerbestands und Strafzölle auf CVO-Harleys und Trikes, die wir weiterhin in den Vereinigten Staaten produzieren werden“.

Daraus liegt der Umkehrschluss nahe, dass bis auf die Dreiräder und die geringe Anzahl handgearbeiteter CVO-Sondermodelle noch 2020 alle anderen zum Verkauf in der EU bestimmten Harleys aus Thailand kommen werden. Das wollten deutsche und internationale Harley-Vertreter auf MOTORRAD-Nachfrage weder dementieren noch bestätigen.

Weltweit hat Harley-Davidson im vergangenen Jahr genau 218.273 neue Motorräder verkauft. Davon wurden 125.960 Harleys innerhalb der USA neu zugelassen.

Mögliche Produktionsstätte in Europa?

Das Werk in Thailand, wurde nur wegen der Strafzölle ins Leben gerufen, so konnte Harley-Davidson die von der EU erhobenen Strafzölle umgehen. Eine sichere Lösung war das allerdings nicht, denn die EU plante bereits, ebenso diese Fahrzeuge mit Strafzöllen zu belegen.

Jetzt kommt die Frage auf, ob Harley-Davidson sich strategisch umstellt und vielleicht doch über eine Produktionsstätte in Europa nachdenkt. In Anbetracht der stetig steigenden Transportkosten, Containerknappheit und eigentlich zu langen Lieferzeiten, ist es jedenfalls eine Überlegung wert. Harley-Davidson „Made in Germany“, das hört sich doch gut an.

Nach Harleysite Informationen, war Jochen Zeitz erst vor kurzem bei Bosch zu Besuch, was jetzt nichts zu bedeuten hat, denn Bosch ist schon lange ein Zulieferer von Harley-Davidson Teilen. Bosch hat im letzten Jahr in Dresden eine neue Chipfabrik ins Leben gerufen, an dem Fertigungsstandort werden Halbleiter für die Mikroelektronik produziert.

Möglicherweise entwickelt sich hier ein neuer Trend, der zusätzlich zu den ökologischen Gesichtspunkten immer stärkere Argumente bekommt. Die Modulbauweise der neuen Motorräder macht es möglich. Viele Teile können an den unterschiedlichsten Modellen verbaut werden, besonders, wenn man in die Zukunft blickt. Das diese Entwicklung zutrifft, wurde ja bereits bei der Vorstellung vom Revolution Max gesagt und wir sehen es ja jetzt schon, bei den beiden Revolution Max Motorversionen.

Der 1250T Motor von der Sportster S hat einen ganz anderen Charakter, als in der Pan America, hier ist vieles in der Zukunft möglich. Eine Motorkonstruktion für viele unterschiedliche Modelle ist somit denkbar. Das sind die besten Voraussetzungen um ein Montagewerk in Europa effizient zu betreiben, vielleicht nicht für alle Modelle, aber für die Softail und Revolution Max Baureihe, wäre es sicherlich interessant.

Die CVO Modelle kommen aus den USA und die großen Grand American Touring Modelle, werden in den USA um einiges mehr umgesetzt, als bei uns in Europa. Die Endmontage der kleineren Modelle könnte in Europa schnell und flexibel gemacht werden. In Ostdeutschland, oder in der Nähe einer Hafenstadt wie Hamburg, oder Bremerhaven würde es schon Möglichkeiten geben.

Aber ob man solche Gedanken in den USA hat, ist schwer zu sagen, allerdings sind die Kosten für Seefracht und die langen Transportzeiten, derzeit wirklich ein großes Problem für die Harley-Davidson Company, das sich langfristig gesehen kaum anders lösen lassen wird. Die Produktionszyklen sind vorgeben, es werden keine Massen produziert und wenn die neuen Modelle erst im Frühjahr ausgeliefert werden sollen, wird das Zeitfenster immer kleiner, in dem das alles stattfinden muss.

Entsprechende Planungssicherheit, Einhaltung von Lieferterminen, das sind heutzutage wichtige Punkte. Dazu der immer stärker werdende Eindruck von Planwirtschaft, wenn Fahrzeuge eher zugeteilt werden, als vom Kunden konfiguriert, ist das nicht besonders attraktiv und hilft am Ende keinem.

Es gab diese Gerüchte bereits vor Jahren, als sich Kärnten in Österreich für diese Idee stark machte und Stadt Berlin ist direkt auf den Zug mit aufgesprungen und hatte sich ebenfalls angeboten, das war aber eher eine Luftnummer. So schlecht ist die Idee von einem Harley-Davidson Montagewerk in Europa nicht, heute jedoch, ist das alles eher als ein Aprilscherz zu sehen.

Die Harley-Davidson Street Familie

Die Street ist eine von Grund auf neu konstruierte Maschine im Dark Custom Look. Ihr moderner, flüssigkeitsgekühlter V-Twin trägt den Namen Revolution X und ist in einen neuen, fahrstabilen Doppelschleifen-Stahlrohrrahmen mit Telegabel und stabiler Vierkant-Zweiarmschwinge mit seitlich montierten Federbeinen eingebettet.

Mit dem neuen V-Twin schlägt Harley-Davidson ein weiteres Kapitel in der Geschichte der flüssigkeitsgekühlten Revolution Motoren auf. Wie beim Triebwerk der V-Rod Modelle stehen auch die Zylinder des Revolution X V-Twins in einem Winkel von 60 Grad zueinander. Je eine obenliegende, kettengetriebene Nockenwelle steuert vier Ventile pro Zylinder. Eine Ausgleichswelle reduziert die Vibrationen. Bei einer Bohrung von 85 und einem Hub von 66 Millimetern ergibt sich ein Hubraum von 749 Kubikzentimetern. 60 Newtonmeter stemmen die Kolben des Revolution X bei 4000 U/min auf die Kurbelwelle. Der Motor entwickelt 42 kW (57 PS) und zeichnet sich durch eine nachdrückliche und jederzeit gut kontrollierbare Leistungsentfaltung aus. Über ein Sechsganggetriebe und einen Zahnriemen gelangt die Kraft auf die Straße.

Nicht nur der Antriebsstrang, sondern auch das Chassis der Street wurde von Grund auf neu entwickelt. Mit einer besonders geringen Sitzhöhe von 709 Millimetern, sorgfältig abgestimmten Fahrwerkskomponenten und einem großen Lenkeinschlag wurde es auf maximale Handlichkeit und ein sicheres Fahrgefühl ausgelegt: Der Fahrer hat die Maschine jederzeit gut im Griff.

Der Agilität der Street steht ihr Stil in nichts nach. Look, Sound und Feeling charakterisieren die Maschine als authentische Harley-Davidson. Front- und Heckfender sind aus Metall gefertigt, eine klassische metallene Airbox ziert die rechte Motorflanke und der Tank wird von einem erhabenen Harley-Davidson Logo gekrönt.

Die Street ersetzt keine andere Harley-Davidson, vielmehr ergänzt sie das Modellprogramm. Die Dark Custom Maschine ist in einem ebenso hochwertigen wie reduzierten Stil gehalten, der es dem Fahrer leicht macht, sein Motorrad dem eigenen Geschmack entsprechend individuell zu gestalten. Zum Verkaufsstart stehen bereits zahlreiche Originalzubehörprodukte zur Verfügung, die jede Street in ein Unikat verwandeln, das voll und ganz den Geist ihres Besitzers widerspiegelt.

Im Jahr 20202 wurde die Produktion der Street Modelle eingestellt.

Geschichte und Konzept

Ansprüche und Wünsche der Kunden stehen bei der Entwicklung einer neuen Harley-Davidson ganz weit oben im Lastenheft. Daher durften zu Beginn der 2010er-Jahre Motorradfans in aller Welt Einfluss auf die Projektierung einer neuen Harley nehmen. Das amerikanische Unternehmen hatte junge Zweiradfans gefragt, was sie von einem Motorrad erwarten. Die Ergebnisse der Studie führten zur Ausgestaltung der Street. Ihr moderner, flüssigkeitsgekühlter Revolution X Motor verfügt je nach Version über einen Hubraum von 500 beziehungsweise 750 Kubikzentimetern. Nach Europa kommen jedoch ausschließlich 750er-Modelle. Die ersten Prototypen der Street wurden der Öffentlichkeit auf der EICMA 2013 präsentiert. Zur Saison 2014 stand die Maschine bereits in den USA sowie in Spanien, Portugal und Indien in den Showrooms der Händler und zum Modelljahr 2015 erschien sie auch auf dem deutschen, österreichischen und schweizerischen Markt. 2017 debütierte mit der Street Rod die zweite 750er im Street Portfolio: eine besonders dynamisch ausgelegte Maschine mit leistungsstarkem Motor und modifiziertem Fahrwerk.

Mit den Street Modellen spricht Harley-Davidson eine neue Generation von Motorradfahrern rund um den Globus an - Kunden, die eine Harley bislang nicht in ihre Kaufentscheidungen einbezogen hatten. Die Baureihe fußt auf dem Erfolg, den die Motor Company weltweit mit düster, minimalistisch und rebellisch gestalteten Modellen wie der Iron 883 und der Street Bob erzielte. Dieser reduzierte Look, der zum Customizing herausfordert, erhielt den Namen Dark Custom.

Wie alle Harley-Davidson Typen wurden auch die Street Modelle unter der Ägide des Willie G.Davidson Product Development Centers in Wauwatosa, USA, unweit des Firmensitzes von Harley-Davidson in Milwaukee konstruiert und gestaltet. Die für die Vereinigten Staaten bestimmten Fahrzeuge werden in Kansas City, USA, hergestellt, Street Modelle für die anderen Weltmärkte fertigt Harley-Davidson in seinem Werk im indischen Bawal. Selbstverständlich gelten auch für diese Fabrik die gleichen hohen Qualitätsstandards, die alle Harley-Davidson Fertigungsstätten auszeichnen.

Erstmals hatte die Motor Company übrigens in den 1960er- und 1970er-Jahren Motorräder für den Weltmarkt in einem Werk außerhalb der USA, nämlich in Italien, gefertigt.

Die Konzeption der Street Modelle zielt nicht nur auf die USA und Europa, sondern ausdrücklich auch auf Asien ab. Unter den asiatischen Ländern wiederum sticht Indien hervor, denn die Größe seiner Volkswirtschaft, seine Demographie und ein hohes Wachstum machen dieses Land zu einem besonders wichtigen Markt der Zukunft. Anders als in China treibt in Indien die Inlandsnachfrage die Entwicklung voran. So ist Harley-Davidson mit der Entscheidung für eine Fertigung im indischen Bawal konsequent dichter an eine neue, wichtige Zielgruppe in einem boomenden und an Premium-Produkten interessierten Markt herangerückt und geht gezielt auf dessen Bedürfnisse ein. Abgesehen von den Street Typen werden alle anderen Harley-Davidson Motorräder weiterhin ausschließlich in den USA hergestellt. Die CKD-Werke, die Harley-Davidson in Brasilien und Indien betreibt, dienen lediglich zur Endmontage von Fahrzeugen, die für den brasilianischen und indischen Markt bestimmt sind. Zu diesem Zweck werden vormontierte Motorräder aus den USA angeliefert.

2016 hielt der Revolution X Motor Einzug ins Renngeschehen: Das Harley-Davidson Screamin’ EagleFactory Team enthüllte die erste völlig neue Harley-Davidson Flat-Track-Rennmaschine seit über vier Jahrzehnten: die XG750R.

Auswirkungen von Zöllen und Handelskonflikten

Bis zu 45 Millionen Dollar kosten die erhöhten EU-Zölle Harley-Davidson pro Jahr. Der US-Motorradbauer Harley-Davidson will wegen der höheren Zölle in Europa Teile seiner US-Produktion an Standorte im Ausland verlagern. Das betreffe für den europäischen Markt bestimmte Motorräder, teilte das Unternehmen mit. Die Kosten pro exportiertem Motorrad stiegen darum durchschnittlich um rund 2200 Dollar (knapp 1900 Euro). Trotz des Zolls werde Harley-Davidson nicht die Preisempfehlungen für seine Motorräder anheben, schrieb das Unternehmen an die US-Börsenaufsicht. Harley-Davidson hat Werke außerhalb der USA in Brasilien, Indien und Thailand. Diese Fabriken sollen nun ausgebaut werden.

Harley-Davidson fühle sich weiterhin der Produktion in den USA verpflichtet, schrieb das Unternehmen. Er habe hart für die Firma gekämpft. Im vergangenen Jahr verkaufte Harley-Davidson fast 40.000 Motorräder in der EU. Dem Motorradbauer machen schon länger ein harter Preiskampf und eine alternde Stammkundschaft zu schaffen. Harley-Davidson ist das erste US-Unternehmen, das eine detaillierte Einschätzung zu den Auswirkungen dieses Handelskonflikts abgab. Auch die US-Zölle belasten das Unternehmen, weil sie die Rohstoffkosten erhöhen.

Qualität und Produktionsstandort

Warum sollte es Qualitätsprobleme geben? Ich denke nicht das das produzierende Land Einfluss auf die Qualität hat. Vielleicht sogar besser.

Na ja, davon abgesehen, das das ja nun schon ne Weile läuft und die Kisten nicht reihenweise auseinander fallen wird die Qualität weiterhin auf dem gleichen Level sein. Es werden auch nicht alle Modelle dort montiert, denn gefertigt wird weiterhin in USA, da z. B.

Ob ein Thai schlechter schraubt als ein gelangweilter Ami möchte ich bezweifeln. In der Automotive gibt es den Begriff DAU = Dümmster Anzunehmender User. Im Bereich Produktion ist hiermit nicht der Endanwender, sonder die unqualifizierte Arbeitskraft am Fließband gemeint. Daran lehnen sich auch Methoden wie z. B.

Für die Produktionswerke in den USA wird nicht der DAU, sondern der Super-DAU sngenommen, denn dort passieren Dinge, die wir uns in der EU nicht vorstellen können. Am Kabelbaum meiner FXBB steht "Mexico" . Die Qualität der Kabel und wasserdichten Stecker ist absolut ok . verbaut. Ist der Kabelbaum aus Mexico nun schlechter ?

Unter dem Begriff "America first" soll wieder Bewusstsein für die eigene Nation und Kultur gestärkt werden. "Made in Germany" Was sagt der heute noch aus ? Die "Anderen" sind besser geworden . Autos z.B. können sie heute alle bauen. aus den gleichen Werken in Asien. Du kannst Glück haben , du kannst aber auch Pech haben.

in den Hintergrund. Mehr Handarbeit verlangt besser qualifizierte Arbeiter .

Fazit : Solange die Qualität stimmt ist der Produktionsort erst mal egal. Welche Emotionen ein Produkt transportiert , ist eine ganz andere Frage.

mercedes SUV's werden auch in alabama usa gebaut, unter der leitung von deutschen ingenieuren und qualitätsmanager. nix da mit "made in germany". apple geräte werden in china produziert. harleys in thailand.....und?

ich arbeite für eine große us firma mit produktionsstätten in usa und china. wenn wir neue produkte auf den markt bringen ist fast immer der kunde das versuchskarnickel .....was mich of ankotzt. die fielen teileweise schon auseinander bei der ersten ausfahrt, geschweige die ganzen technischen problemen, die die teilweise hatten. wäre ronald reagan nicht gewesen, gäbe es harley schon garnicht mehr, oder wäre in asiatischer hand.

Überblick über Harley-Davidson Produktionsstandorte

Standort Land Produzierte Modelle/Komponenten Bemerkungen
York USA (Pennsylvania) Elektromotorräder der Marke LiveWire Ausbau des Standortes
Kansas City USA (Missouri) Street Modelle für den US-Markt
Manaus Brasilien Endmontage für den brasilianischen Markt CKD-Werk
Haryana Indien Street 500 & 750
Tasit, Pluagdang, Rayong Thailand Modelle für den europäischen Markt, modernste Modelle mit Revolution-Max-Motor Strategische Verlagerung wegen Zollstreit

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