Der Song "Mein Fahrrad" von Die Prinzen ist mehr als nur ein Ohrwurm; er ist eine intelligente Auseinandersetzung mit dem Alltag, der in seiner Direktheit und Einfachheit eine tiefere Botschaft verbirgt.
Die Band "Die Prinzen" ist bekannt dafür, kein Blatt vor den Mund zu nehmen und alles auszusprechen, so wie es ist - nicht auf eine plumpe, sondern auf eine intelligente Art. Selbst wenn das Wort "F*cken" einmal vorkommt, ist ja trotzdem eine Botschaft dahinter. Die ist - so kennt das Publikum die „Prinzen“ - meist positiv.
Das Lied "Mein Fahrrad" stammt aus der Feder von Sebastian Krumbiegel, der neben den Prinzen einige Solo-Projekte startete und mehrere CDs aufnahm. Prinzipiell kann ich mich in fast in allen Texten wiederfinden, weil wir Dinge ansprechen, die passieren, selbst wenn es manchmal hart klingt. Der Mensch versteht ein Thema meist nur, wenn du es direkt ansprichst. Wenn wir unsere Lieder sogar in Kirchen spielen dürfen, kann es so schlimm nicht sein.
Die Bedeutung von Stille und positiven Botschaften
Die Stille gibt eine immense Kraft. Deshalb schalte ich das Radio aus und habe festgestellt, dass Stille eine immense Kraft gibt. Ab und zu unterstütze ich die Stille mit klassischer Musik, ich gebe es ehrlich zu. Auf der anderen Seite: Wir sind mit Cro und mit Xavier Naidoo unterwegs, wir haben ständig die aktuelle Musik um uns herum. Es sind für mich zu viele Informationen, die ich negieren kann, die ich für mich nicht brauche. Wichtige Informationen, dass es eine Hungersnot gibt, dass Völker unterdrückt werden, kommen durch, das weiß ich auch.
Das trifft auch auf die Kirche zu. Aus meiner Sicht sollten mehr positive Nachrichten verbreitet werden, damit die Menschen auch positiver und lächelnder durch das Leben gehen. Deshalb schalte ich das Radio aus und habe festgestellt, dass Stille eine immense Kraft gibt. Prinzipiell kann ich mich in fast in allen Texten wiederfinden, weil wir Dinge ansprechen, die passieren, selbst wenn es manchmal hart klingt.
Die Kirchentour der Prinzen
Die "Prinzen" sind bereits mehrmals in Kirchen aufgetreten. Im Jahr 2008 haben wir mit Margot Käßmann einen live ausgestrahlten Fernsehgottesdienst gemacht - unter der Bedingung, dass wir unsere eigene Musik spielen durften. Danach gab es ein, zwei Konzertanfragen von verschiedenen Gemeinden. Als es dann noch mehr Interessenten gab, ist daraus eine Tour geworden. Mittlerweile ist das eine gute Tradition. Wir treten in den Kirchen nur mit akustischen Instrumenten auf und fangen das Konzert mit einem Choral an.
Dann kommen die Lieder, die man kennt: „Mann im Mond“, „Deutschland“, „Alles nur geklaut“, „Millionär“. Am Ende steht die Gemeinde, inklusive der Pfarrer, sie tanzen, klatschen und schreien. Bei manchen Gemeinden muss das erst der Gemeinderat entscheiden und es gibt Skeptiker. Um so schöner ist, wenn dann die ganze Gemeinde tanzt und klatscht, inklusive Pfarrer und Skeptiker.
Die Auseinandersetzung mit Glauben und Verlust
Auf alle Fälle spielt der Glaube da eine Rolle. Plötzlich wird das Leben völlig zerrissen. Ich wollte es nicht wahrhaben, ich wollte es nicht glauben. Ich habe meine Frau und nach Auswegen gesucht, habe mir alle möglichen Religionen angeschaut, Berichte über Nahtoderfahrungen gelesen. Ich habe mich sehr intensiv damit beschäftigt. Dabei habe ich mich ertappt, dass ich im Bett liege und zu Gott bete. Dann habe ich mir gedacht: Wo suchst du eigentlich? Tagsüber suchst du immer rechts und links und nachts betest du zu Gott. Ich habe gemerkt, dass mir das Ruhe gegeben hat.
Ich konnte mit jemandem reden, und ich habe Ruhe empfunden, obwohl es eine sehr hektische Zeit für die Seele war, eine unruhige Zeit, in der ich am liebsten nicht mehr da sein wollte, weil es so bedrückend war. In dieser Phase habe ich Ruhe gefunden. Das fand ich sehr bedeutend und sensationell. Das schafft kein Medikament dieser Welt, aber ein Gebet schafft das nachts. Deswegen habe ich mir gedacht, warum nicht immer so. Es tut gut.
Verwandte Beiträge:
- Warum Fahrräder in der Musik unaufhaltsam sind: Die Prinzen und ihr Hit "Mein Fahrrad" enthüllt!
- Oh, wie liebe ich mein Fahrrad: Entdecke die faszinierende Welt des Radfahrens!
- Die Prinzen: Die unglaubliche Erfolgsgeschichte der deutschen Popmusik-Ikonen
- Ultimative Shimano XT Schaltgruppe: Alles, was du wissen musst!
- Karten für Radtouren: Apps, GPS & Papierkarten im Vergleich
Kommentar schreiben