Bei unseren Camping-Urlauben mit dem Bulli wollte ich nicht auf's Mountainbiken verzichten. In der schönsten Zeit des Jahres - im Urlaub 😁 - möchte ich möglichst nicht auf meine Hobbys verzichten. Damit auch nicht auf’s Mountainbiken.
Wer sein eigenes Mountainbike - gilt natürlich genauso für Trekking- oder Rennräder - mitnehmen möchte, braucht vor allem eins: Platz. In den letzten Jahren waren wir im Sommer oft campen mit dem Wohnmobil (Bulli). Daher hatten wir genug Platz, um neben dem Equipment, wie bspw. Wir hatten insgesamt drei Räder dabei: ein MTB, ein Trekkingrad und ein Laufrad 😊.
Fahrradtransport-Optionen für Wohnmobile
Es gibt eine große Vielfalt an Modellen und vermutlich ist so ein Heckträger erste Wahl bei vielen. Ihr Fahrrad oder E-Bike muss mit in den Campingurlaub? Allerdings sind Sie noch nicht sicher, was die beste Lösung für den Transport ist. Sie überlegen sich, einen Fahrradträger für Ihr Wohnmobil zu kaufen, aber wissen nicht so recht, worauf Sie achten müssen?
Wir erklären, welche Systeme es gibt und haben alle Vor- und Nachteile von Fahrradträgern zusammengefasst. Campingurlaub und Fahrräder - das gehört einfach zusammen. Denn Fahrräder oder E-Bikes bieten dir vor Ort echte Flexibilität. Kein Wunder, dass Fahrräder längst zur festen Urlaubsausrüstung von vielen Wohnmobil- und Wohnwagen-Fans gehören. Doch Transport und Mitnahme sind mit einigen Fragestellungen verbunden.
Die einfachste Lösung, seine Bikes mit in den Urlaub zu nehmen ist immer noch der Kupplungsträger. Für viele Bus-Besitzer und Campervan-Fahrer kommt diese Option aber nicht in Frage. Zum einen blockiert der Heckträger den Zugang zum Kofferraum, zum anderen wollen viele Biker ihr Rad lieber geschützt im Heck des Campers transportieren.
Innen hätte den Vorteil, dass die Räder dort trocken und sicher stehen. Aber bei der Größe von unserem Bulli war das nicht möglich, denn innen wäre mit zwei großen Rädern alles komplett voll. Wir haben an der Hecktür einen Fahrradträger, mit dem wir unsere Bikes transportiert haben. Das ist einerseits praktisch, da die Räder dort nicht im Weg stehen und bei Bedarf schnell bereit sind.
Heckträger für Fahrräder
Der Transport der Räder mit dem Heckträger an der Fahrzeugrückwandwand ist größtenteils sehr unkomfortabel, weil die Räder überwiegend sehr hoch hängen. Das macht das Rauf und Herunternehmen nicht gerade leichter. Hinzu kommt, dass die Rückwand in der Regel nicht so belastbar ist. Bei unserer Hilde ist eine maximale Last von 40 kg im Fahrzeugschein vermerkt. Das muss dann für die Fahrräder und den eigentlichen Träger reichen.
Es gibt ganz unterschiedliche Modelle je nach Fahrzeugklasse. Die Heckträger unterscheiden sich in der Montage, entweder werden sie an den Scharnieren der Hecktüren befestigt oder aber am Chassis oder Unterboden montiert. Unterschied: Fahrräder werden meistens auf Scharnierträgern transportiert, Chassisträger sind massiver und schwerer, eignen sich dafür aber auch zum Beispiel für Roller oder Moped.
Die größte Schwierigkeit der meisten Heckträger ist das Beladen aufgrund ihrer Höhe. Bei leichten Rennrädern und Trekkingrädern mag das Aufladen noch gut gelingen, bei E-Bikes sieht die Sache schon anders aus. Durch ihr hohes Gewicht wird es super schwer, sie nach oben auf den Träger zu wuchten.
Komfortabel wird es dann mit einem Fahrradträger mit Lift, dieser ist aber wesentlich teurer und hat ebenfalls ein hohes Eigengewicht (16 kg). Muss man sich aber um das Gesamtgewicht keine Gedanken machen, wäre der Fahrradträger mit Lift eine sehr angenehme Möglichkeit, sein Fahrrad mit dem Wohnmobil zu transportieren.
Vor- und Nachteile von Heck-Fahrradträgern fürs Wohnmobil:
- Einfach nachrüsten
- Große Modellauswahl
- Mehr Platz frei in Heckgarage
- E-Bike-Träger verfügbar
- Fahrräder sind Umwelteinflüssen ausgeliefert
- Diebstahl gefährdet
- Zusätzliches Gewicht des Trägers
Fahrradtransport in der Heckgarage
Eine weitere Möglichkeit, Fahrräder zu transportieren, ist in der Heckgarage von Wohnmobil oder Campingbus. Besonders attraktiv ist diese Lösung natürlich für alle, die ein sehr teures Fahrrad oder E-Bike haben, es besonders gut geschützt mitnehmen wollen. Hier ist es nicht nur vor Dieben relativ sicher, sondern auch vor Wind und Wetter geschützt.
Die beste Lösung dürfte wohl die Unterbringung der Räder in der Heckgarage sein. Mit einem speziellen Schienensystem sind die Räder sicher verstaut und vor allen Wettereinflüssen geschützt. Durch den Blickschutz und die Möglichkeit, die Tür der Heckgarage abzuschließen, ergibt sich zusätzlich noch ein guter Diebstahlschutz.
Allerdings blockiert ein Fahrrad oder E-Bike in der Heckgarage auch wertvollen Platz für dein Gepäck. Aufgebaute Wohnmobile: Integrierte Wohnmobile, Alkoven und Teilintegrierte bieten vermehrt eine große Heckgarage an, in die Camperinnen und Camper die Fahrräder und E-Bikes von einer oder sogar beiden Seiten einladen können. Oft gibt es dort Zurrsysteme um die Zweiräder zu befestigen.
Vor- und Nachteile Fahrradtransport in der Wohnmobil-Heckgarage:
- Wettergeschützt transportiert
- Nicht sichtbar von außen, deshalb besser geschützt vor Diebstahl
- Unkompliziert beladen
- Benötigt große Heckgarage nimmt Platz für weiteres Zubehör
Fahrradtransport auf der Anhängerkupplung
Darüber hinaus gibt es noch eine weitere Möglichkeit für den Fahrradtransport im Camper, Campingbus oder Wohnmobil. Allerdings benötigen Sie dafür eine Anhängerkupplung, denn Fahrradträger für die Anhängerkupplung sind nicht nur beliebt bei Pkw, sondern leisten auch am Camper gute Dienste. Nachteile gibt es ähnlich wie beim Heckträger-Transport, allerdings lassen sich alle Modelle leichter beladen.
Bei Hilde war schon beim Kauf eine Anhängerkupplung montiert, also haben wir unsere Räder im ersten Urlaub mit einem Heckträger transportiert und zusätzlich den Fahrradanhänger für die Kinder in den Unterboden verfrachtet. Eigentlich eine super Sache, wir haben uns zu dem Zeitpunkt aber ehrlich gesagt null Gedanken über das Gesamtgewicht gemacht und waren vermutlich ein wenig überladen 🫣. Der Fahrradträger für die Anhängerkupplung ist super bequem, die Räder müssen meist nicht demontiert werden und es können damit sogar 2 E-Bikes transportiert werden.
Andere Transportlösungen
Inzwischen gibt es eine Vielzahl an Sonderlösungen, die sich für umgebaute Kastenwagen und Busse besser eignen als der klassische Kupplungsträger.
- Van Bike: Der Träger kann bei voller Beladung zur Seite geschwenkt werden und die Hecktüren lassen sich problemlos öffnen.
- Bolt it on Dirt Bike Pro Kit: Bikes mit Laufrädern zwischen 26 und 29 Zoll lassen sich damit ohne zusätzliche Spanngurte fixieren - vorwärts oder rückwärts.
- Overland Equipment Bikelift: Mit dem Bikelift lassen sich bis zu vier Bikes platzsparend an eine Hecktüre des Vans schnallen.
- Days on Track Dot Fahrradhaken: An den Dot Fahrradhaken lassen sich Bikes ganz einfach am Fahrzeugheck aufhängen.
- Pushrack Fahrradträger: Die Bikes werden hier am Lenker in gummierte V-Profile eingehängt.
- Hovr Bike Rack: Edle und stabile Halterung für den Innenraum.
Achtet darauf, dass sowohl der Fahrradträger selbst als auch die Räder gut befestigt sind. Schließlich fahrt ihr vermutlich längere Strecken. Denkt bitte daran, dass ihr das Ganze in gewissen Ländern ggf. mit einer Warntafel sichern müsst. Werden Beleuchtung oder Nummernschild verdeckt, sind ebenfalls Vorkehrungen zu treffen. Beim Anbringen der Räder ist es manchmal hilfreich, wenn man jedes Fahrrad entgegengesetzt dem vorherigen stellt.
Diebstahlschutz
Mit dem Thema Fahrraddiebstahl möchte man sich natürlich nicht im Urlaub rumschlagen. Beim Transport der Räder habe ich zunächst einmal sichergestellt, dass der Fahrradträger selbst sicher (Schlösser) mit dem Fahrzeug verbunden ist. Wichtig ist, dass ihr Teile, die man schnell demontieren kann, ebenfalls sichert oder gleich entfernt. Bspw. In Foren liest man durchaus viel über Diebstähle auf Campingplätzen.
In jedem Fall sollte man die Bikes immer an festen Gegenständen anschließen. Auf Touren selbst lasse ich mein Mountainbike eigentlich nie aus den Augen. Wer doch mal einen Stop plant, sollte auch hier ein Schloss dabei haben und sich ebenfalls einen festen Anschlusspunkt suchen. Das alles kann dennoch nicht gänzlich verhindern, dass es doch einmal zu einem Diebstahl kommt oder sogar nur einzelne Anbauteile entwendet werden.
Wir haben in unserer Hausratversicherung eine Fahrradversicherung inkludiert. Das ist in Münster auch notwendig 😒. Wer keine hat, sollte im Urlaub darüber nachdenken. Und selbst wenn ihr eine habt, solltet ihr prüfen, ob diese auch im Ausland gilt und unter welchen Umständen eine Zahlung ggf. verweigert wird.
Werkzeug und Ersatzteile
Ich habe die Erfahrung gemacht, dass es eine sehr gute Idee ist, wenn man das wichtigste Werkzeug und die typischen Ersatzteile dabei hat. Vor allem wenn der Platz vorhanden ist. Zu Hause gibt es unzählige Bike-Shops und auch online ist schnell Ersatz beschafft, aber unterwegs ist man ggf. Daher habe ich neben der üblichen MTB-Ausrüstung für Touren immer einiges an Werkzeug dabei. Ansonsten packe ich immer noch ein paar alte Lappen, Einweghandschuhe, ein Kettenöl und ein Kriechöl (z. B.
Kleidung und Tourenplanung
Ok, die Räder sind an Bord, Werkzeug und Ersatzteile sind eingepackt. Was fehlt? Dazu will ich gar nicht viele Worte verlieren. Wichtig ist einfach nur, dass man sich den vermutlichen Gegebenheiten im Urlaub anpasst. Letzten Sommer gab es bspw. eine Periode in der es in Kroatien extrem heiß war. Knapp 40 Grad. Da war mir meine normale MTB-Shorts einfach zu warm und ich hätte gerne einfach nur eine kurze Tight dabei gehabt. Im gleichen Urlaub waren wir noch in Österreich. Auf über 2.000 Metern war es wiederum recht frisch.
Zu Hause kennt ihr vermutlich eure Touren in- und auswendig. Ich suche mir am besten immer vorher passende Strecken raus und übertrage diese dann auf mein Smartphone in eine entsprechende App, die - ein zumindest rudimentäres - Routing unterstützt. Die oben genannten Apps von Strava, runtastic und komoot können so etwas beispielsweise.Weiterhin kann man oft eigene Routen anlegen. Aber dafür sollte man besser einen Rechner nutzen.
Wichtig finde ich vor allem, dass man sich den Workflow, wie man eine gefundene Strecke in die Routing-App bekommt, vorher anguckt. Die Webseite von GPSies hat bspw. diverse Export-Möglichkeiten. Super praktisch finde ich zudem eine Smartphone-Halterung. Damit könnt ihr euer Smartphone idealerweise am Lenker oder Vorbau anbringen und so der Route optimal folgen. Nehmt aber ggf. einen Zusatzakku mit.
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