Campingurlaub und Fahrräder gehören einfach zusammen. Fahrräder oder E-Bikes bieten vor Ort echte Flexibilität. Kein Wunder, dass Fahrräder längst zur festen Urlaubsausrüstung von vielen Wohnmobil- und Wohnwagen-Fans gehören. Doch Transport und Mitnahme sind mit einigen Fragestellungen verbunden. Deswegen geben wir dir alle wichtigen Tipps rund um das Thema Fahrrad bzw.
Vorteile von Fahrrädern im Campingurlaub
Ein Fahrrad bietet im Caravaning-Urlaub viele praktische Vorteile. Du kannst am Zielort einfach aufsteigen und bei ausgiebigen Fahrradtouren die schöne Landschaft genießen. Auch kleine Einkäufe und Erledigungen sind problemlos möglich, ohne Wohnmobil oder Zugfahrzeug zu bewegen. Besonders angenehm ist natürlich ein E-Bike. Denn mit einer elektrischen Pedalhilfe schaffst du auch unerwartete Steigungen problemlos.
Möglichkeiten zum Fahrradtransport
Es gibt mittlerweile eine Menge von Möglichkeiten, sein Fahrrad mit dem Wohnmobil zu transportieren. Nicht jedes Wohnmobil hat aber zum Beispiel die Möglichkeit, die Räder in einer eigenen Heckgarage oder mit einem Fahrradträger für die Anhängerkupplung zu transportieren. Bei dem Transport auf der Anhängerkupplung bekommt man bei einem 3,5 t Wohnmobil mit vier Personen ganz schnell Probleme mit dem Gewicht.
1. Transport in der Heckgarage
Einige Wohnmobile oder Wohnwagen haben große Heckgaragen, die auch als praktische Fahrradgarage genutzt werden können. Alternativ sind einige Campingbusse speziell für Sportlerinnen und Sportler gestaltet. Ein Hubbett im Heck schafft dann eine große Heckgarage für den Transport von Fahrrädern und Co. Das zeigt z.B. der Etrusco CV 640 PB oder der Karmann David 610 Lifestyle. Der Fahrradtransport in der Heckgarage hat zwei große Vorteile: Die Räder bleiben während der Fahrt zum Reiseziel sauber und sind bestmöglich vor Diebstahl geschützt.
Vorteile:
- Wettergeschützt transportiert
- Nicht sichtbar von außen, deshalb besser geschützt vor Diebstahl
- Unkompliziert beladen
Nachteile:
- Benötigt große Heckgarage
- Nimmt Platz für weiteres Zubehör
2. Fahrradträger
Eine Alternative zur Sicherung in der Heckgarage bieten dir spezielle Fahrradträger. Die sogenannten Garagenträger bieten je nach Ausführung Platz für mehrere Räder. Meist ist das Zubehör nicht sehr kompliziert, allerdings bieten Fahrrad- und E-Bike-Halterungen spezielle Funktionen wie z. B. einen Absenk-Mechanismus.
a) Heckträger
Die bewährte Lösung ist ein montierter Fahrradhalter, der außen an der Heckwand des mobilen Zuhauses befestigt wird. Bei vielen Herstellern bekommst du einen entsprechenden Fahrradhalter schon ab Werk. Wichtig ist dabei, dass du die maximale Gewichtsgrenze nicht überschreitest. Heckträger von Markenherstellern, wie Fiamma oder Thule, gibt es schon ab etwa 250 Euro. Gebräuchlich sind Heckwandträger mit Aufnahmen für zwei bis vier Fahrräder oder E-Bikes.
Vorteile von Heck-Fahrradträgern fürs Wohnmobil
- Einfach nachrüsten
- Große Modellauswahl
- Mehr Platz frei in Heckgarage
- E-Bike-Träger verfügbar
Nachteile von Heck-Fahrradträgern fürs Wohnmobil
- Fahrräder sind Umwelteinflüssen ausgeliefert
- Diebstahl gefährdet
- Zusätzliches Gewicht des Trägers
Wichtig: Bei unserer Hilde ist eine maximale Last von 40 kg im Fahrzeugschein vermerkt. Das muss dann für die Fahrräder und den eigentlichen Träger reichen.
b) Deichsel-Fahrradhalter
Falls du einen Wohnwagen nutzt, kannst du als Alternative auf einen Deichsel-Fahrradhalter zurückgreifen. Diese sind ebenfalls kostengünstig und einfach zu montieren. Solltest du einen Deichsel-Fahrradhalter nutzen, empfehlen wir dir zudem, die maximale Stützlast der Wohnwagen-Deichsel nicht zu überschreiten, auch wenn der Träger andere Werte gestattet.
c) Fahrradträger für die Chassis Montage
Eine weitere Option des Transports ist, einen Träger für den Rahmen zu verbauen. Dieser wird direkt mit dem Rahmen des Fahrzeugs verbunden und kann dadurch eine hohe Last aushalten. Der größte Nachteil für mich wäre die erweiterte Länge des Wohnmobils.
d) Fahrradträger mit Lift
Komfortabel wird es dann mit einem Fahrradträger mit Lift, dieser ist aber wesentlich teurer und hat ebenfalls ein hohes Eigengewicht (16 kg). Muss man sich aber um das Gesamtgewicht keine Gedanken machen, wäre der Fahrradträger mit Lift eine sehr angenehme Möglichkeit, sein Fahrrad mit dem Wohnmobil zu transportieren.
3. Fahrradtransport auf der Anhängerkupplung
Allerdings benötigen Sie dafür eine Anhängerkupplung, denn Fahrradträger für die Anhängerkupplung sind nicht nur beliebt bei Pkw, sondern leisten auch am Camper gute Dienste. Nachteile gibt es ähnlich wie beim Heckträger-Transport, allerdings lassen sich alle Modelle leichter beladen. Fahrradträger für die Anhängerkupplung sind super bequem, die Räder müssen meist nicht demontiert werden und es können damit sogar 2 E-Bikes transportiert werden.
Nachteile:
- Hohes Eigengewicht
- Begrenzte Anzahl der Räder
- Verlängert das Fahrzeug
Hinweis: Als wir Gewicht am Wohnmobil einsparen mussten, brachte alleine die Anhängerkupplung knapp 26 kg auf die Waage. Geht man von einem gängigen Träger von Thule aus kommen noch mal knapp 14 kg hinzu. Ohne Fahrräder!
4. Fahrradtransport im Innenraum
Eine weitere Möglichkeit ist es, das Fahrrad im Innenraum von Wohnmobil oder Wohnwagen zu befestigen. Dazu musst du einen Platz finden, an dem es sicher steht, z. B. neben dem Esstisch. Darüber hinaus hast du tagsüber, wenn du mal ohne Fahrrad unterwegs bist, keine gute und sichere Abstellmöglichkeit.
Mit dem Good Life Schnellverschluss kannst Du 2 Fahrräder im Innenraum Deines Busses transportieren. Die Fahrräder müssen nicht demontiert werden. Um mehr Platz zu haben, könnt Ihr einfach die Sitzbank zusammenklappen. So entsteht ein breiter Mittelgang. Die Fahrräder werden per Schelle an der Sattelstütze befestigt. Nun müsst Ihr nur noch das Vorder- und Hinterrad an den Airlineschienen mit einem Spanngurt fixieren.
5. Pushrack Fahrradträger
Die Bikes werden mit dem Lenker eingehängt, vertikal transportiert und offroad-tauglich gesichert. Breiter Lenker, Carbonrahmen, 29“ und langer Radstand, alles kein Problem für diesen Radträger.
Diebstahlschutz
Je nach Wert der Räder sollte man auch über eine Diebstahlsicherung nachdenken. Ich würde mich da nicht nur auf die Plastikschlösser verlassen, die an den Trägern oft verbaut sind. Zudem solltet ihr abklären, ob eure Versicherung für den Diebstahl am Wohnmobil haftet. Falls die Räder einen hohen Wert haben, kann man über eine zusätzliche Fahrraddiebstahlversicherung nachdenken.
Zusätzliche Tipps
- Gewicht beachten: Du musst immer auf das Gewicht achten.
- Bedienung prüfen: Egal, welchen Fahrradhalter du nutzt - ob Garage, Heck oder Deichsel - du solltest die Bedienung vor Urlaubsstart genau prüfen.
- Schutzhülle: Denn Luftverwirbelungen am Heck können dein Fahrrad potenziell verschmutzen. Wenn du das Fahrrad nicht nach jeder Fahrt reinigen möchtest, solltest du dir eine entsprechende Schutzhülle kaufen.
Tabelle: Vergleich der Transportmöglichkeiten
| Transportmöglichkeit | Vorteile | Nachteile |
|---|---|---|
| Heckgarage | Wettergeschützt, Diebstahlsicher, Unkompliziert | Platzbedarf, Reduziert Stauraum |
| Heckträger | Einfach nachrüstbar, Große Auswahl | Wetteranfällig, Diebstahlrisiko, Zusätzliches Gewicht |
| Deichselträger | Einfache Montage (Wohnwagen) | Stützlast beachten |
| Anhängerkupplungsträger | Leicht zu beladen | Hohes Eigengewicht, Verlängert Fahrzeug |
| Innenraum | Sicher vor Diebstahl und Wetter | Platzbedarf, Umständlich |
Verwandte Beiträge:
- Wohnmobil für Motocross: Die besten Modelle & Tipps für den Transport
- Wohnmobil Heckträger Motorrad: Sicher & bequem transportieren
- Wohnmobil mit Motorradgarage: Die besten Modelle im Vergleich
- Motorrad Heckgarage für Wohnmobil: Modelle, Tipps & Kaufberatung
- Schockierende Fahrradunfälle: Die wahren Ursachen und wie du dich effektiv schützen kannst!
- Universal Kettenschutz Fahrrad 28 Zoll – Der Ultimative Ratgeber für Perfekten Schutz & Stil
Kommentar schreiben