Worauf Sie beim Kauf eines Fahrradhelms achten sollten

Fahrradhelme retten Leben. Welche Studie man auch immer liest, die Antwort ist immer dieselbe: Radfahren ohne Helm ist verdammt gefährlich. Eigentlich sollte sich diese Frage für Radfahrer gar nicht stellen: Oben ohne oder doch lieber mit Fahrradhelm?

Warum ein Fahrradhelm wichtig ist

Denn am Ende ist der Radler immer der Schwächere im Straßenverkehr. "Mir fehlt die Knautschzone im Vergleich zum Autofahren. Und weil jeder Zentimeter Knautschzone das eigene Leben retten kann, ist die Frage nicht, ob, sondern welchen Fahrradhelm man kaufen sollte", sagt Lukas Reuscher von der Verkehrswacht.

Etwa die Hälfte aller Radfahrer trägt keinen Helm, wenn sie mit dem Rad unterwegs sind. Schlechte Nachrichten also für Frisurbewusste: Zum Helm gibt es nach wie vor keine wirkliche Alternative.

Auswahlkriterien für den richtigen Fahrradhelm

Ein Fahrradhelm ist ein unverzichtbarer Begleiter für Radfahrer, um die Sicherheit auf der Straße zu gewährleisten. Doch beim Kauf eines Fahrradhelms gibt es eine Vielzahl von Aspekten zu berücksichtigen, um die richtige Wahl zu treffen.

Die richtige Größe

Die Auswahl eines Fahrradhelms in der richtigen Größe ist von entscheidender Bedeutung, um einen effektiven Schutz für Ihren Kopf zu gewährleisten. Ein Helm, der nicht korrekt passt, kann die Schutzwirkung erheblich beeinträchtigen und im Falle eines Sturzes möglicherweise nicht die erforderliche Sicherheit bieten. Um die passende Größe zu ermitteln, sollten Sie den Umfang Ihres Kopfes messen.

Dies geschieht am besten etwa einen Zentimeter über Ihren Augenbrauen, da dies der breiteste Teil Ihres Kopfes ist. Verwenden Sie ein flexibles Maßband, um die Messung durchzuführen. Sobald Sie den Umfang Ihres Kopfes gemessen haben, ist es wichtig, diese Messung mit den Größenangaben des Herstellers zu vergleichen. Jeder Helmhersteller hat seine eigene Größentabelle, die Ihnen hilft, die richtige Helmgröße für Ihre Kopfgröße zu bestimmen.

Generell können Sie die Weite des Helms an der Rückseite einstellen. Entweder funktioniert das über einen verstellbaren Ring, der den ganzen Kopf umschließt oder einen Helmverschluss, der nur im Nacken sitzt. So wird der Fahrradhelm sicher und bequem auf dem Kopf gehalten.

Zudem sorgen individuell einstellbare Drehrädchen und weiche Polster für einen optimalen Sitz. Nach der Anpassung muss der Helm waagerecht auf dem Kopf sitzen. „Die seitlichen Riemen sollten ein Dreieck unter dem Ohr bilden und der Kinnriemen eng anliegen, aber nicht einschneiden“, sagt Fani Zaneta vom TÜV-Verband.

Warum die richtige Größe wichtig ist:

  • Ein gut sitzender Helm bleibt sicher auf Ihrem Kopf, auch bei Bewegung.
  • Ein zu lockerer Helm kann bei einem Aufprall verrutschen und die Schutzwirkung beeinträchtigen.

Insgesamt ist die richtige Größe des Fahrradhelms ein grundlegendes Element für Ihre Sicherheit beim Radfahren. Es lohnt sich, Zeit und Aufmerksamkeit darauf zu verwenden, sicherzustellen, dass der Helm korrekt passt und optimalen Schutz bietet.

Wer auch bei Kälte unterwegs ist, sollte den Helm mit einer dünnen Mütze anprobieren, um die Passform unter Realbedingungen zu testen.

Sicherheitsstandards und Prüfnormen

Beim Kauf eines Fahrradhelms sollten Sie auf anerkannte Sicherheitszertifikate achten, wie beispielsweise die europäische Norm EN 1078. Damit Sie sichergehen können, dass der Helm Ihrer Wahl alle diese Normen erfüllt, achten Sie auf den Aufkleber innen im Helm. Dort ist vermerkt, ob er die Normen DIN EN 1078, bzw. 1080 für Kinderhelme erfüllt. Das CE-Kennzeichen bekommt ein Fahrradhelm nur dann, wenn er alle gesetzlichen Vorgaben erfüllt.

Ein entscheidender Nachweis für einen verlässlichen Helm sind neben der verpflichtenden CE-Kennzeichnung vor allem das GS-Zeichen sowie das TÜV-Prüfzeichen, die erweiterte Sturztests abdecken. Dabei wird die Qualität des Fahrradhelms unter anderem durch variierende Aufprallwinkel und Langzeitbelastungen bei Hitze und Feuchtigkeit getestet.

Komfort und Anpassung

Wie gerne ein Helm benutzt wird, hängt auch davon ab, wie komfortabel er sich tragen lässt. Hier punkten Uvex und Casco mit einem Netz an der Helminnenseite. In Kombination mit einem höhenverstellbaren Gurtband, das sich leicht und einfach bedienen lässt, ist in Sachen Komfort so bereits die halbe Miete erreicht. Drücken sollte ein Fahrradhelm beim Tragen allerdings nicht.

Die Anpassungen am Kopf müssen einfach, gut und sicher durchgeführt werden können. Da sich jede Kopfform individuell darstellt, ist es empfehlenswert, den Helm vor dem Kauf anzuprobieren. So lassen sich Passform und Einstellmöglichkeiten des Wunschhelms prüfen und ein Fehlkauf vermeiden. Nehmen Sie am besten auch Ihre Brille zum Probetragen mit.

Belüftung

Die Belüftung eines Helms ist entscheidend, um Überhitzung zu vermeiden und den Tragekomfort zu erhöhen.

Verschlussmechanismen

Fahrradhelme bieten verschiedene Verschlussmechanismen, wie Klickverschlüsse, Drehrädchen oder Magnetverschlüsse. Jedes System hat seine eigenen Vorzüge und Nachteile. Klickverschlüsse sind einfach zu handhaben, während Drehrädchen eine präzise Anpassung ermöglichen.

Sichtbarkeit

Für die weitere Sicherheit im Straßenverkehr bieten viele Helmhersteller zusätzlich angebrachte Reflektoren und LED-Rücklichter. Integrierte LED-Rücklichter im Helm sorgen hierbei für eine bessere Sichtbarkeit. Einige sind sehr schick und bieten einen zusätzlichen Sicherheitsgewinn. Positiv ist den Testern die Handhabung des LED-Rücklichtes mittels Magnet beim Helm von Abus aufgefallen.

Viele Helme verfügen über reflektierende Streifen, einige sogar über eingebaute Rücklichter. Solche Features erhöhen die Sichtbarkeit, ersetzen allerdings nicht die vorgeschriebene Fahrradbeleuchtung.

Um eine möglichst gute Sichtbarkeit zu gewährleisten, sollte der Helm mit einer LED-Beleuchtung ausgestattet sein. Da die Aktivierung vom Nutzer bzw. der Nutzerin jedoch oft vergessen wird, sollte der Helm auch über eine passive Sicherheitsausstattung in Form von reflektierenden Elementen an der gesamten Helmschale sowie im Kinnriemen verfügen. Ein helles Design in auffälligen Farben erhöht zudem die Sichtbarkeit bei Tag und Nacht.

Wichtig: Sichtbarkeit bedeutet Sicherheit. Daher sollten die Fahrradhelme zumindest mit Reflektoren ausgestattet sein: Der Helm von Lazer, Giro und Cube, sowie der S-Pedelec-Helm von KED haben keinerlei Reflektion.

Innovative Sicherheits-Features

Wer dann noch etwas mehr will, dem bieten sich inzwischen etliche Spielereien und Sicherheits-Features an. Die heißen dann etwa "Mips" oder "Kineticore".

"Bei Mips habe ich eine Plastikfolie, die in alle Richtungen etwa zehn bis fünfzehn Millimeter nachgeben kann. Und das ist so ein Gummigelager. Wenn ich Bodenkontakt habe, sorgt das dafür, dass der Kopf nicht direkt mitgerissen wird, sondern ein bisschen weniger Beschleunigung hat".

Innovative Schutzmechanismen - wie das Multi-Directional Impact Protection System - sorgen bei modernen Helmen außerdem dafür, dass Rotationskräfte auf das Gehirn bei schrägen Aufprallen reduziert werden.

Helm mit Licht und Blinker

Wer dann auch noch gesehen werden möchte, für den ist etwa "Lumos" eine Option. Ein Helm mit eingebauten Lichtern und sogar Blinkern. "Ich habe eine kleine Fernbedienung am Lenker und wenn ich die drücke, blinkt eine Seite, entsprechend, wo ich hinfahren möchte", erläutert der Fahrradexperte.

Airbags für den Kopf

Einige Zeit lang gab es auch Airbags für den Kopf. "Der Nachteil war: Ein Airbag sieht nicht, was von vorne kommt. Wenn ich irgendwo mit dem Fahrradhelm dagegen fahre, habe ich einen Helm auf. Wenn ich mit dem Airbag dagegen fahre, bin ich doch mit dem Kopf gegen den Pfosten gefahren und der Airbag ist danach aufgegangen", erzählt er weiter.

Besonderheiten bei Kinderhelmen

Wenn es um Kinderhelme geht, stehen besondere Überlegungen im Vordergrund, um sicherzustellen, dass die jüngsten Radfahrer optimal geschützt sind. Hierbei ist nicht nur die richtige Passform entscheidend, sondern auch die Berücksichtigung von Sicherheitszertifikaten, die speziell auf die Bedürfnisse von Kindern ausgerichtet sind.

Kinderspezifische Helmmodelle zeichnen sich oft durch zusätzliche Abdeckung am Hinterkopf aus, was einen erweiterten Schutzbereich bietet. Ein weiteres wichtiges Merkmal von Kinderhelmen ist ein verstellbares Kopfsystem. Dieses ermöglicht eine individuelle Anpassung des Helms an den wachsenden Kopfumfang des Kindes. Da Kinder schnell wachsen, ist es von entscheidender Bedeutung, dass der Helm mitwachsen kann, um eine kontinuierliche Passgenauigkeit und Sicherheit zu gewährleisten.

Für Heranwachsende sind Kinderhelme ab 20 Euro mit zusätzlichen Einstellmöglichkeiten für den Kopfumfang die richtige Wahl.

Helm mit Visier

Ein Helm mit integriertem Visier bietet eine praktische und vielseitige Option für Radfahrer. Neben dem Schutz des Kopfes bietet das Visier einen zusätzlichen Schutz für die Augen vor Sonneneinstrahlung, Regen und Schmutz. Diese Funktion erweist sich besonders nützlich während Touren im Gelände oder bei unvorhersehbaren Wetterbedingungen. Das Visier kann dazu beitragen, die Sichtbarkeit zu verbessern, indem es Blendeffekte durch die Sonne reduziert oder den Schutz vor aufgewirbelten Partikeln bietet.

Lebensdauer und Austausch

Die Haltbarkeit eines Fahrradhelms ist von verschiedenen Faktoren abhängig, darunter die Intensität der Nutzung, Umwelteinflüsse und natürlich eventuelle Stürze. Ein allgemeiner Richtwert für den Austausch eines Fahrradhelms liegt bei etwa drei bis fünf Jahren ab dem Kaufdatum.

Nach einem Sturz oder Aufprall sollte der Helm immer ersetzt werden, unabhängig davon, ob äußerliche Schäden sichtbar sind oder nicht. Wenn Sie sichtbare Risse, Brüche oder Verformungen an der Helmschale oder den Riemen bemerken, ist es Zeit für einen Austausch. Regelmäßige Nutzung, Sonneneinstrahlung und Feuchtigkeit können die Materialien eines Helms im Laufe der Zeit abbauen.

Die Sicherheit hat oberste Priorität. Wenn Sie Zweifel haben, ob Ihr Helm noch ausreichend Schutz bietet, ist es ratsam, auf Nummer sicher zu gehen und ihn zu ersetzen.

Doch auch wenn der Helm unbeschadet bleibt, rät Reuscher zu regelmäßigem Austausch "circa nach allen fünf Jahren, denn UV-Einstrahlung, Schweiß und Feuchtigkeit greift den Helm an und mindern die Schutzfunktion".

Denn selbst, wenn keine äußeren Schäden sichtbar sind, kann die innere Struktur des Materials beeinträchtigt sein.“ Aber auch ohne Unfall gilt: Nach spätestens fünf Jahren - je nach Hersteller auch früher - sollte ein Helm ausgetauscht werden. Anzeichen dafür sind ein ausgeleiertes Innenfutter, brüchige Riemen oder eine spröde Schale.

Pflege des Helms

Die Pflege des Helmes entscheidet über die Dauer der Einsatzfähigkeit. Denn die Schutzwirkung verliert auch ein in die Jahre gekommener Helm nicht wesentlich. Durch regelmäßige Pflege und Reinigung, trockene Lagerung sowie der Schutz vor äußeren Einwirkungen kann der Helm über längere Zeit genutzt werden.

Um das Material zu schonen, sollten Fahrradhelme deshalb bei der Lagerung keiner intensiven UV-Strahlung ausgesetzt werden.

Vor jeder Fahrt empfiehlt sich deshalb ein kurzer Check: Sitzt der Helm fest? Gibt es sichtbare Risse?

Testergebnisse und Empfehlungen

Einen Anhaltspunkt gibt es zum Beispiel im neuen Heft von Stiftung Warentest, die Fahrradhelme getestet hat. Nur zwei im neuen Test waren wirklich gut. Aber Test-Redakteurin Meike Rix gibt zu bedenken: "Einen direkten Zusammenhang, dass ein billiger Helm zwangsläufig schlecht ist, gibt es nicht. Es gibt auch noch Helme aus unserem Vorgängertest, die noch erhältlich sind.

Der ADAC hat gemeinsam mit der Stiftung Warentest elf City- und Urban-Fahrradhelme sowie drei S-Pedelec-Helme in den Kategorien Sicherheit, Komfort, Handhabung und Schadstoffgehalt getestet.

Mit Ausnahme des Testverlierers erzielten alle Produkte erfreulicherweise eine ausreichende Schutzwirkung bei einem Stoß gegen den Fahrradhelm. Den besten Unfallschutz im Vergleich bot der Testsieger von Uvex.

ADAC Fahrradhelm-Test 2021: Auszug aus der Ergebnistabelle

Hersteller/Modell Mittlerer Preis in Euro ADAC Urteil Handhabung & Komfort Unfallschutz Schadstoffe
Uvex Urban Planet LED 130 2,0 1,8 2,3 1,0
Alpina Gent MIPS 130 2,2 1,9 2,5 1,0
Limar Torino 90 2,2 1,9 2,5 1,0
Lazer Codax KinetiCore 165 2,6 2,6 2,7 1,0
Lidl Crivit - Fahrradhelm mit Rücklicht 31 2,6 1,9 2,9 1,9
Giro Fixture Mips II 110 2,8 2,5 2,9 1,0
Abus HUD-Y 120 3,0 2,8 3,0 1,0
Decathlon / B´Twin City 540 Bowl 15 3,1 2,9 3,1 1,0
Prophete ECO Urban 15 3,1 2,4 4 1,9
Cube Fleet 15 3,2 2,6 4 2,0
Casco E.Motion 2 120 5,5 1,9 5,5 1,6

Das Modell Urban Planet LED erhielt im Vergleich Bestnoten beim Unfallschutz und in der Handhabung. Da der Helm zudem keine Schadstoffe aufwies, kam er mit der Gesamtnote 2,0 auf Platz eins.

Gut geschlagen hat sich der günstigste Helm im Test: Mit einer Gesamtnote von 2,6 kann sich der Crivit-Fahrradhelm von Lidl im Vergleichsfeld behaupten. Von insgesamt elf Modellen belegt er einen Platz im Mittelfeld. Sein Preis von gerade einmal 15 Euro ist um den Faktor acht günstiger als beim Testsieger von Uvex und beweist, dass ein Kopfschutz beim Radfahren nicht teuer sein muss.

Hier wurde im Fahrradhelm-Test zusätzlich zur Normprüfung nach vorne auch die Möglichkeit des Abstreifens nach hinten geprüft. Diese wurde beim E.Motion 2 von Casco nicht erfüllt, da bei der Abziehprüfung das Gurtschloss brach. Hierbei wird gemäß der DIN-Norm EN 1078 versucht, den Helm von hinten nach vorne vom Testkopf abzuziehen. Die gleiche Schwäche zeigte sich auch bei der Kinnbandprüfung (ebenso eine Anforderung der geltenden Prüfnorm). Aufgrund dieses Mangels musste der Fahrradhelm abgewertet werden und erhielt das ADAC Urteil mangelhaft.

Empfehlungen an die Hersteller

  • Die Anforderungen der geltenden Norm müssen eingehalten werden. Hier darf kein Gurtschloss brechen (passiert beim Helm von Casco).
  • Die Helme von Cube, Decathlon, Abus (S-Pedelec-Helm), Prophete und vor allen Dingen von Lidl zeigen Verbesserungspotential in Sachen Stoßdämpfungseigenschaften.

Tipps für Verbraucher

  • Da sich jede Kopfform individuell darstellt, ist es empfehlenswert, den Helm vor dem Kauf anzuprobieren. So lassen sich Passform und Einstellmöglichkeiten des Wunschhelms prüfen und ein Fehlkauf vermeiden. Nehmen Sie am besten auch Ihre Brille zum Probetragen mit.
  • Auch von zu Hause lässt sich die Helmgröße problemlos ermitteln. Lassen Sie sich am Besten bei einem Profile "Der Fahrradspezialist" vor Ort beraten und probieren Sie verschiedene Modelle aus.
  • Die Anpassungen am Kopf müssen einfach, gut und sicher durchgeführt werden können.
  • Ein Helm, der leicht und bequem ist, wird häufiger getragen - und nur ein getragener Helm kann im Ernstfall schützen.

Helm-Tragequote

Damit ein Fahrradhelm im Falle eines Unfalls seine schützende Wirkung überhaupt entfalten kann, muss er auch getragen werden. Nach den aktuellen Zahlen der Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) aus dem Jahr 2022 tragen 40,3 Prozent aller Radfahrer und -fahrerinnen einen Fahrradhelm.

Große Unterschiede herrschen hierbei zwischen den konventionellen Radfahrenden mit gerade einmal 34 Prozent und den Pedelec-Fahrern und -Fahrerinnen mit 60,1 Prozent. Gerade bei Berufspendlern in innerstädtischen Bereichen, die nicht immer ein Pedelec nutzen, besteht starkes Verbesserungspotential hinsichtlich der Tragequote.

Betrachtet man die steigenden Unfallzahlen in den letzten Jahren, stimmt die Erhebung besonders bedenklich. Denn gerade das Tragen eines Schutzhelms kann bei einem Sturz lebensbedrohliche Kopfverletzungen stark abmildern oder sogar vermeiden. Es gibt also weiter Luft nach oben bei der Helm-Tragequote und noch viel Aufklärungsbedarf über die schützende Wirkung eines Fahrradhelms im Straßenverkehr.

Wie merkwürdig das Verhältnis vieler Radler zum Helm ist, macht Lukas Reuscher von der Verkehrswacht in seinen Kursen mit einem Vergleich deutlich: "Wer von uns schützt sein Smartphone mit einer Schutzhülle? Das sind nahezu 100 Prozent. Man tauscht schließlich lieber die Hülle als das Handy. Das sollte auch für den Helm gelten und das spätestens nach einem Unfall.

"Wenn man einmal draufgefallen ist, ist der Helm hinüber. Auch kleinste Risse, die ich vielleicht gar nicht sehen kann, mindern den Schutz des Helmes.

Denken Sie daran: Jeder getragene Helm ist besser als kein Helm, das auf jeden Fall. Er sollte halbwegs passen und vor allem getragen werden. Wer dann noch etwas mehr will, dem bieten sich inzwischen etliche Spielereien und Sicherheits-Features an.

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