Der Württemberger Tälerradweg ist das Ergebnis einer landesweiten Qualitätsoffensive im Radtourismus. Neue interessante Fernradrouten sollten geschaffen werden, andere verschwinden. So resultiert der Tälerradweg aus einer Zusammenlegung des Hohenlohe-Ostalb-Radwegs und des Alb-Neckar-Radwegs. Beide Wege existieren ab sofort nicht mehr, ihre Beschilderung wurde abgebaut. Touristisch wussten sie ohnehin nie so ganz zu überzeugen, ihre sperrigen Namen konnte sich kaum einer merken.
Stattdessen entstand eine neue Strecke, die nun auch ein klar erkennbares Thema abbilden soll: die Täler eben, von denen es so viele auf der Ostalb gibt. Ein klares Profil, das eine der Voraussetzungen für eine Zertifizierung durch den Allgemeinen Deutschen Fahrradclub (ADFC) war. Die fiel mit vier Sternen dann entsprechend hochwertig aus.
Ein violettfarbenes Schild mit Württemberger Hirschstangen weist den Weg. Der beginnt noch im hohenlohischen Crailsheim an der Jagst, führt über Aalen und Giengen nach Ulm. Dort geht es entlang der Donau zum Blautopf auf die Albhochfläche in Richtung Neidlingen, Bad Boll und Göppingen. Hier berührt man das Tal der Fils und in Schwäbisch Gmünd, dem Streckenende, schließlich die Rems. Dazwischen haben die Radfahrer das Achtal, das Eselsburger Tal, das Blautal, das Langenauer Ried und das dicht bewaldete Tiefental passiert - zusammen tatsächlich jenes Dutzend Württemberger Tallandschaften, das die druckfrische Tourenbegleitkarte verspricht.
Das Schöne an Talradwegen ist, dass man dabei kaum Höhenmeter überwinden muss. Lediglich die Passagen zwischen Ulm und Bad Boll erfordern ein wenig Kondition oder ein E-Bike.
Eine Etappe des Württemberger Tälerradwegs: Von Aalen nach Giengen an der Brenz
Wir haben eine Etappe des mit vier Sternen zertifizierten neuen Fernradweges ausprobiert: von Aalen am Kocher bis nach Giengen an der Brenz. Die zweite Etappe von Aalen nach Giengen an der Brenz ist mit 61 Höhenmetern ein reines Vergnügen. Rollen und genießen heißt die Devise.
Die Kocherquelle
Der Schwarze Kocher, hier ist sein Ursprung. Aus einem dichtbewaldeten Hang sprudelt sein Wasser. Es fällt in einem kleinen Topf, der sich zu einem Teich erweitert. Einem Amphitheater gleich hat sich die grüne Landschaft drumherum gelegt, eine Oase der Natur, in der man ein wenig zur Ruhe kommt.
Die Kocherquelle bei Oberkochen ist einer der schönsten Plätze auf der zweiten Etappe des Württemberger Tälerradwegs. Hier kann man sein Fahrrad parken, rasten, sich die Waden abkühlen und in den Tag hineinträumen. Der Quelltopf des Schwarzen Kochers liegt ein paar hundert Meter jenseits der Hauptroute, entsprechend ruhig ist es hier, der kleine Abstecher in das verschlungene Reich des dunklen Kochers lohnt sich.
Das Kochertal ist eine von zwölf Tallandschaften, die man auf dem neuen Württemberger Tälerradweg erleben kann. Wer die zweite Etappe des 273 Kilometer langen Fernradwegs fährt, steigt in Aalen am Kocher ein und landet schon bald im Tal der Brenz. Eben noch hatte man sich an der Quelle des Schwarzen Kochers vergnügt, steht man nun am Brenztopf in Königsbronn.
Keine sechs Kilometer trennen die beiden Flüsse, doch zwischen ihnen liegen Welten: Der Kocher fließt in Richtung Rhein und Nordsee, die Brenz aber in die Donau und schließlich in das Schwarze Meer. Fast unbemerkt hat man mit seinem Fahrrad soeben die Europäische Hauptwasserscheide überwunden.
Königsbronn und das Eselsburger Tal
In Königsbronn gibt es vielfältige Möglichkeiten einzukehren: Die bäuerliche Ziegelhütte, um deren Biergarten herum Kühe grasen und Hühner gackern, das schöne Café Ver-edelt, das mit seinen hausgemachten Kuchen und Marmeladen den Gaumen verwöhnt, die Imbissbuden entlang des Itzelberger Sees. Einst war er der Fischteich der Zisterziensermönche, heute ist er ein großes Freizeitgelände.
Königsbronn ist die Heimat des Hitler-Attentäters Georg Elser. Es gibt dort eine sehenswerte Gedenkstätte. Sie ist an Sonn- und Feiertagen von 11 bis 17 Uhr geöffnet. Gäste des im gleichen Hause angesiedelten Café Ver-edelt dürfen oft auch zu anderen Zeiten hinein.
Topfeben führt der Radweg entlang des Stausees in Richtung Heidenheim weiter. Zumeist sind es Nebenstraßen oder asphaltierte Wirtschaftswege, die man nun fährt. Je näher man dem Eselsburger Tal kommt, desto natürlicher wird alles.
Bei Herbrechtingen beginnt das Naturschutzgebiet, hinter dessen Bergrücken sich die Brenz in einer fünf Kilometer langen Schleife durch ein fast unverbautes Tal windet. Der Radweg nähert sich von der stillen Seite dem beliebten Ausflugsziel. Er ist nun eine grüne Piste, ein Feldweg mit leicht welligem Untergrund. In dem kleinen Weiler Eselsburg kehrt der Asphalt zurück. Einen großen Biofachmarkt mit Café-Betrieb gibt es hier und eine Talschenke.
Einen Kilometer weiter grüßen die Steinern Jungfrauen stumm vom Wegesrand, zwei spitze Felsennadeln, die zu den bekanntesten Kalksteinformationen der Ostalb gehören. An den Hängen sieht man Schafe weiden, die Gegend ist noch heute eine der Hochburgen der Alb-Schäferei.
Giengen an der Brenz und Umgebung
Nun nähert man sich zügig Giengen an der Brenz, dem Ziel dieser knapp 50 Kilometer langen zweiten Etappe. Die Stadt hat ihre überregionale Bekanntheit vor allem einer Tatsache zu verdanken: Es ist der Hauptsitz der Firma Steiff. Hier werden die kostbaren Kuscheltiere in einem großen Shop verkauft und in einem Firmenmuseum präsentiert.
Von Giengen kann man nun mit dem Zug in einer halben Stunde zum Etappenausgangspunkt Aalen zurückfahren. Vielleicht ist man aber auch auf den Geschmack gekommen und will noch ein wenig weiter. Das Tal der Donau lockt mit einer weiteren Etappe fast ohne jede Steigung. Zu seinen Ausläufern gehört das Langenauer Ried, ein Feuchtgebiet unweit der gleichnamigen Kleinstadt, die ihm den Namen gab. Hier kann man Vögel beobachten, was besonders im Frühjahr und im Herbst ein Erlebnis ist.
Ulm und der Berblinger Turm
Schließlich ist in Ulm der südlichste Punkt des Württemberger Tälerradwegs erreicht. Die Stadt der schönen blauen Donau, in der vor mehr als 200 Jahren ein unglückseliger Schneider mit seinen selbstgebauten Schwingflügeln senkrecht hineinrauschte. Seine Geschichte ist am Rande der Uferpromenade verewigt, es gibt sogar eine Aussichtsskulptur, die seinen Namen trägt: den Berblinger Turm.
Ein ungewöhnliches Bauwerk erinnert an den Schneider von Ulm, der einst über die Donau fliegen wollte und krachend im Wasser landete: Ein frei zugänglicher 20 Meter hoher Turm mit Wendeltreppe ist dort am Donauufer (Nähe Rosengarten/Herdbrücke) an der Abflugstelle platziert.
Wieder ein Grund, hier eine ausgedehnte Pause zu machen. Der Württemberger Tälerradweg ist eben doch ein wenig mehr als eine bloße Ansammlung von Landschaftsformen. Mindestens ebenso spannend sind die Menschen, denen man hier begegnet. Wagemutige und Träumer, Widerspenstige und Wildentschlossene, die erst dann Ruhe geben, wenn sie auch den letzten Tälerradweg-Kilometer mit dem Fahrrad geschafft haben.
Der Württemberger Tälerrradweg kompakt
- Start: Crailsheim
- Ziel: Schwäbisch Gmünd
- Gesamtstrecke: 273 km
- Höhenmeter: 1307
- Fahrzeit: sechs Tagesetappen
- Schwierigkeit: mittel
- Symbol: weiße Hirschstangen auf lila Grund
Anreise und Rücktransport
Start (Crailsheim) und Ziel (Schwäbisch Gmünd) sind mit der Bahn gut zu erreichen. Zwischen beiden gibt es auch eine direkte rund einstündige Zugverbindung. Was die beschriebene Etappe angeht, so existiert für den Rücktransport von Giengen nach Aalen ebenfalls eine durchgehende Bahnverbindung.
Streckencharakteristik
Der Radweg Der Württemberger Tälerradweg führt in einem Bogen von Crailsheim (Hohenlohe) nach Schwäbisch Gmünd. Er ist überwiegend steigungsarm, nur die Abschnitte von Ulm nach Laichingen und von Laichingen bis Bad Boll erfordern etwas Kondition. Das im Text beschriebene Stück von Aalen nach Giengen ist überschaubare 48,5 Kilometer lang und fast komplett eben.
Einkehren
Biotal Hofladen und Café im Eselsburger Tal: Neues Bistro-Café mit Hofladen der Biotal Hofgemeinschaft. Montag bis Samstag geöffnet, Donnerstag ist Pizza-Tag, freitags gibt es Burger.
Weitere Etappen des Württemberger Tälerradwegs
Der 273 Kilometer lange Württemberger Tälerradweg ist in 6 Etappen eingeteilt. Unterwegs passiert man gleich 12 Flusstäler, wie zum Beispiel das Brenztal, Donautal, Achtal, Remstal oder auch das Eselsburger Tal. Der Radweg ist überwiegend flach bis leicht hügelig, was ihn auch für weniger erfahrene Radfahrer und Familien geeignet macht. Jede Etappe hat seinen ganz eigenen Charakter und erwartet dich mit abwechslungsreichen Highlights. Nicht zu vergessen die wunderschöne Naturkulisse der Schwäbischen Alb. Sanfte Hügel, imposante Felswände, idyllische Flusstäler und sehenswerte Aussichten warteten auf uns. Diese Radtour war für uns perfekt, um eine mehrtägige Fahrradtour mal auszuprobieren.
Etappe 3: Von Giengen nach Ulm
Länge: 6 Tage (pro Etappe ca. Giengen an der Brenz befindet sich im malerischen Tal der Brenz und ist bekannt für seine Einhörner und Teddybären. Hä? Einhörner und Teddybären? Ja, du hast richtig gelesen. Die ehemalige freie Reichsstadt ist Heimat und Geburtsstätte des Teddybären. Heute kannst du im Steiff-Museum auf 2.400 qm Fläche in die Erlebniswelt der Kuscheltiere eintauchen und im größten Steiff Shop der Welt das eine oder andere Andenken erwerben. Das Museum ist dienstags bis sonntags von 10 bis 17 Uhr geöffnet. Mit der AlbCard ist der Eintritt sogar kostenlos.
Von Giengen aus führte uns der Radweg durch das malerische Brenztal. Am Ufer der Brenz hinter Hermaringen entdeckten wir den Brenzturm, welcher uns eine tolle Sicht auf die umliegende Landschaft ermöglichte. Nachdem wir durch Sontheim an der Brenz radelten und unterhalb von Niederstrotzingen, Asselfingen und Rammingen vorbeifuhren, erreichten wir den nördlichen Teil des Naturschutzgebietes Langenauer Ried mit seinen Moorflächen und kleinen Wasserläufen. Hier kannst du seltene Vogelarten entdecken, wie z.B. Wir radelten ganz gemütlich 4 Kilometer weiter bis Langenau, wo wir eine kleinere Pause einlegten. In der Bäckerei Betz gab es erst einmal eine leckere Mohnschnecke und Erdbeerplunder. Gestärkt ging es danach mit den Fahrrädern weiter in Richtung Donautal.
Nach unseren ersten 40 km erreichten wir das Donautal. Bis nach Ulm war es nun nicht mehr weit und endlich ließ sich auch die Sonne wieder blicken. Besonders gut gefallen hat uns das Fischer- und Gerberviertel mit den verwinkelten Gassen und sehenswerten Fachwerkhäusern. Wusstest du, dass sich in Ulm der höchste Kirchturm der Welt befindet? Der Ulmer Münster sollte auf deiner Erkundungstour natürlich auch nicht fehlen. Eine tolle Sicht auf die Altstadt hast du von der Donau aus auf der bayrischen Seite der Stadt in Neu-Ulm. Hier an der Uferbar bekommst du exzellenten Kaffee und kannst währenddessen die tolle Aussicht genießen.
Etappe 4: Von Ulm nach Laichingen
Nach einem leckeren Frühstück im Ulmer Münster Hotel setzten wir unsere Radreise fort. Von Ulm aus führte uns der Radweg immer der Blau entlang bis nach Blaubeuren. Die Blau ist übrigens ein 22 km langer Fluss, welcher im Blautopf entspringt und in Ulm in die Donau mündet.
In Blaubeueren machten wir eine längere Pause und spazierten natürlich auch um den sagenumwobenen Blautopf herum, Deutschlands zweitwasserreichsten Karstquelle. Je nach Lichteinfall funkelt der Blautopf in den schönsten Blautönen. Bislang kann der rund 21 Meter tiefe Blautopf nur von Höhlentaucher erkundet werden. Höhlenforscher haben das Blauhöhlensystem bisher auf über 13 km Länge erforscht. Auch ein Spaziergang durch die Altstadt lohnt sich. Sie punktet mit gut erhaltenen Fachwerkhäusern, einem Marktplatz und gemütlichen Gassen, die zum Bummeln einladen.
Gut gestärkt und mit jeder Menge Sonne im Gesicht radelten wir weiter in Richtung Laichingen. Die ersten Kilometer hinter Blaubeuren führten uns durch das waldreiche Tiefental. Auf dem Tiefentalweg radelten wir durch schattige Wälder auf geschotterten Waldstraßen bis zur Sontheimer Höhle. Sie ist Deutschlands älteste Schauhöhle und kann entlang eines 192 m langen Führungsweges in bis zu 34 m Tiefe erkundet werden. Führungen finden nur an den Wochenenden statt.
Die letzten 10 Kilometer führten uns an Sontheim und Heroldstatt vorbei, ehe wir nach einer letzten langen Abfahrt Laichingen erreichten.
Etappe 5: Von Laichingen nach Bad Boll
Die fünfte Etappe hatte es wirklich in sich. Aufgrund der malerischen Landschaften und der tollen Aussichten war dieser Abschnitt ein echtes Highlight der gesamten Radreise.
Wusstest du, dass die Schwäbische Alb mit über 2600 bekannten Höhlen das höhlenreichste Gebiet in Deutschland ist? Die Geheimnisse rund um diese Höhlen zu erkunden ist nicht nur super spannend, sondern ist auch eine großartige Möglichkeit, schlechtes Wetter zu überbrücken. Und so führte unser Weg zuerst einmal über Eisentreppen knapp 55 Meter in die Tiefe. Die Höhle ist sehr gut erschlossen und Informationen sind über kleine Audiostationen abrufbar. Super gelöst!
Nach ca. 40 Minuten erblickten wir wieder das Tageslicht. Vor Ort gibt es auch noch eine kleine Ausstellung bzw. ein Museum und die Möglichkeit zur Einkehr. Im Anschluss an diesem Abstecher wurde es nun Zeit in die Landschaft der schwäbischen Alb einzutauchen. Nach einem kurzen Weg durch die Stadt ging es direkt über die Felder ins idyllische Grün. Wir radelten an Donnstetten vorbei und weiter auf dem Württemberger Tälerradweg in Richtung Neidlingen. Auf diesem Weg offenbart sich, was die Schönheit der Schwäbischen Alb ausmacht: Eine weite, grüne Landschaft.
Bevor wir die knapp 300 Höhenmeter ins Neidlinger Tal heruntersausten, machten wir noch einen Halt an der 1270 erbauten Burgruine Reußenstein. Sie erhebt sich am Rande des Radweges und thront förmlich über das Neidlingertal. Die Szenerie lädt zu einer Pause und den einen oder anderen Schnappschuss ein. Unweit der Ruine befindet sich der Neidlinger Wasserfall sowie die Gaststätte „Zum Reußenstein“. Hier kannst du täglich Produkte des Hofes erwerben und am Wochenende einkehren.
Von der Ruine aus führte uns der Radweg weiter nach Weilheim an der Teck, wo wir uns in der urigen Bäckerei Hörner noch einen Kaffee und eine Brezel gönnten. Die letzten 10 Kilometer radelten wir recht zügig, da es wieder anfing zu regnen. Wir erreichten nach rund 43 Kilometern unser Tagesziel - das Heilbad Bad Boll.
Etappe 6: Von Bad Boll nach Schwäbisch Gmünd
Die finale Etappe des Württemberger Tälerradweges stand uns nun bevor. 35 Kilometer trennten uns von unserem finalen Ziel Schwäbisch Gmünd. Offiziell hat die Etappe ca. 400 Höhenmeter. Durch einen Abstecher zum „Aussichtspunkt Aasrücken“ kamen aber noch einmal 250 Höhenmeter dazu. Die Aussicht ist es aber wert!
Am schönen Kurpark in Bad Boll schwangen wir uns wieder auf die Räder und folgten dem ruhig gelegenen Radweg. Leider blieb das nicht allzu lange so, denn diese Etappe führt immer wieder durch Ortschaften hindurch. Selten wird man hierbei wirklich mit dem Autoverkehr konfrontiert, aber als Freunde von weiten Landschaften kamen wir nicht ganz auf unsere Kosten. Dennoch, auch die letzte Etappe hatte ihre Highlights. So hat man zwischen den Städten einen wunderbaren den Blick auf die drei markanten Kaiserberge Hohenstaufen, Rechberg und Stuifen.
Nach circa 12 Kilometer führte die Tour durch das beschauliche Örtchen Rechberghausen, wo wir direkt eine kurze Pause einlegten. Noch vor der Einkehr empfiehlt sich auch ein kurzer Abstecher zum Luftikus - einem knapp 12 Meter hohen Aussichtsturm. Einmal über die Wendeltreppe hinauf gestiegen, hast du einen tollen Blick auf Rechberg und dem grünen Umland. Im Anschluss gibt es mehrere Möglichkeiten zur Einkehr. Wir haben uns für das super schnuckelige Café Schwalbennest entschieden und waren schwer begeistert. Neben der großen Auswahl an hausgemachten Kuchen, schmeckte auch der Kaffee wirklich ausgezeichnet.
Gut gestärkt folgten wir dem Radweg in Richtung Schwäbisch Gmünd. Mit schönem Blick auf den Hohenstaufen entschlossen wir uns für einen „sportlichen“ Abstecher zum Aussichtspunkt Aasrücken. Oben angekommen wirst du mit einem tollen Blick über das Ottenbacher Tal und das Remstal belohnt. Auch das berühmte Wäscherschloss, den Rechberg, den Hohenstaufen und den Stuifen kannst du erspähen.
Bei bestem Wetter kamen wir am frühen Nachmittag in Schwäbisch Gmünd an. Auf unserem Tacho standen nun 199 Kilometer. Wow! Doch etwas mehr als gedacht. Wenn du auch nicht sofort die Heimreise antreten musst, empfehlen wir dir, noch etwas in der Stadt zu verweilen. Schwäbisch Gmünd hat uns total überrascht. Empfehlen können wir den Biergarten auf dem Zeiselberg. Von dort aus hast du eine schöne Sicht über die Dächer der historischen Stauferstadt. Im Sommer lädt der Remsstrand mit kleiner Strandbar und Liegestühlen zum Verweilen ein.
AlbCard
Wir haben die AlbCard genutzt, eine Touristenkarte, die in der Schwäbischen Alb angeboten wird. Diese Karte bietet zahlreiche Vergünstigungen und kostenfreie Leistungen während des Aufenthalts. Ein besonders attraktives Feature der AlbCard ist die kostenlose Nutzung des öffentlichen Nahverkehrs in der Region.
Ein weiteres Highlight der AlbCard ist der kostenlose Eintritt zu 170 Sehenswürdigkeiten und Erlebnissen. Dazu zählen unter anderem der Skypark Kletterwald, das Bud Spencer Freibad, die HöhlenErlebnisWelt, das Urgeschichtliche Museum in Blaubeuren, die Tiefenhöhle Laichingen, die AlbThermen Bad Urach und die Bärenhöhle. Zusätzlich kannst du mit der Karte sogar ein E-Bike kostenlos ausleihen.
Die AlbCard erhältst du bei deiner Ankunft in einem der 152 teilnehmenden Hotels, Gasthöfen, Ferienwohnungen und anderen Unterkünften in der Schwäbischen Alb. Mit der AlbCard kannst du jede Attraktion einmal pro Aufenthalt nutzen. Für jede Übernachtung steht dir ein Nutzungstag zur Verfügung. Wenn du beispielsweise 3 Nächte gebucht hast, kannst du die Karte an 3 aufeinanderfolgenden Tagen verwenden.
Unterkünfte entlang des Württemberger Tälerradwegs
Während unserer Fahrradreise auf dem Württemberger Tälerradweg haben wir in fünf verschiedenen Unterkünften übernachtet, welche wir dir im Folgenden kurz vorstellen möchten.
- Das Stadthotel Giengen* befindet sich in ruhiger Lage unweit der Altstadt. Es verfügt über hell eingerichtete Zimmer mit modernen Bädern mit Dusche. In einigen Zimmer darf man sich sogar über einen Balkon freuen. Leckeres Abendessen bekommst du im hauseigenen Restaurant La Cucina. Am Morgen wird ein abwechslungsreiches Frühstücksbuffet angeboten.
- Direkt gegenüber des Ulmer Münsters befindet sich das kleine aber feine Ulmer Münster Hotel*. Wir hatten hier ein kleines Zimmer mit Doppelbett und großzügigem Badezimmer. Besonders schön fanden wir den Frühstücksraum mit kleiner Terrasse. Am Morgen gab es ein sehr gutes Frühstücksbuffet mit regionalen Produkten. Fahrräder konnten wir in der Garage abstellen und aufladen.
- Das Hotel & Restaurant Post* liegt ca. 5 km außerhalb von Laichingen in der Albgemeinde Feldstetten. Das Hotel verfügt über sehr viele Zimmer - einige eher altmodisch und wenig charmant eingerichtet, andere wiederum sehr modern und neu. Wir hatten leider ein nicht so einladendes Zimmer. Wir freuten uns allerdings über den kleinen Wellnessbereich mit Sauna und Fitnessbereich. Im hoteleigenen Restaurant kann man sehr gut zu Abend essen. Das Frühstücksbuffet am Morgen war ebenfalls sehr gut.
- Das Badhotel Restaurant Stauferland* liegt in herrlich ruhiger Halbhöhenlage, eingebettet in die typischen Streuobstwiesen. Das Hotel verfügt über Einzel-, Doppel- und Familienzimmer. Wir hatten ein großes, modernes Zimmer mit Doppelbett, Sofa, TV, Schrank und Badezimmer mit Dusche. Das Hotel verfügt zudem über einen kleinen Wellnessbereich mit Hallenbad und Sauna. Im hoteleigenen Restaurant bekommst du leckere, regionale Speisen sowie ein gutes Frühstücksbuffet am Morgen. Tipp: Der Sonnenuntergang von der Terrasse aus ist wirklich sehr schön.
- In Schwäbisch Gmünd waren wir im Hotel am Remspark* untergebracht. Dieses moderne Stadthotel punktet vor allem mit einer tollen Dachterrasse, von wo aus man über die gesamte Stadt blicken kann. Es gibt zudem ein Fitnesscenter, Privatparkplätze sowie Businesscenter und Restaurant.
Ausrüstung für die Radreise
Für unsere Fahrradreise auf dem Württemberger Tälerradweg wollten wir natürlich bestmöglich ausgerüstet sein. Wir haben uns vorab je zwei große Gepäcktaschen für die Fahrräder bei Vaude ausgeliehen. Man kann nämlich online über ihre Seite einiges an Equipment ausliehen, was ziemlich cool ist. Zum Fahren hatten wir zudem beide eine gepolsterte Fahrradhose der Firma Vaude an. Praktisch ist zudem eine Handyhalterung am Fahrrad* für das Handy, damit man unterwegs problemlos navigieren kann. Wir hatten leider keine, weshalb wir immer wieder anhalten mussten, um die Route zu checken. Grundlegend ist der Radweg aber auch sehr gut ausgeschildert. Praktisch sind zudem Regenhose und Regenjacke, wenn es dann doch einmal plötzlich anfängt zu regnen.
Ansonsten waren noch u.a. folgende Dinge in unserem Gepäck: Fahrradhandschuhe*, Helm, Flickzeug, Luftpumpe, Funktionsshirts (aus Merinowolle), Windjacke, bequeme Hosen (lang & kurz), Badesachen, Reisehandtuch, Kulturbeutel, Sonnencreme und Sonnenbrille.
Fazit
Mit einigen Abstechern hatten wir am Ende unserer Reise sage und schreibe 199 Kilometer auf dem Tacho. Es war unsere erste mehrtägige Radreise zusammen und wir fanden es richtig cool. Natürlich auch, weil wir durch Marcos wunderschöne Heimat radeln durften. Die Reise auf dem Württemberger Tälerradweg ist entschleunigend und führt durch die abwechslungsreiche Landschaft der Schwäbischen Alb in Baden-Württemberg. Besonders gut gefallen haben uns die reizvollen Täler, die charmanten Städtchen und natürlich auch die kulinarischen Spezialitäten.
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