Ein Fahrradzelt schützt Ihre Fahrräder vor Regen, Schnee, Schmutz und Wind. Je nach Platzbedarf können Sie aus mehreren Größen wählen. Sie können es z.B. zuhause im Garten oder unterwegs beim Camping nutzen.
Warum ein Fahrradzelt?
Egal ob die nächste Bikepacking Tour mit 14 oder ein Kurztrip mit nur 2 Übernachtungen, wer ein Zelt für eine Fahrradtour braucht, der sollte auf ein paar Dinge achten. Auch wenn das Zelt für einen ganz normalen Urlaub ohne Fahrrad sein soll, es gibt Unterschiede bei der Verarbeitung und beim Einsatzzweck.
Kaufkriterien für Fahrradzelte
Achten Sie beim Kauf auf die folgenden Kriterien:
- Kapazität: Fahrradzelte sind in verschiedenen Größen erhältlich. Dank der steilen Wände wird das Raumvolumen optimal genutzt. Es steht ausreichend Platz zur Verfügung, um 1 - 4 Fahrräder wettergeschützt unterzustellen.
- Material: Die Zeltplane besteht aus Polyester oder Polyurethan. Dank der verschweißten Nähte ist sie wasser- und auch winddicht. Das Zelt bietet Schutz vor Regen, Schnee, Frost, Wind und Schmutz. Es ist UV-beständig, damit auch intensive Sonneneinstrahlung den Fahrrädern nichts anhaben kann.
- Runddach: Regenwasser kann seitlich abfließen, sodass es sich nicht in der Mitte staut.
- Tür: Mithilfe des robusten Reißverschlusses lässt sich die Tür aufrollen und fixieren. Es findet kein Wärmestau statt und es herrscht ein angenehmes Zeltklima - machen Sie den Test.
- Boden: Dieser ist fest eingenäht oder herausnehmbar. Er schützt die Fahrräder vor Feuchtigkeit, Schmutz und Insekten.
- Aufbau: Der Aufbau ist mithilfe der Anleitung schnell und einfach erledigt. Für eine hohe Stabilität sorgen die Zeltstangen (sind aus Fiberglas, Aluminium oder Stahl), Abspannleinen und Heringe. Auch der Abbau ist sehr schnell erledigt. Das Fahrradzelt kann daher flexibel versetzt werden, anders als eine fest installierte Fahrradgarage. Es ist zudem auch deutlich günstiger.
- Transport: Dank des geringes Packmaßes und leichten Gewichts lässt sich das Zelt gut transportieren. Im Lieferumfang erhalten Sie eine praktische Tragetasche.
Verschiedene Modelle im Test
Beispiel 1
Das 2,00 x 0,80 x 1,70 m (Breite x Tiefe x Höhe) große Zelt bietet ausreichend Platz für ein Fahrrad. Dank der steilen Seitenwände wird der Raum optimal genutzt. Das Außenzelt besteht aus robustem Polyester. Es hat eine Wassersäule von 3.000 mm (1.500 mm gilt bereits als wasserdicht). Damit schützt es Ihr Fahrrad vor Regen, Wind und dank des UV-Schutz 50+ auch vor intensiver Sonneneinstrahlung.
Der Einlegebogen ist mit Klett am Außenzelt befestigt. Er schützt vor Feuchtigkeit und Schmutz. Die große Tür ermöglicht ein leichtes Verstauen des Fahrrads. Sie kann aufgerollt und mit Schlaufen befestigt werden (halb geöffnet oder vollständig). Für eine hohe Stabilität sorgen die robusten Fiberglasstangen, Querstreben, 4 Abspannleinen und Heringe. Die Abspannpunkte sind zusätzlich verstärkt, für maximale Sicherheit. Insgesamt überzeugt das Zelt durch eine hohe Material- und Verarbeitungsqualität. Der Auf- und Abbau ist schnell erledigt.
Beispiel 2
Das 1,20 x 1,76 x 1,63 m (Breite x Tiefe x Höhe) große Zelt bietet viel Platz für bis zu 2 Fahrräder. Die Plane besteht aus wasserdichtem Polyurethan, für einen optimalen Schutz vor Regen, Schnee, Frost und Schmutz. Sie ist zudem UV-beständig, sodass auch eine hohe Sonneneinstrahlung kein Problem ist. Die Tür lässt sich mithilfe des Reißverschlusses öffnen und bei Bedarf aufrollen.
Für eine hohe Stabilität sorgen die robusten Stangen aus rostfreiem Aluminium. Durch die Leichtbauweise wiegt das Fahrradzelt nur 8,4 kg und lässt sich damit bequem tragen. Es gibt 2 verschiedene Befestigungsmöglichkeiten für harte Betonböden und weiche Untergründe. Im Lieferumfang sind 4 Heringe mit dabei, um das Zelt sicher im Boden zu verankern.
Beispiel 3
Das 2,00 x 1,20 x 1,65 m (Breite x Tiefe x Höhe) groß Zelt bietet Platz für 2 bis 3 Fahrräder. Mit einem Raumvolumen von 3,96 m³ ist es sehr geräumig. Es hat 2 große Türen, um die Fahrräder einfach hinein zu stellen. Das Zelt hat eine Wassersäule von 4.000 mm (1.500 mm gilt bereits als wasserdicht). Das Fahrradzelt ist mit einem strapazierfähigem Boden ausgestattet, damit Feuchtigkeit und Schmutz draußen bleiben. Ihr Fahrrad bleibt trocken und sauber.
Das Zelt hat außerdem eine Lüftungsöffnung, sodass Feuchtigkeit entweichen kann und im Inneren kein Kondenswasser entsteht. Für eine hohe Stabilität sorgen das Rahmengestell, 4 Abspannleinen und 8 Heringe. Der Aufbau ist schnell und einfach erledigt. Sie brauchen nur 1 - 2 Minuten, Werkzeug wird nicht benötigt. Bei Nichtgebrauch wird das Fahrradzelt kompakt zusammengefaltet. Das Packmaß beträgt 43 x 18 x 18 cm.
Beispiel 4
Das 2,00 x 80 x 1,70 m (Breite x Tiefe x Höhe) große Zelt bietet Platz für 2 - 3 Fahrräder. Es besteht aus Polyester, das Schutz vor Regen, Schnee, Staub und Wind bietet. Die Wassersäule beträgt 4.000 mm (1.500 mm gilt bereits als wasserdicht). Die Nähte sind abgeklebt, damit keine Feuchtigkeit eindringt. Das Runddach verhindert, dass sich Regenwasser in der Mitte sammelt. Stattdessen läuft es seitlich an den Wänden ab.
Die Tür kann seitlich fixiert werden, wenn sie offen stehen soll. Für eine gute Belüftung des Fahrradzelts sorgt ein Fenster. In der Innentasche kann man kleinere Gegenstände verstauen. Für eine hohe Stabilität sorgen die 9 mm dicken Fiberglasstangen und 4 Heringe. Der Aufbau des Zelts ist schnell und einfach in nur wenigen Minuten erledigt.
Beispiel 5
Das 1,90 x 2,30 x 2,25 m (Breite x Tiefe x Höhe) große Zelt hat ein Raumvolumen von 9,8 m³. Damit bietet es viel Stauraum für bis zu 4 Fahrräder, die vor Wind und Wetter geschützt sind. Sie können auch Geräte, Werkzeug, Möbel oder Spielzeug darin lagern. Das Fahrradzelt besteht aus strapazierfähigem Polyester. Es hat eine Wassersäule von 3.000 mm (1.500 mm gilt als wasserdicht). Das Schrägdach verhindert, dass sich Regenwasser in der Mitte staut. Stattdessen kann es seitlich abfließen, ohne die Stabilität des Zelts zu gefährden.
Die robusten Stahlrohre, Zwischenstangen, Metallschnallen (Verbindung zwischen Rahmen und Plane), Abspannleinen und Heringe sorgen für eine hohe Stabilität. Der Aufbau ist schnell erledigt.
Zelt Kaufkriterien: Das richtige Zelt für jeden Anlass finden
Machen Sie sich deutlich welchen Einsatzzweck und Anforderungen das Zelt erfüllen soll.
- Trekking Einsatz im Hochgebirge
- Familienurlaub
- Festivals
Auswahlkriterien
- Raumangebot: Mit wie viel Komfort geben Sie sich zufrieden?
- Länge des Urlaubs: Für kurze Trips reichen kleinere Zelt-Modelle aus.
- Transport des Zeltes: Sind Sie zu Fuß oder mit dem Rad unterwegs? Dann sollten Sie auf leichtere Modelle zurückgreifen.
- Reiseziel: Welche Wetterlage finden Sie im Reiseland vor? Für feuchtere Gefilde sollte das Zelt eine höhere Wassersäule in mm aufweisen.
Fast alle Hinweise sind für alle Zeltgrößen gültig, dabei spielt es keine Rolle, ob es ein 4 Personen Zelt ist, ein Einmannzelt oder 2 Mann-Zelt.
Welche Maße sollte ein Zelt haben?
Besonders große Personen sollten auf die Maße des Zeltes achten. Ist der Innenraum zu knapp bemessen, drückt der Schlafsack samt dem Innenzelt am Außenzelt, sodass Kondenswasser den Schlafsack durchnässt. Gute Zelte haben eine Liegefläche von mindestens 1,90 m in der Länge.
- Einmannzelt - Für Personen bis ca 184-190 cm - Leicht mit einem Gewicht von ca. 1698 g
Außerdem sollte man beachten, dass die Fläche bei Zelten oft knapp bemessen ist. Bei vielen 3-Personen-Zelten ist von vorneherein klar, dass sie nur für zwei Personen (als 2 Personen Zelt) geeignet sind, wenn man einigermaßen Komfort möchte. Wenn Sie nicht gerade mit dem Fahrrad (Fahrradtour) oder zu Fuß unterwegs sind, sollten Sie Zelte für eine höhere Anzahl von Personen in Betracht ziehen. Besonders wichtig ist diese strategische Entscheidung, wenn auch Dinge wie ein Fahrradrucksack, Fahrradtaschen oder der Campingkocher mit in das Zelt genommen werden sollen.
Einwandiges oder Doppelwandiges Zelt?
Der klassische Zweiteiler ist der am häufigsten zu findende Zelttyp auf dem Markt. Das Zelt besteht aus einem Innen- und einem Außenzelt. Doppelwandige Zelte sind meist größer als einwandige Zelte und bieten dadurch mehr Komfort. Zudem sind sie atmungsaktiver und reduzieren die Kondensation im Innenzelt. Mehr Material bedeutet aber auch gleichzeitig mehr Gewicht.
Wie der Name schon sagt, besitzen einwandige Zelte nur eine Außenseite und kein separates Innenzelt. Dadurch spart man Gewicht und kann bei schlechten und wechselnden Wetterbedingungen das Zelt schnell aufbauen. Deswegen sind einwandige Zelte besonders bei Bergsteigern beliebt. Der Nachteil: Da es kein Innen bzw. Außenzelt gibt, setzt sich Kondenswasser nun direkt auf der Innenseite des Zeltes ab und Wasser tropft ins Innenzelt. Regelmäßiges Lüften ist daher wichtig!
Für wie viele Personen soll das Zelt ausgelegt sein?
- Einmannzelt Modelle: Einbogenzelt, Kuppelzelt, Igluzelt, Tunnelzelt, Biwak-/Hängematenzelt
- 2-Personen-Zelte: Einbogenzelt, Kuppelzelt, Igluzelt, Tunnelzelt, Geodät
- 3-Personen-Zelte: Kuppelzelt, Igluzelt, Tunnelzelt, Geodät
- 4-Personen-Zelte: Kuppelzelt, Igluzelt, Tunnelzelt, Geodät, Familienzelte
Die gängigsten Zelttypen - Vor- und Nachteile
Kuppel- oder Igluzelte
Die gängigste und beliebteste Zeltform unter den Wanderzelten, bei der sich zwei Gestängebögen kreuzen. An ihnen wird das Innenzelt aufgehangen und das Außenzelt darüber befestigt. Kuppelzelte sind freistehend und müssen in windstillen Gegenden nicht abgespannt werden, das spart Zeit und Platz. Allerdings sind Kuppel- bzw. Igelzelte im Vergleich zu anderen Modellen relativ schwer und somit für Trekkingurlaube eher ungeeignet.
Geodät
Die Sonderform eines Kuppelzelts ist ein Geodät. Hier kommen zusätzliche Stangen, die sich überkreuzen, zum Einsatz. Dadurch bietet ein Geodät dem Wind eine kleinere Angriffsfläche und erlangt höchste Eigenstabilität. Zusätzliche Stangen wirken sich auf das Gewicht aus. Geodät-Zelte sind entsprechend etwas schwerer. Sie sind besonders für Touren geeignet, auf denen man extremen Wetterbedingungen ausgesetzt ist. Das zusätzliche Gewicht bietet jedoch einen Mehrwert, den man eingehen kann.
Wurfzelte oder auch Pop up Zelt
Wurfzelte oder auch Pop Up Zelte zeichnen sich durch ihre clevere Konstruktion und ihren Faltmechanismus aus. Ein ringförmiges Gestänge ist fest mit der Außenhaut verbunden, das sich in Sekundenschnelle entfalten kann. So schnell der Aufbau auch von statten geht, muss man für das Zusammenfalten meist mehr Zeit in Anspruch nehmen. Man stelle sich das ganze wie einen Beipackzettel vor, den man wieder zusammenfalten möchte. Ein weiterer Nachteil ist das geringe Platzangebot, eine im Vergleich schlechtere Wassersäule sowie die beim Transport etwas unhandliche Hülle. Wurfzelte eignen sich daher nur für kurze Trips in mildem Klima oder für das nächste Festival.
Einbogenzelt
Ein Einbogenzelt erinnert stark an eine Strandmuschel und ist schnell aufgebaut. Aufgrund des leichten Gewichts lässt es sich besonders auf Trekkingtouren, ob zu Fuß oder mit dem Rad, gut transportieren und bietet durch die Apsis genügend Stauraum für Gepäck. Beim Komfort muss man Abstriche machen. Nur ca. 60 Prozent der Fläche dienen als Liegefläche. Zudem muss ein Einbogenzelt immer abgespannt und mit Heringen fixiert werden.
Tunnelzelt
Die Wände sind steil und bieten dadurch viel Platz und eine optimale Raumnutzung von ca. 90%. Es ist ein echtes Raumwunder und vor allem bei großen Menschen beliebt. Zudem gibt es meist zusätzliche, großzügige Apside (Vorraum), die weiteren Stauraum bieten. Aufgrund der Form sind Tunnelzelte nicht so windstabil und müssen deshalb mit vielen Abspannungen gesichert werden. Ein weiterer Nachteil ist das Gewicht, das in den meisten Fällen weit über dem der anderen Modelle liegt.
Hängemattenzelt
Hängemattenzelte werden zwischen Bäumen aufgehängt und bieten Schutz vor Allem, was auf dem Boden rumkrabbelt. Sie können als Zelt, Biwaksack oder Hängematte verwendet werden. Der Zelttyp ist in jedem Gelände einsetzbar und lässt sich besonders gut auf dem Fahrrad gut transportieren. Dadurch ist es besonders für Trekking-Touren zu empfehlen. Da Hängemattenzelte großen Gewichts-Belastungen ausgesetzt sind, werden in der Herstellung hochwertigere Materialien verwendet. Das macht Hängemattenzelte meist kostenintensiver als andere Zelte.
| Art des Urlaubs | Zelt-Modell | Anforderung |
|---|---|---|
| Rad- und Wanderreisen | Tunnelzelt, Einbogenzelt | Handlich, Leicht, Schneller Aufbau |
| Familienurlaub | Kuppelzelt | Geräumig, Viel Stauraum, Gute Belüftung |
| Expeditionen | Geodätzelt | Windstabil, Für extreme Wetterbedingungen |
| Festivals | Wurfzelt, Kuppelzelt/Igluzelt | Geringer Platzbedarf, Schneller Aufbau, Freistehend |
Qualitätsmerkmale - Woran erkenne ich ein hochwertiges Zelt?
Entscheidende Merkmale von qualitativ hochwertigen Zelten sind zum einen ein geringes Gewicht, abriebfestes Material und eine saubere Verarbeitung. Beim Kauf eines Zeltes sollten Sie deshalb auf folgende Punkte achten:
- Nähte: Nähte sind die potenzielle Schwachstelle eines Zeltes. Sind die Nähte nicht sauber verarbeitet, kann Wasser in das Zelt eindringen. Hochwertige Zelte zeichnen sich durch Doppelkappnähte mit sauberem Stichverlauf aus. Die Zelte der mittleren Preisklasse besitzen eine PU-Beschichtung, sodass Nähte mit Nachverdichtungsbändern komplett versiegelt werden können und zu 100 % wasserdicht sind. Silikonbeschichtete Zelte können lediglich mit Nahtdichter behandelt werden.
- Reißverschlüsse: Sie sollten auch auf die kleinen Details wie Reißverschlüsse achten. Wurde die Reißverschlüsse mit zusätzlichen Materialien (wie z.B. einer LKW Plane) verstärkt? Meiden Sie Zeltreißverschlüsse mit Metallschienen, da diese schnell von der Feuchtigkeit angegriffen werden.
- Belüftungsöffnungen: Sind seitliche Belüftungsöffnungen vorhanden? Diese sind für eine gute Luftzirkulation unabdingbar. Belüftung über eine Öffnung im Außenzelt oder durch den Austausch unterhalb vom Außenzelt
Wasserdichte Zelte - Was sagt die Wassersäule aus
Der Wert der Wassersäule gibt an, ab welcher Masse das Zelt wasserdurchlässig wird. Bei einer Wassersäule von 2000 mm bedeutet das: Das Zelt hält dicht, wenn eine zwei Meter hohe Wassersäule auf dem Zelt steht. Laut DIN gelten Oberzelte ab 1500 mm als wasserdicht. Zeltböden hingegen ab 2000 mm.
Wir empfehlen eine Wassersäule von mindestens:
- 2000-3000 mm für das Obermaterial
- 3000 mm für Einsätze in milden Gefilden
- 5000 mm für Einsätze in feuchteren Gefilden
Für längere Touren empfiehlt es sich ein Imprägnier-Spray im Gepäck zu haben.
Hinweis: Im Labor wird der Test mit einem Gerät durchgeführt, das den Druck hinter einer Wasserschicht aufbaut und auf den Stoff drückt.
Materialien und Ihre Qualitätsmerkmale beim Zelt
Maßgebend für die Qualität ist das verarbeitete Material von Innen- & Außenzelt, sowie Zeltboden, deren Beschichtung und das Gestänge. Oft vernachlässigt werden die Heringe bzw. die Befestigung des Zeltes am Untergrund.
Materialien für Innenzelte
Im Zelt inneren sollte ein möglichst trockenes Klima herrschen. Dafür ist es wichtig, dass das Material des Innenzelts wasserdampf- und luftdurchlässig ist. Feuchtigkeit, die im Innenzelt entsteht, wird durch das atmungsaktive Innengewebe transportiert und kondensiert am Außenzelt. Viele halten ihr Zelt aufgrund des Kondenswassers als undicht - dem ist aber nicht so.
Für die Produktion des Innenzelts werden deshalb häufig Nylon (unbeschichtet) oder Rip-Stop-Nylon verwendet, die diese Eigenschaften besitzen. Sie sind zudem reiß- und scheuerfest. Da Baumwoll-Mischgewebe und Polyester schwerer sind, werden sie seltener verarbeitet.
Materialien für Außenzelte
Außenzelte müssen wasserfest, UV-beständig und reißfest sein. Für qualitativ hochwertige Außenzelte werden häufig Polyamid (Nylon) oder Polyester verwendet.
- Nylon: Bietet den Vorteil, dass es ein sehr leichtes Material mit hoher Reißfestigkeit und hoher Langlebigkeit ist. Um Nylon widerstandfähiger zu machen, wird Rip-Stop verwendet. Ein Verstärkungsfaden macht Rip-Stop-Nylon reißfester und widerstandsfähiger. Bei Nässe dehnen sich die Materialien allerdings stärker aus, sodass ein Nachspannen ggf. notwendig wird. Im Vergleich mit Polyester besitzt Nylon eine geringere UV Beständigkeit.
- Polyester: Ist äußerst reiß- und scheuerfest und quasi unverrottbar. Allerdings ist Polyester kein atmungsaktiver Stoff, dadurch kann sich das Zelt im Sommer schnell zu einer Sauna verwandeln.
- Baumwolle: Wird nur noch selten für die Herstellung von Außenzelten verwendet. Baumwolle muss nicht Beschichtet werden. Das Material ist zwar sehr atmungsaktiv und sorgt für ein angenehmes Klima, bringt aber ein stolzes Gewicht mit. Bei Regen saugt sich das Material mit Wasser auf und vervielfacht das Gewicht. Zudem ist es pflegeintensiv und kann schnell verrotten.
Zeltgestänge aus Aluminium oder Fiberglas?
- Fiberglas (Glasfaser): Ist günstig in der Herstellung und sehr leicht. Aufgrund des geringen Gewichts kommt es häufig bei Trekkingzelten zum Einsatz. Allerdings kann das Material zerbrechen. In solch einem Fall kommt es zu scharfen Bruchkannten, die sowohl das Zelt stark beschädigen als auch Menschen verletzen können.
- Aluminium: Sind außen komplett glatt, dadurch bleibt das Gestänge bei Aufbau nicht in Schlaufen hängen und gleitet besser in die Gestängekanäle - das spart Zeit und Nerven. Aluminium ist stabiler, leichter und steifer als Fiberglas. Für viele Einsatzbereiche sind Alumimnium-Gestänge europäischer Hersteller (7075 T6) absolut ausreichend. Je höher der T-Wert, desto flexibler und leichter ist das Gestänge. Das geringere Gewicht wird auf der Fahrradtour beim Gesamtgewicht wichtig.
Art der Beschichtung von Zelten
Durch eine Beschichtung des Materials wird die Reißfestigkeit und Wittterungsbeständigkeit erhöht. Die gängigsten Beschichtungen sind:
- PVC: Die günstigste und umweltschädlichste Beschichtung. Sie ist nicht zu empfehlen, da sie sich schnell vom zugrundeliegenden Gewebe löst und bei Kälte schnell brüchig wird. Zudem bieten sie einen schlechten UV-Schutz und nutzen sich schnell ab.
- Acryl: Günstige Form der Beschichtung. Acrylbeschichtungen findet man häufig im unteren Preissegment. Wie PVC, wird auch eine Acrylbeschichtung bei Kälte schnell brüchig und weisen eine geringe Wassersäule auf.
- Polyurethan (PU): PU-Beschichtungen machen das Material widerstandsfähig, UV-beständig und elastisch. Zelte im mittelpreisigen...
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