Zelt am Fahrrad befestigen: Der ultimative Guide für Radreisende

Zelten in der Natur ist ein besonderes Erlebnis. Radreisende, die zelten möchten, müssen genau planen, was alles in die Radtaschen passen soll. Zelt, Isomatte und Schlafsack nehmen viel Platz ein.

Verschiedene Zeltformen für die Radreise

Für die Radreise eignen sich verschiedenste Zeltformen. Ein kurzer Überblick. Die Form hängt maßgeblich vom Einsatzzweck ab. Ob Kuppel-, Geodät- oder Tunnelzelt - jede Form hat Vor- und Nachteile.

Kuppelzelte

Das Kuppelzelt, auch Iglu-Zelt genannt, steht von selbst, weil sich zwei Gestängebögen darin kreuzen. Es reichen wenige Heringe, um das Zelt zu befestigen. Daher eignet es sich auch für steinigen, harten Boden. Wer ein Kuppelzelt bei Regen aufbaut, muss sich allerdings sputen, das nicht alles schnell nass wird.

Geodätzelte

Eine Spezialform des Kuppelzeltes ist das Geodät, das auf mehr als zwei Gestängebögen basiert. Diese Variante ist extrem windstabil, weil sich die Stangen an mindestens zwei Stellen kreuzen, und es bietet mehr Platz als ein Standard-Kuppelzelt. Mehr Stangen bedeuten aber auch mehr Gewicht.

Tunnelzelte

Tunnelzelte bieten im Verhältnis zur Grundfläche den meisten Platz. Die zwei parallel laufenden Stangen machen das Zelt windtauglich, wenn es in Windrichtung aufgebaut wird. Dafür braucht es recht viele Heringe zum Abspannen. Das eingehängte Innenzelt erlaubt selbst im strömenden Regen ein einfaches Aufbauen, da das Tunnelzelt wie ein Akkordeon auseinandergezogen wird. Konstruktionsbedingt bildet sich in einem Tunnelzelt mehr Kondenswasser als in einem Kuppelzelt.

Die Wahl des richtigen Zeltes

Beim Zelt lautet die zentrale Frage also: Wofür brauche ich es und mit wie vielen Personen möchte ich es nutzen? Als Notunterkunft reicht ein kleines, sehr leichtes Zelt völlig aus. Verbringt man aber den gesamten Urlaub auf dem Rad und im Zelt, sollte es geräumig sein und eine angenehme Sitzhöhe bieten.

Ein knapp zwei Kilogramm wiegendes Leichtgewichtzelt für zwei Personen erfreut Radreisende am Berganstieg. Abends bietet es dagegen kaum Platz zum Sitzen.

Materialien und Gewicht

Das Gewicht eines Zeltes hängt auch von Material, Stangenqualität und Ausstattung ab. Zusätzliche Belüfter, Apsiden oder ein zweiter Eingang erhöhen die Last. Dafür lässt sich eine vergrößerte Apsis bequem als Küche, Gepäckverwahrung oder sogar Fahrradgarage nutzen. Alugestänge sind leichter und bruchsicherer als Fiberglasgestänge. Wenn letztere brechen, können sie das Zelt beschädigen. Für Marken-Gestänge gibt es eher Ersatzteile.

Beim hochwertigen Zelten hat man die Wahl meist zwischen silikonisiertem Nylon und Polyurethan-beschichtetem Polyester. Nylon ist grundsätzlich reißfester, jedoch nicht so UV-beständig. Die Silikonisierung des Nylons erhöht seine UV-Beständigkeit und macht es noch reißfester.

Ein Nachteil von silikonisierten Zelten besteht darin, dass kein Nahtband aufgeklebt werden kann, sodass die Nähte regelmäßig mit Nahtdichter nachbearbeitet werden müssen. Ansonsten sind sie sehr robust und leicht, aber in der Regel auch teurer. Es ist ratsam, beim Kauf vor allem die Herstellerangaben zur Wassersäule zu beachten.

Zubehör für das Zelt

Eine Zeltunterlage gehört als Bodenschutz unter jedes Zelt. Für verschiedene Böden gibt es verschiedene Heringe. Auch mit Kies oder Sand gefüllte Nylonbeutel oder zusätzliche Abspannleinen können helfen. Reparaturhülse, Nahtdichter und Reparatur-Tape für Notreparaturen sollten dabei sein.

Bei viel Platz vergrößern Sonnensegel (Tarp/Tentwing) den Aufenthaltsraum oder dienen als Fahrradgarage.

Befestigung des Zeltes am Fahrrad

Mit dem passenden Fahrradzubehör hat Ihre gesamte Campingausrüstung problemlos auf einem Fahrrad Platz. Wie also maximieren Sie den Platz auf Ihrem Fahrrad?

  • Gepäckträger: Schnallen Sie den Schlafsack oder das Zelt auf den Gepäckträger und befestigen Sie Packtaschen an den Seiten. Wenn Sie sowohl vorne als auch hinten am Fahrrad Gepäckträger montieren, können Sie vier Packtaschen transportieren und sowohl ein Zelt als auch einen Schlafsack befestigen.
  • Packtaschen: Packtaschen lassen sich seitlich am Gepäckträger befestigen. Sie können Ihr Fahrrad mit zwei großen Taschen hinten und vielleicht sogar zwei kleineren vorne ausstatten.
  • Lenkertaschen: Lenkertaschen lassen sich am Lenker befestigen. So haben Sie alles Wichtige immer schnell zur Hand.

Bikepacking-Zelte im Vergleich

Bikepacking bedeutet für viele Outdoorfans grenzenlose Freiheit. Doch um das Abenteuer auf dem Fahrrad optimal genießen zu können, bedarf es der richtigen Ausrüstung - ein platzsparendes Bikepacking-Zelt sollte dabei nicht fehlen.

Produkt Art Maße Packmaß Gewicht Personenanzahl Wasserdicht Besonderheiten
Night Cat Rucksack-Zelt Trekkingzelt 220 x 80 x 120 cm 30 x 14 cm 950 g 1 Ja Leicht, Tarp-Funktion
Alto TR2 Bikepacking-Zelt Bikepacking-Zelt, Kuppelzelt 215 x 165 x 108 cm 52 x 12 cm 1,34 kg 2 Ja Inkl. Befestigungsmaterial, Apsiden
Big Agnes Copper Spur HV UL1 Bikepacking-Zelt, Kuppelzelt 224 x 142 x 97 cm 34 x 15 cm > 1 kg 1 Ja Inkl. Lenkertasche, Tarp-Funktion, Apsis
MSR Hubba Hubba Bikepack 2 Bikepacking-Zelt, Kuppelzelt 280 x 213 x 107 cm 37 x 18 x 13 cm 1,7 kg 2 Ja Inkl. Lenkertasche, Staufächer
qeedo Light Spruce S Trekkingzelt, Tunnelzelt 237 x 160 x 92 cm 43 x 14 cm 1,9 kg 1 Ja Preiswert, Tarp-Funktion

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