Zipp Gravel Laufräder im Test: Innovation und Performance für jedes Terrain

Beim Rennrad ist aerodynamische Optimierung längst im Mainstream angekommen. Das typische Straßenrad verfügt heute über entsprechende Rahmenformen, und gesunkene Preise haben dafür gesorgt, dass Laufradsätze mit tiefen Carbonfelgen kein Profi-Privileg mehr sind. Und auch das Gravelbike hat sich mit dem Aero-Virus infiziert.

Der Gravel-Rennsport hat sich professionalisiert, und die Fahrer verlangen von ihren Ausstattern Material, das auf langen Strecken schneller macht. Race-Gravelbikes sehen ihren Straßen-Geschwistern daher inzwischen sehr ähnlich, und natürlich rollen auch sie auf aerodynamischen Laufrädern.

Warum Aerodynamik auch bei Gravelbikes wichtig ist

Neben dem Profil der Felgen ist auch deren Breite ausschlaggebend für gute Aerodynamik: optimal schneiden sich die Laufräder in den Fahrtwind, wenn die Felge ebenso breit ist wie der Reifen oder sogar minimal breiter. Allerdings sind Gravel-Radsätze bisher in Relation zum Reifen eher schmal: Die Maulweite liegt meist bei 25 mm, die äußere Breite bei 30 oder 32 mm.

Zipp 303 XPLR S im Detail

Frisch aus dem Karton sehen diese Laufräder ungewohnt aus, fast ein bisschen überzeichnet. Auf der Waage machen die wuchtigen Zipp dann eine gute Figur - 758 Gramm fürs Vorderrad und 866 Gramm fürs Hinterrad inklusive Felgenband (also 1.624 Gramm) sind gerade angesichts der materialintensiven Bauweise ziemlich wenig. Zum Vergleich: Die eng verwandten Zipp 303s wiegen gut 1.550 Gramm, dabei sind ihre Felgen 45 mm tief.

Die ungewohnte Optik ändert sich, sobald die Reifen montiert sind. Die von SRAM mitgelieferten Goodyear XPLR sind nominell 45 mm breit, auf der Felge allerdings nur gut 43 mm. Damit entsprechen die Größenverhältnisse von Reifen und Felge ziemlich genau einem Rennrad-Radsatz mit den heute üblichen 28-mm-Reifen.

Wobei man keine Wunder erwarten darf: Bei einem Tempo um 32 km/h spricht Zipp von 2 Watt weniger Leistung gegenüber einem nicht bekannten Mitbewerber; bei 40 km/h sind es immerhin schon 4 Watt. Das zeigt schon, dass sich der neue Radsatz eher an Rennfahrer wendet, die wirklich nach „Marginal gains“ suchen, um Leistung zu sparen.

Vorteile bei Vibrationen und Rollwiderstand

Etwas größere Vorteile in Sachen Leistung verspricht Zipp auf einem anderen Feld - dem von Vibrationen und Rollwiderstand. Das Erschütterung Leistung kostet, ist bekannt; ebenso, dass man mit niedrigem Reifendruck Vibrationen wie Rollwiderstand reduzieren kann.

Für 77 kg Fahrergewicht und ein 9-kg-Rad gibt der Zipp-Luftdruckrechner Werte von rund 1,9 bar fürs Vorderrad und 2 bar fürs Hinterrad an; es geht aber auch deutlich darunter. Selbst bei 1,6 bar sitzt der 45er Reifen sehr satt in der Felge und weicht in Schräglage nicht zur Seite aus.

Das eher feine Profil des Zipp/Goodyear Inter rollt gefühlt leicht ab und kommt auf Asphalt einem Straßenreifen nahe; im Gelände ist der Reifen bei niedrigem Druck ziemlich griffig und dank der ausgeprägten Schulterstollen auch auf matschigem Untergrund sehr verlässlich.

Sicherheit und Reifenmontage

Auch bei Schlauchlosreifen ist der Durchschlag ein Thema; hier kann es zu Seitenwandschäden kommen, wenn der Reifen von Fahrbahn und Felge in die Zange genommen wird. Zipp minimiert das Risiko durch eine gleich 4 mm breite (Hookless-) Felgenflanke, die oben nicht spitz zuläuft, sondern flächig ist. Damit soll der Druck, der im Ernstfall auf den Reifen einwirkt, weniger punktuell sondern eben flächig sein.

Die Reifenmontage geht beim neuen Zipp 303 XPLR S ziemlich einfach: Zwar muss man kurz mal einen Reifenheber ansetzen, dann aber kann man den Reifen ohne Kompressor befüllen. Auch die Demontage ist kein Problem.

Fahreindruck und Handling

Der Fahreindruck ist sehr angenehm: Das recht geringe Gesamtgewicht von Radsatz und Bereifung führt zu einem spielerischen Handling; bei höherem Tempo auch auf Asphalt meint man den aerodynamischen Vorteil der tiefen Felgen zu spüren. An windigen Tagen wirken sie außerdem sehr fahrstabil; seitlicher Wind erzeugt keinen merklichen Druck am Vorderrad.

Vor allem aber gefällt der sichere Sitz der Reifen, die sich kein bisschen schwammig anfühlen und keinerlei Kompromisse zwischen Traktion und Dämpfung auf der einen Seite und neutralem Fahrverhalten auf der anderen nötig machen.

Zipp baut den Radsatz wie das Straßen-Schwestermodell 303s auf dem 76/176-Nabensatz auf, der mit einem Drei-Klinken-Freilauf ausgestattet ist, dazu kommen jeweils 24 zweifach gekreuzte Flachspeichen.

Mit offiziell 1.200 Euro ist dieser Radsatz auch preislich auf dem Niveau des Zipp 303s; der ca. 150 Gramm leichtere 303 XPLR SW mit den für Zipp typischen „Dimples“ kostet glatt 600 Euro mehr.

Einschränkungen und Reifenkompatibilität

Dass der Radsatz auf breite Gravel-Reifen optimiert ist, hat nur einen kleinen Nachteil: Schmalere Pneus als 40er dürfen nicht verwendet werden; ohnehin ist die Liste der freigegebenen Reifen noch recht kurz. Bis auf den speziellen Goodyear und den Zipp Tangente sind bisher nur die diversen Gravel-Reifen von Schwalbe in 40 und 45 mm Breite zugelassen.

Dabei geht es vorwiegend um einen sicheren Halt des Reifens auf der hakenlosen Felge. Das Unternehmen aus dem Bergischen Land arbeitet schon länger mit Zipp zusammen; ob und wann die Konkurrenz nachzieht, wissen wir nicht.

Ein bereits länger genutzter Schwalbe G-One RS in 40 mm Breite lässt sich übrigens ebenso leicht auf der Zipp-Felge montieren wie der Goodyear - und überraschenderweise fällt er mit 42 mm fast ebenso breit aus.

Abgesehen von der eingeschränkten Reifenauswahl kann man den Zipp 303 XPLR S jedenfalls sehr empfehlen. Gerade Gravelbiker, die geringen Druck und 45er oder 50er Reifen bevorzugen, bekommen hier einen perfekt darauf abgestimmten Radsatz; wer schnell fährt, dürfte auch von der Aerodynamik profitieren, die mit keinerlei Nachteilen wie Seitenwindanfälligkeit einhergeht.

Zipp 303 Firecrest: Ein Allrounder für höchste Ansprüche

Viele Hersteller fokussieren ihre Innovationsarbeit nur noch auf Disc-Laufräder. Nicht aber Zipp, denn für 2018 wurde die komplette Palette der Carbon-Laufradsätze für Felgenbremsen geupdated und neben den Topmodellen der NSW-Serie wurden auch die Firecrest-Modelle komplett überarbeitet.

Im Zentrum der neuen Firecrest 303 drehen sich die Zipp 77/177 Naben, welche seidenweich laufen und durch jahrelange Erfahrungen im Einsatz bei den Frühjahrsklassikern auch extrem haltbar sind. Die Verbindung zu den in Indianopolis handgefertigten Felgen wird mit Sapim CX-Ray Speichen hergestellt.

Die 45mm hohen Felgen haben eine Innenweite von 17mm und sind vollgepackt mit den besten Technologien von Zipp: AeroBalance Felgenprofil, ABLC SawTooth Dimples und Showstopper Bremsfläche. Das Gesamtgewicht beträgt übrigens selbst gewogene 1518 Gramm, was für einen 45mm hohen Clincher-Laufradsatz durchaus konkurrenzfähig ist.

Das „AeroBalance“ - Felgenprofil soll laut Zipp zu einem sehr stabilen, schnellen Fahrverhalten ohne Windanfälligkeit führen und das kann ich bestätigen. Die Seitenwindanfälligkeit ist gleich Null und die Beschleunigung ist nahezu explosiv- man hat das Gefühl, dass die Felgen jedes Watt direkt auf die Straße übertragen. Der charakteristische Sound der Zipp-Felgen verstärkt das Feeling nochmals und es macht einfach Spaß mit diesen Laufrädern schnell zu fahren.

Dazu trägt auch die „ABLC SawTooth-Technologie“ bei - der Name für die „Dimples“, der Golfball-ähnlichen Oberfläche auf den Felgen. Diese wurden nochmals optimiert und helfen dabei, bereits bei niedrigen Geschwindigkeiten den Luftstrom gekonnt um die Felge zu führen und Luftverwirbelungen auf ein Minimum zu reduzieren.

Bremsleistung auf Alu-Niveau

Eins der meist diskutiertesten Themen rund um Carbonfelgen ist die Bremsperformance. Zipp hat hier eine Menge Entwicklungsarbeit geleistet, was in der einzigartigen „Showstopper-Technologie“ resultiert. Der Anspruch war hier nicht bloß eine Bremsleistung zu erzielen, die „für eine Carbonfelge sehr gut“ ist, sondern Bremsperformance auf allerhöchstem Niveau - ungeachtet des Werkstoffs.

Die Bremsfläche ist hier nicht aus gewöhnlichen Carbonfasern, sondern aus Silikon Carbid und erlaubt eine hervorragende, vorhersehbare Modulation der Bremse. Charakteristisch sind dabei die 317 Querrillen in Rotationsrichtung auf der Bremsflanke, die Nässe schnell abtransportieren und speziell auf die Interaktion mit den Zipp Tangente Platinum Pro EVO Bremsbelägen hin entwickelt wurden.

Zipp 303 XPLR SW und S: Die Unterschiede

Zeitgleich und passend zur neuen Sram Red XPLR-Gruppe hat die Sram-Tochter Zipp zwei neue Gravel-Laufradsätze vorgestellt: das Topmodell 303 XPLR SW und das technisch etwas abgespeckte, dafür 600 Euro günstigere Modell 303 XPLR S.

Das Motto bei der Entwicklung der neuen Zipp 303 XPLR SW lautete "Go Big". Erkennungszeichen der neuen Carbon-Laufradsätze: die auffällige Optik mit 54 mm hoher, extrem breiter, aerodynamisch-bauchiger Felge mit 32 mm Maulweite. Optimiert wurde das Felgenprofil für Reifen mit 40 bis 45 mm Breite, fettere Schlappen sollen kein Problem sein, 32 Millimeter ist die Mindestbreite.

Die bei den Zipp 303 XPLR SW fein genoppte, golfballähnlich strukturierte Oberfläche der Felge soll für optimale Windschlüpfigkeit sorgen. Zipp verspricht einen Aero-Vorteil von bis zu 10 Watt bei Renntempo im Vergleich zu nicht namentlich genannten Wettbewerbern.

Die Hookless-Felgen kommen mit extrabreiten Hörnern, die das Risiko von perforierten Reifenflanken bei Durchschlägen minimieren sollen. Extrem geringe Drücke von 1,5 bis 2,0 Bar sind damit problemlos zu realisieren, wie unsere ersten Praxistests gezeigt haben. Bei unruhigem Untergrund sorgt geringer Druck nicht nur für besseres Rollverhalten, sondern auch für mehr Komfort und verlässlichen Grip.

Dazu kommt das geringe Gewicht von 1496 Gramm pro Laufrad-Set (Modell SW, inkl. Ventilen und Felgenband). Freigegeben sind die 1800 Euro teuren und mit Srams XDR- oder Shimanos HG-kompatiblem Freilauf erhältlichen Laufräder bis 130 kg Systemgewicht und für Reifen von 40 bis 60 Millimeter Breite. Maximaler Luftdruck: 3,45 Bar.

Zum Topmodell Zipp 303 XPLR SW gibt es mit dem Zipp 303 XPLR S eine günstigere Alternative. Der Satz kostet 1200 Euro und wiegt laut Sram 114 Gramm mehr (Satzgewicht: 1610 Gramm). Dafür kommt das S-Modell mit etwas günstigerer Carbon-Felge, die ohne Aero-Noppen auskommen muss, und einfacherer Nabe. Die Abmessungen sind identisch zum SW-Satz.

Zipp 303 S Series: Vielseitigkeit für moderne Rennräder

Der Zipp 303 S Series Tubeless-Scheibenbrems-Laufradsatz soll auf den Erfahrungen mit den Frühjahrsklassikern auf anspruchsvollen Kopfsteinpflaster- und Schotterstraßen aufbauen. Die Felgenhöhe beträgt die für unterschiedliche Gelände und Situationen allround-tauglichen 45 Millimeter.

Das 303 S soll ein vollständig neu eintwickeltes Felgenprofil und -Design bieten. Dieser Laufradsatz ist für den Einsatz mit Tubeless-Systemen entwickelt. Das 303 S ist laut Zipp mit einem Gewicht von 1540 Gramm einer der leichtesten Laufradsätze des Herstellers.

Die Felgenhöhe von 45 Millimetern entspricht der des Vorgängermodells 302. Aber die Felgenbreite ist mit 27 Millimetern um zwei Millimeter erweitert. Und die Innen-Breite des Felgenbettes ist mit 23 Millimeter sogar um sieben Millimeter breiter. Die besonders breite Felge soll die Reifenform breiterer Reifenmodelle optimieren, um einen niedrigeren Reifendruck zu ermöglichen. Das hilft, den Rollwiderstand zu reduzieren.

In den Zipp-Laufrädern 303 S sollten laut Zipp nur Tubeless- oder Tubeless-Ready-Reifen verwendet werden. Diese können laut Zipp zwar mit Schläuchen gefahren, aber die verwendeten Reifen benötigen den steiferen, tubeless-spezifischen Wulst. Die Mindestbreite für Reifen zum Einsatz mit den 303-S-Laufrädern beträgt laut Zipp 25 Millimeter. Das maximale zulässige Fahrergewicht beträgt 115 Kilogramm, der maximale Reifendruck liegt bei fünf Bar.

Zipp 454 NSW: High-End Laufräder im Test

Die 454 NSW sind einzigartig und das lässt sich Zipp auch bezahlen. Mit 3.797 € für das Set liegt der Preis in unserem teuren Testfeld knapp über dem Durchschnitt. Mit 23,5 mm Maulweite und 27,8 mm Felgenbreite ist das Verhältnis der Felge nicht ganz ausgeglichen, vor allem wenn man bedenkt, dass das Laufrad extra für breite Reifen optimiert wurde.

Mit dem Sawtooth genannten variierenden Profil zwischen 53 und 58 mm Felgentiefe soll zudem der beste Kompromiss aus Aerodynamik und minimaler Anfälligkeit für Seitenwind gewährt werden. Auffällig ist aber, dass Zipp als einziger Hersteller im Test noch auf J-Bend-Speichen setzt.

Das 454 NSW ist ein äußerst steifes und schnelles Laufrad. Vor allem in Sprints und schnellen Antritten gehen die Räder extrem gut nach vorn und halten die Geschwindigkeit. Und davon profitiert auch das Handling in Kurven, denn durch die steife Bauweise sind die Räder sehr präzise und lassen sich auf den Millimeter genau steuern. Das bewirkt allerdings auch eine holprige und wenig smoothe Fahrweise. Vibrationen werden nicht herausgefiltert und Schläge werden praktisch ungefiltert weitergegeben.

Betrachtet man die Laufräder und die gehypte Technik, erwartet man viel - wie sonst lassen sich der hohe Preis und die spezielle Optik rechtfertigen? Doch dort zeigen sich durch alle Messwinkel hinweg unterdurchschnittliche Werte und so landen die Zipp 454 NSW mit einem durchschnittlichen Watt-Wert von 96,2 auf dem neunten Platz.

Weitere Gravel Laufrad Optionen

Neben Zipp gibt es auch andere Hersteller, die hochwertige Gravel-Laufräder anbieten. Hier eine kleine Auswahl:

  • DT Swiss GR1600 Spline: Eine tolle Option für Fahrer, die viel auf rauen und technischen Trails unterwegs sind.
  • ROSE GC-Forty Disc Carbon Gravel Laufradsatz: Bietet eine unschlagbare Kombination aus Rennleistung und Komfort.
  • Hope: Bietet hochgradig anpassbare Gravel-Laufradsätze aus Aluminium.
  • Stayer: Anpassbare Laufräder des Londoner Laufradherstellers, ideal für Reifen mit einer Breite von 28-50 mm.
  • ENVE G-Serie: Sorgte für großes Aufsehen mit superleichten Carbonfelgen.
  • HED Ardennes SL Plus und Eroica: Bietet superleichte Gravel-Laufradsätze, wobei die Eroica mit unglaublichen 1.340 g punktet.

Zipp 303 SW: Innovation mit integrierter Druckmessung

Zipp erweitert die Produktpalette und stellt neben neuen Naben und Goodyear-Reifen zwei Laufräder mit integriertem Drucksensor vor. Wir waren beim Launch in den USA und hatten die neuen Zipp 303 SW im Test.

Denn damit sich der Sensor in die Felge stecken lässt, muss ein Loch in die Carbonstruktur geschaffen und die Felge entsprechend verstärkt werden. Dazu bringt der einseitige Sensor Unwucht ans Rad, das heißt, es braucht ein Gegengewicht auf der gegenüberliegenden Seite. Neben der Integration bleibt die Felge zum Großteil unverändert, denn mit 25 mm Maulweite, 40 mm Tiefe und 30 mm Breite sind die hookless Zipp 303 SW noch top aktuell. Und gerade bei diesen Bedingungen kann der Sensor glänzen.

So hat man den aktuellen Druck immer im Blickfeld und wird über einen möglichen Druckverlust informiert. Das stärkt beim drucksensiblen Hookless-Setup die Sicherheit. Gleichzeitig kann es auch zur Optimierung und dem Finden des idealen Luftdrucks genutzt werden.

Wir hatten die Zipp 303 SW-Laufräder im Test, dazu die passenden Goodyear Vector R Z30 SW-Reifen in 30 mm Breite, und direkt fällt auf: Die Räder bleiben den Allroad-Wurzeln treu. Mit hohem Komfort und äußerst ruhigen Abrollverhalten rollen sie auch auf schlechtem Asphalt und Gravel effizient. Dazu passt auch das gute Handling: Ausgeglichen, aber dennoch präzise, lassen sich die Zipp 303 SW einfach steuern und verzeihen kleine Fahrfehler.

Zipp 302: Der günstige Einstieg in die Carbon Laufradwelt

Mitte dieses Jahres hat Zipp seinen neuen Laufradsatz Zipp 302 vorgestellt. Es handelt sich hierbei um einen 1645 g schweren Carbonlaufradsatz für Drahtreifen. Mit einem Verkaufspreis von 1299 € stellt der 302 den Einstieg ins Zipp Sortiment dar.

Was mir direkt bei der Montage aufgefallen ist, ist die Innenbreite der Felge von 16,25 mm und ein Außenmaß von 26,5 mm. Immer breitere Reifen setzen sich aufgrund der guten Laufeigenschaften und des gesteigerten Komforts am Markt durch. Zipp treibt diese - aus meiner Sicht positive - Entwicklung maßgeblich voran und hat daher auch für den 302 eine breitere Felge konstruiert.

Ich spürte sofort, dass ich mit keinem 0815-Laufradsatz unterwegs bin. Das Fahrverhalten ist direkt und auch das Beschleunigen nach Kurven macht einfach Spaß. Auch die aerodynamischen Vorteile konnte ich bei schneller Fahrt feststellen. Der Zipp 302 generiert einen super Vortrieb.

Auch hier kann ich nur Positives berichten. Im Trockenen sowie im Nassen sind die Bremsen gut dosierbar. Bei den Bremsgummis habe ich mich für die SwissStop FlashPro Carbon entschieden. Hiermit habe ich in den letzten Jahren immer gute Erfahrungen gemacht.

Auf einer 900 Meter langen Kopfsteinpflasterrunde konnte ich den Laufradsatz bei strömendem Regen zum ersten Mal so richtig auf die Probe stellen. Hier bestätigten sich voll und ganz die Fahreindrücke der ersten Ausfahrten. Steif, agil und gutes Bremsverhalten. Am Ende konnte ich als Erster über die Ziellinie fahren - sicher auch dank des 302.

Vergleich ausgewählter Zipp Gravel Laufräder

Modell Gewicht (Satz) Felgenhöhe Maulweite Preis (ca.)
Zipp 303 XPLR SW 1496 g 54 mm 32 mm 1800 €
Zipp 303 XPLR S 1610 g 54 mm 32 mm 1200 €
Zipp 303 S Series 1540 g 45 mm 23 mm (innen) / 27 mm (außen) N/A
Zipp 302 1645 g 45 mm 16,25 mm (innen) / 26,5 mm (außen) 1299 €

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