Die zuverlässigsten Motorräder aller Zeiten: Ein umfassender Test

Stellen Sie sich vor, Sie möchten sich ein neues Motorrad anschaffen oder sind gerade erst in die Welt des Motorradfahrens eingestiegen und suchen ein zuverlässiges Modell, das Ihnen möglichst wenig Probleme bereitet. Bei der großen Auswahl stellt sich natürlich die Frage: Welche Marke und welches Modell sind am zuverlässigsten und wo kann man sich relativ sicher sein?

In diesem Artikel präsentieren wir Ihnen die Top-Motorräder, die sich durch ihre Zuverlässigkeit auszeichnen. Dabei stützen wir uns auf Tests, Entwicklungen und die Erfahrungen von Motorradfahrern.

Die Top-10 der zuverlässigsten Motorradmarken

Von allen Motorradmarken gelten die japanischen als die zuverlässigsten, da dort die Technologie viel weiterentwickelt ist als in anderen Ländern. So kommt folgende Top-10 zustande:

  1. Honda
  2. Yamaha
  3. Suzuki
  4. Kawasaki
  5. BMW
  6. Harley-Davidson
  7. KTM
  8. Triumph
  9. Ducati
  10. Aprilia

Vor einigen Jahren stand Yamaha noch auf Platz 1 der Liste der zuverlässigsten Motorradmarken. Die Plätze 1 bis 3 tauschen untereinander öfters mal. Honda hat sich im Test öfters als beste herausgestellt und auch Motorradfahrer sind von Honda begeistert. Deshalb steht diese japanische Maschine jetzt auch auf Platz 1. Harley-Davidson Besitzer fahren meist ruhiger, weshalb sie länger durchhalten können. Bei den Motorrädern, die auf den Plätzen 7 bis 10 stehen, läuft die Entwicklung einfach etwas hinterher. Die Entwicklung der Motorräder, die auf den Plätzen 7 bis 10 stehen, ist einfach etwas zurückgeblieben.

Honda hat immer bekannt gestanden als eine sehr zuverlässige Motorradmarke.

Nutzung und Wartung eines Motorrads

Nicht nur die Technik sagt etwas über die Verlässlichkeit eines Motorrads aus. Natürlich hängt dies auch von der Verwendung und der regelmäßigen Wartung ab. Steht Ihr Motorrad zum Beispiel bei Wind und Wetter draußen? Dann müssen Sie schneller mit Mängeln rechnen, als wenn Ihr Motorrad immer in der Garage steht. Basteln Sie selber ab und zu (gelegentlich) an ihrem Motorrad rum oder überlassen Sie das einem erfahrenen Mechaniker? Es kann manchmal einen Unterschied machen. Darüber hinaus ist es auch eine Frage von Pech, wenn zufällig dann doch irgendetwas mit Ihrem superzuverlässigen Motorrad ist. Oder Sie haben gerade Glück mit einem sehr unzuverlässigen Motorrad.

Für was Sie sich auch entschieden, suchen Sie sich ein Motorrad aus, das zu Ihnen passt. Ist Ihr Motorrad nicht mehr so zuverlässig und möchten Sie eigentlich lieber etwas anderes? Registrieren Sie Ihr Motorrad dann hier bei uns kostenlos und unverbindlich und wir helfen Ihnen einen geeigneten Käufer zu finden. Vergessen Sie nicht mögliche Mängel anzugeben, damit Sie ein adäquates Angebot für Ihr Motorrad erhalten.

Die große Umfrage: Die besten Motorräder aller Zeiten

Aus einer Liste von 50 Exemplaren konnten die Leser ihren persönlichen Favoriten bestimmen. Die Topseller verschiedener Hersteller, seit Jahren an der Spitze der Zulassungsstatistik, sowie ungewöhnliche und außergewöhnliche Motorräder. Die Crème de la Crème, die Essenz, wenn der Motorradliebhaber auf die Jahre zurückblickt und mit der Zahl 50 im Kopf eine Auswahl treffen müßte.

Durch den Serverumzug ist leider auch die Umfrage verloren gegangen. Ob wir nochmal so eine Aktion starten wird sich zeigen. Aktuell ist diese Funktion deaktiviert. Danke an alle, welche mitgemacht haben. Zumindest einen eindeutigen Sieger konnte wir bestimmen.

Die Gewinner der Umfrage

  1. Honda CX 500, die Güllepumpe hat haushoch gewonnen.
  2. Honda CB 750 - Der erste Vierzylinder für die breite Masse an Motorradfans. Haltbar, stark und preislich attraktiv.
  3. Honda VFR 750F - Der Tourensportler mit dem „unkaputtbar“ Ruf - bis heute.

Weitere bemerkenswerte Modelle

  • Brough Superior SS 100 - Berühmt gemacht nach dem ersten Weltkrieg durch Lawrence von Arabien, brachte der kräftige JAP-Twin eben jenem auch den Tod.
  • Ducati 750 Supersport - Vor kurzen feierte das Design der 750 Supersport seine Wiederauferstehung.
  • BMW K 100 RS - Der „fliegende Ziegelstein“ verband überschaubare Technik mit praxisgerechter Ausstattung und Komfort.
  • Moto Guzzi Le Mans I - Das Bild des längs eingebauten V2 prägt noch heute jede Moto Guzzi.
  • MV Agusta F4 - Kaum ein Motorrad hat so einen hohen Wiedererkennungswert wie die Schöpfung von Massimo Tamburini. Und kaum eines hat dermaßen feuchte Hände ausgelöst.
  • Honda VFR 750 R (RC30) - Das mit der VFR 750 F eingeführte V4 Prinzip wurde 1988 erfolgreich auf die RC30 übertragen. Edelste Verarbeitung, ein eigenständiges Design und viele Erfolge adelten die VFR 750 R bis heute.
  • Suzuki Katana 1100 - Ein Design was 1981 die Motorradwelt schockte oder begeisterte. Oder sogar beides.
  • Harley-Davidson Sportster - Seit 1957 gibt es die Sporti fast unverändert im klassischen Look bei Harley-Davidson.
  • BMW R 80 GS - Bis heute extrem erfolgreich hat die R 80 GS die GS-Linie bis heute geprägt. Kardan, ein Boxer, Tourentauglichkeit und einsetzbar auf Straße oder im Gelände.
  • DKW RT 125 - Die „Reichs-Type“ machte ab 1939 ein Volk mobil. Simple Technik, haltbar und pflegeleicht.
  • Laverda 750 SFC - Orange, sportlich, minimalistisch.
  • Honda NR 750 - Offene Münder 1989 auf der Tokyo Motor Show. Honda hat es allen gezeigt und den Ovalkolbenmotor zum Laufen bekommen. Drumherum nur edelste Bauteile. Und ein Preis von 100.000 Mark.
  • Kawasaki GPZ 900 R - Ein Design was vielen nicht sportlich genug war, anderen wieder zu gewagt. Doch die 100 PS starke GPZ 900 R setzte einen starken Motor in einen starken Rahmen.
  • Ducati M 900 Monster - Ohne die Monster wäre Ducati nicht an dem Punkt, wo das Unternehmen heute angekommen ist.
  • Honda CBR Fireblade - 1992 wurde die „Blade“ präsentiert und Sie steht bis heute für zuverlässige Technik bei der Kontrolle als oberster Punkt im Lastenheft steht. Dazu ist sie stark und zuverlässig.
  • Yamaha GTS 1000 - Das erste alternative Fahrwerkskonzept aus Japan war seiner Zeit voraus.
  • Honda CBF 600 - Die CBF 600 ABS hat es allen gezeigt und sich zum absoluten Topseller für Honda gemausert. Günstig, zuverlässig, ABS.
  • Yamaha RD 350 - Hoher Verbrauch, 49 PS und ein Handling fast wie beim Fahrrad.
  • Yamaha VMAX - Ein Schockerdesign und unglaublich viel Leistung.
  • Suzuki GSX-R 750 - In der 3/4 Liter Klasse schickte Suzuki 1985 einen radikalen Supersportler in das Rennen um die Käufergunst. Mit dem Rahmen aus Leichtmetallprofilen und ihren 100 PS starken Motor war die GSX-R einen Schritt weiter als die Konkurrenz.
  • Buell S1 - 1997 wurde die S1 präsentiert, ein kerniger Roadster den die Kundschaft von Harley/Buell wohl am wenigsten erwartet hätte.
  • Bimota Tesi 1D - Die Testi 1D besaß neben ihrer gelungenen Optik auch den Mut zu neuen Fahrwerkskonzepten.
  • Moto Guzzi V7 - Mit der V7 begann die Erfolgsgeschichte von Moto Guzzi in den 70er Jahren. Das Konzept besteht bis heute, ebenso in überarbeiteter Form der Motor.
  • KTM LC4 - Mit der LC4 startete der kommerzielle Erfolg von KTM.
  • Honda Goldwing - Anfangs noch recht schlank, wurde aus der Goldwing ein Fulldresser mit überragenden Fahrkomfort.
  • Yamaha XT 500 - Einfach, robust und günstig.
  • Kawasaki ZZ-R 1100 - Ram Air sagt heute fast jedem etwas. Die ZZ-R 1100 machte 1990 den Anfang.
  • Suzuki GSX 1300 R Hayabusa - Ein Mythos schon heute. Kaum ein anderes Motorrad der Neuzeit wurde so oft diskutiert wie die Hayabusa. Als erstes Serienmotorrad katpultierte sie den Fahrer über die 300 km/h Grenze.
  • BMW R 1200 GS - Konnte man die GS besser machen? Ja!
  • Voxan Café Racer - Gelungenes Aussehen und ein schön bollernder Motor.
  • Yamaha YZF-R1 - Sie kam, wurde gesehen und siegte. Die R1 war Yamaha’s Antwort auf Fireblade & Co.
  • Suzuki RG 500 Gamma - Grand Prix Feeling pur bot die 1987 vorgestellte Gamma.
  • Suzuki RGV 250 - Weniger aufwändig in der Technik, aber mit toller Optik und dem kräftigen Zweizylinder fand die RGV 250 viele Fans.
  • Honda CX 500 - 1978 präsentiert, hatte die CX 500 schnell den Spitznamen „Güllepumpe“ weg.
  • MZ ETZ 250 - Der Einheitstyp Zschopau war ein simpel konstruiertes Motorrad und ließ sich ebenso einfach warten und reparieren.
  • Kawasaki ZX-6R - Die kleine Ninja begeisterte durch die gelungene Optik und den biestigen Klang ihres Vierzylinders.
  • Honda CBR 600 F - Immer ein bisschen braver als die Konkurrenz, aber überall voll mit dabei.
  • Suzuki SV 650 - Viel Fahrspaß für faires Geld.
  • Yamaha SR 500 - Schlank und adrett wurde aus der Klassiker Kopie über die Jahre selbst ein Klassiker.
  • Kawasaki W 650 - Was für ein Motor! 1998 wurde die W 650 präsentiert und brachte die Optik von gestern mit der Technik von heute in die Verkaufsräume.
  • Aprilia Mille - Angetrieben von einem Rotax Motor aus Österreich, war die Mille der Gegenpart zur Ducati.
  • Triumph Speed Triple - Als die Speed Triple ihr markantes Gesicht mit den zwei Scheinwerfern und der Einarmschwinge bekam, war ihr der Erfolg sicher. Toller Dreizylindersound und böse Optik ab Serie, der erste Serien Streetfighter.

Top 5: Zuverlässige Motorräder unter 2000€

Du bist auf der Suche nach einem neuen Motorrad? Im 1000PS Marktplatz und in der 1000PS Marktplatz App finden sich tausende Angebote. Doch wie das richtige Modell finden?

  1. Suzuki SV 650: Die SV 650 ist auch nach heutigen Standards noch ein richtig geiler Brenner. Der V2 mit 645ccm hängt sauber am Gas und drückt mit sattem Sound gewaltig aus den Kurven. Man bekommt mit der SV 650 ein rassiger aber alltagstaugliches Sportmotorrad mit japanischer Qualität, sprich sie springt jeden Morgen selbst bei eisiger Kälte an.
  2. Yamaha FZS 600 Fazer: Ihr Einsatzbereich reicht vom Pendeln zur Arbeit, bis zur Tour aufs Stilfser Joch und alles dazwischen. Sowohl Einsteiger als auch erfahrene Motorradfahrer haben ihren Spaß mit dem seidig weichen Vierzylinder und dem spielerisch einfachen Handling.
  3. Honda CBR 600 F: Selbst mit 100.000 Kilometer auf der Uhr funktionieren gut gepflegte Exemplare einwandfrei und schauen auch richtig gut aus. Damals wie heute ist die CBR 600 F der perfekte Sport-Allrounder.
  4. Kawasaki ZR-7/ZR-7S: Zu Unrecht, denn das Aggregat der Kawa ist schlichtweg unzerstörbar. Mit 76 PS sind die vier Zylinder keinesfalls überfordert, die Beanspruchung ist folglich gering.
  5. Suzuki XF 650 Freewind: Hält man den regelmäßigen Service ein, ist der Motor praktisch unzerstörbar Langzeitqualität ist garantiert! Dazu kommt die ausgewachsene Ergonomie, die selbst 190cm großen Fahrern eine bequeme Sitzposition und hervorragenden Windschutz bietet.

Die Top 5 Listen der 1000PS Crew

Die 1000PS Crew fährt seit 15 Jahren sämtliche neuen Motorräder aller Kategorie und Leistungsklassen. Die Erfahrungen geben wir gerne in unseren Tests und Videos weiter. Um unseren Userinnen und Usern bei der Suche nach einem neuen Motorrad oder einen neuen Roller einen einfachen Überblick geben zu können, bieten wir seit 2017 die Top 5 Listen der 1000PS Crew an. Diese Top 5 Listen erstellen wir für die wichtigsten Anforderungen und beinhalten aktuelle Neue- und gebrauchte Motorräder und Roller. Die Listen haben keinen absolutistischen Anspruch und sind auch nicht vollständig. Aber sie bieten in jedem Fall eine großartige Unterstützung bei dem Beginn einer Suche nach einem neuen Bike.

Die ersten Serien-Motorräder

Krafträder, so die offizielle Bezeichnung für Motorräder, wurden erstmal vor rund 130 Jahren in Serienproduktion hergestellt. Als erstes mit einem Otto-Motor angetriebenes Serien-Motorrad gilt die Hildebrand und Wolfmüller, deren Produktion 1894 startete.

Motorradtypen im Überblick

Motorräder sind heute aus dem Straßenbild nicht mehr wegzudenken. Allein in Deutschland sind rund viereinhalb Millionen dauerhaft zugelassen. In vielen Fällen dienen sie nicht nur als Transportmittel, sondern sind Ausdruck eines Lebensgefühls. Dazu kommt eine große Typenvielfalt bei Motorrädern für unterschiedlichste Einsatzmöglichkeiten, Fahrstile und Vorlieben. Doch was verbirgt sich eigentlich hinter Begriffen wie Café Racer, Naked Bike oder Enduro? Die gängigsten Typen wollen wir Ihnen kurz vorstellen, wobei das in der Praxis bei vielen Maschinen nie ganz eindeutig abgrenzbar ist.

Die Allrounder

Der Name ist Programm: Allrounder sind ideale Motorräder für den Alltag. Fahrspaß wird bei ihnen kombiniert mit Zuverlässigkeit und Sicherheit. Sie eignen sich für die Stadt ebenso wie für Überland-Fahrten. In Handling, Fahr- und Bremsverhalten sind sie ausgewogen konstruiert und gut beherrschbar. Die Motoren sind robust, die Fahrwerke nehmen es auch mit kurvigen Landstraßen oder Serpentinen auf. Grundsätzlich sind es Straßenmaschinen, kommen aber auch auf festen Feldwegen noch klar. Richtiges Quer-Feld-Ein-Terrain, schlammiges oder gar bergiges Gelände abseits von Straßen ist indes nicht ihr Ding. Die Sitzposition ist bequem, bietet gute Übersicht und Zugriff. Sie haben häufig einen Sozius-Sitz und manche auch ein Mindestmaß an schützender Verkleidung.

Die Naked Bikes

Egal ob im Einzelfall das Design modern oder im beliebten Retro-Look ausfällt: Bei den Naked Bikes gibt es nichts außer dem absolut notwendigen, was ein Motorrad braucht: Zwei Räder, Motor, Fahrgestell, Sitzbank, Lenker und Cockpit. Keine Verkleidung, kein Windschutz, keine Gepäckbefestigung, keine sonstigen Anbauten oder Verschönerungen. Sie haben trotz modernster Technik das Flair des Ursprünglichen. Und das nicht zu Unrecht: Der Boom verkleideter Motorräder und damit der Grund für den Begriff „Naked Bike“ begann erst in den 1980er Jahren, vorher waren Motorräder grundsätzlich „nackt“. In Sachen Fahrverhalten ähneln sie ansonsten den Allroundern. Sie sind alltagstauglich. Aufgrund ihrer puristischen Ausstattung allerdings eben nicht wirklich für längere Touren geeignet. Für die Spritztour am Wochenende tut’s zur Not aber auch ein Motorradrucksack.

Die Café Racer

Heute würde man sie hip, getunt oder frisiert nennen. Im England der 1960er-Jahre bauten junge Biker ihre Serienmaschinen um: Ein bisschen tiefer gelegt. Ein bisschen am Lenker geschraubt oder zu Stummeln gemacht, um in eine tiefere Rennsitz-Position zu kommen. Und dann „testeten“ sie die Maschinen, was bei der heutigen Verkehrsdichte undenkbar wäre: In Rennen von Café zu Café. Heutzutage ist der Begriff Café Racer eher zum Marketing-Begriff mutiert. Schließlich bauen Motorradhersteller Modelle und Serien, die sie von vornherein als Café Racer bezeichnen. Technisch unterscheiden sie sich kaum von den Naked Bikes. Für lange Touren sind sie, schon wegen ihrer unkomfortablen Sitzposition, wenig geeignet.

Die Tourer

Tourer sind die Limousinen unter den Motorrädern und nicht selten kosten sie auch so viel wie manche PKW der Kompakt- oder Mittelklasse. Tourer sind kraftvolle, schwere Maschinen, bei denen nicht die Höchstgeschwindigkeit oder das Fetzen durch Kurvenpassagen im Vordergrund steht. Bei ihnen geht es um das Reisen auf Langstrecken und einen hohen Komfort. Möglichst mit Entertainment-Systemen an Bord, beheizbaren Sitzen und Griffen, einem bequemen Soziusplatz für das Reisen zu zweit und komplexen Gepäckträgersystemen. Sie sind indes auch sehr schwer und entsprechend träge. Die Höhe und Breite der Sitzpolster kann Menschen mit kürzeren Beinlängen vor Probleme stellen.

Die besten Supersportler aus den MOTORRAD-Tests

Knapp 50 Modelle aus dem Segment der Supersportler haben sich in den vergangenen elf Jahren unseren Tests, Top-Tests und Vergleichstests stellen müssen. Wir haben die 20 am besten bewerteten Bikes aus der Bestenliste herausgesucht.

Supersportler stehen für großen technischen Fortschritt und werden von den Herstellern mit allerlei feinsten Bauteilen, Assistenzsystemen und leistungsstarken Motoren ausgestattet. Schließlich sind Supersportler mitunter für den Einsatz auf der Rennstrecke vorgesehen. Zudem orientieren sich die Hersteller bei der Entwicklung der Serienmodelle an den Bikes, die in den großen Motorsport-Rennserien an den Start gehen.

In den von MOTORRAD durchgeführten Tests können die Kandidaten insgesamt 1.000 Punkte erreichen. Dabei werden Punkte in den folgenden fünf Kategorien vergeben:

  • Motor (250 Punkte)
  • Fahrwerk (250 Punkte)
  • Alltag (250 Punkte)
  • Sicherheit (150 Punkte)
  • Kosten (100 Punkte)

Zudem wird eine Preis-Leistungs-Note vergeben um das Testergebnis besser einordnen zu können.

Das Ranking der besten Supersportler

Platzierung Motorrad Modelljahr
1 BMW S 1000 RR 2017
2 BMW HP4 2012
3 Honda CBR 1000 RR Fireblade 2017
4 Suzuki GSX-R 1000 R 2017
5 Honda CBR 1000 RR Fireblade SP 2017
6 Suzuki GSX-R 1000 2017
7 Ducati Panigale V4 S 2018
8 BMW S 1000 RR 2012
9 Yamaha YZF-R1M 2017
10 Suzuki GSX-R 1000 2015
11 Honda CBR 1000 RR Fireblade 2012
12 Kawasaki Ninja ZX-10 RR 2017
13 Yamaha YZF-R1 2017
14 Aprilia RSV4 RF 2017
15 Ducati 1299 Panigale S 2015
16 Triumph Daytona 675 2013
17 Kawasaki Ninja ZX-10R 2017
18 Kawasaki Ninja ZX-10R 2015
19 Aprilia RSV4 RR 2017
20 Kawasaki ZX-6R 636 2013

Allround Motorräder Kaufberatung

Fahrspaß in fast allen Lebenslagen - diese so unterschiedlichen Motorräder haben eine Gemeinsamkeit. Sie sind für viele Einsatzwecke geeignet.

  1. Triumph Speed Triple 1200: der Strassenrenner. Grandioser Dreizylinder, fantastische Fahrleistungen, herrlicher Sound. Die Speed Triple 1200 gibt es als nackte RS und als RR im modernen Café-Racer-Style. Klares Ziel: Erster an jeder Ampel und Schnellster in den Kurven. Gemächlich kann die "Speedy" aber auch. Das Elektronikpaket ist state-of-the-art (u. a. optimiertes Kurven-ABS, abschaltbare Kurven-Traktionskontrolle).
  2. Honda CB 650 R: die Alltagsheldin. Markant, minimalistisch, zeitlos. Mit seiner Neo-Sports-Café-Familie ist Honda ein großer Wurf gelungen. Vier Hubraumgrößen gibt es, bester Kompromiss: die Mittel- klasse. Die 650 zählt zu den meistverkauften Bikes in Deutschland. Perfekt verarbeitet, anspruchslos, zuverlässig - und sauschön.
  3. Benelli Leoncino 500: der Chinakracher. Roadster-Charme trifft Retro-Style. Leoncino heißt "kleiner Löwe" auf Italienisch. Gitterrohrrahmen, kompakte Maße, robuste Erscheinung. Benellis Design stammt nach wie vor aus Italien, die Bikes kommen aber aus China.
  4. Yamaha MT-07: der Jungbrunnen. CP2 - dieses Kürzel steht für die Allzweckwaffe von Yamaha, den "Crossplane"-Motor mit aktuell 73 PS. Der Zweizylinder hängt kernig am Gas, entwickelt früh Drehmoment und verzichtet auf aufwendige Elektronik. Keine Fahrmodi, nur ABS, fertig. Großer Spaß!
  5. Kawasaki Z900: die ewige Nummer zwei. Gäbe es die große BMW GS nicht, wäre die Z900 Deutschlands meistverkauftes Motorrad. Kawas Allroundrenner performed fulminant, beherrscht Kurz- und Langstrecke und hat moderne Elek- tronik an Bord. Das "Sugomi"-Design polarisiert, kommt aber an.

Legendäre Motorräder der Geschichte

Die legendäre Honda CB 750 Four 1969 wird von vielen als das erste Superbike der Geschichte und als eine der wichtigsten Maschinen in der Geschichte des Motorrads bezeichnet. Es war das erste serienmäßig hergestellte Motorrad mit Scheibenbremsen und einer Höchstgeschwindigkeit von über 200 km/h, was für die damalige Zeit ein echter Rekord war.

Mit einem völlig anderen Konzept brachte Kawasaki Ende der 60er Jahre seine Kawasaki H1 500 Mach III auf den Markt, eine 174 kg schwere Maschine (trocken), die von einem Zweitaktmotor mit drei Zylindern und 500 ccm Hubraum angetrieben wurde und offiziell 60 PS bei 7.500 Runden erreichte.

Auch wenn die CB 750 in den 1970er Jahren noch immer stark im Kommen war, war die Ducati SS 900 vielleicht die Maschine, die dieses Jahrzehnt kennzeichnete. Sie war eines der beliebtesten Motorräder in Borgo Panigale und wurde von vielen als die Lebensader des Unternehmens betrachtet.

Die Honda CBX 1000 bot mehr als 100 PS bei 9.000 Umdrehungen pro Minute (85 PS am Hinterrad) und obwohl sie nicht als Sportmaschine konzipiert war und im fahrbereiten Zustand rund 270 kg wog (247 kg trocken), machte das Fahren dank eines superlinearen Motors, der wie ein Tier bis über 210 km/h schob, mit Sicherheit viel Spaß.

Was Motorräder betrifft, war es die Zeit des Suzuki-Schlags auf den Tisch mit der GSX-R 750 im Jahr 1984, aber auch das goldene Zeitalter von Bimota.

Die 1990er Jahre haben uns einige der Juwelen des Motorradrennsports hinterlassen: In ihren Anfängen überraschte die Ducati 916 die gesamte japanische Industrie, später stellte MV Agusta ihre wunderbare MV Agusta F4 750 vor und bereits 1999 ging Suzuki mit der Hayabusa einen eigenen Weg. Aber vielleicht ist die Maschine, die diese verrückten Zeiten am besten repräsentiert, die Yamaha YZF-R1 von 1998.

Der Hubraum wuchs und der Liter wurde zur Standardfigur für SBKs: Die Yamaha R1 galt als Non-Plus-Ultra in der Klasse. Kawasaki zog mit der Ninja ZX-10R (172,6 PS, 170 kg) nach und auch Suzuki stieg mit der GSX-R1000 im Jahr 2001 in den Wettkampf ein. Honda war mit der Einführung eines Modells nach dem Image der RC-211V, der Honda CBR 1000 RR, etwas im Rückstand, konnte erst ab 2003 mitmischen und sich der Jagd auf die R1 anschließen.

Die 2009 geborene Aprilia RSV 4 Factory war und ist die fortschrittlichste Massenproduktionsmaschine, die jemals bei Noale hergestellt wurde. Die Italiener verabschiedeten sich von den Zweizylindermotoren, die ihre Viertaktmotorräder charakterisiert hatten, und brachten einen 65-Grad-V4 in die Händlerbetriebe.

Die Kawasaki Ninja H2R hätte das erste Motorrad werden können, das diesen attraktiven Wert von 1 PS pro Kilo erreicht. Aber auf den Prüfständen waren es "nur" 245 PS. So fällt diese Ehre der BMW S 1000 RR 2019 zu, dem Modell, das den Generationswechsel beim bayerischen Superbike eingeleitet hat. Von Kopf bis Fuß neu konstruiert versprach sie in ihren technischen Daten 207 PS und 198 kg bei voller Leistung.

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