Der Mulderadweg entlang der Zwickauer Mulde bietet Radfahrern die Möglichkeit, eine Auszeit vom Alltag in einer großartigen Flussregion zu verbringen. Die Zwickauer Mulde entspringt im Vogtland und passiert sowohl das ursprüngliche Erzgebirge als auch ihre Namensgeberstadt Zwickau, ehe sie sich sanft ihren Weg nach Sermuth bahnt. Hier bilden Zwickauer und Freiberger Mulde den Hauptfluss, die Vereinte Mulde.
Die Tour auf dem Mulderadweg entlang der Zwickauer Mulde startet direkt am Quellengebiet in Schöneck, der höchstgelegenen Stadt des Vogtlandes. Foto: CC BY-SA, Archiv TVV, M.
Startpunkt und Streckenverlauf
Schöneck - die mit über 700 m ü. NN höchstgelegene Stadt des Vogtlandes - ist der ideale Ausgangspunkt für Ihre Radtour entlang der Zwickauer Mulde. Die Quelle der Roten Mulde am östlichen Stadtrand von Schöneck ist ein idyllisches Plätzchen und Startpunkt der Radtour. Starten Sie Ihre Tour unweit des Bahnhofes an der Quelle der Roten Mulde.
Zuerst führt der Weg hinauf auf 784 Meter über Null, um sich danach in den Auer Talkessel zu schlängeln. Über Aue führt die Tour meistens durch schattige Wälder nach Zwickau und ist durch ein stetiges Auf und Ab geprägt. Entspannter fährt es sich zwischen Zwickau und Glauchau durch ebene Muldeauen. Zwei Anstiege vor den Städten Penig und Wechselburg sind bis Rochlitz zu überwinden. Unterwegs wird das beeindruckende Göhrener Viadukt unterquert.
Auf gut ausgebauten Forstwegen und teils asphaltierten Teilstücken radeln Sie durch idyllische Wald- und Wiesenlandschaften dem Erzgebirge entgegen; vorbei an der Talsperre Muldenberg gelangen Sie in das Flößerdorf Muldenberg und weiter nach Morgenröthe-Rautenkranz, dem Geburtsort des 1. deutschen Kosmonauten. Ab hier gelangen Sie auf ausschließlich asphaltierten Wegen in die Berg- und Stickereistadt Eibenstock mit ihrem breiten touristischen Angebot. Vorbei am Blauenthaler Wasserfall geht es anschließend auf einer zum Radweg ausgebauten ehemaligen Bahntrasse entlang der Mulde bis nach Aue.
Sehenswürdigkeiten entlang der Strecke
An der Trinkwassertalsperre im Grünbacher Ortsteil Muldenberg werden die Rote Mulde, die Weiße Mulde und der Saubach gestaut. Sie hat rund 100 Jahre auf dem Buckel und wurde aus Bruchsteinen gesetzt. Heute ist sie zur Wasserseite hin mit Beton verstärkt und man kann diese Mauer betreten.
- Morgenröthe-Rautenkranz: Hier befindet sich das Raumfahrtmuseum mit vielen interessanten Exponaten, welche dem ersten Deutschen im Weltall zu verdanken sind. Sigmund Jähn flog im August 1978 in der sowjetischen Raumkapsel Sojus 31 zusammen mit einem russischen Kollegen ins All. Des Weiteren befindet sich hier ein historischer Hochofen - die Besonderheit: es wurden Glocken aus Eisen gegossen, nicht wie sonst üblich aus Bronze.
- Schönheide: Bei Schönheide kann man vom Sattel absteigen und in die Bimmelbahn von Schönheide nach Stützengrün einsteigen.
- Eibenstock: Der 34 m hohe Aussichtsturm „Glück auf“ steht auf dem 600 m hohen Berg „Bühl“ am Rande des Städtchens Eibenstock, inmitten des Nationalparks Erzgebirge/Vogtland. Eibenstock hat ein hübsches Rathaus, Museen und viel Sehenswertes zu entdecken so auch eine riesige Zinngraupe auf dem Marktplatz. Besucht werden sollte der Blauenthaler Wasserfall, Sachsens größten Wasserfall, der Eibenstocker Bergbau- und Seifenlehrpfad und das Stickereimuseum.
- Bockau: Durch Bockau führt der ca. 5 km messende Dorferlebnispfad und ein Laborantenlehrpfad - wo viele wissenswerte Dinge über Kräuter-, Heil- und Laborantenpflanzen vermittelt werden.
- Aue: Die Stadt entstand aus einer Klostergründung um 1173 und gilt somit als eine der ältesten Ansiedelungen in Sachsen. Geprägt ist die Stadt durch den Bergbau. Sehenswert sind die alten Bürgerhäuser und Villen mit Jugendstilelementen, die Klosterkirche, das Herrenhaus Auerhammer.
- Bad Schlema: Beispielsweise im 18 Hektar großen Kurpark von Bad Schlema, der bereits seit 2008 Schauplatz des Internationalen Kunstparcours ist. Das Museum im Ort informiert Sie über die Tradition des sächsisch-thüringischen Uranerzbergau und bietet mit vielen Objekten und Dokumentationen umfangreiche Einblicke in die Lebens- und Arbeitsbedingen der „WISMUT-Kumpel“.
Wegverlauf und Andachtsstätten
Entlang des Radwegs befinden sich mehrere Andachtsstätten:
| Name | Ort | Kilometer |
|---|---|---|
| Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde | 33,5 km | |
| Nicolaikirche | 48,9 km | |
| Ev.-Luth. Kirche Schlunzig | 90,8 km | |
| Lutherkirche Waldenburg | 106,3 km | |
| St. Jakobus | 127,2 km |
Anreise
A72 an der Ausfahrt Plauen-Süd verlassen und der B92 Richtung Oelsnitz folgen. Nach ca 7km die B92 in Richtung Schöneck/Klingenthal verlassen.
Ausrüstung
Dem Gelände angepasstes Fahrrad, bequeme und witterungstaugliche Kleidung, Helm, ggf.
Schwierigkeitsgrad
Abgeleitet aus der technischen Schwierigkeit und der Fitnessanforderung.
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