Einzylinder-Motorrad: Vorteile und Nachteile

Einzylinder-Motorräder stehen auf dem Motorradmarkt grundsätzlich für den Beginn der Motorentwicklung: Ihnen wird die größte geschichtliche Bedeutung zugesprochen. Die älteste Art eines Motorradantriebs. Die Ikone bei BMW für Einzylinder dürfte wohl die R25 sein, die in den 1950er Jahren als Nachkriegsbike für die "wieder-Mobilisierung" der Bevölkerung stand. Einzylindermotoren gehören gerade im alltäglichen Bereich in Asien oder Afrika zu der grundlegenden individuellen Mobilität und werden gewöhnlich millionenfach verkauft.

Die modernste Form des Ur-Motors hat Vierventiltechnik, zwei oben liegende Nockenwellen und Einspritzung. Flüssigkeitskühlung gibt thermische Sicherheit und reduziert die Geräuschentwicklung. Wird in luft- und in flüssigkeitsgekühlter Ausführung angeboten. Kommt heutzutage in Hubräumen von 125 bis 690 Kubik und meistens als Viertakter mit zwei oben liegenden Nockenwellen und vier Ventilen vor. Der stärkste serienmäßige Motorrad-Einzylinder ist der der KTM Duke 690 ab dem Baujahr 2016 mit 75 PS.

Vorteile von Einzylinder-Motoren

  • Niedrige Fertigungskosten.
  • Geringe Reparaturkosten.
  • Einfach zu warten.
  • Kompakte Abmessungen.
  • Niedriges Gewicht durch wenige Bauteile.

Nachteile von Einzylinder-Motoren

  • Starke Vibrationen im oberen Drehzahlbereich.
  • Schmales nutzbares Drehzahlband.
  • Häufig geringere Lebenserwartung.
  • Häufig unruhigerer Motorlauf, Hacken auf der Kette bei niedrigen Drehzahlen, wenig Power obenrum.
  • Empfindlich bzgl. Temperatur/ Warmfahren.

Im Vergleich zu einem Zwei- oder Mehrzylindermotor läuft der Einzylinder etwas "ruppiger", da dank der Drehungleichförmigkeit während zwei kompletten Umdrehungen des Motors nur ein Impuls gegeben werden kann. Bei einem Zweizylinder kommen zwei Impulse auf zwei Umdrehungen und lassen den Motor somit weitaus "runder" laufen.

Ein klassisches Einzylinder-Motorrad überzeugt vor allem durch seine schlanke Bauweise. Gerade im Offroad-Bereich, bei Enduros und Motocross-Bikes ist das geringe Gewicht ein enormer Vorteil. Ein schmaler Rahmen, ein kompakter Motor - das macht das Motorrad leichtfüßig und agil. Der größte Reiz für viele ist jedoch der Charakter des Motors: Ein Einzylinder liefert Drehmoment aus dem Keller. Schon bei niedrigen Drehzahlen schiebt er kräftig an, ohne dass Du den Motor hochdrehen musst. Dieses direkte Ansprechen, kombiniert mit dem typischen „pulsierenden Motor“-Gefühl, vermittelt eine ganz besondere Nähe zur Maschine.

Durch die Bauweise entstehen spürbare Vibrationen, vor allem im oberen Drehzahlbereich. Auch die Höchstleistung eines Einzylinders ist konstruktionsbedingt begrenzt. Für lange Autobahnetappen mit hohen Geschwindigkeiten ist ein Einzylinder daher nicht die erste Wahl.

ABER: Der gute und spontane Antritt im mittlere Drehzahlbereich, das Motorbremsmoment bei größeren Einzylindern und die leichte Bauweise prädestinieren ihn für den Einsatz auf winklige Kurvenstrecken.

Einzylinder im Vergleich zu anderen Motoren

Während der Einzylinder mit Reduktion punktet, steht der Zweizylinder für mehr Leistung, geschmeidigeren Lauf und größere Vielseitigkeit. Die Grundidee: Zwei Zylinder teilen sich die Arbeit, was nicht nur mehr Leistung ermöglicht, sondern auch für einen gleichmäßigeren Motorlauf sorgt.

Rein technisch lässt sich klar sagen: Der Zweizylinder ist in Sachen Leistung, Laufkultur und Vielseitigkeit dem Einzylinder überlegen. Doch Motorradfahren ist mehr als technische Daten. Ein Einzylinder Motorrad vermittelt Ursprünglichkeit. Du spürst jede Zündung, jede Bewegung im Motor. Das macht ihn perfekt für Piloten, die diese direkte Verbindung suchen.

Fazit

In der Stadt und auf engen Landstraßen spielt der Einzylinder seine Stärken aus. Das geringe Gewicht und die kompakte Bauweise sorgen für spielerisches Handling. Du sitzt „auf“ dem Motor, spürst jeden Takt und hast das Gefühl, mit der Maschine zu verschmelzen.

Man spürt halt, das man Motorrad fährt. Und das noch mehr als eine 660 z Tenere mit Abs von heute. Da würde ich mir also keine Gedanken machen.

Sollte der Motor mit round about 100.000 km mal schwach auf der Brust werden, wird ein Übermaßkolben eingebaut und die Party geht weiter. Vorteil.... hier musst du das nur für einen Zylinder machen Denk immer an gutes Öl und ordentliche Behandlung.

Für eilige Geschäftsreisen, um mit 200km/h über die Autobahn zu cruisen, gibt es Limousinen. Die dürfen dann auch 8 Zylinder haben, sind eh "nur" Firmenwagen.Wenn man nur ein "Pferd" im Stall haben kann / will wird es unmöglich, darauf eine Antwort zu bekommen. Je nach Einsatzzweck hat der 1-Zylinder bis zum 6-Zylinder seine Berechtigung.

Verwandte Beiträge:

Kommentar schreiben

Kommentare: 0