Die Ausrede "Ich bin zu klein zum Motorradfahren" ist schon lange nicht mehr gerechtfertigt. Im Modelljahr 2024 gibt es eine gewaltige Vielfalt an Motorrädern mit niedriger Sitzhöhe - und nicht nur Cruiser! Der Führerschein mag sich vielleicht verändern und die Möglichkeiten an Leistungsklassen wachsen - die eigene Körpergröße macht aber leider selten.
Worauf bei der Auswahl achten?
Die Angaben der Sitzhöhe sind leider nur die halbe Wahrheit. Sie zeigen zwar, wie hoch oder niedrig die Sitzbank positioniert ist, doch bedeutet das nicht sofort einen sicheren Stand. Auch die Breite der Sitzbank entscheidet, wie lange die Schrittbogenlänge sein muss.
Zur Erklärung: Enduros wie die GASGAS ES 700 können zwar eine Sitzhöhe von 935 mm haben, aber dennoch für kleine Piloten fahrbar sein. Die Sitzbank ist schmal, weshalb die Beine relativ senkrecht sind. Cruiser und Roller mit niedriger Sitzbank bieten hingegen oft eine breite Sitzfläche für hohen Komfort.
Empfehlenswerte Modelle mit niedriger Sitzhöhe
Honda Monkey 125 / MSX 125 / DAX 125
Diese 125er Motorräder von Honda überzeugen nicht nur mit ihren kompakten Ausmaßen, sondern auch mit niedrigen Sitzhöhen. Monkey und Dax stellen die Neuauflagen von Honda Klassikern dar, die die Herzen der Fans höher schlagen lassen. Dabei bieten sie niedrige Sitzhöhen von je 775 mm. Noch niedriger geht es mit der Interpretation im modernen Stil, der Honda MSX 125. Dieses Motorrad in ähnlich kleinen Maßen bietet eine Sitzhöhe von nur 761 mm.
Cruiser mit niedriger Sitzhöhe
Soll es ein Cruiser sein, empfiehlt sich der Griff zur UM Renegade 125. Erhältlich in verschiedenen Versionen mit unterschiedlichen Designs und Komponenten, bietet die Renegade viel Auswahl. Je nach Variante kann die Sitzhöhe bis auf 730 mm fallen. Noch niedriger schafft es die Hyosung GV125S Aquila: Hier nimmt man auf nur 710 mm Platz. Hinzu kommt eine coole Optik, die einem amerikanischen Cruiser kaum etwas nachsteht.
Roller mit niedriger Sitzhöhe
Will man praktischen Nutzen mit niedriger Sitzhöhe verbinden, lohnt sich ein Blick auf die Roller-Klasse. Hier sticht der Honda PCX 125 hervor, der eine niedrige Sitzhöhe von 764 mm bietet. Etwas wuchtiger, aber mit einer beinahe gleichniedrigen Sitzhöhe von nur 765 mm, präsentiert sich der Yamaha NMAX 125.
Weitere empfehlenswerte Motorräder
Zum Beispiel die Suzuki GSX-S 125 mit ihrer Sitzhöhe von 785 mm. Ein weiterer Vertreter ist die Honda CB125F, die neben ihrem niedrigen Preis auch einen niedrigen Sattel von 790 mm bietet.
Als Supersport-Schwester verfügt die Suzuki GSX-R 125 über dieselbe Sitzhöhe von 785 mm wie ihre unverkleidete Schwester und eignet sich somit auch für kleine Fahrer. Sie hat den Hype um A2-Cruiser neu begründet und punktet auch heute noch mit ihrer niedrigen Sitzhöhe von 690 mm: Die Honda CMX500 Rebel. Doch sie hat Konkurrenz bekommen, denn Kawasaki steigt mit der Eliminator 500 in den Ring und bietet einen ähnlich niedrigen Sattel von 735 mm Höhe.
Naked Bikes und Supersportler
Die in der A2-Führerscheinklasse beliebten Naked Bikes wollen eine breite Zielgruppe ansprechen und punkten deshalb oft auch mit niedrigen Sitzhöhen. In dieser Klasse basieren die Supersportler meist auf Pendants aus der Naked Bike Kategorie. Die Wahl entscheidet sich somit meist nur aufgrund des persönlichen Geschmacks. Zur Auswahl stehen die Yamaha R3 mit der niedrigsten Sitzhöhe von 780 mm - ein Wert, den sie sich mit der CFMOTO 300 SR teilt. Die Honda CBR500R und die Kawasaki Ninja 500 liegen mit jeweils 785 mm Sitzhöhe eine Spur höher.
Roller für Stadtpendler
Für Stadtpendler, die eine niedrige Sitzhöhe suchen, eignet sich der Rollerklassiker Suzuki Burgman 400 mit einer niedrigen Sitzhöhe von 755 mm. Die BMW Geschwister C 400 GT und C 400 X folgen mit einer Sitzhöhe von 775 mm knapp.
Cruiser-Alternativen
Egal ob USA, Europa oder Japan: Cruiser sind die offensichtlichste Möglichkeit, auf niedrige Sitzhöhe aufzusteigen. Die Royal Enfield Super Meteor 650. Man muss aber auch mit offenem Führerschein nicht gezwungenermaßen zu einem Cruiser greifen.
Die BMW R12 bietet sich mit ihrer niedrigen Sitzhöhe von nur 754 mm an, nur knapp gefolgt von der Triumph Speed Twin 900 mit 765 mm und der Kawasaki W800 mit 770 mm über dem Boden - alles Modelle im Retro Segment. Klassische Tourer punkten zwar mit niedriger Sitzhöhe, es darf aber nicht ihre Sitzbreite, sowie ihr Gewicht vergessen werden. Somit kommt man zwar vielleicht zum Boden, doch Rangieren wird zu einer Qual.
125er im Jahr 2025: Was ist neu?
Hier die Neuheiten, die die Hersteller im Jahr 2025 mit 125 cm³ Hubraum auf den Markt bringen: Es sind fünf Modelle, von der Aprilia 125 SX/RX bis zur KTM 125 Enduro R. Der weiterhin 11 kW/15 PS starke Einzylindermotor wurde für die Abgasnorm Euro 5+ fit gemacht. Im Zuge der technischen Anpassungen wurde das Drehmoment von 11 auf 11,5 Newtonmeter erhöht. Statt wie bisher Edelstahl-Optik, trägt der Auspuffendtopf nun ein mattschwarzes Finish.
Zu den weiteren Neuerungen gehört eine Umstellung auf LED-Leuchten, die zusammen mit neuen Verkleidungsteilen und einem neuen Farbschema für optische Frische sorgen. Das Cockpit bietet künftig ein rechteckiges Farbdisplay. Das ABS wurde um eine Anti-Überschlag-Funktion erweitert. Für den Sozius gibt es Haltegriffe. Optional ist ein USB-Anschluss bestellbar.
SX und RX unterscheiden sich vor allem hinsichtlich Radgrößen, Bereifung und Bremsen. Die Supermoto-Variante SX bietet Straßenbereifung, kleinere Räder und klassische Scheibenbremsen. Bei der Enduro-Version RX setzt Aprilia auf ein großes 21-Zoll-Vorderrad und ein 18-Zoll-Hinterrad, Stollenbereifung und Scheibenbremsen im Wave-Stil.
Das 125er-Duo von Aprilia kommt voraussichtlich im Frühjahr auf den deutschen Markt. Die Preise dürften leicht steigen.
Benelli erweitert seine Modellpalette für die Saison 2025 um die beiden Leichtkrafträder BKX 125 und BKX 125 S. Während erstere als Leicht-Enduro mit Speichenrädern, grobstolligen Reifen und 18 Zentimetern Federweg an den Start geht, ist die 125 S das Supermoto-Pendant mit sportlichen Onroad-Reifen, Gussfelgen, 15 Zentimetern Federweg und weniger Verkleidungsteilen.
In beiden Fällen schickt ein Einzylindermotor 11 kW/15 PS über ein Sechsgang-Schaltgetriebe und Kettenantrieb ans Hinterrad. Damit dürften die Fahrer der beiden Hochbeiner in dreistellige Geschwindigkeitsregionen vorstoßen können. Der wassergekühlte Single mit Einspritzung soll 2,4 Liter auf 100 Kilometer verbrauchen. Der 12-Liter-Tank ermöglicht so eine theoretische Reichweite von 500 Kilometern.
Zu den Neuteilen der Saison 2025 gehören der Tank, die Seitenverkleidungen und der Motorspoiler. Erstmals zu haben sind eigens für die Grom konzipierte Zubehörteile. Optional oder im Paket sind Handprotektoren, Windschild, Satteltaschen, eine Gepäckbrücke sowie eine Rücksitztasche erhältlich.
Außerdem lassen sich bei der 2025er Grom einzelne Karosserieteile leicht abnehmen, wodurch sich die Fläche für individuelle Aufkleber, Grafiken und Folierungen vergrößert. An der Technik ändert sich nichts, der Verbrauch liegt nach wie vor bei moderaten 1,5 Litern pro 100 Kilometer. Der Preis für die 2025er-Grom beträgt 4000 Euro (zzgl.
Trotz des kleinen Hubraums sind hochwertige Komponenten wie WP-Federung, Aluminiumgussräder, ABS und Traktionskontrolle an Bord. Das gleichzeitig moderne und minimalistische Design macht die beiden 125er zu einem stylishen Duo im Segment der Leichtkrafträder.
Die Rahmen der Bikes sind aus Stahl-Gitterrohr gefertigt und ermöglichen eine seitliche Positionierung des hinteren Federbeins, was die Absenkung der Sitzbank erlaubt. Alle Modelle erhielten Kurven-ABS, wurden leichter und sollen dank neuer Federelemente und neuer Aluschwinge sowie neuem Lenker besser fahrbar sein. Neu sind auch die Motoren, die jedoch bei einer Leistung von 11 kW/15 PS bleiben. Eine Easy-Shift-Funktion erlaubt kupplungslose Gangwechsel.
Im Cockpit warten die Bikes mit einem 5-Zoll-TFT-Display samt neuen Konnektivitätsfunktionen auf. Auch die neue LED-Beleuchtung und ein in Details modifiziertes Design prägen das neue Modelljahr. Die Preise liegen bei 5400 bzw.
Der Einzylinder ist eng mit der 125er-Duke verwandt, setzt allerdings auf eine Enduro-Aufmachung, größere Speichenräder mit Stollenbereifung sowie ein WP-Fahrwerk mit 23 Zentimetern Federweg.
Der flüssigkeitsgekühlte Single der 125er-Enduro leistet 11 kW/15 PS. Fahrwertig ist die Maschine 152 Kilogramm leicht, der Einstiegspreis liegt bei 5500 Euro. Bei der weitgehend nach gleichem Muster gestrickten 390 Enduro R sind es 159 Kilogramm versus 33 kW/45 PS.
Die Qual der Wahl: Welches 125er ist das Richtige?
Letztendlich gilt: Das beste Motorrad mit 125 Kubik ist das, das zu deinem Fahrstil passt und voll und ganz deinen Vorlieben entspricht!
Top 10 der 125er Motorräder
- KTM Duke 125
- Husqvarna Svartpilen 125 und Vitpilen 125
- Aprilia RS 125 und SX 125
- Yamaha MT-125 und YZF-R 125
- Suzuki GSX-R125
- Fantic XMF 125 Performance
- Honda CB125R
- Kawasaki Ninja 125
- Brixton Cromwell 125
- Honda MSX 125 Grom
125ccm Roller vs. Motorrad: Was ist der Unterschied?
Um die Freiheit genießen und die Welt auf zwei Rädern entdecken zu können. Der Roller hat natürlich auch seine Vorteile. Ein Motorrad macht natürlich auch mehr Spaß und du siehst um einiges besser aus, wenn du auf einem Motorrad als auf einem Roller sitzt. Dafür ist auch das Fahrverhalten verantwortlich, welches bei einem Roller eher als nicht so gut bezeichnet werden kann.
Hier sind die wesentlichsten Unterschiede zusammengefasst:
- Schaltung vs. Automatik: Die meisten Roller haben eine Automatik, während Motorräder eine manuelle Schaltung und Kupplung haben. Das bedeutet zwar mehr Kontrolle, aber mehr “Arbeit” beim Motorrad. Allerdings macht für viele Fahrer genau dieser Unterschied den Fahrspaß aus.
- Fahrverhalten: Motorräder haben oft bessere Fahrwerke, bessere Bremsen und fühlen sich stabiler an - besonders bei höheren Geschwindigkeiten, worauf sie meist ausgelegt sind. Die Reifen bzw. dessen Größe trägt viel zur Fahrdynamik bei.
- Stauraum: Roller haben oft ein Helmfach unter der Sitzbank - praktisch für den Alltag. Motorräder bieten das nicht, es sei denn, du montierst Koffer oder eine Hecktasche. Aber die Platzverhältnisse sind bei kleineren Motorrädern aus der 125er Klasse ohnehin nicht üppig.
- Optik: Roller sind praktisch, aber Motorräder haben einfach einen cooleren Look. Wobei sich eine optisch aufgewertete Vespa auch neben einer Yamaha MT 125 ziemlich gut schlägt.
Führerschein und Kosten
Autofahrer können für kleines Geld den vereinfachten Führerschein Klasse B196 für Leichtkrafträder machen. Hier finden Sie die interessantesten Motorräder mit 125 cm³ Hubraum. Fahrerlaubnis für Krafträder der Klasse A1 vereinfacht. Moderne 125er sind so sicher wie "große Motorräder". Die Preise variieren von 2800 bis über 6000 Euro. Um ein 125er-Bike mit dem Autoführerschein zu fahren, bedarf es nur einer Fahrerschulung. Die sonst vorgeschriebene Ausbildung samt Prüfungen muss für die Fahrerlaubnis der Klasse B196 nicht mehr durchlaufen werden. Voraussetzung ist lediglich, dass man älter als 25 Jahre ist und seit über fünf Jahren den Pkw-Führerschein Klasse B besitzt.
Moderne 125er-Motorräder, offiziell Leichtkrafträder genannt, dürfen maximal 125 cm³ Hubraum und 11 kW/15 PS haben, Elektro-Leichtkrafträder entsprechend eine Nenndauerleistung von 11 kW. Sie kommen den nicht gedrosselten Motorrädern in vielen Punkten sehr nahe und bieten gehobenen Fahrspaß für überschaubares Geld.
In Hinblick auf Abgasnormen und Sicherheitstechnik sind die Auflagen für 125er nicht ganz so streng wie für die großen Motorräder. Teilweise sind diese dennoch schnell unterwegs und haben aufwendig gestrickte Fahrwerke. Wer also ambitioniert unterwegs sein will, sollte ein Modell mit ABS wählen, denn besonders Fahranfängern bereiten Notbremsungen auf zwei Rädern oft Probleme.
Sicherheit und Versicherung
ABS ist bei einem Motorrad 125 sehr wichtig, vor allem wenn du noch ein unerfahrener Biker bist. Natürlich ist es Pflicht einen sicheren Motorradhelm zu tragen.
Wenn du mit deinem 125er Bike auf die öffentlichen Straßen in Deutschland und sonst irgendwo auf der Welt fahren möchtest, hast du die Pflicht, dein Motorrad zu versichern. In der Regel liegen die Beiträge unter 100 Euro im Jahr. Das kann sich aber je nach Modell unterscheiden. Am besten ist es, wenn du unseren Ratgeber Artikel zum Thema »Die beste Motorradversicherung für Anfänger & Routiniers« liest.
Elektro-Alternativen
Reine Puristen und Benzinbrüder werden sie meiden: Die Rede ist von Elektromotorrädern als ernst gemeinte Alternative. Themen wie Reichweite, Betriebskosten, Umweltschutz sind nur einige der zahlreichen Streitthemen im Dunstkreis der E-Mobilität, die auch vor E-Motorrädern nicht halt machen. Aber was bedeutet eigentlich der Umstieg von Verbrenner auf Elektro im Alltag?
Wenn du auf der Suche nach einer umweltfreundlichen Alternative zu Verbrennern bist, aber nicht auf Fahrspaß verzichten willst, könnten diese drei Modelle genau das Richtige für dich: die Super Soco TCmax, die NIU RQi und die Kawasaki Ninja e-1.
Ja, Elektromotorräder in der 125er-Klasse können alltagstauglich sein - solange du deine Fahrweise und Ladeinfrastruktur ein wenig berücksichtigst. Wenn du täglich nur 50-80 km pendelst, sind diese Modelle ideal. Längere Touren können allerdings herausfordernd werden, besonders wenn du auf eine begrenzte Ladeinfrastruktur triffst. Ein Pluspunkt: Aufgrund der kleinen Batterie kannst du alle genannten Elektromotorräder problemlos zuhause aufladen, ohne dass du in eine Wandladestation (Wallbox) investieren musst - eine Haushaltssteckdose genügt.
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