Wenn du 2025 in die Motorradwelt (wieder)einsteigen willst oder einfach eine spritzige 125er suchst, bist du hier genau richtig! Motorräder mit einem Hubraum von 125 Kubikzentimetern sind perfekt für (Wieder)einsteiger und Sparfüchse gedacht - eigentlich für alle, die damit beginnen möchten die ultimative Freiheit genießen und spannende Motorradreisen erleben wollen. Aber welche Neuigkeiten gibt es für 2025, welches Modell ist das richtige für dich, ohne dabei den Geldbeutel unnötig zu belasten?
Neuerungen für 2025: Euro 5+ Norm
Ab dem 1. Januar 2025 dürfen nur noch Motorräder neu zugelassen werden, die der Euro 5+ Norm entsprechen. Alle Hersteller werden dazu verpflichtet, ihre Modellpalette an die gesetzlichen (Emissions)vorgaben anzupassen. Mit der geltenden Norm werden die Grenzwerte für Schadstoffe wie Kohlenmonoxid (CO), Stickoxide (NOx) und Kohlenwasserstoffe (HC) weiter gesenkt.
Dadurch sind Motorräder zwar umweltfreundlicher, aber auch technisch anspruchsvoller. Für dich als Käufer könnte das zeitlich begrenzt besonders attraktiv sein. Der Grund: Der Motorradhandel gerät unter Druck, da Euro 5-Modelle ohne den “+” Zusatz (erkennbar in Punkt 14 der Zulassungsbescheinigung Teil 1 sowie in der für die Erstzulassung relevanten Konformitätserklärung - CoC) verkauft werden müssen, ehe sie gewissermaßen zum alten Eisen gehören.
125er sind zwar keine Rennmaschinen, aber sie haben trotzdem genug Dampf, damit du im Stadtverkehr und auf Landstraßen ordentlich Spaß haben kannst. Übrigens: Die meisten 125 ccm Motorräder erreichen eine Höchstgeschwindigkeit von 100-120 km/h. Natürlich hängt das von mehreren Faktoren ab, wie etwa:
- Modell und Motorleistung: Die KTM Duke 125, Aprilia RS125 und Yamaha YZF-R 125 gehören mit rund 120 km/h zu den schnellsten Vertretern ihrer Art.
- Fahrergewicht: Ein leichter Fahrer kann ein paar km/h mehr rausholen als ein schwererer.
- Windschatten und Aerodynamik: Aufrechter Sitz = mehr Luftwiderstand. In der Rennhaltung kannst du vielleicht noch 5 km/h mehr rausholen.
- Straßenzustand: Bergauf wird es natürlich etwas langsamer, bergab kannst du noch ein bisschen extra Speed mitnehmen.
Roller vs. Motorrad: Was sind die Unterschiede?
Worin unterscheiden sich eigentlich Motorräder vom Roller, auch wenn beide über einen 125 ccm Motor verfügen? Hier sind die wesentlichsten Unterschiede zusammengefasst:
- Schaltung vs. Automatik: Die meisten Roller haben eine Automatik, während Motorräder eine manuelle Schaltung und Kupplung haben. Das bedeutet zwar mehr Kontrolle, aber mehr “Arbeit” beim Motorrad. Allerdings macht für viele Fahrer genau dieser Unterschied den Fahrspaß aus.
- Fahrverhalten: Motorräder haben oft bessere Fahrwerke, bessere Bremsen und fühlen sich stabiler an - besonders bei höheren Geschwindigkeiten, worauf sie meist ausgelegt sind. Die Reifen bzw. dessen Größe trägt viel zur Fahrdynamik bei.
- Stauraum: Roller haben oft ein Helmfach unter der Sitzbank - praktisch für den Alltag. Motorräder bieten das nicht, es sei denn, du montierst Koffer oder eine Hecktasche. Aber die Platzverhältnisse sind bei kleineren Motorrädern aus der 125er Klasse ohnehin nicht üppig.
- Optik: Roller sind praktisch, aber Motorräder haben einfach einen cooleren Look. Wobei sich eine optisch aufgewertete Vespa auch neben einer Yamaha MT 125 ziemlich gut schlägt.
Führerschein: Wie darf man 125er fahren?
Um ein Motorrad mit einem Hubraum von höchstens 125 Kubikzentimetern (ccm) fahren zu dürfen, gibt es mehrere Möglichkeiten. Entweder du absolvierst ganz klassisch die Ausbildung zum Führerschein der A1-Klasse, oder du machst eine Erweiterung zum B-Führerschein. Die 125er Klasse ist gewissermaßen der Einstieg in die Welt der (standesgemäß) motorisierten Zweiräder und zieht junge Motorradfahrer naturgemäß magisch an.
Neben dem Design und den technischen Details spielen auch Faktoren wie die Ausstattung und der Komfort eine entscheidende Rolle bei der Wahl des richtigen 125er Motorrads. Moderne Features wie digitale Displays, LED-Beleuchtung oder ABS sind mittlerweile gesetzlich in vielen Modellen der 125er Klasse zum Standard geworden und erhöhen sowohl Sicherheit als auch Fahrkomfort.
Top 10 der 125ccm Motorräder
Hier sind einige der besten 125ccm Motorräder auf dem Markt:
- KTM Duke 125: Gilt als eines der besten A1-Motorräder und bietet eine aggressive Optik, gepaart mit herausragender Fahrdynamik. Der 15-PS-starke Einzylindermotor sorgt in Kombination mit dem leichten Gitterrohrrahmen und der Upside-Down-Gabel von WP für ein agiles Fahrverhalten.
- Husqvarna Svartpilen 125 und Vitpilen 125: Stylische, minimalistische Motorräder mit hochwertiger Technik und sind durch den Dachkonzern KTM stark mit der KTM Duke 125 verwandt.
- Aprilia RS 125: Eine der sportlichsten 125er auf dem Markt und orientiert sich optisch stark an den großen Supersportlern der Marke. Mit ihrem flüssigkeitsgekühlten Einzylindermotor liefert sie 15 PS, die für eine dynamische Performance sorgen.
- Yamaha MT-125: Ein Naked Bike mit aggressivem Design und hervorragender Alltagstauglichkeit, während die YZF-R 125 (oft auch nur R 125 genannt) eine vollverkleidete Supersport-Variante der gleichen Basis ist.
- Suzuki GSX-R125: Ein sportliches Leichtkraftrad, das die Rennsport-DNA der GSX-R-Serie in die 125er-Klasse bringt. Sie zeichnet sich durch ihr aerodynamisches Design, das geringe Gewicht und eine herausragende Performance aus.
- Fantic XMF 125 Performance: Kombiniert italienisches Design mit leistungsstarker Technik. Ihr 15-PS-Motor sorgt für kraftvolle Performance, während der stabile Rahmen und die hochwertigen Federelemente eine exzellente Straßenlage bieten.
- Honda CB125R: Ein sehr hochwertiges Naked Bike im Neo-Sports-Café-Design und japanischer Note. Ihr flüssigkeitsgekühlter 15-PS-Einzylinder bietet eine sanfte Leistungsentfaltung, während das Fahrwerk mit einer hochwertigen 41-mm-Upside-Down-Gabel von Showa für Stabilität sorgt.
- Kawasaki Ninja 125: Die perfekte Wahl für junge Fahrer, die den Einstieg in die Welt der Supersportler suchen und eine schrille Optik nicht scheuen. Ihr 15-PS-Motor, kombiniert mit einem stabilen Gitterrohrrahmen, sorgt für ein sportliches und präzises Fahrverhalten.
- Brixton Cromwell 125: Ein klassisch gestyltes Retro-Bike mit moderner Technik. Der luftgekühlte Einzylinder leistet 11 PS und sorgt für entspanntes Cruisen. Auch der Preis von knapp unter 3000 € in Österreich und Deutschland zaubert einen fast schon ein Lächeln ins Gesicht.
- Honda MSX 125 Grom: Ein einzigartiges Mini-Bike, das sich durch seine kompakte Bauweise, spielerisches Handling und den hohen Spaßfaktor auszeichnet. Angetrieben wird die Grom von einem sparsamen, luftgekühlten 125ccm-Einzylindermotor, der 10 PS leistet und in Fahrtrichtung positioniert ist.
Elektro-Alternativen: Umweltfreundlich unterwegs
Reine Puristen und Benzinbrüder werden sie meiden: Die Rede ist von Elektromotorrädern als ernst gemeinte Alternative. Themen wie Reichweite, Betriebskosten, Umweltschutz sind nur einige der zahlreichen Streitthemen im Dunstkreis der E-Mobilität, die auch vor E-Motorrädern nicht halt machen. Aber was bedeutet eigentlich der Umstieg von Verbrenner auf Elektro im Alltag?
Wenn du auf der Suche nach einer umweltfreundlichen Alternative zu Verbrennern bist, aber nicht auf Fahrspaß verzichten willst, könnten diese drei Modelle genau das Richtige für dich sein: die Super Soco TCmax, die NIU RQi und die Kawasaki Ninja e-1.
- Super Soco TCmax: Mit ihrem 3.900-Watt-Motor erreicht sie eine Höchstgeschwindigkeit von bis zu 95 km/h - genug für Stadt und Land. Die Reichweite liegt bei bis zu 110 Kilometern, je nach Fahrweise und Bedingungen.
- NIU RQi: Mit ihrem 7,5-kW-Mittelmotor (entspricht ca. 10 PS) bringt sie es auf 110 km/h und bietet eine starke Reichweite von etwa 120 Kilometern dank zweier herausnehmbarer Akkus mit insgesamt 5,2 kWh.
- Kawasaki Ninja e-1: Sie schöpft ihre Klasse nicht voll aus und bringt 9 kW (12 PS) Leistung bei 2600-4000 U/Min und erreicht ca. 100 km/h. Die offiziellen Reichweitenangaben sind übrigens relativ mau, denn diese betragen bei voller Ladung nur moderate 72 Kilometer.
Ja, Elektromotorräder in der 125er-Klasse können alltagstauglich sein - solange du deine Fahrweise und Ladeinfrastruktur ein wenig berücksichtigst. Wenn du täglich nur 50-80 km pendelst, sind diese Modelle ideal. Längere Touren können allerdings herausfordernd werden, besonders wenn du auf eine begrenzte Ladeinfrastruktur triffst.
Ein Pluspunkt: Aufgrund der kleinen Batterie kannst du alle genannten Elektromotorräder problemlos zuhause aufladen, ohne dass du in eine Wandladestation (Wallbox) investieren musst - eine Haushaltssteckdose genügt. Preislich sind sie meist etwas teurer als klassische 125er-Verbrenner, aber dafür sparst du dir Sprit- und Wartungskosten und (mal mehr, mal weniger) Steuern.
Naked Bikes unter 3000 Euro
Du suchst ein Naked Bike der 125er Klasse, willst aber maximal 3.000 Euro ausgeben? Dann bist du hier genau richtig! Besonders Naked Bikes sind in der A1-Führerscheinklasse begehrt. Dank ihrer aufrechten und natürlichen Sitzposition nehmen sie den Fahrer bei der Hand und führen ihn sicher und einfach in das Thema Motorrad ein.
- KTM 125 Duke: Seit ihrem Erscheinen in 2011 zählt sie jährlich zu den beliebtesten A1-Bikes und dementsprechend groß ist die Auswahl an Gebrauchten. Ihr Erfolg ist leicht zu erklären: KTM hat einen spritzigen Einzylinder in ein sportliches Chassis gepackt und dem Bike ein agiles Handling verpasst, mit dem man sich sehr schnell sehr sicher fühlt.
- Brixton Cromwell 125: Erhältlich mit CBS (kombiniertes Bremssystem) oder ABS (Antiblockiersystem), hat sich dieses hübsche Motorrad der KSR-Eigenmarke die letzten Jahre als beliebte Wahl der 125er Klasse bewiesen. Dank ihres attraktiven Neupreises von rund 3.000 Euro sind bereits junge Gebrauchte spürbar billiger zu haben, was die Geldbörse freut.
- Yamaha MT-125: Seit Anbeginn hat Yamaha mit diesem Modell eines der sportlichsten Naked Bikes der A1-Klasse angeboten. Sportliches Chassis und Fahrwerkskomponenten, sowie die vollen 15 PS sprechen für die kleinste Version der "Master of Torque"-Baureihe.
- Brixton Crossfire 125 XS: In der Klasse der Minibikes angesiedelt bietet sie puren Spaß auf zwei Räder und das zu einem Neupreis von deutlich unter 3.000 Euro. Wie auch bei der Cromwell 125 müssen auch hier Abstriche an der Anmutung gemacht werden, doch wer die Crossfire 125 XS einmal gefahren ist, wird schnell darüber hinwegsehen.
- Honda CB125F: Auch wenn die CB125F so basic ist, wie ein Honda Motorrad sein kann, kauft man immer noch japanische Qualität, die bei richtiger Wartung bestimmt Jahrzehnte funktionieren wird. Ein von Grund auf vernünftiges Motorrad der A1-Klasse, das zwar bestimmt keine großen Emotionen hervorrufen wird, aber bestimmt bei jedem Wetter 365 Tage im Jahr zuverlässig anspringt.
Worauf du beim Kauf achten solltest
Am Ende ist es nur der Unterschied, ob das Motorrad ein wenig schneller anfährt als ein anderes. An deiner Stelle würde ich, wenn du ein junger Motorradanfänger bist und gerade deinen A1 Führerschein gemacht hast auf andere Aspekte wie ABS oder andere Sicherheit verbessernde Aspekte bei deinem 125ccm Motorrad achten.
125ccm Roller: Die Alternative
Ich würde dir zu einem Motorrad raten, wenn du später einmal vorhast einen höherklassigenMotorradführerschein zu machen. Um die Freiheit genießen und die Welt auf zwei Rädern entdecken zu können. Der Roller hat natürlich auch seine Vorteile. Ein Motorrad macht natürlich auch mehr Spaß und du siehst um einiges besser aus, wenn du auf einem Motorrad als auf einem Roller sitzt. Dafür ist auch das Fahrverhalten verantwortlich, welches bei einem Roller eher als nicht so gut bezeichnet werden kann.
Verwandte Beiträge:
- 125ccm Motorrad: Führerschein Alter & Bestimmungen
- 125ccm Motorrad Führerschein: Altersbeschränkung & Infos 2024
- 125ccm Motorrad: Höchstgeschwindigkeit, Modelle & Tipps
- 125ccm Motorrad: Technische Daten, Modelle & Vergleich
- Radtouren Fehmarn mit Komoot: Die besten Routen & Tipps
- Gravel Bike Carbon Auslaufmodelle im Test – Top Angebote & Experten-Tipps entdecken!
Kommentar schreiben