Es vergeht kaum ein Tag, an dem es im deutschen Straßenverkehr nicht kracht. Durchschnittlich kam es dem Statistischen Bundesamt zufolge im Jahr 2015 sogar alle 13 Sekunden zu einem Verkehrsunfall. Über Unfälle, bei denen infolge des Fahrverkehrs auf öffentlichen Wegen und Plätzen Personen getötet oder verletzt oder Sachschäden verursacht worden sind, wird laufend eine Bundesstatistik geführt. Auf diese Weise können die gesammelten Daten miteinander verglichen und Maßnahmen ergriffen werden, um beispielsweise bestimmten Unfallursachen entgegenzuwirken.
Warum werden Unfallstatistiken geführt?
Um die Ursachen von Verkehrsunfällen zu erfassen und Maßnahmen zu ergreifen, um diese zukünftig zu vermeiden.
Welche Unfallursache tritt statistisch am häufigsten auf?
Unfälle mit Personenschäden gehen am häufigsten auf Fehler beim Abbiegen, Wenden, Rückwärtsfahren sowie Ein- und Anfahren zurück.
Wo gibt es laut Statistik die meisten Verkehrsunfälle?
Die meisten Unfälle im Straßenverkehr passieren innerhalb von geschlossenen Ortschaften. Das Statistische Bundesamt beschäftigt sich gründlich mit der Entwicklung des Unfallgeschehens im Verkehr und präsentiert seine Ergebnisse jeweils monatlich sowie jährlich in ausführlichen Statistiken. Dank diesen umfangreichen Darstellungen können Veränderungen erkannt und im Anschluss mögliche Maßnahmen zur Verbesserung gefunden werden.
Der Unfallstatistik des Statistischen Bundesamtes zufolge kam es im Jahr 2015 zu knapp 2,50 Millionen Unfällen. Dabei ist jedoch zu beachten, dass längst nicht alle Verkehrsunfälle gemeldet werden - die Dunkelziffer könnte entsprechend noch höher sein. Im Jahr 2015 ereigneten sich insgesamt 3.475 tödliche Unfälle. Gemäß Statistik ist diese Zahl damit das zweite Jahr in Folge angestiegen, dieses Mal um 2,9 Prozent. 1970 wurden insgesamt 21.000 Verkehrstote in Deutschland verzeichnet.
Die hohen Unfallzahlen in Deutschland sind statistisch gesehen im Jahr 2015 zumindest teilweise auf die Wetterverhältnisse zurückzuführen. Da der Winter sehr mild war und darauf zudem ein sehr regenarmer und warmer Frühling folgte, wiegten sich scheinbar einige Kraftfahrer in Sicherheit und waren zu schnell unterwegs. In ihrem sogenannten Verkehrssicherheitsprogramm eröffnete die Bundesregierung bereits im Jahr 2011, die Zahl der tödlichen Verkehrsopfer bis 2020 um ganze 40 Prozent verringern zu wollen. Im Durchschnitt bräuchte es dafür jedoch pro Jahr 178 Verkehrstote weniger, was zumindest bis jetzt nicht der Fall ist.
Unfallbeteiligung verschiedener Verkehrsteilnehmer
Da es sich bei Pkw um das am meisten genutzte Verkehrsmittel in Deutschland handelt, werden Autofahrer im Gegensatz zu anderen Verkehrsteilnehmern auch öfter in einen Unfall verwickelt. Knapp 380.000 Autofahrer wurden im Jahr 2015 in einen Unfall mit Personenschaden verwickelt. In 55,5 Prozent der Fälle lag die Schuld übrigens beim Pkw-Fahrer selbst. Die Unfallstatistik besagt weiterhin, dass 46,8 Prozent der Verkehrstoten und 55,8 Prozent der Verletzten in einem Pkw unterwegs waren. Demnach verunglückte jeder zweite Verkehrstote laut Statistik 2015 in einem Auto.
Auch wenn Autounfälle der Statistik zufolge absolut keine Seltenheit sind, tragen Pkw-Fahrer dabei durchschnittlich weniger Schaden davon als andere Verkehrsteilnehmer. Der Tod von 2.049 Menschen im Straßenverkehr kann beispielsweise laut Unfallstatistik auf das Fehlverhalten von Autofahrern zurückgeführt werden.
Sobald die ersten Sonnenstrahlen die Fahrbahn berühren, schießen Motorradfahrer wie Pilze aus dem Boden. Für viele Biker steht ihr Gefährt für Freiheit, Jugendlichkeit und Abenteuerlust. Es ist kein Geheimnis, dass Motorradfahrer meist schwere Schäden davontragen, wenn sie in einen Unfall im Straßenverkehr verwickelt werden. Aufgrund der nicht vorhandenen Knautschzone, wie sie beispielsweise bei einem Pkw vorhanden ist, sowie der hohen Geschwindigkeiten, die gefahren werden, sind gerade Biker bei einem Verkehrsunfall vor schweren bis tödlichen Verletzungen nicht gefeit. An 15 Prozent der Unfälle mit Personenschaden war laut Unfallstatistik ein Motorrad beteiligt. Es bedarf dazu nicht einmal eines anderen Fahrzeuges - sobald Kurven zu scharf geschnitten oder die eigenen Fähigkeiten falsch eingeschätzt werden, kann es zu einem Unfall kommen.
An insgesamt 32.500 Unfällen mit Personenschaden waren im Jahr 2015 der Unfallstatistik des Statistischen Bundesamtes zufolge Lastkraftwagen beteiligt. 2011 lag dieser Wert noch bei 36.059. Es verunglückten laut Unfallstatistik insgesamt 9.596 Insassen von Lastkraftwagen und 30.761 andere Verkehrsteilnehmer. Die Folgen nach einem Verkehrsunfall mit einem Lkw sind demnach für die Unfallgegner um einiges gravierender. Das Risiko, bei einem Lkw-Unfall zu sterben, ist für die Unfallbeteiligten aufgrund des hohen Gewichts der Fahrzeuge viermal höher als für die Lastkraftwagenfahrer selbst.
Es sollte außerdem erwähnt werden, dass sich die Ursachen laut Unfallstatistik am Alter der Fahrer orientieren.
Im Jahr 2015 gab es der Unfallstatistik zufolge 78.068 Verkehrsunfälle, bei denen Fahrradfahrer Schaden davontrugen. Leicht verletzt wurden dabei 63.458, schwere Verletzungen erlitten 14.227 Radler. Insgesamt kamen 383 ums Leben. 19,8 Prozent aller im Jahr 2015 verletzten und 11,1 Prozent aller getöteten Personen waren mit dem Rad unterwegs. Das Verletzungsrisiko ist für diese Kategorie demzufolge höher als das Risiko, bei einem Unfall ums Leben zu kommen.
Risikogruppen: Kinder und Senioren
Die Risikogruppen sind laut Unfallstatistik Kinder und Senioren. Insgesamt 13.685 Senioren wurden 2015 in einen Fahrradunfall verwickelt. Davon wurden 9.674 leicht verletzt, 3.813 jedoch schwer. Bei Kindern (unter 15 Jahren) kam es zu 9.073 Radunfällen. Leichtverletzte gab es 2015 7.891, Schwerverletzte 1.165. Getötet wurden glücklicherweise „nur“ 17 Kinder, die mit dem Fahrrad unterwegs gewesen waren.
90,8 Prozent aller Radunfälle mit Personenschaden im Jahr 2015 ereigneten sich innerhalb geschlossener Ortschaften. 61,6 Prozent der Fahrradfahrer verstarben innerorts. 95,5 Prozent aller Fußgänger, die 2015 der Unfallstatistik zufolge bei Verkehrsunfällen verletzt wurden, zogen sich die Verletzungen innerhalb geschlossener Ortschaften zu. 70,2 Prozent verstarben innerorts. Generell kamen mehr Fußgänger und Radfahrer in Ortschaften ums Leben als Pkw-Fahrer.
Generell waren der Unfallstatistik zufolge 7,9 Prozent aller bei Verkehrsunfällen verletzten Personen zu Fuß unterwegs. In Bezug auf getötete Verkehrsteilnehmer liegt dieser Wert bei 15,5 Prozent. Von insgesamt 3.495 Verkehrstoten im Jahr 2015 war jeder sechste ein Fußgänger.
Altersgruppen im Fokus der Unfallstatistik
Das Statistische Bundesamt beschäftigt sich in seiner Unfallstatistik ebenfalls mit gewissen Altersgruppen von Verkehrsteilnehmern und untersucht, wie oft welche Gruppe in Verkehrsunfälle involviert wurde. Werden Kinder in Verkehrsunfälle verwickelt, ist dies besonders tragisch. Oft sind sich die Knirpse schlichtweg nicht im Klaren darüber, welche Gefahren im Straßenverkehr lauern. Der Unfallstatistik zufolge wurden im Jahr 2015 insgesamt 28.235 Kinder verletzt, 84 starben. Alle 19 Minuten wurde ein Kind durchschnittlich das Opfer eines Verkehrsunfalls. Die meisten Kinder unter sechs Jahren reisen in der Regel mit ihren Eltern im Auto, weshalb insgesamt 63,2 Prozent in einem Pkw verunfallten. Jedes vierte Kind in diesem Alter wurde 2015 in einen Verkehrsunfall mit dem Rad involviert, jedes dritte zu Fuß. Dies ist unter anderem darin zu begründen, dass die Kleinen immer selbstständiger werden und entweder mit dem Rad oder als Fußgänger den Weg zur Schule antreten.
Übrigens: Mädchen werden seltener in Unfälle im Straßenverkehr verwickelt (43,9 Prozent) als Jungen (56,1 Prozent).
Jugendlichen ist es ab einem Alter von 15 Jahren erlaubt, Kraftfahrzeuge im Verkehr selbst zu steuern (Mofa, Moped, Leichtkraftrad). Bereits mit 17 können sie zudem eine Fahrerlaubnis der Klasse B („Begleitetes Fahren“) erwerben und zusammen mit einer Begleitperson ein Auto im Straßenverkehr führen. Im Jahr 2015 verunfallten im Durchschnitt jeden Tag 54 Jugendliche zwischen 15 und 17 Jahren im Verkehr. Dies sind gemäß Unfallstatistik insgesamt 19.820 Jugendliche im gesamten Jahr, wovon 72 ums Leben kamen. 33 der Unfallopfer starben auf einem Kraftrad, 20 mussten ihr Leben in einem Pkw lassen. Die Hauptschuld als Fahrer eines Autos bei einem Unfall mit Personenschaden trugen übrigens knapp 280 Jugendliche. 473 waren als Autofahrer in dieser Art von Verkehrsunfällen beteiligt.
Es sind laut Unfallstatistik meist junge Fahrer, welche die Schuld an schweren Verkehrsunfällen tragen. Durch ihre Leichtsinnigkeit und ihren Mangel an Erfahrung schätzen sie Situationen oft falsch ein bzw. überschätzen schlichtweg ihre eigenen Fähigkeiten. 66.156 junge Erwachsene im Alter zwischen 18 und 24 wurden im Jahr 2015 in Verkehrsunfälle verwickelt. 473 von ihnen kamen dabei sogar ums Leben. Keine andere Altersgruppe wurde zudem im Jahr 2015 in so viele Unfälle mit einem Pkw verwickelt, wie die der zwischen 18- und 24-Jährigen (69,6 Prozent).
Übrigens: Der Unfallstatistik zufolge waren auch in der Kategorie der jungen Erwachsenen mehr männliche Fahrer in Verkehrsunfälle involviert. 45,5 Prozent der Unfallopfer waren Frauen, 54,5 Prozent Männer. Insgesamt starben im Jahr 2015 60,7 Prozent in einem Pkw, wobei 74,6 Prozent der Autofahrer selbst am Steuer saßen.
Immer wieder wird darüber diskutiert, ob Kraftfahrer ab einem gewissen Alter ihren Führerschein nicht lieber abgeben sollten. Einige hätten ihr Fahrzeug nicht mehr ausreichend unter Kontrolle und würden daher ein höheres Unfallrisiko provozieren. Zudem sind ältere Menschen der Unfallstatistik zufolge heutzutage um einiges mobiler als noch vor einigen Jahren. Dieses aktive Verhalten im Straßenverkehr im Hinterkopf, sind die Unfallzahlen aus dem Jahr 2015 keine Überraschung: 48.690 Personen ab 65 Jahren wurden bei Verkehrsunfällen laut Unfallstatistik verletzt, 50 Prozent davon in einem Auto. Insgesamt 1.024 Senioren kamen 2015 bei Verkehrsunfällen ums Leben.
Oft verhält es sich so, dass jüngere Menschen die Folgen nach einem Unfall leichter wegstecken als ältere. Durchschnittlich sind die Unfallfolgen bei Senioren gemäß Unfallstatistik jedoch auch um einiges schwerer. Dies beweisen folgende Zahlen: 21,1 Prozent der gesamten Unfallopfer des Jahres 2015 waren Senioren, getötet wurden hingegen 29,6 Prozent.
Auch wenn es immer wieder zu Diskussionen darüber kommt, ob Senioren nun öfter Unfälle verursachen als jüngere Fahrer - die Unfallstatistik besagt Folgendes: Im Jahr 2015 wurden insgesamt 210.000 Verkehrsunfälle mit Personenschaden von Autofahrern verursacht. Jeder fünfte Pkw-Fahrer, der einen Unfall verschuldet hatte, war jedoch zwischen 18 und 24 Jahren alt. Weiterhin wurden aufgrund des Fehlverhaltens von Autofahrern im Jahr 2015 2.049 Menschen getötet. 275 davon konnten laut Unfallstatistik auf Fehler von Senioren (75 plus) zurückgeführt werden, 416 hingegen auf die Fehler jüngerer Fahrer.
Unfallgeschehen nach Ortslagen
Das Statistische Bundesamt befasst sich unter anderem auch mit dem Unfallgeschehen nach Ortslagen. Bei den Untersuchungen im Jahr 2015 stellte sich heraus, dass sich wie in den Jahren zuvor die meisten Verkehrsunfälle innerhalb geschlossener Ortschaften ereigneten. Dies bedeutet jedoch nicht automatisch, dass auch die meisten Menschen innerhalb geschlossener Ortschaften im Zuge eines Verkehrsunfalls ihr Leben lassen mussten. Das Risiko ist laut Statistik für Verkehrstote in Deutschland auf Landstraßen am größten. Dies ist unter anderem in den hohen Geschwindigkeiten begründet, die dort gefahren werden. Natürlich ist das auch auf der Autobahn der Fall, dort befinden sich jedoch weniger Faktoren, die das Unfallrisiko noch erhöhen. Vor allem bei ausländischen Kraftfahrern sind die deutschen Autobahnen sehr beliebt, da auf vielen Abschnitten keine Geschwindigkeitsbegrenzung herrscht. Es gilt oft lediglich eine Richtgeschwindigkeit von 130 km/h, an der sich die Fahrer orientieren sollen.
Im Jahr 2015 konnten laut Unfallstatistik insgesamt 20.113 Verkehrsunfälle mit Personenschaden auf Autobahnen in Deutschland verzeichnet werden. 414 Personen starben, 5.834 erlitten schwere Verletzungen. Getötet wurden 380 Menschen, wobei 255 in einem Auto, 86 in einem Lkw und 39 zu Fuß unterwegs waren.
Was wohl niemanden überraschen wird: Die meisten Unfälle auf der Autobahn im Jahr 2015 sind auf zu schnelles Fahren zurückzuführen. 6.916 Unfälle geschahen gemäß Unfallstatistik auf der Autobahn aufgrund zu hoher gefahrener Geschwindigkeiten. Trotzdem gelten deutsche Autobahnen im Gegensatz zu den Landstraßen immer noch als relativ sicher: Nur jeder fünfzehnte Verkehrsunfall mit Personenschaden geschah im Jahr 2015 der Unfallstatistik zufolge auf der Autobahn.
Wie bereits erwähnt, starb die Mehrheit der Verkehrsteilnehmer auf Landstraßen. Insgesamt waren es 1.997 Tote im Jahr 2015, was 57,7 Prozent aller getöteten Personen im Verkehr ausmacht. Laut Statistik führten meist Autounfälle zu Todesopfern auf Landstraßen. Dies betraf insgesamt 1.148 Menschen. 505 tödliche Motorradunfälle kamen gemäß Statistik auf Landstraßen 2015 noch hinzu. 146 Radfahrer und 121 Fußgänger mussten dort ihr Leben lassen.
Doch wo liegt die Ursache für eine derart hohe Unfallrate auf Landstraßen? Der Unfallstatistik zufolge sind Geschwindigkeitsüberschreitungen auch hier die Wurzel allen Übels. 751 Personen verstarben insgesamt nach Unfällen wegen zu schnellem Fahren auf Landstraßen. Oft verhielt es sich scheinbar so, dass die betroffenen Fahrer von der Straße abkamen, weil sie die Kontrolle über das Fahrzeug verloren hatten.
Innerhalb geschlossener Ortschaften sind grundsätzlich die meisten Verkehrsteilnehmer unterwegs. Nicht nur Autofahrer, sondern auch Fußgänger, Lkw-, Bus- und Radfahrer versuchen tagtäglich, sich ihren Weg durch die teils schmalen Gassen zu bahnen. Fußgänger und Fahrradfahrer werden weder auf Landstraßen noch auf Autobahnen so oft angetroffen wie innerorts. 70,2 Prozent aller Fußgänger, die laut Unfallstatistik 2015 im Verkehr starben, kamen innerorts ums Leben. In Bezug auf Fahrradunfälle spricht die Statistik von 61,6 Prozent. Insgesamt benennt die Statistik 1.048 Unfalltote, die im Jahr 2015 innerhalb geschlossener Ortschaften ihr Leben lassen mussten. Bei jedem vierten Unfalltoten handelte es sich innerorts übrigens um einen Fußgänger, der die Straßenseite wechseln wollte und dabei mit einem Fahrzeug zusammenstieß.
Die Verkehrsaltersgruppe „Junge Fahrer“ im Alter von 16 bis 25 Jahren ist in der Unfallstatistik gegenüber ihrem Anteil an der Gesamtbevölkerung überrepräsentiert und immer im besonderen Fokus der Unfallbetrachtung der Polizei.
Ein Beispiel aus Herford zeigt, wie schnell es zu Unfällen kommen kann: Weil ein 21-jähriger Leichtkraftradfahrer nicht warten wollte, ist am Donnerstag (25. Juli) ein 16-jähriger Pedelec-Fahrer leicht verletzt worden. Der Unfall ereignete sich auf der Lübbecker Straße in Richtung Enger. Gegen 16.30 Uhr traf der junge Motorradfahrer hier in Höhe des Kämpenwegs auf eine vor ihm verkehrsbedingt haltende Fahrzeugkolonne.
Ursprünglich fuhr der Leichtkraftradfahrer aus Bielefeld an der wartenden Schlange vorbei. Weil ihm schließlich Gegenverkehr entgegenkam, brach er den Vorgang aber ab und scherte zwischen einem LKW und PKW nach rechts ein, während letzterer gerade bremsen musste. Um einen Auffahrunfall zur vermeiden, fuhr der 21-Jährige nach rechts auf den Seitenstreifen, auf dem ein Pedelecfahrer aus Kirchlengern fuhr, der in Richtung Eickum unterwegs war. Die beiden Zweiräder berührten sich, wobei der 16-Jährige auf die Fahrbahn stürzte und sich leicht verletze. Ein Rettungswagen wurde zum Unfallort gerufen, um den leicht verletzten 16-jährigen Pedelec-Fahrer zu versorgen.
Die Polizei mahnt wegen vieler Unfälle bei jungen Leuten. Die macht in ihrem Jahresbericht Verkehr zur Unfallstatistik auf diesen Sachverhalt aufmerksam.
| Verkehrsteilnehmer | Anzahl der Unfälle mit Personenschaden | Anteil an allen Verletzten | Anteil an allen Getöteten |
|---|---|---|---|
| Pkw-Fahrer | ca. 380.000 | 55,8% | 46,8% |
| Motorradfahrer | 15% der Unfälle mit Personenschaden | - | - |
| Lkw-Insassen | 32.500 | - | - |
| Fahrradfahrer | 78.068 | 19,8% | 11,1% |
| Fußgänger | - | 7,9% | 15,5% |
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