Auch als Hobbyfotograf lassen sich mit einer Action-Cam coole Videos für die eigene Sammlung anlegen. In unserer Kaufberatung geben wir Aufschluss darüber, welche Action-Cam ihren Preis wirklich wert ist.
Die Top-Modelle im Überblick
Moderne Actioncams sind wahre Alleskönner und für Radfahrer, die ihre Abenteuer auf zwei Rädern festhalten wollen. Die neuen Modelle bieten eine beeindruckende Auswahl an Features - von Auflösungen jenseits von Ultra-HD, superhohen Bildfrequenzen für Zeitlupen bis hin zu stabilisierten Aufnahmen, die selbst die krassesten Mountainbike-Trails beinahe ruckelfrei halten. Wir werfen einen Blick auf die aktuellsten Modelle und helfen dir dabei, die perfekte Actioncam für deine Gravel-, Mountainbike- oder E-Bike-Abenteuer zu finden.
GoPro Hero 13 Black
Der Platzhirsch im Actioncam-Game: An GoPros Hero-Reihe kommt seit Jahren niemand vorbei. Das gilt einmal mehr für 2024: Neu hinzugekommen sind beim Topmodell Hero 13 Black austauschbare Objektive, neben dem bekannten Ultraweitwinkel gibt es nun eine Makro-Linse für Nahaufnahmen sowie ein ultrabreites Anamorph-Objektiv für den ganz speziellen Filmlook. Ebenfalls neu dabei ist ein GPS-Modul, Daten wie Geschwindigkeit können jetzt direkt in der Kamera eingeblendet werden. Der neue Akku soll länger halten als der alte, die Hero 13 ist aber nicht kompatibel mit den Stromspeichern vorangegangener Heros.
- Vorteile: Hervorragende Bildqualität, beste Bildstabilisierung GPS, Dateneinblendung, bis zu 400 Bilder/Sek. im Foto-Modus Gehäuse unterstützt neue Objektiv-Module (Makro, Ultraweit, Anamorph)
- Nachteile: neuer Akku, nicht rückwärtskompatibel mit den alten teuer, erst recht mit Extra-Objektiven
DJI Osmo Action 5 Pro
Auch die Osmo Action 5 Pro ist auf dem Papier ein richtig guter Deal. Die Bildstabilisierung schaut top aus, zudem gibt es einen internen Speicher, mit rund vier Stunden soll die Osmo zudem sehr lange aufzeichnen können. Und knapp 80 Euro günstiger als die Hero 13 Black ist sie auch noch. Schade jedoch: Das praktische Makro-Objektiv der GoPro-Konkurrenz sucht man vergebens, die eingesetzte Magnethalterung brachte uns schon bei den Vorgängern im harten Traileinsatz leichte Mikroruckler ins Bild.
- Vorteile: Hervorragende Bildqualität, super Bildstabilisierung interner Speicher, erweiterbar, OLED-Displays vorn/hinten sehr gute Akkulaufzeit gerade im Vergleich zur GoPro recht günstig
- Nachteile: kein Makro- oder Anamorph-Objektiv verfügbar Magnethalterung nicht ideal für ruckelige Action
Insta360 Ace Pro 2
Insta360 fällt immer wieder mit vergleichsweise wilden GoPro-Konkurrenten auf. Nicht minder innovativ geht die Ace Pro 2 in den Kampf um die Gunst der Käuferschaft: Satte 8k Videoauflösung soll sie bieten - das ist Rekord in dieser Übersicht. Zwar gibt es nur vereinzelt entsprechende Fernseher, die solche Pixelmassen unterstützen, im Videoschnitt eröffnen sich so aber größere Nachbearbeitungsmöglichkeiten. Das Leica-Objektiv ist leider nicht wechselbar, dafür gibt's eine Anbindung zu Garmin-Geräten und Apple-Watches. Cool zudem: Insta360 verspricht dank eines neuentwickelten Mikrofons den besten Sound der Klasse.
- Vorteile: Erste Actioncam mit 8k-Aufnahme nach vorne schwenkbares Display (Mitbewerber sind starr) kompatibel mit Garmin- und Apple-Geräten für Datenaufzeichnung
- Nachteile: eher teuer keine Extra-Objektive verfügbar schwache Akkulaufzeit laut Herstellerangabe
Die beste Kombination aus Benutzerfreundlichkeit, Leistung und Qualität bietet die GoPro Hero 12 Black, die dank HyperSmooth-5.0-Stabilisierung selbst unter den extremsten Bedingungen ruhige und flüssige Aufnahmen zustande bringt. Die hochauflösende Videoaufnahme in 4K und 5.3K sorgt für ein entsprechend knackiges und detailreiches Bild - auch die Darstellung von Farben ist realistisch und lebendig. Sowohl über den Touchscreen als auch über die Sprachsteuerung ist die Action-Cam für jedermann leicht zugänglich. Dem gegenüber steht jedoch auch ein hoher Preis, den man erst einmal bereit sein muss zu zahlen. Immerhin scheint sie in vielerlei Hinsicht ihrem Vorgänger GoPro Hero 11 Black zu gleichen. Das zeigt unter anderem derselbe verbaute Akku, der gerade bei intensiver Nutzung in hoher Auflösung relativ schnell an Kapazität verliert.
Dass die Action-Cam an ihre Grenzen kommt, zeigt sie relativ deutlich, indem sie überhitzt und sich bei zu hoher Temperatur automatisch ausschaltet. Sie hat aber auch einige neue Features zu bieten: Durch den zusätzlichen Mikrofoneingang für externe Mikrofone, zwei weitere Mikrofone an der Kamera selbst sowie BSI-Sensor und vertikaler Aufnahmemöglichkeit hebt sie sich klar von ihrem Vorgänger ab.
Als probate Alternative hat sich die DJI Osmo Action 4 erwiesen. Sie bietet für alle möglichen Anwendungsgebiete das passende Komplettpaket - sei es Angeln, Motorrad-Bergfahren, Vlogging, Radrennsport, Ski oder Tauchen. Detailgetreue Aufnahmen sind in 4K-Qualität bei hoher Farbgenauigkeit selbst bei schwierigen Lichtverhältnissen möglich. Mit der RockSteady-Stabilisierungstechnologie sorgt die Action-Cam selbst in turbulenten Situationen für ein außergewöhnlich ruhiges Bild. Die Menüführung ist intuitiv und überzeugt in puncto Benutzerfreundlichkeit bei Einsteigern und Kennern gleichermaßen - hier ist sie der GoPro Hero 12 je nach persönlicher Präferenz vielleicht sogar einen kleinen Schritt voraus. Etwas kürzer als bei der GoPro Hero 12 Black fällt die Akkulaufzeit der DJI Osmo Action 4 aus. Bei längeren Touren kann es daher etwas knapp werden - andernfalls muss man sich um einen Ersatzakku bemühen. Obwohl sie schwierige Lichtverhältnisse gut meistert, sieht es bei Verhältnissen mit wenig Licht eher düster aus: In dunklen Umgebungen kann es zu Qualitätseinbußen kommen. Die Action-Cam ist mit einem Mikrofon ausgestattet, das solide ist, aber nicht an Spitzenmodelle heranreicht. Abseits davon ist das Gesamtpaket überzeugend.
Wer eine gute Action-Cam für den kleinen Geldbeutel sucht, der ist mit der Akaso Brave 7 LE am besten bedient. Die Budget-Kamera hat neben dem allgemeinen Leistungsumfang auch noch zahlreiches Zubehör, das sich bei Bedarf nachkaufen lässt. Neben zahlreichen Halterungen für unterschiedliche Nutzung gibt es beispielsweise eine wasserdichte Hülle oder auch eine Fernbedienung für die Fernsteuerung. Das Hauptaugenmerk liegt aber vor allem auf dem Dual-Display: Der Frontbildschirm eignet sich perfekt für Selfies und Vlogs, während der hintere Bildschirm als Touchscreen die allgemeine Bedienung ermöglicht. Natürlich kann sie nicht mit den höherpreisigen Modellen mithalten und hat mit schweren Lichtverhältnissen zu kämpfen. Mit Blick auf das Preis-Leistungs-Verhältnis sticht die Kamera aber durchaus positiv heraus. Selbst die Bildstabilisierung ist für ein so günstiges Gerät anständig. Darüber hinaus bleibt sie bis zu zwei Meter unter Wasser dicht.
Bei der Akkulaufzeit zeigen sich erste Defizite: Allzu lange Aufnahmen sind mit der Akaso Brave 7 LE nicht möglich. Auch die Benutzeroberfläche ist teilweise träge und nicht so reaktionsschnell, wie es bei Konkurrenzprodukten der Fall ist.
Wenn man nach einer besonders hochauflösenden Action-Cam-Erfahrung sucht, dann empfiehlt sich ein Blick auf die Insta360 Ace Pro. Mit ihren 8K-Videoaufnahmen bei 24 Bildern pro Sekunde spielt sie in einer eigenen Liga. Der Detailgrad und die Schärfe der Aufnahmen sind mit diesem Modell besonders hoch. Mit der FlowState-Stabilisierung ist das Ausgangsmaterial immer flüssig und es gibt keine unangenehmen Ruckler, die einen negativen Effekt auf den Entertainment-Faktor des Endprodukts haben. Die Qualität der Insta360 Ace Pro hat aber auch ihren Preis und ist somit eines der teuersten Geräte in unserem Vergleich. Es ist zudem das größte und schwerste Exemplar. Je nach Anwendungsgebiet könnte das ein Manko darstellen. Zudem können die wenigsten Nutzer etwas mit den fortschrittlichen Funktionen und der hohen Auflösung anfangen. Für Einsteiger in die Action-Cam-Welt ist das Produkt womöglich zu komplex und mehr verwirrend als bereichernd.
Für 360-Grad-Aufnahmen kommt vor allem die GoPro Max infrage. Es sind insgesamt zwei Linsen verbaut, die nahtlose sphärische Aufnahmen ermöglichen. Man kann sie entweder im Hero- oder im 360-Grad-Modus betreiben. Letzteres sorgt für besonders hochauflösende Aufnahmen, die klar und detailreich sind. Die Max-HyperSmooth-Stabilisierung macht dabei aus jedem rasanten Abenteuer ein nachempfindbares und leicht zu verfolgendes Erlebnis. Das Bild des Endprodukts ist dabei stets stabilisiert und flüssig. Die Benutzeroberfläche ist während des Prozesses hilfreich und leicht zu bedienen.
Da sich die GoPro Max vor allem auf die 360-Grad-Aufnahmen fokussiert, liegen hier ihre Stärken - und dementsprechend die Schwächen in „normalen“ Videodrehs im Hero-Modus. Während sie auf ihrem Spezialgebiet eine 5.6K-Auflösung mit 30 Bildern pro Sekunde abliefert, kommt im normalen Action-Cam-Betrieb nur noch eine Full-HD-Auflösung mit 60 Bildern oder eine etwas höhere Auflösung mit 1.440 Pixeln zustande. Das ist immer noch gut, der qualitative Schwerpunkt liegt eindeutig auf den 360-Grad-Aufnahmen. Der Akku spiegelt den Leistungsunterschied ebenfalls wider: Im 360-Grad-Modus hält er knapp über eine Stunde im Dauereinsatz durch, im Full-HD-Modus sind es beinahe drei Stunden.
Wichtige Eigenschaften einer Action-Cam
In erster Linie kommt es bei der Wahl der richtigen Action-Cam auf den jeweiligen Nutzen an. Darüber hinaus gibt es aber auch einige Eigenschaften, die jedes Exemplar mitbringen sollte.
Robustheit und Wasserdichtigkeit
Zu den wichtigsten Aspekten zählen die Robustheit und eine gewisse Wasserdichtigkeit: Stürze und eine Tiefe von bis zu einem Meter unter Wasser sollten sie unbeschadet überstehen können.
Benutzerfreundlichkeit
Die Steuerung sollte intuitiv und selbst unter extremen Bedingungen bedienbar sein. Ein Touchscreen könnte von Vorteil sein - nutzt man die Action-Cam hingegen mit Handschuhen, ist eine Tastensteuerung vorteilhafter.
Bildstabilisierung
Die Qualität der Bildstabilisierung kann stark variieren und sollte nach den eigenen Bedürfnissen gewählt werden. Daher stellt sich vorab die Frage, wie flüssig das Bild sein muss und ob man kleine Verwacklungen in Kauf nehmen kann. Die digitale Bildstabilisierung einer Action-Cam schneidet das Bild leicht zu, um die ruckartigen Bewegungen auszugleichen. In manchen Fällen ist es daher besser, wenn man sich für eine Kamera mit höherer Auflösung entscheidet: Wenn das Videomaterial in 4K-Auflösung aufgenommen wird, sieht es im zugeschnittenen Zustand besser aus als das zugeschnittene Videomaterial in Full-HD (1080p).
Zusatzeffekte und Kompatibilität
Einige Action-Cams sind sogar mit Smartphones kompatibel. Dadurch kann man das gefilmte Material sehr einfach übertragen, bearbeiten und teilen. Die meisten Kameras verfügen zudem über ein mehr oder weniger großes Repertoire an Zusatzeffekten. Viele von ihnen sind mit Slow-Motion-Effekten (Aufnahme in Zeitlupe) ausgestattet - 120 Bilder pro Sekunde sind in der Regel möglich. Topmodelle warten mit kreativeren Methoden wie Hyperlapse auf. Viele Effekte kann man aber auch ganz leicht in der entsprechenden Videosoftware nachempfinden.
Zubehör
Hierfür könnte die Anschaffung von Zubehör wie Stativ, Teleskop-Haltegriff oder Befestigungsgurt für die unterschiedlichsten Körperteile sinnvoll sein. Ist kein Mikrofon integriert, lohnt sich außerdem der Kauf einer externen Lösung - einzelne Modelle ermöglichen aber auch die Verbindung mit einem Headset via Bluetooth, um den Ton aufzunehmen. Vor dem Kauf sollte man also unbedingt auf die Ausstattung sowie auf verfügbares Zubehör achten.
Tipps von MTB-Influencerin Steffi Marth
Steffi Marth, eine erfahrene MTB-Influencerin, gibt wertvolle Tipps zum Filmen mit Action-Cams:
- Für Social-Media-Kanäle empfiehlt sie maximal Full HD (4:3, 1080 + 30 bis 60 Frames per Second).
- Für hochwertige Filme wählt man besser 4K.
- Für einen großen Blickwinkel wählt sie die Wide-Einstellung auf der Helmkamera.
- Wer gerne für Insta-Storys filmt, sollte die GoPro bereits hochkant am Brustgurt anbringen.
- Die Investition in eine große und vor allem schnelle Speicherkarte (mind. 100 MB/s) lohnt.
- Actionkamera aus der POVIch schwöre auf den Chesty (Brustgurt). Damit hast Du die beste Perspektive, denn man sieht Arme und Bike in Bewegung.
- Anfängerfehler bei der ActionscamWer bei der Ausrichtung patzt, der filmt in den Himmel oder auf den Boden.
- Simuliere im Stand die Haltung auf dem Trail und checke per App den Bildausschnitt Deiner Actioncam.
- Verwerte die Aufnahmen zeitnah. Musik dazu ist immer gut. Schneideprogramme gibt es etliche.
Weitere wichtige Aspekte beim Kauf einer Action-Cam
Neben den bereits genannten Eigenschaften gibt es noch weitere Aspekte, die bei der Wahl der richtigen Action-Cam eine Rolle spielen:
- Bildqualität: Die meisten Modelle können Videos in Full HD (1.920 x 1.080 Pixel) aufzeichnen, jedoch liefert Ultra HD bzw. 4K (mindestens 3.840 x 2.160 Pixel) eine deutliche Qualitätssteigerung.
- Bildwiederholungsrate: Je höher der Wert der Bildwiederholungsrate ist, desto besser können beispielsweise auch Videos in Slow-Motion wiedergegeben werden.
- Gewicht und Maße: Action-Cams müssen klein und leicht sein, damit sie ohne Probleme an Helmen oder Boards festgemacht werden können.
- Verarbeitung: Das Gerät sollte möglichst robust verarbeitet sein, damit es jedes Wetter aushält und auch bei extremen und Erschütterungen keinen Schaden trägt.
- Mikrofon: Wenn Sie zu Ihren Videos den passenden Ton haben wollen, müssen sie zu den etwas teureren Geräten mit integriertem Mikrofon greifen.
- Bedienung: Moderne Modelle verfügen meistens über einen Touchscreen, über welchen die Kamera bedient werden kann und verschiedene Einstellungen getroffen werden können.
- Akkulaufzeit: Der Akku sollte mindestens 1,5 Stunden Laufzeit bieten, wobei die tatsächliche Leistung davon abhängt, wie intensiv Sie die Action-Cam nutzen.
- Speicherkapazität: Da die Videoauflösung der Kameras immer wieder steigt, müssten auch die Karten schneller werden, um die riesige Menge an Daten abzuspeichern.
- Konnektivität: Die besten Action-Cams sind mit WiFi ausgestattet.
- Zubehör-Sets: Wenn Sie sich schon vor dem Kauf über Ihr Nutzungsverhalten bewusst sind, kann sich ein Action-Kamera-Set lohnen da diese in der Regel insgesamt günstiger ausfallen, als wenn Sie alle Teile einzeln kaufen.
Action-Cams im Test: Die besten Modelle im Vergleich
COMPUTER BILD prüft die Geräte nicht nur im Labor, sondern auch unter realen Bedingungen im Outdoor-Einsatz. Das sind wichtige Testpunkte:
- Maße und Gewicht: Je kompakter und leichter, desto besser!
- Wertigkeit und Verarbeitung: Da die Kameras Wasser, Schnee, Sand und Staub, aber auch extreme Temperaturen und Erschütterungen aushalten müssen, sind widerstandsfähige Materialien und gute Verarbeitung Pflicht.
- Bildqualität: Action-Cams sollen vor allem gute und wackelfreie Videos machen, aber auch für Fotos in ordentlicher Auflösung und natürlichen Farben sorgen.
- Audioqualität: Viele Videos überzeugen nur, wenn auch der dazugehörige Ton stimmt.
- Bedienung: Viele Mini-Kameras kommen mit einem Touchscreen, über den sich verschiedene Einstellungen vornehmen und Aufnahmen starten lassen.
- Konnektivität: Die Top-Modelle der Bestenliste verfügen über Wifi, um auch unterwegs Bilder und Videos direkt online hochzuladen.
- Akkulaufzeit: Damit der Mini-Kamera unterwegs nicht die Puste ausgeht, sollte der Akku mindestens auf 1,5 Stunden Laufzeit kommen.
Die besten Action-Cams: Testsieger und Preistipp
Die beste Action-Cam am Markt ist derzeit die starke GoPro Hero13 Black. Wer weniger ausgeben will, greift zur günstigen Somikon ZX-5437 oder zur Rollei Action One, die schon für vergleichsweise wenig Geld eine ganze Menge Technik und Zubehör bietet.
Aktuelle Smartphones verfügen in der Regel über eine beeindruckende Bildqualität, nichtsdestotrotz kann der Kauf einer Action-Cam lohnend sein. Diese sind weniger wasserempfindlich und robuster als die meisten Handys und somit kann auch an Orten fotografiert und gefilmt werden, an denen ein Smartphone lieber geschützt werden sollten.
Charakteristisch für Action-Cams sind die weitwinkeligen Fischaugen-Objektive; sie ermöglichen, einen sichtbaren Radius von ca. 180° zu erreichen. Action-Cams können durch die umfangreiche Auswahl an Zubehör an Autos, Surfbrettern oder Helmen befestigt werden und eindrucksvolle Videos und Bilder liefern.
Mit einem guten Videobearbeitungsprogramm können die besten Momente zu einem beeindruckenden Video zusammengeschnitten werden. Für viele Action-Cam-Besitzer wird das Produzieren von Videos schnell zu einem Hobby, das sie nicht mehr loslassen.
Action-Cams für Fahrradfahrer: Helmkameras im Fokus
Mit einer Helmkamera kann man nicht nur beim Motorrad fahren, Skifahren, Snowboarden oder Skateboarden beeindruckende Bilder und Videos aufnehmen, auch beim Fahrradfahren kann eine Helmkamera imposante Videoaufnahmen einfangen. Die Helmkamera wird, wie der Name schon sagt, auf dem Helm montiert.
Bei der Auswahl der richtigen Kamera, sollte man genau auf das Gewicht achten. Trägt man den Fahrradhelm für eine längere Zeit, kann sich eine schwere, an der Seite befestigte Helmkamera durchaus beim Tragen bemerklich machen.
Die Hersteller von Helmen achten zunehmend darauf, dass diese leicht sind und sich anfühlen, als würde man ohne fahren. Bei Wind kann sich ein zusätzlicher Bremseffekt bemerkbar machen. Je weniger die Kamera und die Halterung wiegt, umso besser ist dies.
Wer umfangreiche Videoaufnahmen machen möchte und die Kamera nicht immer wieder ausschalten will, der sollte auf eine hohe Akkulaufzeit achten. Hat die Kamera ein Display, sollte man dies, sofern möglich, ausschalten - So spart man viel Strom. Die Kamera um einen Zusatz-Akku erweitern.
Ist die Kamera am Helm und in der Halterung, sollte diese möglichst einfach und mit wenig Fingereinsatz gut zu bedienen sein. Optimaler Weise lassen sich alle wichtigen Funktionen wie Einschalten / Ausschalten, Videoaufnahme starten und stoppen, über einen eigenen Knopf an der Kamera bedienen.
Die Kameras werden mit spezifischen Halterungen befestigt. Bei den Halterungen gibt es verschiedene Modelle, welche zum Kleben oder zum Klippen. Fahrradhelme mit Belüftungsschlitzen können als Grundlage für die Befestigung dienen. Die Halterungen können dabei festgeklemmt oder mit einem Riemen festgeschnallt werden.
Die Halterung sollte nun so angebracht werden, dass die Kamera geradeaus zeigt und im richtigen Winkel filmt. Dabei muss man sich die Frage stellen, möchte ich vorrausschauend filmen oder direkt vor dem Fahrrad. Was die Halterung auch sein sollte, sturzfest! Eine gute Action Cam ist teuer. Fällt sie einmal herunter oder stützt man bei einem Manöver, sollte die Kamera gut geschützt sein.
Da man nie weiß wann einem etwas Spektakuläres während der Fahrt passiert, wann man den Trick mit dem BMX oder MTB steht oder der Straßenverkehr eine Überraschung für einen bereithält, filmen viele Helmkamerabesitzer die ganze Zeit. Dies geht jedoch nur, wenn die Kamera ausreichend Speicherplatz hat bzw. die Speicherkarte ausreichen groß ist.
Die Mini-Kameras können wirklich atemberaubende Bilder aufnehmen. Oft ist dies aber nur bei ausreichender Belichtung der Fall und in der Nacht kommen viele Kameras an ihre Grenzen. Es gibt einige Kameras mit Zeitraffereinstellungen für die Nacht, man kennt diese Videos bei denen der Nachthimmel und Sternenteppich eindrucksvoll aufgenommen wird. Diese Modi sind oftmals darauf optimiert, langsame Bewegungen aufzuzeichnen. Schnelle Bewegungen sind in der Nacht jedoch oft ein Problem.
Hilfreich aber kein Muss, ein GPS Empfänger. Ebenfalls hilfreich, ein Beschleunigungssensor, hiermit kann man z.B. WLAN, per WLAN lassen sich die Bilder z.B. Live auf ein Smartphone oder Tablet übertragen. Auch lässt sich die Kamera meist per WLAN und App steuern. Die Helmkamera sollte wassergeschützt und wenn möglich wasserdicht sein.
Bekannte Hersteller von Action-Cams
Einer der bekanntesten Hersteller dürfte die Marke GoPro sein. Auch bekannte Hersteller wie Sony oder Panasonic stellen kleine Action Kameras her.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
- Welche Action-Cam macht die besten Fotos und Videos? Die beste Action-Cam kommt von GoPro. Mit der Hero13 Black gelingen knackscharfe und wackelfreie Videos, die die zuverlässige Bildstabilisierung zusätzlich glatt zieht. Ähnlich bildgewaltig ist nur die DJI Osmo Action 3 unterwegs.
- Welche Action-Cam taugt für Anfängerinnen und Anfänger? Alle GoPro und DJI-Modelle sind leicht zu bedienen und damit auch für Neulinge geeignet. Wer ins actiongeladene Filmen erst einmal hineinschnuppern will, greift zu günstigeren Geräten, etwa von Rollei und Easypix/GoXtreme.
- Wie erkenne ich eine gute Action-Cam? Wichtig sind ein robustes Gehäuse, eine ordentliche Akkulaufzeit und je nach geplantem Einsatzgebiet passendes Zubehör. Beim Filmen sollte mindestens HD-, besser 4K-Auflösung zum Einsatz kommen. Bei viel Action sorgt obendrein eine zuverlässige Bildstabilisierung für ruhige und wackelfreie Bilder.
- Was kostet eine gute Action-Cam? Wer in 4K und wackelfrei filmen will, muss mindestens 300 bis 400 Euro hinblättern. Auch günstigere Action-Cams machen Freude, sparen aber in der Regel bei Akkulaufzeit und Bildstabilisierung oder verzichten auf Farbdisplay und Handy-App.
- Welche Action-Cam-Hersteller gibt es? GoPro ist der Marktführer und hat die besten Cams im Sortiment. Auf Augenhöhe: DJI mit seiner Osmo Action 3.
Vergleichstabelle: Action-Cams
| Modell | Max. Auflösung | Akkulaufzeit (ca.) | Besondere Merkmale |
|---|---|---|---|
| GoPro Hero 13 Black | 5.3K bei 60 FPS / 4K bei 120 FPS | 90 Minuten (4K 30 FPS) | Austauschbare Objektive, GPS, Dateneinblendung |
| DJI Osmo Action 5 Pro | 4K bei 120 FPS | 240 Minuten | Interner Speicher, OLED-Displays vorn/hinten |
| Insta360 Ace Pro 2 | 8K bei 30 FPS / 4K bei 120 FPS | 180 Minuten (Full-HD 24 FPS) | Leica-Objektiv, schwenkbares Display, 8K-Aufnahme |
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