Action Sports Laufrad Test Vergleich: Was macht ein gutes Laufrad aus?

Der Trend bei Systemlaufrädern geht zu auffälliger Optik und breiten Messerspeichen aus Alu. Doch können die neuen Hingucker ihren herkömmlich eingespeichten Konkurrenten das Wasser reichen? Bis Mavic beschloss, den Laufradmarkt aufzumischen, bestand das Laufrad bislang aus dem, was der Markt gerade hergab: Schwarze Felge, 32 schwarze Speichen, dreifach gekreuzt eingespeicht - Speichen von DT Swiss, Naben von Shimano, Felge von Mavic.

Die Franzosen bauten ein Systemlaufrad, das nur aus Komponenten der eigenen Produktion bestand. Die Teile sollten bis ins kleinste Detail aufeinander abgestimmt sein, um eine bessere Performance bei weniger Gewicht zu erreichen. Laufräder wie das Mavic „Crossmax SL“ mit 24 breiten Alu-Messerspeichen liegen voll im Trend. Aber sind diese Konstruktionen auch technisch sinnvoll? Bringen sie dem Biker Vorteile im Gelände? Und: Was macht ein Laufrad tatsächlich schnell?

Hängt eine gute Beschleunigung wirklich von Messerspeichen aus Aluminium ab? Im Labor haben wir 22 Laufräder aus den Kategorien Cross-Country-Race/Allround und Freeride/Downhill gequält - herkömmlich eingespeichte und Systemlaufräder.

Systemlaufräder im Test: Optik vs. Performance

Die Laufräder wurden im Hinblick auf Gewicht, Trägheit, Seitensteifigkeit, Torsionssteifigkeit und Mittigkeit/Rundlauf getestet. Auch im Praxistest mit mehreren Testfahrern mussten sich die Laufräder beweisen.

Am Ende stand der teuerste Laufradsatz Standard von Lightweight auch als unumstrittener Sieger fest. Lightweight in der dritten Generation bleibt das Maß der Dinge bei den hochwertigen Carbonlaufrädern“, so das Fazit. 2490 EUR kostet der Satz. Gesamturteil: „überragend“. Doch das Geld ist gut angelegt. Bestnoten in allen Teilbereichen.

Drei Anbieter konnten sich mit der Note „sehr gut“ hinter der Spitze positionieren. Mavics Cosmic Carbone Ultimate sei zwar kein Leichtbauwunder, dafür aber beeindruckend steif und spürbar leichtfüßig bei Antritten. Mit niedrigem Gewicht konnte der Laufradsatz 303 von Zipp punkten. Dabei bot er ordentliche Steifigkeit und überzeugte beim Praxistest. Fulcrums Racing Speed erreichte gerade noch „sehr gut“ und hatte dies der „vorbildlichen Einspeichqualität“ zu verdanken.

Der mit Abstand schwerste Laufradsatz im Feld war der WH-R7850-C50-TU von Shimano, bei dem die „hohe Qualität der nicht zu teuren Räder“ vorbildlich erschien. Dies ergab Testnote „gut“ genauso wie für den EC 90 Aero von Easton („eine ordentliche Vorstellung“).

Abstriche machten die Tester beim K-Force Carbone von FSA. Die Räder wirkten beim Praxistest zwar komfortabel, starken Fahrern waren sie jedoch etwas zu weich. Laborwerte hätten diese "unterdurchschnittlichen Leistungen" bestätigt - Gesamtnote „befriedigend“.

Abgefallen im Laufradtest sind hingegen die Laufräder Pro VT-1 Custom von Lew-Racing, die derzeit laut RoadBike schwer angesagt seien. Außer beim Gewicht hätten die preisaggressiven Räder mit Seiten- und Torsionssteifigkeiten enttäuscht. Zudem sei die Felge bei den Abschlussmessungen gebrochen.

Carbon- und Aerolaufräder: Der Upgrade-Traum vieler Roadies

Tiefe Carbonlaufräder am neuen Rennrad - und dank perfekter Felgen- und Reifenkombination auch noch schneller? Kaum ein anderes Update verspricht so viel wie ein Satz begehrter Laufräder. Doch auch keine anderen Komponenten kosten so viel. Welcher Laufradsatz ist also der richtige und wie groß sind die Unterschiede? Ist teuer auch immer besser?

Wir hatten die elf spannendsten und einzigartigsten Modelle im Laufrad-Test, waren auf der lokalen Feierabendrunde und fernen Anstiegen unterwegs und haben die Räder auf Herz und Nieren getestet. Im Laufrad-Test sind alle großen und wichtigen Hersteller vertreten. Von Carbon-Pionieren wie Lightweight, absoluten Klassikern wie Mavic und DT Swiss über etablierte Hausmarken der großen Bike-Hersteller zu den neuesten Playern in der Laufradwelt.

Und welche Kennzahl ist für Dropbar-Bikes wichtiger als die Felgentiefe? Wir testen Laufräder im „Allround”-Segment, heißt: Räder mit Aero-Anspruch, aber ohne das Gewicht zu vernachlässigen. In diesen Bereich fallen Laufräder, die sowohl auf schnellen, flachen Strecken als auch in den Bergen die richtige Wahl sind.

Also keine 80-mm-Carbon-Bomber oder extreme Kletter-Spezialisten. Weil alle getesteten Wheels für moderne Reifen, ob tubeless oder nicht, geeignet sein sollen, achten wir auf modern gewählte Felgenbreiten und Maulweiten. Ebenfalls zur Felge gesellt sich das aktuell heiß diskutierte Hookless-Thema. In unserem Testfeld sind hakenlose sowie klassisch behakte Modelle vertreten.

Um die Unterschiede im Handling und Fahrgefühl bestimmen zu können, haben wir unter einer Vielzahl an Bedingungen getestet, waren in Südschweden auf der Suche nach den windigsten Crosswind-Passagen, haben in der Provence den Mont Ventoux erklommen und um unser Office herum den heimischen Schwarzwald unsicher gemacht. Im Back-to-back-Testing haben wir innerhalb kurzer Zeit alle Laufräder mit gleicher Bereifung, auf gleicher Strecke und mit vergleichbaren Wetterbedingungen getestet. Dabei waren alle Laufräder mit Contis GP5000 S TR in 28C und tubeless ausgestattet.

Die Compliance der Räder entscheidet viel über den tatsächlichen Einsatzbereich. Ja, Steifigkeit ist nicht gleich Compliance. Ein steifes Laufrad bedeutet vor allem ein reaktives und agiles Rad, das auf Lenkimpulse und Antritte flink reagiert und den Input direkt umsetzt. Eine Kombination aus Compliance und Steifigkeit, die aber auch stark von individuellen Präferenzen abhängt.

Je tiefer die Felgen werden, desto höher ist die Anfälligkeit bei Seitenwind? So zumindest die Faustformel, doch einige Laufräder haben spezielle Features, um dem entgegenzuwirken. Allround soll auch klettern können, daher wurde jedes Laufrad ausgiebig am Berg getestet.

Windkanal-Tests: Aerodynamik im Fokus

Wir waren mit den Laufrädern in Deutschlands neuestem radsport-spezifischen Windkanal. Getestet wurden dabei alle Laufräder im Bike bei 45 km/h Windgeschwindigkeit und mit angetriebenen Rädern. Ein aktuelles Canyon Ultimate CFR dient uns als Benchmark für moderne Racebikes. Alle Laufräder wurden mit Continental GP 5000 S TR Reifen in 28 mm Breite und Schläuchen für einen schnelleren Umbau getestet. Der Reifendruck im Test lag bei 5 bar.

Zugegeben, vor dem Test hätten wir nicht gedacht, so große Unterschiede zwischen den Laufrädern zu finden. Doch schon während der ersten Meter stellte sich heraus, es gibt zwar Ähnlichkeiten, doch kein Laufrad gleicht dem anderen.

Ergebnisse der Windkanal-Tests

Hier zeigt sich, wie schnell die Räder wirklich sind und ob die hochlobenden Marketing-Versprechen der Realität entsprechen. Erstens: Der Wert der aerodynamischen Belastung, hier angegeben mit Cx*A (aus dem Englischen als CdA-Wert bekannt), gibt an, wie viel Luftwiderstand ein Objekt hat. In unserem Fall bezieht sich dieser Wert auf das Gesamtsystem Fahrrad.

Da das Canyon Ultimate CFR, in dem die Laufräder verbaut werden, jedes Mal dasselbe ist, vergleichen wir lediglich die Unterschiede zwischen den Laufrädern. Zweitens: Die im Radsport beliebte Kennzahl Watt. Beide Werte stellen über die gemessenen Gierwinkel gemittelt eine Vergleichbarkeit zwischen den Laufrädern dar.

Welche Winkel in der Realität tatsächlich relevant sind, hängt von vielen Faktoren ab und sorgt selbst unter Experten für viel Diskussion. Für unseren Test messen wir zwischen +/- 20°, mit Messpunkten alle 2,5°.

Schon mal vorweg: Alle Laufräder im Test funktionieren hinsichtlich der Aerodynamik. Zum Vergleich hatten wir ein Einsteiger-Alu-Laufrad im Windkanal, und im Schnitt lagen die Performance-Laufräder über 12 Watt weiter vorn. Doch auch unter den Laufrädern gibt es klare Unterschiede.

Räder mit geringer Felgentiefe wie Mavic und Lightweight schneiden tendenziell am schlechtesten ab. Laufräder mit gemischten Tiefen liegen knapp darüber. Roval und Reserve setzen an Front und Heck auf verschieden profilierte Felgen mit unterschiedlicher Tiefe. Dabei ist der Gedanke, die Anfälligkeit für Seitenwind an der sensiblen Front zu minimieren und mit einem tiefen Hinterrad für gesteigerte Effizienz und einen höheren Segeleffekt zu sorgen.

Eine weitere Überraschung ist die sehr gute Performance der Bontrager Aeolus RSL 51 TLR. Denn trotz etwas veraltet wirkender Felgengeometrie funktioniert die Aerodynamik weit besser als bei der Konkurrenz mit gleicher Felgenhöhe.

Der Laufrad-Testsieger Syncros Capital SL Aero kann auf ganzer Linie überzeugen. Als modernstes Laufrad mit One-Piece-Konstruktion, innovativen Aero-Reifen und 60 mm Felgen erfüllt es sämtliche Punkte auf unserer Wunschliste mit Bravour. Dazu kommen das geringe Gewicht und ein perfekt ausbalanciertes Fahrgefühl.

Die Reserve 52|63-Laufräder sind die unangefochtenen Sieger der Herzen. Mit klassischer behakter Felgenkonstruktion, überraschend starker Aero-Performance und einem vielseitigen Fahrgefühl bestechen die Räder durch verlässliche und ausgewogene Leistung in fast jeder Situation.

Weitere Erkenntnisse aus dem Laufrad-Test

Nach all dem Sichten von Daten und dem Besprechen von Testeindrücken haben sich einige Erkenntnisse besonders herauskristallisiert. Ein paar Punkte und Features haben uns dabei nachträglich überrascht oder die Augen geöffnet. Dazu gesellen sich auch einige Dinge, die wir an unseren nächsten Laufrädern nicht missen wollen.

  • Carbonspeichen machen ein steifes Laufrad, was wiederum ein reaktives und agiles Rad bedeutet, meist geht das aber auf Kosten der Compliance.
  • Ein ungebohrtes Felgenbett, wie es Syncros, Lightweight und Mavic bieten, macht selbst den größten Tubeless-Skeptikern richtig Spaß.
  • Je tiefer die Felge und je mehr Fläche durch breite Speichen, desto mehr Angriffsfläche für den Wind.
  • Breitere Reifen bieten dank geringerem Druck mehr Grip und Compliance.
  • Im Laufrad-Test hatten wir allerdings keine Probleme, ganz im Gegenteil: Die hakenlosen Räder funktionieren problemlos und teils besser als die behakte Konkurrenz.

Ja, richtig: Gute Laufräder sind teuer. Auch der Preis von über 4.000 € für den Laufrad-Testsieger ist wohl außerhalb des Budgets der meisten von uns.

Beispiele für Laufräder und ihre Eigenschaften:

Laufrad Besondere Eigenschaften
Lightweight Obermayer EVO Extrem leicht und steif, ideal für Kletterer
DT Swiss ERC 1100 Ausgeglichenes Laufrad ohne unerwartetes Verhalten
Syncros Capital SL Aero Modernste Konstruktion, aerodynamisch und leicht
Reserve 52|63 Klassische Felgen, gute Aero-Performance und vielseitiges Fahrgefühl

Wo kann man Laufräder günstig in guter Qualität kaufen?

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, Laufräder in guter Qualität zu einem günstigen Preis zu erwerben. Einige Optionen sind:

  • Action Sports: Bietet eine große Auswahl und Konfigurationsmöglichkeiten, sowie eine schnelle Lieferung und Datenblätter zu den Laufrädern.
  • Online-Shops: Einige Shops bieten handgespeichte Laufräder an und ermöglichen individuelle Konfigurationen.
  • Kurbelix: Bietet eine große Auswahl zu erstaunlichen Preisen.
  • Großhandel oder Produzent: Einige Verkäufer kaufen Laufräder direkt beim Großhandel oder Produzenten und bieten sie zu günstigeren Preisen an.

Zusätzliche Informationen

Wenn Sie auf der Suche nach Kinderfahrrädern sind, gibt es eine Vielzahl von Optionen, die für verschiedene Altersgruppen und Größen geeignet sind. Einige beliebte Modelle und Marken sind:

  • Prometheus Kinderfahrrad: Geeignet für Kinder ab drei Jahren, mit abnehmbaren Stützrädern und einem atmungsaktiven Sattel.
  • Dino Bikes 164R-UN Kinderfahrrad Einhorn: Ideal für Kinder im Alter von sechs bis acht Jahren, mit abnehmbaren Stützrädern und einer niedlichen Einhorn-Optik.
  • Toimsa Fahrrad Frozen Huffy: Für Kinder ab drei Jahren, mit Stützrädern und einem Design im Stil des Films "Frozen".
  • Actionbikes Kinderfahrrad Timson: Bietet jungen Fahrern im Alter von zwei bis neun Jahren eine sichere und unterhaltsame Fahrraderfahrung.
  • Actionbikes Kinderfahrrad Starlight: Geeignet für Kinder ab zwei Jahren, mit zusätzlichen Reflektoren und rutschfesten Griffen.
  • Actionbikes Kinderfahrrad Daisy: Mit Korb, Klingel und Trinkflasche, geeignet für verschiedene Altersgruppen und Fahranfänger.
  • NeNchengLi Kinderfahrrad: Überzeugt mit exzellenter Qualität und Verarbeitung, ideal für Kinder im Alter von drei bis sechs Jahren.

Beim Kauf eines Kinderfahrrads sollten Sie auf die Rahmengröße, die Schaltmöglichkeiten, die Bremsen, das Gewicht und das Design achten. Es ist wichtig, dass Ihrem Kind das Design gefällt und dass die Höhe von Sattel und Lenker stimmt und sich idealerweise verstellen lässt.

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