adidas Fahrradbekleidung für Damen: Ein umfassender Test

Die Radhose: Das wichtigste Bindeglied

Die Radhose ist das wichtigste Bindeglied zwischen Fahrer und Fahrrad. Glücklich ist, wer bereits ein perfekt passendes Exemplar gefunden hat. Für alle anderen haben wir 18 kurze Radhosen für Frauen und Männer getestet. Dabei hatten wir die Hersteller eingeladen, uns ihr bestes Marathonmodell zu schicken, das auch nach vielen Stunden im Sattel noch besten Fahrkomfort verspricht. Pünktlich zum Test hatten wir dann Langstreckenkandidaten von A wie Assos bis V wie Velocio auf dem Tisch liegen, zu Preisen ab 90 Euro (Frauenmodell von Protective) bis 290 Euro (Assos).

Dass sich die aktuellen Modelle enorm von den oft labberigen Pellen früherer Tage unterscheiden, wurde bereits bei der ersten Anprobe klar. Vielleicht erinnern sich manche noch an den Hosenstandard von vor wenigen Jahren: Schmale, klebrige Silikon-Beinabschlüsse drückten unangenehm auf die Muskulatur, reizten die Haut und rutschten dennoch hoch. Dünne Träger mit dicken Nähten rollten sich auf den Schultern zusammen. Und das Material der Hosen hatte schon mal die Spannkraft der Haut eines chinesischen Faltenhundes. Was zur Folge hatte, dass das Sitzpolster zwischen Sattel und Hintern wanderte, statt stützend und rutschfest unter den Sitzknochen zu liegen.

Rennradhosen sollen bequem auf den Schultern sitzen

Dagegen sind aktuelle Rennradhosen wahre Luxusartikel. Selbst die günstigeren Modelle von Gonso, Protective oder Sportful sind mit nahtlosen Trägern ausgestattet, die sich bequem auf den Schultern breitmachen und den Druck großflächig verteilen, statt punktuell einzuschneiden. Auch die Spannkraft der Träger hat sich geändert und ist in der Regel ausreichend straff, um den Rest der Hose sauber in Position zu halten. Hier gibt es lediglich zwei Ausreißer: Die Hosenträger bei Gore könnten etwas mehr Spannkraft vertragen, zudem neigt das dünne Material zum Einrollen. Das andere Extrem markieren die Hosen von Sportful: Hier sitzen die Mesh-Träger so stramm, dass sie sich nur mit Nachdruck über die Schultern ziehen lassen.

Besonders gut aufgehoben fühlten sich die Testerinnen übrigens im Mesh-Body von Café du Cycliste. Die Franzosen umhüllen den kompletten Oberkörper mit luftigem Netzgewebe. Das wird dabei weder zu warm noch drückt es an Schultern oder Brust. Lediglich unter den Achseln und im Nacken könnte der Body etwas weiter ausgeschnitten sein. Ähnlich gut sitzen nur noch die Träger der Assos-Frauenhose. Sie laufen bequem seitlich an der Brust vorbei und halten die Hose durch den doppelten Ansatz überm Hintern perfekt in Position.

Die beiden trägerlosen Hosen von Protective und Löffler erleichtern die Pipipause, haben aber prinzipbedingt das Problem, dass der Bund umklappen und auf den Bauch drücken kann. Auch die Schnitte der Hosen haben sich über die Jahre verändert. Es findet sich keine Radhose mehr im Test, von deren Kauf wir tatsächlich abraten würden. Dennoch gibt es klare Unterschiede: Die preiswerteren Modelle wie Protective oder Sportful werden aus zahlreichen Stoffbahnen zusammengefügt und weisen daher viele Nähte auf, die im schlechtesten Fall irgendwann auf der Haut scheuern können. Hochpreisige Shorts wie die von Assos, Castelli oder Velocio bestehen im besten Fall aus gerade mal drei Stoffteilen. Dadurch reduzieren sich Nahtstellen auf ein Minimum. Auch die Abschlüsse werden hier nicht mehr separat an die Hosenbeine angesetzt, sondern sie laufen nahtlos aus - was Unterschiede in der Dehnbarkeit der Materialien und somit Druckstellen auf der Muskulatur effektiv unterbindet.

Hosenpolster: Immense Bandbreite

Beim Hosenpolster - dem eigentlich elementaren Bestandteil der Radhose - findet sich, bildhaft gesprochen, vom Plüschsofa bis zur Bierbank eine immense Bandbreite unterschiedlich dicker und harter Einsätze. Während Gelegenheitsfahrer gerne zum weichen “Sofakissen” greifen, das sich aber auf lange Sicht leicht durchsitzen kann, sollten Langstrecken-Radler lieber die straffere Polsterung wählen. Ihre Sitzknochen sind durch das regelmäßige Training an den Druck des Körpergewichts auf den Sattel in der Regel gut gewöhnt. Zudem birgt ein dünnes, eher festeres Polster weniger die Gefahr, dass Druckstellen im Damm- Bereich entstehen und dort Gefäße abgeschnürt werden.

Die Frauen-Radhosen im Einzeltest

Im Folgenden werden einige der getesteten Frauen-Radhosen im Detail vorgestellt:

  • Café du Cycliste Mathilde: Mathilde überzeugt mit geschmeidigem Tragekomfort; Nähte und silikonlose Abschlüsse der Hosenbeine sind nicht spürbar. Im Mesh-Body fühlten sich alle Testerinnen gut verpackt, das Ausziehen bei der Pipipause ist aber umständlich. An Nacken und Achseln relativ eng. Das Polster ist gut platziert, jedoch zu weich.
  • Löffler W Bike Tights Hotbond RF XT: An der trägerlosen Hose reflektieren die geschweißten Nähte und verbessern die Sichtbarkeit. Der Bund sitzt am Bauch schön hoch, neigt jedoch zum Umklappen, der Nierenbereich wird von einer Vliesschicht geschützt. Das etwas dickere Polster ist gut positioniert und druckstabil. Das Silikon an den Beinabschlüssen ziept etwas.
  • Protective P-Traverse W: Auch bei dieser trägerlosen Hose rollt sich der Bund ein und drückt am Bauch. Ansonsten trägt sich die hoch geschnittene Hose angenehm und packt ihre Trägerin gut ein, ihr Material fühlt sich vollgeschwitzt aber etwas billig an. Nähte sind kaum zu spüren. Das Silikon der Abschlüsse drückt etwas, das schmale Polster ist unauffällig.
  • Sportful Supergiara W Bibshort: Die Hose fällt klein aus und zwingt fast in die Rennradhaltung. Ihre Träger sitzen stramm und rollen sich etwas ein, was Druckstellen verursachen kann. Das feste Material komprimiert ein wenig und fühlt sich leicht kratzig an. Die breiten Beinabschlüsse bieten Halt, das Sitzpolster fällt etwas weich aus und sitzt gut.
  • Dos Caballos Ease Damen Trägerradhose: Die Träger laufen über der Brust, drücken aber nicht. Beschwert haben sich Testerinnen über spürbare Nähte, etwa am Bauch, zudem wirft der Stoff Falten in der Hüftbeuge. Der Silikonprint am Hosenbund gibt wenig Halt. Sehr gut verarbeitet; mit Abstand die teuerste Hose im Test.
  • Café du Cycliste Mathilde Bib: Die Hosenbeine mit nur einer Naht tragen sich sehr komfortabel und werden von Bündchen mit Silikon fest in Position gehalten. Ungewöhnlich schmal ist das Sitzpolster, das in Aktion schon mal verrutschen kann und lediglich bei schmalen Sitzknochen effektiv dämpft. Stören können die Hosenträgernähte.

Die Männer-Radhosen im Einzeltest

Auch einige Männer-Radhosen wurden getestet und bewertet:

  • Castelli Premio Black Bibshort: Das Material ist dünn, straff und kommt mit wenigen Nähten aus, der Schnitt ist rennmäßig. Gummierte Bündchen und straffe Hosenträger, die sich aber einrollen, halten die Hose mitsamt schmalem und gut platziertem Polster gut in Position. Bei kräftigen Oberschenkeln können Falten in der Hüftbeuge stören.
  • Dos Caballos DC34-2 Evolution Trägerhose: Die Hose fällt normal aus, die Bündchen können bei kräftigen Schenkeln etwas kneifen, das Material vorne ist elastisch und trägt sich komfortabel, wobei der Bund so viel Halt bietet, dass die Träger lasch wirken. Das Polster sitzt gut, wirkt insgesamt jedoch etwas unflexibel, und die Nähte tragen etwas auf.
  • Everve Me Trägerhose high: Made in Germany zum fairen Preis, Polster und Schnitt lassen sich im Konfigurator individuell anpassen, wobei die kleinen Polster kaum Positionswechsel im Sattel erlauben. Die sehr leichte Hose sitzt eng und geschmeidig. Trotz kleiner Silikon-Punkte neigen die Hosenbeine zum Hochrutschen.
  • Gonso SQlab Go Bib: Preis-Leistungs-Tipp. Das dünne, straffe Polster der Hose aus einer Kooperation mit den Spezialisten von SQlab bleibt selbst auf längsten Strecken druckstabil, verlangt jedoch harte Sitzknochen. Der Stoff ist elastisch, kratzt aber ein wenig. Die nahtlosen Träger sind ausreichend straff und halten die Hose sicher.
  • Gorewear Long Distance Bib Shorts+: Angenehm weiches Material mit wenigen Nähten; die Hosenbeine passen kräftigen Oberschenkeln am besten, die Träger könnten etwas mehr Spannkraft vertragen. Das Polster ist hart und dünn und bleibt auch unter schweren Piloten formstabil. Windstopper im Schritt schützt vor dem Auskühlen.
  • Isadore Gravel Bib Shorts: Wasserabweisende sowie keramische Beschichtung machen die Hose robust, aber auch sehr straff, weshalb eine Nummer größer die richtige Wahl ist. Beinabschlüsse und Träger sind nahtlos gefertigt und sitzen fest. Das dünne Polster ist nicht besonders druckstabil. Praktische Rückentasche.
  • Protective P-Traverse BIB: Die Hose fühlt sich bezüglich Materialwahl, Schnitt und Tragekomfort nicht so hochwertig an wie die Konkurrenz. Das Polster fällt extrem schmal aus und passt nur schlanken Typen. Störend auf langen Touren ist der Faltenwurf in der Hüftbeuge. Die Nähte sind teils spürbar; die Meshbündchen sind luftig und halten die Hosenbeine straff. Die Hosenträger, ebenfalls aus Meshmaterial, rollen sich schnell ein. Das weiche Polster ist nicht besonders formstabil.
  • SQLab SQ-Short ONE12: Das Alleinstellungsmerkmal der SQlab ist ihr 4 Millimeter dünnes Polster.

adidas adizero: Ultraleichte Fahrradbekleidung

Im vergangenen Sommer hat adidas Cycling den prestigeträchtigen EUROBIKE Gold Award für den adizero Jersey gewonnen - mit einem Gewicht von nur 65 Gramm den leichtesten seiner Art. Nach wie vor konnte kein anderer Hersteller das Gewicht des Cycling-Oberteils unterbieten. Die Evasus Bib Shorts erweitern die adizero-Linie und passen perfekt zum Jersey. Mit nur 99 Gramm Gewicht sind sie ebenfalls ultraleicht. Die Shorts sind aus einem Nylon-Elastan-Gemisch gefertigt und so konstruiert, dass sie die Bewegungen des Trägers unterstützen und höchsten Tragekomfort gewährleisten.

adidas Velosamba: Der Fahrradschuh für den Alltag

Adidas konzipierte den Samba vor über 70 Jahren als Fußballschuh für winterlich harte Böden; später setzte er sich mit seiner weichen Gummisohle beim Hallenfußball durch und wurde zur Streetwear-Ikone mit hohem Wiedererkennungswert. Heute geht er in der unübersehbaren Modellvielfalt der (Adidas-) Sneaker etwas unter; als Velosamba ist er jedoch einzigartig.

Die Hürde, die es zu überwinden gilt, ist natürlich die Integration der Schuhplatte in die Sohle, die deshalb etwas stärker ausfallen muss. Das SPD-Cleat sitzt in einer etwa 9 mm tiefen Mulde, damit es beim Gehen nicht auf den Boden aufschlägt; der Schlitten im Inneren der Sohle, auf den die Schuhplatte aufgeschraubt wird, sorgt für zusätzliche Bauhöhe. Optisch ist das beim Adidas Velosamba gut gelungen: Der Fahrradschuh wirkt keineswegs klobig, die Sohle ist nicht auffällig hoch. Das Gewicht aber schon, was man gleich bemerkt, wenn man ihn aus dem Karton hervorholt.

In Größe 44 wiegt der Schuh ein sattes Pfund, rund 50 % mehr als ein konventioneller Sneaker ähnlicher Machart (Adidas Hamburg) - 501 zu 343 Gramm pro Stück, wozu noch einige Gramm für das Cleat kommen. Was bedeutet das für die Gehfähigkeit des Adidas-Radschuhs? Nichts, denn ein halbstündiger Spaziergang auf Asphalt zeigt, dass der Velosamba durchaus zum Laufen zu gebrauchen ist. Im Fersenbereich dämpft die Sohle angenehm, im Bereich des Großzehengrundgelenks ist die Flexibilität der Sohle groß genug, um das gewohnte Abrollen zu erlauben. Dass man Radschuhe trägt, merkt man eigentlich nur durch das typische Knirschen, wenn man auf kleine Steinchen tritt.

Die Sohle ist steif genug für harte Antritte, und der Schnürschuh sitzt fest genug am Fuß, um einen runden Tritt mit „Zugphase“ am Pedal zu erlauben. Ein- und Ausklicken sind ein Kinderspiel, zumal keine vorstehenden Profilstollen im Weg sind, wenn der Schuh auf dem Pedal positioniert wird. Bei eher kühler Witterung ist der Schuh angenehm warm; an heißen Sommertagen könnte sich der Mangel irgendwelcher Belüftungselemente bemerkbar machen. Für einen Radschuh, der nicht für sportliche Höchstleistungen konzipiert ist, geht all dies völlig in Ordnung.

Wie und wo man mit dem Rad unterwegs ist, ist nicht das Wichtigste - die Frage ist, wie man sich anziehen will. Apropos Optik: Ein Merkmal von Sneakern ist ja die schnellen Farbwechsel; die hier vorgestellte Variante in Weinrot ist aktuell nicht erhältlich. In Leder wird der Schuh derzeit in Crèmeweiß und Dunkelblau angeboten, als Velosamba Vegan aus Kunststoff in Weiß, Schwarz und Grau - nur im Adidas-Onlineshop bestellbar für jeweils 120 Euro.

adidas "The Indoor": Der Fahrradschuh für Indoor-Cycling

Schon seit ein paar Jahren gehört Indoor-Cycling zu den großen neuen Fitness-Trends. Nachdem adidas ja für längere Zeit eine Pause im Radsport eingelegt hatte, meldeten sich die Herzogenauracher zunächst mit dem „The Road“ zurück, der mich vor allem wegen des Schnürsenkel-Schnürsystems nicht überzeugen konnte und nicht an den wirklich gelungenen Konkurenten von Nike, den Superrep Cycle, heranreichen konnte. Der neue adidas Spinning Schuh ist eigentlich relativ simpel aufgebaut und vor allem auf Leichtigkeit, Atmungsaktivität und Komfort optimiert und nicht unbedingt der Ultra-Performance-Schuh.

Das Obermaterial ist ein angenehm dünnes Textilmaterial, daß durch die zusätzlichen, seitlichen Lüftungszonen im vorderen Fußbereich ein wirklich angenehmes Fußklima bietet. Für die Kraftübertragung kommt wieder eine Synthetikplatte zum Einsatz, so wie wir sie schon vom „The Road“ kennen. Aber auch dieses Material verfügt über eine wirklich große Steifigkeit und geringe Verwindungseigenschaften, sodass es für das Training in Spinning-Kursen oder als Peloton Bike Schuh einwandfrei funktioniert. Hier kommt nun ein Verschlussriemen zum Einsatz, der über zwei Schnallen über den Vorderfuß geführt und dann seitlich unterhalb des Knöchels verschlossen wird.

Dank des neuen, praktischen Verschlusssystems kann man unglaublich schnell und bequem in den Schuh hineinschlüpfen und das geringe Gewicht und das superdünne Obermaterial fühlen sich wirklich gut an. Gerade die Original Peloton Schuhe sind doch ziemlich dick und dadurch auch ordentlich warm. Bei einem intensiven Workout in einem warmen Trainingsraum oder im Wohnzimmer, ist Luftigkeit und Leichtigkeit aber eher der Schlüssel zum Glück, wenn man sich nicht totschwitzen will.

Das neue Verschlusssystem funktioniert auch sehr gut, auch wenn man die Zunge des Schuhs und die Intensität des Verschließens erst ein wenig zurechtruckeln muss, damit auch wirklich alles richtig gut sitzt. Trotzdem ist es tausend mal angenehmer, als mit Schnürsenkeln. Das Verschlusssystem mit zwei Klettverschlüssen, daß man beim Superrep Cycle findet, ist aber noch einfacher.

Der Druckaufbau, die Kraftübertragung und der Halt im Schuh sind sehr gut bei den nach unten gerichteten Drückbewegungen und man bekommt seine Leistung gut auf das Pedal, aber bei den nach oben gerichteten Zugbewegungen merkt man den fehlenden Fersenhalt. Insofern gewinnt der „The Indoor“ nicht im Vergleichstest gegen den Superrep Cycle von Nike, den es zudem gerade häufig zu Sonderpreisen von um die 80€ zu kaufen gibt.

Den neuen Spining Schuh von adidas gibt es derzeit in drei Farbvarianten in weiß, schwarz und rosa für 130€ direkt bei adidas.

adidas Gravelbike-Schuh

Back in Black - oder in Quietschbunt. Egal, welche Farbe man bevorzugt: Die drei Streifen der Schuhmarke aus Herzogenaurach sind zurück im Radsport. Wir haben den neuen Gravelbike-Schuh von Adidas getestet. Nach dem „Velosamba“-Sneaker und dem Straßenschuh „The Road“ bringt Adidas jetzt den schlicht „The Gravel“ benannten Treter auf den Markt, den wir seit Herbst ausführlich ausprobiert haben: Hat der erste Gravelschuh von Adidas mehr drauf als gutes Design? Hat er. Die Passform könnte etwas weiter sein, geht aber für mittelbreite Füße noch in Ordnung. Dank des enganliegenden Obermaterials und der steifen Synthetiksohle bringt man reichlich Druck aufs Pedal - trotz der klassischen Schnürung.

Bemerkenswert und für Radschuhe unüblich ist die aus dem Fußball bekannte integrierte Innensocke, die bis zum Knöchel reicht, sich eng anschmiegt und so Staub, groben Schmutz und Steinchen effektiv draußen hält. Trotz des Bündchens ist der Schuh angenehm luftig, er war in der Übergangszeit auch noch gut zu tragen, verlangt an richtig kalten Tagen aber nach einem Überschuh.

Ein gelungener Wurf fürs Gravelbiken, aber eher nicht für gröberes Gelände oder für Cyclocross, wo es auch auf die Laufperformance im Schlamm ankommt.

Allgemeine Eigenschaften von Radschuhen

Mit richtigen Schuhen macht Radfahren noch mehr Spaß: Man fährt schneller, ermüdet langsamer und die Gelenke werden geschont. Alle Radschuhe haben eine steife Sohle. Sie verteilt die Kraftübertragung auf den gesamten Fuß und entlastet so die Bereiche, die auf dem Pedal aufliegen. Viele Radschuhe können mit Pedalplatten (auch engl. Cleats genannt) ausgerüstet werden. Zusammen mit entsprechenden Pedalen als Gegenstück fährt man so »eingeklickt«: Schuh und Pedal sind nach dem ersten Eindrücken verbunden.

So drückt man beim Pedalieren nicht nur auf das Pedal, sondern zieht es auch hoch. Zudem sitzt der Fuß immer an der optimalen Stelle am Pedal. Weitverbreitet und auch für Radreisen und Pendelstrecken geeignet ist das System SPD (Shimano Pedaling Dynamics). Im Unterschied zu bei Rennradfahrern verbreiteten Systemen erlaubt SPD eine versenkte Integration der Pedalplatte aus Metall in die Sohle. So läuft man mit den Schuhen, ohne dass die Pedalplatten auf dem Boden klackern. Wir haben daher nur Schuhe getestet, die für SPD-Pedalplatten geeignet sind.

Weitere getestete Radschuhe

Neben den bereits erwähnten adidas-Schuhen wurden auch andere Modelle verschiedener Hersteller getestet, darunter:

  • Fizik Terra Ergolace
  • Crankbrothers Mallet Trail Lace
  • Vaude Pavei II STX
  • Five Ten Kestrel BOA
  • Chrome Southside Pro 3.0
  • Shimano EX 500

Jeder Schuh wurde hinsichtlich seiner Eignung für verschiedene Einsatzbereiche wie Bikepacking, Alltag, sportliche Touren und Pendelstrecken bewertet.

Laufjacken für Damen im Test

Genauso verschieden wie die zahlreichen Läufertypen und deren Vorlieben sind auch die für sie angebotenen Jacken. Die 38 Damen-Laufjacken, die wir in unserem Test unter die Lupe nehmen durften, reichen von schlichten, sehr einfach gehaltenen Sportjacken bis hin zu beeindruckend durchdachten Spitzenmodellen für Minimalistinnen oder für Läuferinnen mit sehr hohen Qualitätsansprüchen.

Für alle, die bei ihrer Laufjacke keine Kompromisse eingehen möchten, ist die Asics Fujitrail Waterproof Jacket genau das Richtige. Hier muss man zwar ein bisschen tiefer in die Tasche greifen, bekommt dafür aber einen treuen Begleiter für jedes Wetter, Trainingsläufe sowie Wettkämpfe. Die Jacke bietet einen perfekten Wetterschutz bei sehr geringem Gewicht und kleinem Packmaß. Außerdem merkt man, dass hier richtige Athleten an der Entwicklung beteiligt waren - die Fujitrail ist perfekt durchdacht und auf die Bedürfnisse von Läuferinnen zugeschnitten.

Eigenschaften von Laufjacken

Gute Laufjacken ermöglichen es, auch bei schlechtem Wetter einen perfekten Lauf zu genießen. Dabei sollten sie ein paar wichtige Eigenschaften erfüllen:

  • Bequemer Schnitt und Bewegungsfreiheit
  • Wasserdichtigkeit (ab ca. 10.000 Millimetern Wassersäule)
  • Atmungsaktivität
  • Reflektierende Elemente für bessere Sichtbarkeit
  • Praktische Taschen für Kleinigkeiten
  • Kapuze mit Fixierungsmöglichkeit
  • Daumenschlaufen

Testberichte zu verschiedenen Laufjacken

Im Folgenden werden einige der getesteten Laufjacken im Detail vorgestellt:

  • Asics Fujitrail Waterproof Jacket: Bietet perfekten Wetterschutz bei geringem Gewicht und kleinem Packmaß. Anatomisches Design und elastisches Material sorgen für uneingeschränkten Bewegungsumfang.
  • Odlo Damen Dual Dry Waterproof Insulated Jacket: Eine ultimative Schlechtwetter-Empfehlung. Sie besteht aus sehr gut verarbeiteten High-End-Materialien und bietet eine beeindruckende Wärmeleistung.
  • Mizuno Aero Jacket: Ein sehr leichter Wetterschutz mit minimalem Packmaß. Sie kann dank ihres extrem dünnen Materials so klein gemacht werden, dass sie sogar in einer Hosentasche Platz findet.
  • Gore Wear Concurve Laufjacke: Hält ihre Versprechen. Sie empfiehlt sich in Gegenden, wo es oft regnet und der Wind pfeift.
  • Craft ADV Essence Hydro Jacket: Eine vielseitige und wetterbeständige Trainingsjacke. Die Jacke trägt sich angenehm und es reibt nichts. Sie ist etwas weiter geschnitten, sodass bei winterlichen Temperaturen mehrere Schichten unter der Laufjacke bequem Platz haben und die Bewegungsfreiheit nicht eingeschränkt wird.
  • Brooks Shield Hybrid Jacket 2.0: Ist man sehr gut gegen kaltes Winterwetter gerüstet. Das Material fühlt sich weich an und lässt sich angenehm tragen. Sie hält schön warm, dabei stauen sich aber weder Hitze noch Feuchtigkeit unter der Jacke.

Abschließend lässt sich sagen, dass adidas eine breite Palette an Fahrradbekleidung und -schuhen für Damen anbietet, die auf unterschiedliche Bedürfnisse und Fahrstile zugeschnitten sind. Von ultraleichten Trikots und Hosen für den Wettkampf bis hin zu alltagstauglichen Schuhen wie dem Velosamba ist für jeden etwas dabei.

Produkt Eigenschaften Eignung
adidas adizero Jersey Ultraleicht (65g), aerodynamisch Wettkampf, ambitionierte Fahrer
adidas Evasus Bib Shorts Ultraleicht (99g), Nylon-Elastan-Gemisch Wettkampf, ambitionierte Fahrer
adidas Velosamba Steife Sohle, SPD-kompatibel, alltagstauglich Alltagsfahrten, Pendeln, gelegentliche Trainingseinheiten
adidas "The Indoor" Leicht, atmungsaktiv, Synthetikplatte Indoor-Cycling, Spinning-Kurse
adidas Gravelbike-Schuh Enganliegendes Obermaterial, steife Sohle, integrierte Innensocke Gravelbiken, Übergangszeit

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