Das Pegasus Premio Evo 10 Lite E-Trekkingbike im Test

Das Pegasus Premio Evo wurde, wie die meisten Bikes im Vergleichstest neuer Trekking-E-Bikes mit Bosch-Motor, für den neuen Performance CX von Grund auf neu aufgelegt.

Fakten zum Pegasus Premio Evo 10 Lite Trekking E-Bike

  • Preis: 4499 Euro
  • Rad-Kategorie: E-Trekkingbike
  • Motor: Bosch Performance Line CX Gen. 5, 85 Nm max.
  • Schaltung: Shimano Cues U6000 (10-fach)
  • Übersetzung: 44 / 11 - 48 Zähne
  • Bremsen: Shimano MT200 (Zweikolben)
  • Reifen: Schwalbe The Green Marathon, 55 mm
  • Lichtanlage v. /h.: Fuxon FL-20EB / Fuxon ICR-33S (integriert)
  • Gepäckträger: Monkeyload, 27 kg
  • Gabel: SR-Suntour NCX-32 Air

Neue Generation: Der Bosch Performance Line CX 5

Beim Display haben die Hersteller nach wie vor die Wahl. Pegasus setzt für das Premio Evo 10 Lite auf das große Kiox 500. Fahrdaten bis hin zur eigenen Wattleistung, Tacho-Funktionen und sogar Navigation - hier bleiben keine Wünsche offen. App und Bedienelemente wurden von der Vorgänger-Generation übernommen.

Mehr Power, weniger Gewicht. Die 800er-Batterie wiegt jetzt weniger als 4 Kilogramm und liegt damit spürbar unter der 750er-Batterie mit 4,35 Kilogramm.

Selbst bei mittlerer Unterstützung und abwechslungsreichem Fahrprofil sind 100 Kilometer locker machbar. Wer sparsam fährt und sich nur wenig unterstützen lässt, kommt sogar noch deutlich weiter.

Der Ladeport befindet sich auf dem Unterrohr. Die Abdeckung fungiert gleichzeitig als Kippschalter zur Entriegelung des Akkucovers.

Praktisch: Der Akku wird beim Pegasus nach oben aus dem Unterrohr entnommen. So muss man zum Batterie-Ausbau nicht unter das Rad kriechen und riskiert auch nicht, dass die schwere Batterie bei unvorsichtiger Handhabung aus dem Unterrohr herausfällt.

Die Ausstattung des Pegasus Premio Evo 10 Lite

Die Shimano Cues 10-fach Schaltung ist in der Preisklasse verbreitet, einfache Lichter und Bremsen sind grundsätzlich funktional aber in Sachen Wertigkeit keine Highlights. Zumal das Pegasus den von uns gesteckten Preisrahmen von 4500 Euro voll ausreizt.

Das Premio Evo 10 Lite punktet dafür bei den Kontaktpunkten. Der Sattel mit starker Entlastung des Dammbereichs überzeugt ergonomisch und sitzt sich auch auf längeren Touren nicht durch. Das Cockpit gefällt mit breitem aber angenehm gekröpftem Lenker und zentral vor dem Vorbau montiertem Kiox-Display.

Schade: Die wenig wertige Suntour NCX-Gabel bringt kaum Komfort und ist unserer Erfahrung nach wenig dauerhaltbar. Leider ein bei Trekking-E-Bikes trotzdem sehr verbreitetes Bauteil.

Beim Gepäckträger spielt das Pegasus Premio EVO 10 Lite seine Qualitäten als Trekkingrad voll aus. Er kann mit 27 Kilo beladen werden.

Praxistest: So fährt sich das Pegasus Premio E-Trekkingbike

Das gute Cockpit zahlt sich auch beim Fahren aus. Hier wirkt das Pegasus Premio E-Trekkingbike trotz seines hohen Gewichts sehr angenehm und lässt sich leicht auch durch enge Kurse manövrieren. Das bringt Fahrspaß!

Sattel, Lenkerhöhe, Griffweite: Hier ist beim Pegasus alles am richtigen Platz. Das Rad fährt sich entsprechend intuitiv. Der Rahmen wirkt leider steif und die Federgabel ist wenig sensibel. Die breiten Reifen kaschieren diese Komfort-Nachteile aber ganz ordentlich.

Weiteres Komfort-Plus: Auf längeren Touren entlasten Ergogriffe die Hände.

Die große Stärke des Pegasus: Das stoische Handling, auch mit schwerer Beladung. Der Gepäckträger hat die höchste Gewichtszulassung im Testfeld, das Rad lässt sich auch mit einseitigen schweren Packtaschen noch gut kontrollieren.

Trotz der in Teilen einfachen Ausstattung verbleibt so ein gelungener Gesamteindruck.

Mit breiten Reifen, Rahmenschloss und stabilem Gepäckträger setzt Pegasus Akzente bei Komfort und Alltagstauglichkeit. Im Fall des Premio Evo 10 heißt das aber auch: Leichtbau und ein Einsatz abseits der Radwege stehen eher nicht im Lastenheft. Das überlässt man lieber dem vollgefederten Modellen aus Pegasus FS-Baureihe.

MYBIKE-Bewertung des Pegasus Premio Evo 10 Lite

Stärken

  • Starke Kombination aus Souveränität und Handlichkeit
  • wirkt insgesamt sehr stabil
  • Gepäckträger mit 27 kg Zuladung

Schwächen

  • schwer
  • Ausstattungsqualität nur Mittelmaß

Das MYBIKE-Fazit

Das Gesamtkonzept des Pegasus Premio überzeugt. Kein E-Bike fühlt sich beim Fahren gleichzeitig so souverän und so handlich an, gerade mit Beladung. So ergattert das Premio Evo 10 trotz einfacher Parts eine gute Bewertung. Mit besserer Ausstattung wäre noch wesentlich mehr drin gewesen.

Zu den meistverkauften E-Bikes in Deutschland zählend, vereint es die Einsatzbereiche Stadt und Trekking seit jeher in einem ansprechenden Allrounder.

Formschön ins Unterrohr integriert ist der 500-Wh-Akku, der wahlweise auch in der 625er-Version für noch mehr Reichweite erhältlich ist.

Ohnehin scheint sich der Fokus verstärkt auf Elemente für maximalen Fahrkomfort gerichtet zu haben. Zum anderen der Comodoro-Sattel aus vibrationsdämpfendem Hydrofoam-Material.

Bereits nach den ersten zurückgelegten Metern fällt die aufrechte Fahrposition positiv auf, die durch den neigungs- und höhenverstellbaren Lenkervorbau individuell angepasst werden kann. Weiter ist der Tastenblock zum Wechseln zwischen den vier Unterstützungsstufen in Griffnähe gut erreichbar. Auch die Schwalbe-Bereifung unterstreicht den Komfortanspruch des Tourenbikes: Das zurückhaltende Profil sorgt für geschmeidigen Lauf.

Im Bereich Fahrsicherheit gibt der Allrounder ebenfalls eine gute Figur ab. Die Shimano Scheibenbremsen (BR-MT200) mit einem Durchmesser von 180 mm verzögern angenehm und packen auch bei Nässe zuverlässig zu. Und dass wir auf unserer Testfahrt von der Dämmerung überrascht werden, ist auch nicht schlimm. Mit einer Beleuchtungsstärke von 100 Lux bringt der Fuxon-Scheinwerfer extrem viel Licht auf die Fahrbahn voraus.

Weiter ist das Trekking-E-Bike bestens für die Gepäckmitnahme auf Tagestouren vorbereitet. Für die Alltagsnutzung bei Einkäufen in der Stadt ist das Rahmenschloss ein willkommenes Sicherheits-Feature. Breite Spritzschützer mit Flossen sowie Kettenschutz runden die durchdachte Vollausstattung angemessen ab.

Der Akku ist optisch sauber in das Unterrohr integriert.

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