Motorradfahren in Amerika: Tipps für unvergessliche Touren

Die USA mit dem Motorrad zu bereisen, ist eine der lohnenswertesten Erfahrungen. Schon ein Roadtrip mit dem Mietwagen gibt unglaubliche Einblicke in das vielseitige und riesige Land. Mit dem Motorrad geht man einen Schritt weiter. Man taucht noch tiefer ein.

Die Westküste: Ein Paradies für Motorradfahrer

Selbst wenn man sich bei seinen Planungen auf die beliebte Westküste beschränkt, steht ein gewaltiges Revier zur Auswahl. Typische Roadtrips von USA Urlaubern führen von Los Angeles ausgehend hinauf nach San Francisco. Üblicherweise fährt man dabei im Landesinneren nach Norden und nimmt so Las Vegas und ein paar Nationalparks mit. Der Weg zurück nach L.A. wird oft entlang der Pazifikküste absolviert.

Selbst wenn man bei einem solchen Roadtrip kräftig Kilometer macht, lässt man jede Menge der Westküste links liegen. Würde man von San Francisco die Küste weiter nach Norden fahren wäre man unfassbare weitere 8 Stunden unterwegs ehe man das nördliche Ende von Kalifornien erreicht. Und bis zur kanadischen Grenzen locken zwei weitere Bundesstaaten (Oregon und Washington) mit beeindruckenden Straßen und Landschaften. Auf der anderen Seite geht es von Los Angeles ausgehend noch weitere 2,5 Stunden in Richtung Süden. Bis zur mexikanischen Grenze locken wunderbare Strände und im Hinterland auch jede Menge atemberaubende Motorradstrecken.

Insgesamt ist die Westküste somit eine phantastische Ganzjahresdestination. In den Sommermonaten von Juni - September kann man sich nördlich von San Francisco austoben. Hier ist es auch im Sommer erträglich und mit etwas Glück kann man an den Stränden von Oregon Waale auf ihrer Wanderung beobachten. Umgekehrt ist die Region rund um Los Angeles und weiter südlich eine tolle Destination für die Monate Oktober bis Mai. Wobei bedacht werden muss, dass es in den Wintermonaten in den Bergen klarerweise Schneefall gibt. Kalifornien hat einige tolle Skigebiete zu bieten und im Dezember und Januar muss man bei der Routenplanung die hohen Berge auslassen oder einfach weit im Süden bleiben. Mit Garantie! Bei einem Urlaub an der Westküste kriegt man jede Menge toller Sonnenuntergänge spendiert.

Offroad-Abenteuer in Kalifornien

Für Mitteleuropäer ist es überraschend wie dünn besiedelt weite Teile von Kalifornien, Oregon und Nevada sind. Wer mit dem Flugzeug in Los Angeles landet kann kaum glauben, dass es hier irgendwo Raum und Platz für einsame Endurotouren gibt. Doch sobald man den gigantischen Großraum von L.A. (samt unfassbar nerviger Verkehrsdichte) verlassen hat, ticken die Uhren anders. Es gibt hier jede Menge Wildnis! Und diese Wildnis lässt sich am besten mit einem geländegängigen Motorrad entdecken.

Für Amerikaner ist es ganz normal, dass sie die Natur mit dem Fahrzeug erleben - auch Offroad. Selbst in den Nationalparks ist es ganz selbstverständlich, dass viele Strecken unbefestigt sind. Für einige Regionen sind Geländewagen Fahrer eine wichtige touristische Einnahmequelle. Foren und Landkarten für Geländewagen Fahrer sind auch eine tolle Informationsquelle für Motorradfahrer. Sehr viele Tracks lassen sich auch mit Reiseenduros toll befahren. Jene Wege welche für Geländewagen verboten sind jedoch mit dem Motorrad befahren werden dürfen, sollte man mit dem Reisemotorrad jedoch meiden. Diese Wege werden üblicherweise mit leichten Geländemotorrädern attackiert. Die Einheimischen befahren sie gerne mit ihren Offroad-Bike welche sie auf Pickup-Trucks heranbringen.

Teilweise werden am Wochenende in den abgelegenen Regionen in der Mojave aber auch im Death Valley richtige kleine Offroad Camps errichtet. Besonders praktisch: Sehr viele abenteuerliche Regionen sind sehr nahe an touristischen Metropolen gelegen. Somit sind spektakuläre Wüsten, hohe Berge und phantastische Ausblicke nur einen Katzensprung vom komfortablen Hotel entfernt.

Das Photo unten entstand zum Beispiel auf der High-Point Road am Palomar Mountain. Diese Schotterpiste in den Bergen verläuft zum Beispiel parallel zur 79er zwischen Temecula und Warner Springs. Die Zivilisation ist immer in greifbarer Nähe, trotzdem fühlt sich die Fahrt nach großem Abenteuer an.

Die Rückseite des Landes entdecken

Bei herkömmlichen Reisen bewegt man sich gerne auf den üblichen Pfaden. Entlang dieser Pfade lernt man vom Land jedoch nur die Vorderseite kennen. Die Rückseite vom Land entdeckt man meistens mit einem Motorrad. Dann bewegt man sich auf den kleineren Wegen abseits der Massen. So taucht man tiefer in den Alltag ein und erfasst das Land mit einem breiteren Blickwinkel.

Bei einer Fahrt durch den Westen wird man somit immer wieder auf gigantische industrielle Landwirtschaftsbetriebe stoßen. Vor allem die riesigen Viehbetriebe wirken verstörend. Der Ressourcenhunger der gigantischen Wirtschaftsmacht wird beim Anblick von den riesigen Güterzügen offensichtlich. Kilometerlang winden sie sich durch ödes Land und transportieren Waren und Ressourcen über weite Distanzen. Beim Besuch der Seen Lake Mead oder Lake Powell wird offensichtlich, dass der Wasserstand viel zu niedrig ist. Man kann es drehen und wenden wie man möchte - der Ressourcenverbrauch ist zu hoch - das wird bei einer Rundreise mit dem Motorrad offensichtlich.

Positive Begegnungen und Hilfsbereitschaft

Verlässt man die Großstädte bekommt man sofort ein sehr positives Bild von den Menschen und dem Land. Mit dem Motorrad ist man ja ohne Firewall unterwegs und steht ständig im direkten Kontakt mit den Mitmenschen. Immer wieder wird man angequascht und die Menschen an den Tankstellen und Restaurants sind freundlich und neugierig. Je weiter die Anreise war, umso neugieriger werden die Leute. Motorradreisenden begegnen die Leute in den USA insgesamt sehr positiv. Vermutlich weil sie den Spirit dieser Nation in gewisser Weise verkörpern. So wie früher mal die Siedler nach Westen strebten, entdecken die Motorradfahrer nun das riesige Land. Diese positive Einstellung gegenüber Motorradreisenden macht die Reise insgesamt natürlich angenehm und zugänglich.

Denn vor allem bei der Suche nach Offroad-Tracks und kleineren Nebenstraßen ist man auf die Hilfe von Einheimischen angewiesen. Was Google Maps nicht weiß, das weiß der Kollege! Hier in der Mojave Wüste gibt es ein ein Wegenetz mit weilweise sehr langen unbefestigten Straßen. Dieses wird von Abenteurern auf 2 und 4 Rädern genutzt. Beim Smalltalk werden Informationen zum aktuellen Zustand der Wege gerne ausgetauscht.

Die Vielfalt Kaliforniens

Allein der Bundesstaat Kalifornien gilt als Beispiel für die unfassbare Weite und Vielseitigkeit der USA. Bei einem Tourstart in Huntington Beach trifft man Menschen in Strandbekleidung in Bikini. Doch schon 2,5 Stunden später kann man Menschen beim Skifahren in den San Bernardino Mountains beobachten. Die Motorradklamotten können gerne auch zum Skifahren zweckentfremdet werden. In jedem Fall weiß man nach einem Skiausflug in den USA die Liftpreise in Europa wieder zu schätzen.

Die Motorradszene ist besonders in Kalifornien sehr vital. Sowohl an den Stränden gibt es zahlreiche Hotspots aber auch in den Bergen haben die Motorradfahrer ihre beliebten Treffpunkte (Beispiel Descanso Junction bei San Diego). Auf der berüchtigten Snake in der Nähe von L.A. treffen sich Supersportler, Nakedbikes aber natürlich auch jede Menge Cruiser. Vor allem auf dieser Strecke gewinnt man den Eindruck, dass die Motorradkollegen in den USA in Sachen Fahrtechnik etwas schlechter unterwegs sind als Biker aus dem Alpenraum.

Wer es etwas ruhiger angehen möchte, besucht einfach die etwas weniger bekannten Strecken. Im Topanga Canyon zum Beispiel finden sich einige großartige Strecken. Diese führen von Malibu Beach ausgehend in den Norden. Selbst wann man bei seiner USA Reise nur ein kleines Revier besucht und von einer Basis ausgehend unterwegs ist, hat man ständig das Gefühl der unbegrenzten Möglichkeiten. Das liegt natürlich auch daran, dass man als Reiseendurist auch viele Offroad Strecken befahren darf.

Die USA-Westküste präsentiert sich insgesamt als unfassbar vielfältige und faszinierende Motorraddestination und sollte auf keiner Bucket-List fehlen. Während sich auf den Asphaltstrecken die Touristen tummeln, ist man auf den Schotterpisten deutlich einsamer unterwegs.

Die Ostküste: Eine Traumroute für Motorradfahrer

Mit dem Motorrad die Ostküste der USA zu erkunden ist ein unvergessliches Erlebnis. Von den atemberaubenden Ausblicken in den Nationalparks bis hin zu den endlosen Straßen und Städten ist diese Tour ein Abenteuer, das man nicht verpassen sollte! Nichtsdestotrotz ist es wichtig, sich vorher genau über die Verkehrsregeln sowie die Bedingungen für Motorradfahrer an der Ostküste zu informieren. Die Ostküste der Vereinigten Staaten ist eine der schönsten Motorrad-Touristenrouten der Welt. Die Strecke führt entlang der Küste des Atlantiks und bietet Motorradfahrern atemberaubende Ausblicke auf das Meer, die Berge und die Städte.

Motorradfahrer können an jeder Ecke Halt machen und die Aussicht genießen, kleine Städte erkunden oder sich einfach in die Natur stürzen. Motorradfahrer, die die Ostküste der USA entdecken möchten, können sich auf ein unvergessliches Abenteuer freuen. Die besten Motorradrouten führen entlang der Küste und bieten atemberaubende Ausblicke auf das Meer und die umliegenden Berge. Auf den Routen gibt es zahlreiche Kurven und Steigungen, die das Fahren zu einem echten Nervenkitzel machen. Die Motorradfahrer, die die Herausforderung suchen, können sich auf einige der anspruchsvollsten Strecken in den USA freuen. Unterwegs gibt es jedoch auch viele Gelegenheiten, die Landschaft zu genießen und einige der beliebtesten Sehenswürdigkeiten der Ostküste zu besuchen.

Es gibt viele interessante Orte, an denen Sie Halt machen können, um die Sehenswürdigkeiten zu besichtigen, einzukaufen oder einfach nur in einem der vielen hervorragenden Restaurants zu essen. Die Ostküste ist auch bekannt für ihre atemberaubenden Strände, an denen Sie entspannen und die Sonne genießen können. Motorradfahrer sollten die Ostküste unbedingt mit dem Bike erkunden.

Sehenswerte Städte an der Ostküste

Wenn Sie die Ostküste der USA besuchen, gibt es einige Städte, die Sie auf jeden Fall sehen sollten. Boston ist bekannt für seine historischen Stätten wie das Freedom Trail und Fenway Park. In New York City können Sie das Empire State Building bestaunen, einen Broadway-Show besuchen oder im Central Park spazieren gehen. Philadelphia ist die Heimatstadt von Benjamin Franklin und beherbergt auch das Liberty Bell Center und den Independence National Historical Park. Baltimore ist eine weitere Stadt mit einer reichen Geschichte und bietet Sehenswürdigkeiten wie das Inner Harbor und das National Aquarium.

Praktische Tipps für die Ostküstentour

  • Unterbringung: Sie sollten Ihre Unterkunft im Voraus buchen, vor allem, wenn Sie in der Hochsaison unterwegs sind.
  • Essen und Trinken: Achten Sie darauf, dass Sie auf der Tour genügend Essen und Trinken dabei haben.
  • Karten: Eine gute Karte ist für jede Motorradtour unerlässlich.

Route 66: Der Klassiker unter den Motorradrouten

Bei ihrer Fertigstellung im Jahr 1926 galt die Route 66 mit fast 4000 km Länge, als eine der ersten durchgehenden Verbindungsstraßen. Sie durchzog die USA von Ost nach West. Eine Fahrt mit dem Motorrad auf den bis heute erhaltenen Teilstücken der legendären Straße gehört zu den Träumen eines jeden Bikerfans. Die Route 66 führte von Chicago, Illinois im Mittleren Westen über Kansas und Oklahoma bis nach Santa Monica bei Los Angeles. Besucht man als begeisterter Motorradfahrer die USA, so möchte man sich diesen Traum erfüllen.

Eagle Rider, der Marktführer auf dem Gebiet der Motorradvermietung, ist dabei sicherlich der richtige Ansprechpartner. Schließlich bietet Eagle Rider nicht nur für Fahrten auf der Route 66 einem Biker das richtige Motorrad. Neben der Möglichkeit, eine der zahlreichen Maschinen über einen längeren Zeitraum sowie tageweise zu mieten. Die Motorräder sind auch für einen kurzen Ausflug, z.B. ab Las Vegas, in die umliegende Umgebung buchbar. Damit ergibt sich bei der Vorbereitung einer Reise in die USA ein großes Maß an Flexibilität. Gängige Versicherungen sind in den Mietpreisen bereits enthalten undhäufig gehört auch ein mobiles Navigationsgerät mit zu dem Paket. Bestens ausgerüstet kann der Ausflug durch das Land der unbegrenzten Möglichkeiten beginnen.

Mit einem breit gefächerten Angebot an Motorradmodellen, die beim Marktführer Eagle Rider verfügbar sind, ist der Kreis der angesprochenen Biker groß. Passend zu dem extravaganten Sound einer Electra Glide, der Road King oder einer Heritage Softail aber auch zu den Tönen der Fat Boy oder der Sportster 883 kommt bei einer Fahrt in Richtung der untergehenden Sonne Stimmung genauso wie in einem Roadmovie auf. Wird eine Tour mit dem Motorrad in den USA geplant, bei der es auch zu Fahrten abseits der großen Strecken kommen kann, ist die zu mietende R1200 GS von BMW sicherlich die richtige Wahl.

Die Magie der Route 66

Amerika - der Begriff hat immer noch einen Nachklang der Hoffnung, die viele Europäer in das Land trieb: Geld, das auf der Straße liegt, unbegrenzte Möglichkeiten und vor allem große Freiheit. Besonders eine Straße ist dafür der Inbegriff: Die Route 66, die erste ununterbrochene Verbindung des Westens mit dem Osten. Sie führt von Chicago nach Los Angeles. Drei Zeitzonen und acht Bundesstaaten werden auf der Reise durchquert. Noch heute machen sich viele auf den Weg und wollen diese Route abfahren - die meisten auf dem Motorrad, um wie im Film Easy Rider die Freiheit der Straße zu spüren.

Mittlerweile wurde die kurvenreiche Landstraße durch mehrspurige Fernstraßen ersetzt, wie sie auch aus Deutschland bekannt sind. Aber dennoch bleibt der Kult um die Route 66 erhalten. Nostalgische Tankstellen und andere historische Sehenswürdigkeiten finden sich hier nach wie vor. Der Traum, selbst auf der Mother Road (zu Deutsch: Mutter der Straßen) zu fahren, ist bei vielen Menschen, vor allem bei den motorradfahrenden Männern, vorhanden - die Erfüllung bedarf aber einiger Vorbereitung.

Planung und Vorbereitung für die Route 66

Es gilt, auf dem Motorrad knapp 4.000 Kilometer zurückzulegen. Traditionell sind Harley-Davidsons auf den amerikanischen Straßen unterwegs. Diese Motorräder gehören zu den USA wie keine anderen. Für die meisten muss es aber nicht zwingend eine Harley sei. Motorräder anderer Hersteller, wie unter anderem die der Marke MV Agusta - die von 2008 bis 2010 sogar zum Harley-Davidson-Konzern gehörten - eignen sich ebenso gut. Wer kein neues Motorrad mit auf die Reise nehmen möchte, weil das Gefühl einfach nicht stimmen würde, kann sich stattdessen mit den Oldtimer-Modellen anfreunden.

Ob mit der Harley oder mit einer MV Agusta - wichtig ist bei der Planung der Reise nur, dass das Gefährt die gesamte Strecke aushält. Es gibt außerdem bestimmte Verkehrsregeln und Vorschriften, die Motorradfahrer während ihrer Zeit in den USA kennen sollten; Informationen dazu sind auf dieser Seite zu finden. Demnach gibt es beispielsweise in einigen Staaten keinen Helmpflicht, in anderen schon.

Die ideale Reisezeit und Dauer

14 Tage sollten für die Route 66 mindestens eingeplant werden. Für Abstecher nach Las Vegas, den Grand Canyon oder anderen Sehenswürdigkeiten entlang der Route ist es sinnvoll, einige Tage mehr einzuplanen. Auf der Strecke verschwinden zudem immer wieder die Wegweiser der Route 66, sodass falsch Fahren nicht ausgeschlossen werden kann, wenn kein Navigationsgerät mit dabei ist. Die Motorradfahrer, die wirklich die Freiheit der Straße erleben wollen, lassen dies aber meist zu Hause und begnügen sich mit Straßenkarten. Wenn die Route genau genug eingezeichnet wird, ist dies kein Problem. Eine detaillierte Wegbeschreibung ist auf route66-roadbook.com zu finden - der Autor des Blogs war selbst schon fünf Mal auf der Mother Road unterwegs. Im Sommer wird es in den Regionen der Route übrigens sehr heiß; als beste Reisezeit eignen sich daher die Monate Mai, Juni und September.

Startpunkte und Flexibilität

Chicago oder Los Angeles bieten gute Ausganspunkte, je nachdem, ob von West nach Ost oder andersherum gefahren werden soll. Die beiden Städte lassen sich per Flugzeug in zehn bis elf Stunden erreichen. Hier ist aber der Jetlag zu bedenken, der bei beiden Städten aufgrund der Zeitverschiebung auftreten kann. Es ist daher ratsam, zwei oder drei Tage in der Anfangsstadt zu verbleiben und sich zu akklimatisieren, ehe das Abenteuer auf der Route 66 beginnt.

Eine genaue Planung der Strecke ist zudem nicht zu empfehlen. Tagesetappen sollten zwar grob geplant werden, aber wo wann übernachtet wird, bedeutet nur Stress auf der Fahrt. Besser ist es, sich ein Hotel für die ersten Nächte in Chicago oder Los Angeles zu buchen und eventuell auch für die letzten Nächte am Zielpunkt. Alles dazwischen kann spontan geregelt werden. Entlang der Route 66 gibt es genug Motels, die eine Übernachtungsmöglichkeit anbieten, sodass auch bei keinerlei Buchung die Gefahr, auf der Straße schlafen zu müssen, nicht besteht. Durch diese Ungebundenheit ist es zudem möglich, spontane Abstecher zu Sehenswürdigkeiten zu machen und am nächsten Tag dafür eine längere Strecke auf der Straße zurückzulegen.

Sehenswürdigkeiten entlang der Route 66

Entlang der Mother Road gibt es einige Sehenswürdigkeiten, die einen Abstecher lohnen. Statt also nur stur geradeaus zu fahren, ist ein Blick nach links und rechts sehr hilfreich - der Grand Canyon kann besucht werden, wie auch der Bryce Canyon, verschiedene Nationalparks und auch die schillernde Stadt Las Vegas. Vor allem letztere zieht viele Touristen an und wer schon einmal in den USA ist, lässt es sich nicht nehmen, zumindest einen Tag dort zu verbringen, sich die verschiedenen Themenhotels und Casino anzuschauen und vielleicht auch selbst ein Spiel zu wagen. Die Weiterreise wird einem nach dem Trubel der Millionenstadt wahrscheinlich wunderbar ruhig und entspannt vorkommen.

Der Bryce Canyon in Utah ist hierzulande längst nicht so bekannt wie der Grand Canyon - einige finden ihn aber ungleich schöner. Statt durch einen Fluss wurde dieser durch Frost-Tau-Zyklen über Jahrhunderte hinweg geschnitzt und bietet den atemberaubenden Anblick eines Walds aus Stein. Eisenoxid hat die Felsnadeln außerdem rot, gelb und braun gefärbt, durch Manganoxid kommt die Lavendelfarbe hinzu - alles in allem ein wirklich beeindruckender Canyon, der einen Besuch lohnt. Mit diesem Abstecher ist außerdem noch ein weiterer Bundesstaat auf der Liste, dessen spezielle Vorschriften zum Motorradfahren in Erfahrung gebracht werden sollten.

Die Freiheit genießen

Auf dem Motorrad entlang der Route 66 - Ein Männertraum, der seinesgleichen sucht. Neben der ganzen Planung und den Sehenswürdigkeiten ist daher eines nicht zu vergessen: Die Freiheit zu genießen. Hartgesottene Motorradfahrer machen sich sogar mit einem Zelt auf den Weg, um noch unabhängiger von allem zu sein - aber auch durch spontane Übernachtungen in den Motels am Wegesrand ist diese Freiheit gut zu erfahren. Morgens nicht zu wissen, wo abends das Bett auf einen wartet, jeden Tag etwas Neues zu erleben, neue Menschen und Landschaften kennenzulernen - dieses Glück ist heutzutage nur selten zu finden, auf der Mother Road ist es aber noch einmal zu erfahren.

Geführte oder selbstgeplante Tour: Was ist besser?

Die Frage, ob eine geführte Tour oder eine selbstgeplante Tour besser ist, hängt von den individuellen Vorlieben und Bedürfnissen ab. Beide Optionen haben ihre Vor- und Nachteile.

Vorteile einer geführten Tour

  • Begleitfahrzeug: Ein Begleitfahrzeug transportiert das Gepäck und bietet Unterstützung bei Pannen.
  • Durchgeplante Route: Die Tour ist von einem Veranstalter durchgeplant, sodass man sich um nichts kümmern muss.
  • Reparaturen: Im Begleitfahrzeug befindet sich oft jemand, der kleinere Reparaturen durchführen kann.
  • Sicherheit: Man steht im Falle einer Panne nicht allein mitten im Nirgendwo.

Vorteile einer selbstgeplanten Tour

  • Flexibilität: Man kann die Route und die Tagesetappen spontan anpassen.
  • Individuelle Gestaltung: Man kann die Tour nach den eigenen Interessen und Vorlieben gestalten.
  • Kostenersparnis: Selbstgeplante Touren sind oft günstiger als geführte Touren.
  • Abenteuer: Man erlebt das Abenteuer intensiver und ist unabhängiger.

Worauf man bei der Planung achten sollte

  • Gepäck: Man muss das Gepäck selbst transportieren oder eine Lösung dafür finden.
  • Pannen: Man sollte sich auf mögliche Pannen vorbereiten und Werkzeug und Ersatzteile mitnehmen.
  • Unterkünfte: Man sollte die Unterkünfte im Voraus buchen oder flexibel sein und spontan etwas suchen.
  • Route: Man sollte die Route sorgfältig planen und sich über die Straßenverhältnisse und Tankstellen informieren.

Wichtige Dokumente und Versicherungen

Für eine Motorradtour in den USA benötigt man einige wichtige Dokumente und Versicherungen:

  • Reisepass: Der Reisepass muss bei Reiseantritt noch mind. 6 Monate gültig sein (USA und Kanada).
  • Führerschein: Für die Teilnahme an einer Motorradtour (als Fahrer) und für die Motorradanmietung benötigen Sie einen gültigen Führerschein mit der entsprechenden Fahrzeugklasse (Deutschland Klasse A).
  • Internationaler Führerschein: Ein zusätzlicher Internationaler Führerschein (nur gültig in Verbindung mit dem originalen Führerschein) ist nicht zwingend notwendig (ausgenommen in Kentucky USA).
  • Reiserücktrittsversicherung: Wir empfehlen dringend den Abschluss einer Reiserücktrittskosten-Versicherung zu jeder Reise.
  • Reiseabbruchversicherung: Für möglicherweise nicht in Anspruch genommene Leistungen aus zwingenden Gründen empfehlen wir den Abschluss einer Reiseabbruchversicherung.
  • Krankenversicherung: Im Falle einer Erkrankung müssten Sie privat für die entstehenden Kosten aufkommen und diese können sehr hoch werden.

Zusätzliche Tipps für Motorradfahrer in den USA

  • Motorradbekleidung: Jeder Reiseteilnehmer muss seine Motorradbekleidung (Schutzbekleidung) grundsätzlich selbst mitbringen.
  • Leihhelme: Einige Vermieter bieten kostenlos Helme an - meist Halbschalenhelme, aber vorbehaltlich Verfügbarkeit und vorhandener Grössen. Wir empfehlen daher zur eigenen Sicherheit, den eigenen Motorradhelm mitzubringen.
  • Benzinpools: Bei unseren Touren richten wir Benzinpools ein (auch für sonstige Ausgaben, wie Eintrittsgelder, Parkgebühren etc.). Der Tourguide übernimmt dann der Einfachheit halber die Bezahlung für die gesamte Gruppe.
  • Kaution: Falls Sie die Kaution per Kreditkarte hinterlegen, so wird von einigen Vermietern lediglich ein Blankoabzug der Karte erstellt, der nach Rückgabe des Fahrzeuges vernichtet wird, soweit das Motorrad/Fahrzeug unbeschädigt ist.

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