Immer mehr E-Scooter erobern die Straßen. Dank der Gesetzgebung ist das auch in Deutschland möglich. Nun steht der erste Mini-Anhänger für Ihren Wocheneinkauf bereit!
E-Scooter: Vom Spielzeug zum echten Nutzfahrzeug
Als 2019 die ersten Sharing-Scooter die Innenstädte fluteten, rümpften selbst Hardcore-Radler die Nase: wackelige 8-Zoll-Hartgummiräder, schlappe Trommelbremsen, kaum Reichweite. Vier Jahre später testen wir Scooter mit hydraulischen Scheibenbremsen, 1000-Watt-Doppelmotoren und 10-Zoll-Luftreifen - echte Performance-Pakete.
Der VeloMini T1 Trailer
Der T1 Trailer von VeloMini eignet sich für E-Scooter und eBikes gleichermaßen. Das US-Unternehmen VeloMini kommt da mit dem VeloMini T1 Trailer gerade zur rechten Zeit: Es handelt sich um einen Anhänger für E-Scooter und eBikes - und der erinnert doch schon irgendwie ein bisschen an die Großeltern.
Rein optisch gleicht der Anhänger einem Einkaufstrolley - vielen sicherlich auch als „Hackenporsche“ oder „Rentnervolvo“ bekannt. Allerdings eignet sich der VeloMini T1 Trailer für rasante Einkaufsfahrten mit dem E-Scooter. Dafür befestigen Sie den rund 5 Kilogramm schweren Trailer einfach mit einem Schnappverschluss an Ihrem Gefährt.
Die Tasche bietet ein Volumen von bis zu 60 Liter, das maximale Ladegewicht liegt bei 30 Kilogramm - das sollte genug sein für einen mittleren Einkauf beim Supermarkt um die Ecke. Die robuste Bauweise soll kleineren Bordsteinen standhalten, der Nylonstoff ist zudem wasserabweisend - die Einkäufe bleiben also trocken. Zur Zeit gibt es den Trailer über die Herstellerseite im Angebot für 345 US-Dollar, knapp 310 Euro.
Dank dieses Zubehörs könnt ihr locker zum Wocheneinkauf mit dem E-Scooter fahren. Vor dem Geschäft verwandelt sich der Anhänger dann in einen Einkaufswagen.
Der Anhänger lässt sich bei Nichtgebrauch zusammenfalten, bietet laut Hersteller eine Nutzlast von 30 Kilogramm und ein Volumen von 60 Litern. Darüber hinaus ist er wasserfest und lässt sich schnell wieder vom Roller oder E-Bike entfernen.
Die rechtliche Situation in Deutschland
Die Elektrokleinstfahrzeuge-Verordnung (eKFV) ist das Regelwerk, das uns erlaubt, Scooter überhaupt legal zu fahren. Gleichzeitig drückt uns § 8 den Daumen in die Speichen: „Anhängerbetrieb verboten.“ Keine Ausnahmen.
Warum ist das relevant? Ein E-Bike darf mit 25 km/h einen Kinderanhänger ziehen, obwohl viele Modelle nur V-Brakes haben. Mein Streetbooster V dagegen bremst auf Asphalt schneller, aber ein kleiner 40-Liter-Trailer hintendran? Illegal.
Eine Personenbeförderung oder ein Anhängerbetrieb ist aufgrund der Beschaffenheit zumindest für Elektrokleinstfahrzeuge im Rahmen dieser Verordnung zum aktuellen Zeitpunkt nicht vorgesehen.
Internationale Vorbilder
Internationale Vorbilder: Österreich, Frankreich & Co. Kein Massen-Crash in Sicht.
Bei unserem internen Test mit einem NIU KQi 300X + 28 kg Zuladung lag der Bremsweg aus 22 km/h bei 3,6 m - 0,4 m kürzer als bei einem 18-kg City-Bike mit Kinderanhänger. Ein Slalomtest mit 3 m Korridor bewies, dass der Trailer selbst bei 18 km/h kaum ausschert. Klar: Billig-Scooter ohne Dämpfung fallen durch.
Lösungsansätze und Visionen
Aktuell deckt die Scooter-Haftpflicht den Hänger nicht ab. Lösungsvorschlag: Automatische Mitversicherung von Anhängern bis 60 kg Gesamtgewicht durch eine Ergänzung im Pflichtversicherungsgesetz.
Stell dir vor: Vor deinem Lieblings-Café parken Scooter-Gespanne mit Solarpanels auf dem Dach des Trailers, die deine Powerbank laden. Lieferdienste rauschen leise durch Seitengassen. Familien fahren zum Spielplatz, ohne SUV-Stress.
- „Überladen die Leute nicht?“ Fahrrad-Anhänger laufen seit Jahrzehnten ohne flächendeckende Waagen.
- „Gefährlich für Fußgänger?“ 60 cm Breite + Tempo 22 km/h sind beherrschbar.
Die Technik ist reif, internationale Beispiele beweisen die Machbarkeit, und der Nutzen für Umwelt und Stadtlogistik ist enorm. Was fehlt, ist politischer Mut.
Heckboxen als Alternative
Heckboxen erweitern das Kofferraumvolumen und können insbesondere kompaktes oder sperriges Transportgut aufnehmen. Im Test traten sechs Heckboxensysteme in einer Preisspanne zwischen 319 € und 789 € und einem Fassungsvermögen zwischen 195 und 305 Litern an.
Bedingung für die Nutzung einer Heckbox ist immer eine Anhängerkupplung, wobei die maximal zulässige Stützlast beachtet werden muss. Einfaches Beispiel: Bei einer maximalen Stützlast von 50 Kilogramm und einem Gewicht von Box nebst Träger von 34,4 Kilogramm bleiben für die Ladung bescheidene 15,6 Kilogramm übrig. Nicht vergessen: Ein vollbeladene Heckbox verändert den Schwerpunkt und die Heckbox verlängert das Fahrzeug.
Getestet wurde in den Kategorien Gestaltung, Handhabung, Fahrsicherheit und Crashsicherheit.
Testsieger ist die Transportbox von Westfalia. Trotz des kleinsten Volumens macht sie mit durchweg guten Noten in Gestaltung und Handhabung, sowie sehr guten Noten bei den Sicherheitskriterien das Rennen.
Auf dem zweiten Platz landet die Heckträgerbox von Thule, als einzige Box ist sie zusammenfaltbar und spart somit Platz bei der Lagerung. Nachteilig ist das aufwändiger zu bedienende Reisverschlusssystem. Zudem flattert die äußere Plane der Heckbox, was im Rückspiegel als störend wahrgenommen werden kann.
Die Heckbox von mft kann ihres hohen Gewichts wegen nur zu zweit montiert werden. Das Anbringen der Box am Grundträger erfordert oftmals Geduld, da sich die Ösen der Verankerung verklemmen. Die optionalen Verbreiterungstaschen für Skier bis zu einer Länge von 187 cm sind bei voller Längenausnutzung in der Handhabung umständlich.
Die Systembox V1 von Towbox zeigt Schwächen beim Citycrash. Die Verschraubungen zwischen Box und Grundträger halten den Beanspruchungen nicht komplett stand. Die Box wird daher mit dem Urteil „ausreichend“ bewertet.
Auch die ansonsten gute Heckbox von mft war im Crash nicht makellos: Beim Citycrash zeigte sich eine Verschiebung auf der Anhängerkupplung und der Deckel öffnete sich.
Schwierigkeiten beim ADAC Ausweichtest haben die Heckboxen von Alutrans und Menabo. Bereits bei einer Testgeschwindigkeit von 75 km/h verdrehten sich die Boxen auf der Anhängerkupplung und beschädigten das Fahrzeug. Daher werden beide Boxen bei der "Fahrsicherheit" mit der Note "ausreichend" bewertet, was zu einem schlechteren Gesamtergebnis führte. Zum Vergleich: Alle anderen Boxen zeigten hier selbst mit 90 km/h keine kritischen Effekte.
Wichtig im Winter ist die Kältefestigkeit des Kunststoffmaterials. Hierbei zeigten sich wiederum Alutrans und Menabo auffällig (unterschiedliche Grundträger, die Boxen sind fast identisch). In diesem Test wurden die Materialeigenschaften bei minus 20° Celsius überprüft. Dabei wurde ein Prüfkörper mit zweieinhalb Kilogramm aus einem Meter Höhe auf die Box fallen gelassen. Beide Boxen hatten danach große Löcher im Deckel.
Empfehlungen des ADAC an Hersteller und Verbraucher
Empfehlungen für Hersteller
- Die Heckboxen und dessen Grundträger müssen für einen City-Crash mit 30 km/h ausgelegt sein
- Die Halterung auf der Anhängerkupplung muss den Belastungen eines harten Ausweichmanövers standhalten.
- Auch bei großer Kälte dürfen die Bauteile der Heckboxen nicht zerbrechen
- Die Heckbox sollte von einer Person montierbar sein
- Das angegebene Volumen der Heckbox muss zutreffen
- Es muss Anschlussmöglichkeiten für eine zusätzliche dritte Bremsleuchte geben
Tipps für Verbraucher
- Passende bzw. notwendige Fahrradheckträger beachten
- Auf die nutzbare Breite der Heckbox achten
- Besonderes Augenmerk muss auf die Stützlast der Anhängerkupplung gelegt werden: Max. Stützlast = Gewicht Grundträger + Leergewicht Heckbox + Gewicht der Ladung
- Geänderte Fahrzeuglänge beachten und evtl. im Fahrzeug notieren
- Veränderte Fahreigenschaften infolge der Verlagerung des Schwerpunktes
- Nach einigen Kilometern wieder die Befestigung von Heckbox und Ladung prüfen
- Hersteller bieten geeignetes Zubehör, z. B. auch zum Transport von Skiern an (etwa mft)
Weitere Anhängerlösungen
Es gibt z.B. Oft handelt es sich um Fahrrad Anhänger, die mit einer Anhängerkupplung am E Scooter befestigt werden. Wieder andere E-Scooter verfügen über eine Universalhalterung am Vorderrad, die als Basis für ein Lastentragesystem dient.
Wer sich dennoch einen Anhänger kaufen will, kann dieses Zubehör online in einem Shop ergattern. Für einen Preis von knapp 200 Euro gibt es dort beispielsweise eine PVC Wanne mit Lufträdern in 16 Zoll. Viele Modelle sind faltbar und kommen mit einer Universal-Kupplung für die Achse.
Rad- und Motorradanhänger
Unsere neuen kompakten Rad-Anhänger sind sehr flexibel an der Anhängekupplung nutzbar, wenn Sie Elektrofahrräder, Fahrräder, Roller oder Motorräder transportieren müssen.
Mit einer Länge von 2000 Millimetern, einer Breite von 2385 Millimetern und Höhen von 562,5 Millimetern und 1594 Millimetern bietet er ausreichend Raum. Die Ladefläche beträgt 720 mm mal 1950 mm.
Mit 120 kg Eigengewicht können Sie bereits mit einer Person den kompakten Rad-Anhänger Alu-Star Rolli problemlos bewegen. Mit einem zulässigen Gesamtgewicht von 750 kg können Sie auch bis zu 4 Fahrräder oder Pedelecs sicher auf langer Strecke transportieren, ohne groß auf das Gewicht achten zu müssen.
Durch die Länge der Auffahrtrampe von knapp 2 m und mit der gut nutzbaren Breite können Sie Ihr Bike sicher geführt auf dem ALU-Star Rolli festzurren. Durch die lange Rampe ist der Auffahrwinkel sehr niedrig und die Radwippe zur Arretierung des Vorderrades schnell erreicht.
Den Universal Rad-Anhänger Rolli können Sie problemlos lagern, wenn Sie ihn nicht brauchen. Unser Universal Rad-Träger Alu-Star Rolli braucht nur den Bruchteil der Fläche eines normalen Radträgers.
Der Alu-Star Rolli zeichnet sich nicht nur durch seine beeindruckende Nutzlast und Stabilität aus, sondern auch durch seine platzsparende Eigenschaft. Haltebügels und das senkrechte Platzieren auf den vormontierten Abstandshaltern an der Rücklichteinheit, löst sich das Platzproblem im Handumdrehen.
Besonders praktisch ist die Möglichkeit, den Alu-Star Rolli einfach senkrecht an der Wand zu platzieren. Dies bietet nicht nur eine platzsparende Lösung, sondern sorgt auch für Ordnung und Übersichtlichkeit in Ihrem Raum.
Die Komfortsicherung "Wippe & Bügel" vereint Funktionalität mit durchdachtem Design und macht das Parken so stressfrei wie nie zuvor. Die robuste Bauweise und hochwertige Materialien sorgen dafür, dass Ihr Fahrzeug sicher und fest an Ort und Stelle gehalten wird. Mit dem "Haltearm" können Sie sich ganz auf Ihre Fahrt konzentrieren, ohne sich Gedanken über mögliche Instabilitäten machen zu müssen.
Absenkbare Anhänger
Mit der neuen ASK-Serie von UNSINN wird sich das ändern, denn ihr Handling ist denkbar einfach. Über eine Handpumpe werden zwei Hydraulikzylinder an der Absenkachse bedient, in nur wenigen Sekunden liegt das Heck einfahrbereit am Boden auf. Dabei kann der Anhänger angekuppelt bleiben, es sind keine zusätzlichen Sicherheitsmaßnahmen zu bedenken.
UNSINN-Absenkkoffer gibt es auf Wunsch auch mit einer Elektrohydraulik. Der Kofferaufbau kann individuell gestaltet werden: in der Höhe, mit Türen, Klappen und Fenstern oder mit abgeschrägter Front. Auch die Innenausstattung erfolgt nach Wunsch, z.B. mit Licht oder Ladungssicherungselementen passend aufs Motorrad abgestimmt. Die geschlossene Kofferbauweise schützt außerdem vor Witterung und Diebstahl.
Der Absenkanhänger erlaubt serienmäßig 100 km/h, ist sehr stabil und fährt deshalb immer sauber nach. Die pflegeleichte, robuste und glatte Oberfläche zum Beschriften, das stabile Automatikstützrad und die automatische Bremsennachstellung sind weitere Qualitätsdetails, die dafür garantieren, dass man an UNSINN-Anhängern lange seine Freude hat.
Multifunktionsanhänger
Viele bevorzugen stattdessen einen Allrounder, der einmal im Jahr das Motorrad schultert und den Rest der Zeit bei der Gartenarbeit oder dem Hausbau einen zweiten Nutzen hat. Anhänger wie der HA Multi von Humbaur sollen genau das können. Mit einer Ladefläche von 2,51 x 1,31 Meter ist er lang genug, um auch große Motorräder darauf zu verladen.
Die hintere Bordwand, die eine Höhe von 30 Zentimeter hat, kann dazu weggeklappt werden. In die Seitenwände integrierte Zurrbügel sorgen dafür, dass die Ladung ordnungsgemäß gesichert werden kann. Zudem ist der Anhänger serienmäßig mit Einschubmöglichkeiten für Auffahrbohlen versehen.
Der Anhänger ist in zwei Varianten lieferbar. Als ungebremster Anhänger mit einem zulässigen Gesamtgewicht von 750 Kilogramm (Nutzlast 592 kg) oder gebremst mit 1300 Kilogramm (Nutzlast 942 kg). Für den Motorradtransport sollte der Anhänger durch Zubehör ergänzt werden.
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