Durchschnittliche Anzahl der Fahrstunden für den Motorradführerschein: Ein umfassender Leitfaden

Du möchtest Freiheit und Abenteuer auf zwei Rädern erleben? Mit dem Motorradführerschein der Klasse A kannst du alle Motorräder ohne Einschränkungen fahren und die Straßen mit voller Power genießen. Aber wie viele Fahrstunden sind im Durchschnitt notwendig, und welche Kosten kommen auf dich zu?

Wie viele Fahrstunden sind normal?

Wie viele Fahrstunden eine Fahrschülerin oder ein Fahrschüler im Durchschnitt benötigt, um den Motorradführerschein zu machen, legt das Gesetz nicht fest: Dies hängt immer von den persönlichen Fähigkeiten und dem individuellen Lernfortschritt ab.

Das hängt völlig von Deiner Begabung und dem Anspruch des Fahrlehrers ab, das kann wie Du schon sagst niemand wissen. Ich würde im Schnitt aus dem Bauch heraus mit 10-12 Stunden rechnen.

Faktoren, die die Anzahl der Fahrstunden beeinflussen:

  • Vorerfahrung: Hast du bereits Erfahrungen im Motorradfahren gesammelt?
  • Fahrpraxis: Welche Führerscheine hast du schon und welche Fahrpraxis hast du?
  • Talent: Natürlich kommt es auch etwas auf das Talent an.
  • Intensität: Machst du einen Intensivkurs oder lässt du dir Monate lang Zeit?
  • Häufigkeit: Wie oft bzw. in welchen Abständen kannst du fahren?

Pflichtstunden und Sonderfahrten

Beim Motorradführerschein der Klasse A sind 12 Pflichtstunden in der praktischen Ausbildung vorgesehen. Diese Sonderfahrten sind verpflichtend und trainieren das Fahren auf Landstraßen, Autobahnen und bei Dunkelheit. Ohne sie kann die praktische Prüfung nicht abgelegt werden.

Die besonderen Ausbildungsfahrten, sind auf Bundes- oder Landstraße, auf der Autobahn und bei Dämmerung oder Dunkelheit. Nur für diese Sonderfahrten gibt es - je nach Klasse der angestrebten Fahrerlaubnis - Pflichtstunden.

Konkret besteht die vorgeschriebene Anzahl an Sonderfahrten aus:

  • 5 Fahrstunden auf Bundes- oder Landstraßen
  • 4 Fahrstunden auf Autobahnen
  • 3 Fahrstunden bei Dämmerung oder Dunkelheit

Einige (nette) Fahrlehrer üben die Pflichtübungen übrigens auch mit einem während der Sonderfahrten. Anstatt 1,5 Stunden nur irgendwo über die Landstraße zu bügeln halt davon 20min noch die ein oder andere Pflichtübung... Das geht natürlich nur, wenn man die Übungen halbwegs kann und es nur noch um die letzten Schliffe geht.

Kosten für den Motorradführerschein

Die Kosten eines Motorradführerscheins hängen stark davon ab, wo er gemacht wird. So sind die Fahrschulpreise in süddeutschen Großstädten um ein gutes Drittel höher als etwa in Brandenburg auf dem Land. Bei der Anzahl der nötigen Übungsstunden kommt es aufs Talent des Fahrschülers an.

Diverse Portale nennen in aktuellen Preisbeispielen rund 1.250 Euro inklusive aller Gebühren für Sehtest, Erste-Hilfe-Kurs oder Prüfungsanmeldung für die Klasse A, errechnet auf Basis der Fahrschulpreise in Berlin bei zwölf Übungsstunden.

Braucht ein Fahrschüler 20 Stunden (Durchschnittswert), kostet der Schein schon über 1.500 Euro - im günstigen Berlin. Diese Preiseinschätzung erachten wir allerdings als zu gering. In Stuttgart oder München sind 2.000 bis 2.500 Euro realistischere Größen für einen Motorradführerschein.

Motorradführerschein-Kosten im Überblick:

  • Anmeldegebühr der Fahrschule: 200 bis 300 Euro
  • Sehtest: 6,43 Euro
  • Erste-Hilfe-Kurs: ca. 20 bis 40 Euro
  • Übungsfahrten: 30 bis 50 Euro pro Übungsstunde (45 Minuten)
  • Sonderfahrten: ca. 40 bis 60 Euro pro Fahrt (5 Überlandfahrten, 4 Autobahnfahrten, 3 Dunkelfahrten, je 45 Minuten pro Fahrstunde)
  • Gebühr der Fahrschule für die Vorstellung zur theoretischen Prüfung: ca. 30 bis 60 Euro
  • TÜV-Gebühr für die theoretische Prüfung: 22,49 Euro
  • Gebühr der Fahrschule für die Vorstellung zur praktischen Prüfung: 80 bis 180 Euro
  • TÜV-Gebühr für die praktische Prüfung: ca. 90 bis 150 Euro
  • Gebühr für die Ausstellung des Führerscheins: ca. 30 bis 50 Euro

Motorradführerscheinklassen und Voraussetzungen

Es gibt in Deutschland derzeit 4 Führerscheinklassen und die Mofa-Prüfbescheinigung, die zum Führen von motorisierten Krafträdern berechtigen. Grundsätzlich gilt: Je leistungsstärker das Kraftrad ist, desto höher ist auch das Mindestalter zum Erwerb des Führerscheins.

Hier ein Überblick über die verschiedenen Klassen:

  • AM: Mindestalter 15 Jahre, Kleinkrafträder bis 45 km/h und 50 ccm
  • A1: Mindestalter 16 Jahre, Leichtkrafträder bis 125 ccm und 11 kW
  • A2: Mindestalter 18 Jahre, Krafträder bis 35 kW
  • A: Mindestalter 24 Jahre (oder 20 Jahre bei Vorbesitz von A2), Krafträder ohne Leistungsbeschränkung

Mindestalter:

  • AM und A1: ab 16 Jahre
  • A2: mindestens 18 Jahre
  • Direkteinstieg A: 24 Jahre

Wer die Klasse A2 mindestens 2 Jahre besitzt, darf ab 20 Jahren auf die Klasse A umsteigen - dafür ist allerdings nochmal eine praktische Prüfung notwendig. So auch beim Aufstieg vom A1 zum A2: Wer zunächst zwei Jahre Erfahrung in der Führerscheinklasse A1 sammelt, muss für die Klasse A2 nur noch eine verkürzte praktische Prüfung ablegen.

Die Führerscheinklasse A teilt sich auf 3 verschiedene Klassen auf, die sich an der Leistung des Kraftrads orientieren. Ein Aufstieg in die nächsthöhere Klasse ist unter bestimmten Voraussetzungen möglich. Wir zeigen Ihnen, wann Sie den Führerschein erweitern können.

Führerschein A1 auf A2 erweitern: Wenn Sie den Führerschein der Klasse A1 2 Jahre lang besitzen, dürfen Sie eine verkürzte praktische Prüfung mit einer Dauer von ca. 40 Minuten machen, um die Berechtigung für die Klasse A2 zu erhalten.

Führerschein A2 auf A erweitern: Nachdem Sie 2 Jahre lang im Besitz der Erlaubnis A2 sind, dürfen Sie eine praktische Prüfung ablegen und bei Bestehen in die Klasse A wechseln. Gegebenenfalls sind vorher Fahrstunden notwendig, vorgeschrieben sind sie nicht.

Führerschein A1 auf A erweitern: Die Erweiterung von A1 auf A ist nicht ohne den Zwischenschritt über A2 möglich, wenn Sie nur eine praktische Prüfung machen möchten. In diesem Fall erweitern Sie zunächst den A1-Führerschein auf die Stufe A2 und nach 2 Jahren dann auf die Stufe A.

Theorie und Praxis

Für den Motorradführerschein ist eine umfangreiche Ausbildung in Theorie und Praxis nötig. Der theoretische Teil besteht aus 12 Unterrichtsstunden zu je 90 Minuten, in denen der Grundstoff vermittelt wird und vier 90-minütigen Theoriestunden mit speziellem Wissen zum Thema Motorrad. Bei einer Erweiterung des Führerscheins verkürzt sich der Grundstoff bei Inhabern der Klasse B auf 6 Theoriestunden.

Um die Theorieprüfung für den Motorradführerschein zu bestehen, gilt es in der theoretischen Prüfung 30 Fragen zu beantworten. Davon befassen sich 20 Fragen mit dem Grundstoff, sowie zehn mit dem Zusatzstoff Motorrad. Insgesamt dürfen maximal 10 Fehlerpunkte gemacht werden, wobei alle Fragen jeweils fest definierte Werte von 2 bis 5 Fehlerpunkten haben.

Der praktische Ausbildungsteil auf dem Weg zum Motorradführerschein unterteilt sich in Übungsstunden und Pflichtstunden. Für die Pflichtstunden sind 12 Sonderfahrten zu jeweils 45 Minuten vorgeschrieben. Diese sind in 5 Überlandfahrten, 4 Autobahnfahrten und 3 Fahrstunden bei Dunkelheit aufgeteilt.

Die passende Fahrschule finden

Fahrschule ist nicht gleich Fahrschule. Entsprechend ist die Wahl der passenden Fahrschule für den Erwerb des Motorradführerscheins von enormer Bedeutung. Wir haben einige Tipps für die Auswahl der passenden Motorradfahrschule:

  • Die Fahrschule sollte eine kostenlose Theorie-Schnupperstunde zulassen. Der Fahrschüler kann dabei feststellen, ob ihm der Fahrlehrer passt.
  • Der Theorieunterricht wird von einem qualifizierten Fahrlehrer und nicht von einer Hilfskraft gehalten.
  • Die praktische Ausbildung erfolgt von Anfang bis Ende bei ...

Kostenübersicht verschiedener Führerscheinklassen

Die Kosten für den Motorradführerschein variieren von Fahrschüler zu Fahrschüler. Vor allem die Anzahl der praktischen Fahrstunden wirkt sich auf die Höhe der Führerscheinkosten aus.

Hier eine Tabelle mit den durchschnittlichen Kosten für verschiedene Führerscheinklassen:

Führerscheinklasse Kosten (ca.)
Mofa-Prüfbescheinigung 100 - 150 €
AM k.A.
A1 1.000 - 3.000 €
A2 1.600 - 3.000 €
A 1.600 - 3.000 €

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