ATB Sport GmbH Mountainbike Test: Die besten SUV E-Bikes und Mountainbikes im Vergleich

Alltag, Abenteuer, Alpenpässe - welches SUV E-Bike meistert wirklich alles? Wir haben die 10 spannendsten Modelle des Jahres getestet: Komfort meets Offroad, Commuting meets Gipfelsturm. Wer baut das beste E-Bike für alle Lebenslagen, den perfekten Allrounder, wer schafft das Triple A?

SUV E-Bikes im Test: Das "Bike für alle Fälle"?

Morgens zur Arbeit pendeln, samstags den Wocheneinkauf stemmen und am Sonntag über abgelegene Forstwege ins Nirgendwo cruisen: SUV E-Bikes sollen komfortabel wie City-Bikes, tourentauglich wie Trekkingräder und trailtauglich wie E-MTBs sein. Dazu Vollausstattung mit Gepäckträger, Lichtanlage und smarten Features on top. Kurz: das „Bike für alle Fälle“ - so zumindest das Versprechen der Hersteller. Deshalb haben wir für euch diesen umfassenden SUV E-Bike-Vergleichstest durchgeführt - mit den spannendsten und relevantesten Modellen am Markt.

Denn in unserem Testfeld treffen Welten aufeinander: vom City-Bike mit Cargo-Genen über gepimpte Trekking-Bikes bis hin zu E-MTBs mit Gepäckträgern und Alltags-DNA. Deshalb gilt: Erst informieren, dann investieren. All das kann zum echten Dealbreaker werden - besonders, wenn man das eine Bike für alles sucht. Darum: Bühne frei für unser Testfeld!

Was erwartet Sie in diesem Test?

  • Was bekommt man ab 4.999 € - und was für fast 9.000 €?
  • Tiefeinsteiger oder klassischer Diamantrahmen? Viele Hersteller bieten SUV E-Bikes mit Diamantrahmen an, bei denen das Oberrohr tiefer angesetzt ist oder abgeschrägt verläuft.
  • Rahmenform ist das eine - Gewicht das andere. Zwischen dem leichtesten und dem schwersten Modell liegen fast 10 kg - so viel wie eine volle Kiste Äpfel vom Wochenmarkt.

Die wichtigsten Komponenten und Features im Fokus

1. Der Motor: Mehr als nur rohe Leistung

Am Ende zählt das gesamte Bike - ABER: Das Motorsystem prägt den Charakter eines SUV E-Bikes maßgeblich mit. Schwere SUV E-Bikes brauchen kontrollierbare Power. Sie wollen nicht irgendwie, sondern mit Nachdruck den Berg hoch. In unserem großen Motoren-Vergleichstest könnt ihr euer Know-how dazu gern noch vertiefen.

Beim Antrieb geht es längst nicht mehr nur um rohe Leistung. Wie sind die Bedieneinheiten am Lenker gestaltet, wie ist das haptische Feedback? Ist die Bedienung auch intuitiv? Wie gut lässt sich das Display ablesen - und welche Funktionen bringt es mit?

Oft übersehen - ähhh, überhört - wird die Geräuschkulisse. Wer regelmäßig auf langen Touren unterwegs ist, möchte nicht dauerhaft ein Suuuuurr im Ohr haben. Was das Thema angeht, haben der Bosch Performance Line CX und der Specialized 2.2 die Nase vor der Pinion-MGU, da die Motor-Getriebeeinheit - gerade in bergigem Gelände und bei kleinen Gängen - einen hohen Geräuschpegel hat.

Der Bosch Performance Line CX Gen5 ist im SUV E-Bike-Segment nahezu allgegenwärtig. Und übrigens: Durch ein neues Software-Update wurde der ohnehin schon leistungsstarke Bosch-Motor nochmals gepusht.

2. Akkukonzept: Entnehmbar oder fest verbaut?

Wenn du diese Fragen für dich beantwortet hast, kannst du viel gezielter wählen, welches Bike zu deinem Alltag passt. In unserem Testfeld ist jeder Akku entnehmbar - ein klarer Vorteil für alle, die am Stellplatz keine Steckdose haben. Denn niemand will sein SUV E-Bike durchs Treppenhaus in den zweiten Stock tragen.

Größe und Kapazität variieren je nach Hersteller: von Bosch mit der 250-Wh-PowerMore im Trinkflaschenformat bis zum 535-Wh-Klotz beim KETTLER PINNIATO FS Sport.

3. ABS am Fahrrad: Mehr Sicherheit im Alltag

Schon 2018, als Bosch das erste eBike ABS auf den Markt brachte, waren wir begeistert. Besonders hilfreich ist das System auch, wenn mal jemand anderes mit dem Bike unterwegs ist: Ein Freund, der selten Rad fährt oder keine Erfahrung mit verschiedenen Untergründen hat, bekommt durch das ABS eine wertvolle Unterstützung.

Aber auch für erfahrene Fahrer kann ABS Gold wert sein - etwa in hektischen Alltagssituationen und auf rutschigem Untergrund.

4. Zulässiges Gesamtgewicht (ZGG): Wie viel darf's sein?

Bikepacking, Wocheneinkauf oder Tour am Wochenende! Jedes Bike hat ein „zGG“, ein zulässiges Gesamtgewicht, das vom Hersteller bestimmt wird. Gemeint ist nicht nur die Gepäckträgerzuladung, sondern das gesamte E-Bike-Systemgewicht: also Rad, Fahrer samt Ausstattung und Gepäck sowie evtl. ein Anhänger.

Das zGG solltet ihr bei der Anschaffung also unbedingt im Blick behalten. Habt ihr ein Kind oder einen Hund und wollt mit Anhänger losziehen? Dann checkt unbedingt, ob euer Wunschbike eine offizielle Anhängerfreigabe hat - in unserem Testfeld trifft das auf 7 von 10 SUV E-Bikes zu.

5. Diebstahlschutz: Wie sicher muss Ihr E-SUV sein?

Smartphone raus, App auf - und schon weißt du, wo dein Bike steht, wie weit du noch kommst oder ob jemand gerade versucht, es zu klauen. GPS-Tracking, Navigationshilfe, Alarmanlagen und Motor-Sperren - das digitale Schutzschild ist längst Realität.

Specialized stattet das Turbo Tero X 6.0 serienmäßig mit einem integrierten Alarmsystem aus - simpel, effektiv und direkt über die hauseigene Specialized-App steuerbar. In Kombination mit dem Bosch ConnectModule (ca. 130 €) ist zudem die Aktivierung von GPS-Tracking, Alarmsignal und Diebstahlschutz möglich - im ersten Jahr kostenlos, danach für 39,99 €/Jahr.

Alle Bikes im Testfeld mit Bosch-Motor können selbst oder beim Händler mit dem IoT-Module, also dem Bosch ConnectModule, ausgestattet werden. … das Kalkhoff Entice 7+ Excite ABS Wave. Das hat ab Werk schon ein Modul zur Ortung verbaut und setzt auf eine eigene App, die zusätzlich zur Flow App benutzt werden kann, was wir auf alle Fälle empfehlen.

Riese & Müller setzt hier auf die RX Connect-Services, die standardmäßig im Riese & Müller Delite5 GT pinion verbaut sind. Bikes, die eine Pinion MGU verbaut haben, arbeiten mit dem Systemintegrator FIT zusammen. Auch FIT bietet eine eigene App - die FIT E-Bike-App. Bei Moustache oder KETTLER lassen sich über die gleichnamige App individuelle Einstellungen vornehmen, etwa die Konfiguration der Tastenbelegung am Schalthebel.

6. Automatik-Schaltungen: Entspanntes Fahren garantiert

Anstieg in Sicht - erst mal runterschalten … Gedanken wie diese gehören bei modernen Automatik-Schaltungen der Vergangenheit an. Systeme wie Auto.Shift von Pinion übernehmen das Schalten für euch - ganz automatisch.

In unserem Testfeld sind ausschließlich Bikes mit der Pinion MGU damit ausgestattet, obwohl auch Bosch, Shimano und andere Hersteller Automatiklösungen im Portfolio haben. Gerade im SUV E-Bike-Segment ist eine funktionierende Automatik - so wie sie Pinion bietet - jedoch hochwillkommen.

Komfort: Die Automatik nimmt einem das Schalten komplett ab. Besonders im Stadtverkehr oder beim Anfahren an der Ampel spielt sie ihre Stärken aus. Für alle Alltagsanforderungen kann eine Automatikschaltung im SUV E-Bike ein echter Gamechanger sein - entspannter, sicherer und stressfreier.

7. Sitzposition und Komfort: Auf die richtige Einstellung kommt es an

Jedes der getesteten SUV E-Bikes bringt dabei eine ganz eigene Vorstellung davon mit - und unterscheidet sich deutlich in Ausstattung, Fahrverhalten und Einstellbarkeit. Gerade bei der Sitzposition ist die Bandbreite groß: von sportlich gestreckt bis aufrecht und entspannt ist im Testfeld alles dabei - und vieles dazwischen.

Kleines Detail, große Wirkung - aber nicht immer positiv: Viele SUV E-Bikes setzen aus Komfortgründen auf Schnellspanner, zum Beispiel an der Sattelstütze oder den Laufrädern. Was praktisch und komfortabel klingt, kann sich im Alltag schnell als Sicherheitsrisiko entpuppen. Auch wenn sie elegant integriert sind - wie etwa am KETTLER PINNIATO oder dem SCOTT Axis eRIDE - reichen im urbanen Raum oft wenige Sekunden und Sattel samt Stütze oder Laufräder sind verschwunden.

Alle Modelle im Testfeld sind vollgefedert - was den Fahrkomfort auf langen Strecken oder unbefestigten Wegen deutlich verbessert. Auch die Reifenbreite, die Kontaktpunkte (Sattel, Griffe) und natürlich die Geometrie spielen eine große Rolle.

8. Absenkbare Sattelstütze (Dropper Post): Mehr Freiheit und Sicherheit

Rauf, runter, fertig - was nach unanständigem Witz klingt, ist auch bei SUV E-Bikes ein echter Gamechanger. Eine absenkbare Sattelstütze erleichtert nicht nur das Auf- und Absteigen, sondern bringt auch auf Schotterpisten oder steilen Trails spürbar mehr Kontrolle. Auch der Ampelstopp wird erleichtert, da man bei abgesenkter Sattelstütze keinen Balaceakt auf Zehenspitzen vollführen muss. Kurz: Wer sich mehr Bewegungsfreiheit und Sicherheit wünscht, kommt um die Dropper Post nicht herum. Die Frage ist also nicht Dropper oder keine Dropper, sondern wie viel Hub die Stütze mitbringt. Denn mehr Hub bedeutet mehr Bewegungsfreiraum.

9. Schutzbleche, Ständer und Gepäckträger: Alltagstaugliche Details

Wer meint, Schutzbleche und Ständer seien nur etwas für Spießer, wird im Alltag eines Besseren belehrt. Gerade bei SUV E-Bikes zeigt sich schnell: Diese Features sind alles andere als verzichtbar.

Schluss mit der verzweifelten Suche nach einer Wand zum Anlehnen - ein stabiler, gut positionierter Ständer sorgt dafür, dass ihr euer Bike jederzeit sicher abstellen könnt. Auch Schutzbleche spielen eine größere Rolle, als viele denken. Sie halten nicht nur Hose und Rücken sauber, sondern schützen Kette, Lager und Antrieb vor Dreck und Sand. Allerdings nur, wenn sie stabil konstruiert und mit ausreichend Abstand zum Reifen montiert sind.

Bevor ihr euch für ein Bike entscheidet, solltet ihr prüfen, welches Taschen- oder Korbsystem ihr nutzen wollt - oder bereits besitzt. Gängige Befestigungsstandards sind zum Beispiel MIK, Quick-Lock von ORTLIEB, MonkeyLoad oder Snapit (Racktime) - teilweise auch in Kombination.

Dazu kommt: Schutzbleche und Gepäckträger sind bei vielen Bikes auch Träger für Lichtsysteme. Umso wichtiger, dass das Frontlicht hell genug leuchtet - am besten mit Fernlichtfunktion - und das Rücklicht hoch genug angebracht ist, um im Verkehr nicht übersehen zu werden. Und ein Bremslicht? Sollte eigentlich Standard sein. Liebe Hersteller: wenig Aufwand, großer Sicherheitsgewinn - das muss drin sein.

10. Laufradgröße und Reifen: Komfort und Traktion

28″ ist tot - zumindest was SUV E-Bikes betrifft. Nichts charakterisiert City-Bikes oder altmodische Trekking-Bikes so sehr wie dieses (antiquierte) Maß für Reifendurchmesser. Dabei ist es nicht der nominale Durchmesser selbst, auf den es ankommt: 5 Testbikes rollen auf größeren 29″-Laufrädern, 3 auf „kleineren“ 27,5″-Laufrädern und 2 auf einem Laufradmix aus 29″ vorne und 27,5″ hinten.

Der Clou daran ist, dass die Maße 27,5″ und 29″ aus dem E-MTB-Segment entliehen sind. Das bedeutet für euch: breite und eher profilierte Reifen, die für mehr Fahrkomfort und Traktion bei allen Fahrbedingungen sorgen. Alle Hersteller in unserem SUV E-Bike-Test haben es verstanden: richtiges Profil und breite Reifen!

Das richtige Setup: Dein Bike ist nur so gut wie seine Einstellung

Wir predigen es oft, aber auch hier gilt wie immer: Dein Bike ist nur so gut, wie du es auf dich abstimmst! Du kannst das beste Bike kaufen und es fährt sich dennoch furchtbar. Nicht nur der Reifendruck ist entscheidend, sondern auch das richtige Setup. Wer sich hier nicht auskennt, sollte lieber Geld in ein professionelles Setup beim Fahrradhändler seines Vertrauens investieren.

Vollfederung: Komfort auf allen Wegen

Ein Blick in unsere Übersichtstabelle zeigt: In diesem Vergleichstest treten ausschließlich vollgefederte SUV E-Bikes gegeneinander an - und das aus gutem Grund. Unebenheiten wie Kopfsteinpflaster, Bordsteinkanten oder Schlaglöcher werden von der Federung zuverlässig geschluckt. Die Federung reduziert Ermüdung, schont Rücken und Handgelenke - das zahlt sich bei Pendelstrecken und Wochenendtouren aus. Viele Wartungsarbeiten übernimmt aber vermutlich ohnehin der Händler eures Vertrauens - kein Grund also, sich vom Komfort eines Fullys abschrecken zu lassen.

Wer einmal ein E-Fully gefahren ist, will seinen Dämpfer nicht mehr hergeben. Ein Test ist nur so gut wie seine Durchführung - deshalb haben wir die SUV E-Bikes nicht im klimatisierten, praxisfernen Labor geprüft, sondern draußen auf Herz und Nieren getestet: auf einer klar definierten Teststrecke, mit und ohne Beladung und im direkten Vergleich.

Mountainbikes im Test: Cube, Specialized und Liteville

Mountainbikes, die Sie sicher über Stock und Stein begleitenCube, Specialized und Liteville - diese drei Marken haben wir für diese Kategorie ausgewählt, da sie sozusagen “time-honoured” sind und schon viele Radfahrer in lichte Höhen - und auch wieder bergab - begleitet haben. Zu nennen wäre als eine Art Mountianbike Klassiker die Marke Cube, die Ihnen den besten Sitzkomfort dank einer ausgereiften Ergonomie bietet, aber auch ein sehr haltbares Gestell aufweist. Auf Rädern dieser Marke wollen Sie gar nicht mehr aufhören zu fahren…Auch beliebt: Specialized und LitevilleWie haben uns auch für die Marken Specialized und Liteville entschieden, da sie unseren Maßstäben an gute, haltbare Räder zum vernünftigen Preis voll entsprechen. Specialized ist ein klassischer Viergelenker, während die Marke Liteville Ihnen ein hohes Maß an Sitzkomfort dank einer exzellenten Federung bietet. Ein MTB Fahrwerk ergänzt die Vorzüge dieser Marke. Wählen Sie aus, mit welchem Rad Sie die Alpen oder den Harz erobern wollen.

Sayle Cycle №: Ein etwas anderes Cargobike

Dann und wann weichen Fahrradhersteller, meist Kleinstschmieden, dramatisch ab vom Mainstream und versuchen, einen eigenen Weg zu gehen. Das hat im Fall von Joe Breeze, Gary Fisher, Tom Ritchey und Charlie Kelly ziemlich gut funktioniert - niemand würde das MTB als Nischenprodukt bezeichnen. Bei Charles Mochet und seinem Sohn Georges nicht so sehr - Liegeräder sind nie cool und sexy geworden, oder?! Wir haben uns nun zum Test das Sayle Cycle № geholt, dass mit seiner Bauart doch ziemlich anders ist. Erfinder und Produzent, Marcel Sayle aus München, siedelt es selbst im weiten Feld zwischen Cargobike, ATB, Urban-, Commuter- sowie Bikepacking-Bike an. Rein optisch sieht es wie ein MTB aus, das ein findiger Schweißer für den Campingurlaub oder den Großeinkauf modifiziert hat. Vorne ein 27,5-Zoll-Rad, hinten dagegen 20 Zoll. Die Ladefläche dehnt das hintere Rahmenddreieck extrem aus, das am Ende sehr spitz zuläuft. Das wirkt sich positiv auf das Fahrverhalten aus.

Konstruktion und Fahrverhalten

Die wirklich tief angeordnete Ladefläche im Windschatten des Fahrers soll für ein gewohntes, stabiles und zugleich agiles Fahrverhalten sorgen, so beschreibt es Marcel Sayle. Tatsächlich fährt sich das № mit der klassischen Lenkung und dem tiefen Schwerpunkt stabil und wenig gewöhnungsbedürftig, auch bei niedrigen Geschwindigkeiten. Kein Vergleich zum eigenartigen Handling mancher Cargobikes, die ein stark vorgelagertes Vorderrad haben oder gar zwei. Auch das verhältnismäßig geringe Gewicht von 21,77 kg (inkl. Pedale, leere Packtasche, Expander) fühlt sich beim Treten gut an. Mit Zuladung merkt man dann natürlich das Gewicht schon. Das Sayle № ist unmotorisiert! Dafür hat es eine 3X3-Nabenschaltung. Dieses schwäbische Qualitätsprodukt hatten wir bereits im Test und finden es sehr gelungen.

ATB Fahrräder: Der Allrounder für Alltag und Freizeit

Aus dem klassischen Hardtail-Mountainbike hervorgegangen, ist das ATB nach wie vor sehr beliebt. Als sportliches Alltagsrad steht das ATB gerade bei Jugendlichen (bzw. deren Eltern) hoch im Kurs. Kein Wunder, erfüllt solch ein „All Terrain Bike“ doch die Ansprüche aller beteiligten Parteien: Jungen Bikern und Bikerinnen verspricht es Sportlichkeit dank der deutlichen MTB-Anleihen; Mama und Papa wiederum freuen sich an Alltagstauglichkeit und Verkehrssicherheit. Was also zeichnet ein Rad wie das Sharptail Street von Bulls aus?

Um als ATB gelten zu können, muss erst einmal ein Rahmenset aus dem Mountainbike-Bereich her. Bulls liefert ein stabiles Aluminium-Gestell, das mit deutlich abfallendem Oberrohr große Freiheit bei der Einstellung der Sitzhöhe lässt - gerade für junge Fahrerinnen und Fahrer ein Vorteil. Ein Schnellspanner an der Sattelklemme erleichtert die Höhenverstellung; die Sattelstütze mit moderner Zwei-Schrauben-Klemmung sorgt dafür, dass die Sattelneigung exakt eingestellt werden kann.

Die Sitzposition selbst ist ausgewogen-sportlich; die Rahmengeometrie orientiert sich mit langem Oberrohr und flachem Lenkwinkel an aktuellen Offroadern. Optimal zu diesem Konzept passt die Suntour-Federgabel mit satten 100 mm Weg - deutlich mehr, als typische Trekking-Gabeln aufweisen, und durchaus Trail-tauglich. Vorteil des großen Federweges ist, dass man die Vorspannung der Gabel reduzieren und sie damit komfortabel abstimmen kann, ohne dass die Gefahr besteht, dass sie bei großen Stößen durchschlägt.

Merkmale von ATB Fahrrädern

  • Ein ATB hat Merkmale von Mountainbikes und City-Rädern und bildet sozusagen das Bindeglied.
  • Je nachdem, welche Gene stärker ausgeprägt sind, gibt es 29 Zoll oder 28 Zoll Laufräder mit mehr oder weniger breiten Stollenreifen.
  • Eine Federgabel wird in der Regel auch verbaut, damit man auf schlecht ausgebauten Wegen eine bessere und vor allem komfortablere Fahrt hat.
  • Scheibenbremsen kommen mit vielerlei Wetterbedingungen bestens zurecht und bei vielen Modellen sind Schutzbleche, Beleuchtung und Gepäckträger ab Werk mit an Bord.
  • Geschaltet wird mit Nabenschaltung oder - bei den sportlicheren Modellen - mit klassischen Schaltwerken aus den MTB-Bereichen von Shimano oder SRAM.

Trekkingbikes: Vielseitigkeit auf zwei Rädern

Vielseitigkeit auf zwei Rädern war wohl das, was sich die Entwickler der ersten Trekkingbikes ins Pflichtenheft geschrieben hatten, als in den 1980er Jahren die ersten von ihnen auf den Konstruktionsplänen der Biketüftler entstanden. Die Anforderung: geländegängig genug für kurze Turns durch Wald und Wiese, auf Asphalt schneller als ein Mountainbike und durch eine Vollausstattung alltagstauglich für die Fahrt zum Supermarkt wie auch ins Büro. Außerdem machten sie Gepäckvorrichtungen auch für längere Touren zur Option.

Merkmale von Trekkingbikes

  • Rahmen und Geometrie: Trekkingräder verfügen typischerweise über einen stabilen Rahmen aus Aluminium oder Stahl, der für Langlebigkeit und Belastbarkeit sorgt.
  • Bereifung und Laufräder: Ausgestattet in der Regel mit 28-Zoll-Laufrädern und mittelbreiten Reifen mit leichtem Profil, bieten Trekkingbikes einen guten Kompromiss zwischen Rollwiderstand und Traktion.
  • Schaltung und Antrieb: Trekkingräder sind in der Regel mit Kettenschaltungen ausgestattet, die eine breite Übersetzungspalette bieten und somit das Bewältigen unterschiedlicher Geländeformen erleichtern.
  • Bremsen: Für eine zuverlässige Bremsleistung sind Trekkingbikes entweder mit Felgenbremsen (V-Brakes) oder Scheibenbremsen ausgestattet.
  • Ausstattung: Ein charakteristisches Merkmal von Trekkingrädern ist ihre umfangreiche Ausstattung, die sie für den Alltagsgebrauch und längere Touren prädestiniert. Dazu gehören fest installierte Schutzbleche, die vor Spritzwasser schützen, ein stabiler Gepäckträger zur Befestigung von Packtaschen oder Körben, eine vollständige Lichtanlage gemäß StVZO (Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung) mit Dynamo oder Akkubeleuchtung sowie Reflektoren für erhöhte Sichtbarkeit.

E-Bikes: Fahren wie mit Rückenwind

E-Bikes bieten durch den verbauten Elektromotor hohen Fahrkomfort, stete Zuverlässigkeit und innovative Designs. Neueren Modellen sehen Sie kaum noch an, dass es sich um ein E-Bike handelt. Mit einem E-Bike können Sie ohne Kraftaufwand beschleunigen.

Wichtige Merkmale eines E-Bikes

  • Hauptunterschied zu einem herkömmlichen Fahrrad ist, dass ein durch Akku versorgter Motor als Antriebshilfe fungiert.
  • Sie müssen beim Fahren zwar noch treten, aber der Antrieb hilft spürbar. Dies gilt vor allem bei Steigungen.
  • Der Akku ist meist abnehmbar, sodass Sie ihn aufladen können.
  • Bei neueren Modellen sind die Akkus so in die Rahmenkonstruktion verbaut, dass das Fahrrad auf den ersten Blick nicht als E-Bike erkannt wird.
  • Der Motor ist so eingestellt, dass er bis zu einer Geschwindigkeit von 25 km/h unterstützt. Fahren Sie schneller, schaltet er sich automatisch ab.

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