Elektrische Motorradrampen im Test: Komfort und Sicherheit beim Verladen

Wer schon einmal ein Motorrad über eine Planke oder eine Schiene ins Auto, auf den Hänger oder in den Transporter geschoben hat, der weiß, dass das eine wackelige und schweißtreibende Angelegenheit sein kann. Hierfür hat ein Berliner Ingenieur eine Lösung ausgetüftelt, mit der jeder sein Motorrad bequem und sicher verladen können soll - auch alleine.

Motoloader Ladesystem für Motorräder

Der Motoloader ist ein elektrisch betriebenes Ladesystem für Motorräder, mit dem schwere Bikes alleine und sicher ein- sowie auszuladen ganz einfach sein soll.

Funktionsweise des Motoloaders

Hauptbestandteil des Motoloaders ist die Transportschiene, die auf zwei justierbaren Konsolen im Fahrzeug montiert wird. Die Ladeschiene wiederum fungiert als Rampe und wird zum Be- und Entladen an die Transportschiene gesteckt. Um das Motorrad einzuladen, wird der mit Gummirädern bestückte Rollschlitten auf dem Boden vor der Rampe fixiert. Der Vorderreifen des Motorrads wird in den Rollschlitten geschoben, dessen Wippe das Rad und damit das komplette Motorrad fixiert, wobei die verstellbaren Bügel am Schlitten die Wippe zusätzlich fixieren.

Nun kommt die 12-Volt-Elektrowinde zum Einsatz: Per Knopfdruck auf der Fernbedienung wird das Motorrad in den Transportraum gezogen. Der Rollschlitten stoppt in der Endposition automatisch. Die Seilwinde befindet sich platzsparend unter der Ladeschiene, wodurch das System laut Hersteller auch in Kastenwagen mit fünf Metern Außenlänge Platz finden soll. Anschlusskabel für die Fahrzeugbatterie sowie vier Ratschenspanngurte (jeweils vier Meter lang) sind im Lieferumfang enthalten. Denn für den Transport selbst wird das Motorrad konventionell mit Gurten fixiert.

Technische Details und Preis

  • Maximale Belastbarkeit: 280 Kilogramm (140 Kilogramm pro Rad)
  • Lieferumfang: Schrauben, Befestigungsmaterial, vier Ratschenspanngurte (à vier Meter)
  • Montage: Fest mit dem Fahrzeugboden verbindbar oder durch Befestigungspunkte schnell wieder lösbar anbringbar
  • Preis: Ab 1.980 Euro

Clever: Die Transportschiene steht schräg, was das Entladen per Seilwinde einfach machen dürfte. Dank dem Gefälle können die geladenen Motorräder so per Knopfdruck auch alleine entladen werden. Je nach Größe des Transportfahrzeugs und der Bikes können auch zwei Motorräder verladen und transportiert werden. Ein Motoloader-System (Schienen, Rollschlitten und Elektrowinde) wiegt um die 61,5 Kilo.

Weitere Transportlösungen für Motorräder

Wer ein Motorrad transportieren möchte, hat unterschiedliche Möglichkeiten - vom klassischen Anhänger bis zum Kupplungsträger. Je nach Motorrad, Fahrzeugtyp und Transportbedarf kommen unterschiedliche Lösungen für den Transport infrage:

  • Anhänger: Ideal für große oder schwere sowie mehrere Maschinen und längere Strecken.
  • Trägersysteme: Praktisch für Roller oder leichte Motorräder - besonders bei geringem Platzbedarf.
  • Transport im Transporter/Kastenwagen: Kommt vor allem bei vorhandener Ladefläche infrage.

Motorradanhänger im Detail

Einfache, offene Modelle sind bereits ab rund 600 Euro erhältlich. Absenkbare, geschlossene oder besonders robuste Varianten liegen je nach Ausstattung und Hersteller zwischen 1500 und 4000 Euro.

Typen von Motorradanhängern

  • Offene Motorradanhänger: Einfachste und preisgünstigste Lösung, ideal für gelegentlichen Transport bei trockenem Wetter.
  • Klappbare oder kompakte Motorradanhänger: Platzsparend zusammenfaltbar, geeignet für Nutzer mit begrenztem Stauraum.
  • Absenkbare Motorradanhänger: Erleichtern das Be- und Entladen, besonders bei schweren Motorrädern.
  • Querstehende Motorradanhänger: Sparen Platz in der Länge, geeignet für enge Stellplätze.
  • Geschlossene Motorradanhänger: Schützen das Motorrad vor Diebstahl, Witterung und Schmutz.

Wichtiges Zubehör für den Motorradtransport

  • Spann- und Zurrgurte: Für die Fixierung des Motorrads an mehreren Punkten.
  • Vorderradwippe oder Radhalter: Stabilisiert das Motorrad beim Verzurren und verhindert das Kippen.
  • Auffahrrampe: Besonders bei höheren Anhängern notwendig.
  • Radstopper oder Keile: Fixieren die Reifen zusätzlich und erhöhen die Standfestigkeit.
  • Antirutschmatten: Verhindern das Verrutschen der Räder während der Fahrt.
  • Schloss oder Diebstahlsicherung: Für Träger, Gurte oder direkt am Motorrad.
  • Regenhauben oder Transportabdeckungen: Schützen das Motorrad bei längeren Fahrten vor Schmutz, Nässe und Wind.

Alternative zum Anhänger: Motorradträger für Pkw und Wohnmobile

Motorradträger sind eine platzsparende Alternative zum Anhänger und besonders für leichtere Zweiräder geeignet. Sie lassen sich unterteilen in verschiedene Bauformen mit jeweils spezifischen Vorteilen:

  • Kupplungsträger: Wird direkt an der Anhängerkupplung montiert und eignet sich für Roller und leichte Motorräder.
  • Absenkbare Trägersysteme: Erleichtern das Beladen durch hydraulisches oder mechanisches Absenken.
  • Motorradträger für Wohnmobile: Werden fest mit dem Aufbau verschraubt und sind für höhere Lasten ausgelegt.

Porteos Motorrad-Verladesystem

Der französische Hersteller Porteos bietet ein nachrüstbares Motorrad-Verladesystem mit einer teleskopisch ausfahrbaren Rampe an. Als Basis dient ein stabiler Leiterrahmen, in dem ein zweiter Rahmen aus Kastenprofilen geführt wird. Der Basisrahmen wird im Fahrzeug, auf der Ladefläche oder auf dem Hänger an vier Punkten fest montiert. Der innere Rahmen, auf dem gleitend eine Vorderradwippe montiert ist, kann nach hinten ausgefahren und abgekippt werden.

Vorne am Grundrahmen ist ein Schneckengetriebe montiert, mit dem über Bänder die Rampe eingezogen und auch hydraulisch gedämpft abgelassen werden kann. Angetrieben wird das Schneckengetriebe einfach per Akkuschrauber.

Motorradhebebühnen im Überblick

Eine Motorradhebebühne ist ein unverzichtbares Werkzeug für jeden Motorradliebhaber und Mechaniker. Sie erleichtert die Wartung und Reparatur von Motorrädern erheblich. Motorradhebebühnen gibt es in unterschiedlichen Ausführungen, die spezielle Eigenschaften besitzen. Die Wahl des richtigen Modells hängt von den individuellen Anforderungen ab.

Typen von Motorradhebebühnen

  • Hydraulische Motorradhebebühnen: Nutzen hydraulische Drucktechnik, um die Last zu heben.
  • Pneumatische Hebebühnen: Nutzen Druckluft zur Betätigung.
  • Mechanische Modelle: Einfach in der Handhabung und erfordern keinen Strom oder Druckluft.
  • Klappbare Motorradhebebühnen: Besonders platzsparend und eignen sich hervorragend für den Einsatz in kleinen Garagen oder Werkstätten.
  • Elektrische Motorradhebebühnen: Stellen eine weitere erstklassige Lösung dar, da sie weniger körperliche Kraft erfordern.
  • Hybrid Motorradhebebühnen: Kombinieren verschiedene Hebemechanismen und bieten eine hohe Vielseitigkeit.

Worauf beim Kauf einer Motorradhebebühne achten?

  • Tragfähigkeit: Die maximale Last, die die Hebebühne sicher tragen kann.
  • Größe der Hebebühne: Die Abmessungen der Plattform sollten ausreichend Platz für das Motorrad und eventuelles Zubehör bieten.
  • Zusätzliche Funktionen: Elektrische Höhenverstellung, Sicherheitsmerkmale, Werkzeugablage.
  • Stabilität: Robuste Bauweise mit einer stabilen Stahlkonstruktion.
  • Ergonomie: Ergonomische Arbeitshöhe, integrierte Rollen oder Hebeinrichtung.
  • Preis-Leistungs-Verhältnis: Qualität zu einem angemessenen Preis.
  • Zubehör: Verfügbarkeit von Zubehörteilen wie Auffahrhilfen und Werkzeughaltern.

Nivellierhilfen für Wohnmobile

Da ein ebener Stell- und Campingplatz doch eher zur Minderheit gehört, versprechen Nivellierhilfen aller Art diesen Makel zu begradigen. Der Klassiker unter den Nivellierungshilfen ist der Auffahrkeil. Dieser besteht aus Kunststoff und ist als Schräg-, Stufen- oder Rundkeil erhältlich. Seit einigen Jahren werden im Campingfachhandel aber auch immer mehr Alternativen angeboten. Darunter Steckplatten und Luftkissen.

Alternativen zum Auffahrkeil

  • Nivellierkissen (auch: Auffahrkissen bzw. Luftkissen)
  • Platten-Systeme
  • Rampen

Die getesteten Produkte im Überblick

Hier eine Übersicht über die getesteten Nivellierhilfen und ihre Bewertungen:

Produkt Typ Preis Qualität (Punkte) Funktion (Punkte) Fazit
Milenco Stacka Level Multifunktionspad 63,95 Euro 5/5 3/5 Nur mit Fingerspitzengefühl greifen die sechs Milenco-Platten ineinander. Auch auf weichen Böden bieten sie guten Halt, ohne tief einzusinken.
Valterra Stackers Multifunktionspad 21,40 / 50,00 Euro 5/5 4/5 Um die Valterra Stackers zusammenzustecken, bedarf es einiger Zeit. Dafür können die Platten einfach befahren werden. Ein Set reicht nur für einen Reifen.
Emuk Air-Lift Luftkissen 320 Euro 5/5 3,5/5 Das Luftkissen von Emuk ist ausreichend steif, damit der Reifen nicht einsinkt. Mit einer elektrischen Pumpe geht das Befüllen schnell. Der Preis ist jedoch hoch.
Flatjack Camper/Plus Luftkissen 132 Euro 4/5 3/5 Der Reifen sinkt in das Luftkissen sichtbar ein. Dennoch ist der Höhenausgleich gut möglich. Die Plus-Version des Flatjacks besitzt ein gesondertes Luftablassventil.
Uniko 6in1 Rampe 265 Euro 5/5 3,5/5 Die Multifunktionsrampe Uniko ist stabil gebaut. Der hohe Preis lohnt sich nur, wenn die zahlreichen Möglichkeiten des Uniko ausgereizt werden.

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