Autobahnmaut in Frankreich für Motorradfahrer: Gebühren, Optionen und Spartipps

Viele Autobahnen, einige Brücken, Tunnel und Schnellstraßen in Frankreich sind gebührenpflichtig. Ob beim Roadtrip durch Frankreich oder während der Durchreise nach Spanien - in den allermeisten Fällen werdet ihr nicht darum herumkommen, Gebühren für die Nutzung der Autobahnen, Tunnel und Brücken zu bezahlen. Damit ihr wisst, was auf euch zukommt, beleuchten wir Möglichkeiten, die Péage zu entrichten, wie ihr vor Reiseantritt das Bezahlen der Maut organisiert, für welche Autobahnen in Frankreich ihr keine Mautgebühren zahlen müsst und welche Fahrzeugklassen es zur Berechnung der Gebühren gibt.

An den Mautstellen (Péage) ist an einer Auffahrt, am Ende der Mautstrecke oder an einer Abfahrt die Nutzungsgebühr zu entrichten. An den Auf- und Abfahrten zahlungspflichtiger Autobahnen, Tunnel und Brücken gibt es Mautstationen. Meistens ziehen Sie an der Einfahrt zur gebührenpflichtigen Strecke ein Ticket und am Ende wird dann die Gebühr entrichtet. Ein grüner Pfeil zeigt an, wenn ein Schalter personell besetzt ist, hier ein paar Hinweisschilder für Mautstationen. Automatische Schalter für Pkw und Gespanne (mit einer Gesamthöhe bis 2 m) sind durch die Abkürzung "cb" gekennzeichnet.

Vielfahrern, die eine elektronische Gebührenerfassung mittels Chip nutzen, ist die Fahrspur mit der Kennzeichnung "t" vorbehalten. Mit einem „t“ gekennzeichnete Spuren sind für Lenker mit einem Télépéage-System reserviert. Die Bezahlung wird über einen Chip an der Windschutzscheibe elektronisch abgewickelt, so dass diese Spuren ohne anzuhalten passiert werden können.

Gebühren und Strecken

Die Maut wird entfernungsabhängig und nach Art des Fahrzeugs berechnet. Die Maut wird entfernungsabhängig und nach Art des Fahrzeugs (s. genaue Klassifizierung am Seitenende) berechnet. Sie beträgt zum Beispiel je nach Klassifizierung im Mittel je Kilometer:

  • für einen PKW und Gespann unter 2m und weniger als 3,5t ca. 9 Cent (Kategorie 1)
  • für ein Wohnmobil oder Wohnwagengespann (über 2m aber unter 3m Höhe und unter 3.5t) ca. 14 Cent (Kategorie 2)
  • für ein Wohnmobil ab 3m Höhe oder über 3,5t = 20 Cent (Kategorie 3)
  • für ein Gespann (über/oder 3m Höhe oder über 3.5t) ca. 27 Cent (Kategorie 4)
  • für ein Motorrad ca. (Motorrad = 6 Cent, LKW = 27 Cent).

Ihr bezahlt zwischen 0,06 € und 0,27 € Maut pro Kilometer. Die Fahrzeugklassen richten sich hauptsächlich nach dem Gewicht und nach der Höhe des Fahrzeugs. Die Fahrzeuggesamthöhe wird nicht durch Antennen, Koffer, Taxischilder, Parabolantennen, Lichter etc beeinflusst.

Kosten und Faktoren

Die Kosten für die Motorradmaut in Frankreich variieren je nach Strecke und Mautstelle. Die sind in unseren Nachbarländern nicht unerheblich.

Die Strecke: Je nach Autobahn variiert der Preis für einen zurückgelegten Kilometer. Auf der A14 zwischen Le Défense und Orgeval gibt es sogar zwei Tarife für verschiedene Tageszeiten. Viele europäische Länder erheben nicht nur für die von uns normalerweise gemiedenen Autobahnen Nutzungsgebühren, sondern auch beispielsweise für ausgewählte Brücken oder Tunnel.

Die Fahrzeugklasse: In der Mauttarifstruktur Frankreichs fallen Motorräder und Trikes unter die Kategorie 5. Dies bedeutet, dass die Mautgebühren für diese Fahrzeuge nach einem festgelegten Tarif berechnet werden. Dieser Tarif ist unabhängig von der Größe oder dem Gewicht des Fahrzeugs und gilt für alle Motorräder, unabhängig davon, ob sie auf Autobahnen, Schnellstraßen oder in städtischen Mautzonen unterwegs sind.

Möglichkeiten der Bezahlung

Zur Bezahlung per Kreditkarte werden derzeit frankreichweit Eurocard/Mastercard, Visa und die meisten Tankkarten (Total, DKV, UTA...) akzeptiert . Auf den Autobahnen von Paris nach Nordfrankreich ist ein Bezahlen der Mautgebühr auch mit der Diners-Club-Karte möglich. Maestro-Karten (EC) werden an Mautstellen Automaten nicht akzeptiert. Es häufen sich aber die Rückmeldungen, dass bei einigen Maustationen auch mit EC/Maestro bezahlt werden kann.

Das Bezahlen der Maut funktioniert wie bei einem Parkhaus. Ihr steckt das Ticket, das ihr beim Auffahren auf die Autobahn bekommen habt, beim Abfahren in einen Automaten. Die Gebühr bezahlt ihr dann per Karte. Mit einer Maestro- oder Visa-Karte seid ihr auf der sicheren Seite.

Zahlungsarten im Überblick:

  • Zahlung per Kreditkarte: Das Bezahlen der Maut funktioniert wie bei einem Parkhaus.
  • Zahlung mit Bargeld: Siehst du ein Hinweisschild, auf denen Münzen abgebildet sind, kannst du bar zahlen. Hier steht aber kein Mitarbeiter.
  • Zahlung per Télépéage: Ihr könnt die Mautstellen in Frankreich auch ohne einen Zwischenstopp passieren.

Hier eine Übersicht der Ankündigungen und Hinweise an den Mautstellen:

  • Ankündigung der Einfahrt zur Maut-Zufahrt oder Maut-Zahlstelle
  • Hier müssen Sie Ticket ziehen
  • Ankündigung der Zahlstelle

Achtung: Ordnen Sie sich richtig ein.

  • Nur Télépáge
  • Nur für Mautboxkeine andere Zahlung möglich!
  • Abonnementund Mautbox keine andere Zahlung möglich!
  • Nur Kleingeld keine Scheine, keine Kreditkarte
  • Nur Bargeld Kleingeld und Scheine, keine Kredtkarte
  • Nur Kreditkarte kein Bargeld
  • Kassierer anwesendalle Zahlungsraten möglich.

An manchen Ausfahrten finden Sie zur Zahlung nur noch Automaten. Hier führen Sie ihr Ticket und geben Ihre Kategorie ein. Schummeln lohnt aber nicht, da das Fahrzeug automatisch gewogen und die Höhe gemessen wird. Zahlen Sie mit der Visa oder Mastercard.

Télépéage: Die elektronische Mauterfassung

Ihr könnt die Mautstellen in Frankreich auch ohne einen Zwischenstopp passieren. Das Schlüsselwort heißt hier Télépéage. Dafür besorgt ihr euch vor eurem Fahrtantritt einen kleinen Transponder, der an die Windschutzscheibe geklebt wird. Beim Durchfahren der Mautstelle wird der Transponder elektronisch erfasst. Die Mautgebühren werden euch dann bequem online in Rechnung gestellt.

Frankreich sagt adé zu den traditionellen Mautstationen. Im Laufe der Jahre werden die Stationen an den Autobahnen abgebaut. Mautgebühren fallen dennoch an. Das Télépéage-Verfahren ist bequem und reduziert nicht nur die Wartezeit an der Mautstation, sondern auch die Emissionen. Mit einer Mautbox könnt ihr meistens auf einer speziellen Spur durch die Mautstation fahren, ohne anhalten zu müssen. Dabei erstellt ihr ein Kundenkonto mit Kontakt- und Fahrzeugdaten. Hier findet ihr dann auch die Angaben zu den einzelnen Mautkosten, die auf eurer Reise angefallen sind. Die Mautbox wird euch per Post zugestellt.

Merke: Wenn ihr beruflich oder privat öfter in Frankreich unterwegs seid, eine weite Strecke innerhalb Frankreichs zurücklegt oder einen Roadtrip plant, lohnt sich ein Télépéage-Badge definitiv. Gilt für beide Télépéage-Boxen: Bei der Wahl der passenden Mautbox müssen Anhänger und abnehmbare Aufbauten wie Antennen oder Boxen nicht mitberechnet werden, wenn man die Fahrzeugklasse bestimmt. Nur das Zugfahrzeug zählt. Aufmerksamkeit gilt bei Wohnmobilen.

Bip&Go-Transponder

Bei einer beliebten Zahlungsoption handelt es sich um den Bip&Go-Transponder. Dieses Gerät ermöglicht es Motorradfahrern, Mautstationen ohne Anhalten zu passieren, da die Gebühr automatisch abgebucht wird. Der Transponder kann praktisch auf dem Motorrad mitgeführt werden und Motorradfahrer können spezielle Télépéage-Spuren nutzen. Dies kann besonders nützlich sein, wenn Sie auf stark befahrenen Straßen unterwegs sind und die Wartezeit an Mautstationen minimieren möchten.

Motorradfahrer können einen Télépéage-Transponder über den Allgemeinen Deutschen Automobil-Club (ADAC) oder einen anderen Anbieter beziehen. Es gibt spezielle Armbänder, die für die Befestigung des Transponders am Motorradfahrer verwendet werden können. Diese sind jedoch nur in den Bip&Go-Agenturen in Frankreich verfügbar. Der Télépéage-Tag kostet einmalig etwa 20 Euro und ist an ein Online-Konto gebunden, was das automatische Bezahlen ermöglicht.

Bip&Go bietet zwei Tarifmodelle an: eine Monatsgebühr, die nur anfällt, wenn der Transponder im betreffenden Monat genutzt wird, und ein Jahresabo für Vielnutzer.

Mautfreie Strecken

Nur einige Autobahnen im Elsass, der Bretagne und um Großstädte herum sind mautfrei. Einzelne Strecken sind allerdings bis heute noch im Staatsbesitz. Landstraßen können kostenfrei befahren werde. Autobahnen, die durch Ballungszentren führen oder an großen Städten vorbeiführen, sind meist mautfrei (z.B. Paris, Bordeaux, Lyon, Montpellier).

Neben den mautpflichtigen Autobahnen und Schnellstraßen gibt es in Frankreich auch viele mautfreie Strecken. Diese bieten eine gute Alternative für Motorradfahrer, die die Mautkosten senken möchten. Eine solche Option sind die französischen Nationalstraßen (Route Nationale), die oft landschaftlich reizvoller sind und die Möglichkeit bieten, kleine Städte und Dörfer zu entdecken. die Strecke von Süddeutschland, der Schweiz und Österreich nach Bordeaux über Dole, Moulins, Montlucon, Limoges und Angoleme.

Wenn Sie nicht unbedingt ganz schnell zu Ihrem Ziel wollen, oder mit einem Wohnmobil unterwegs sind, sollten Sie auf mautfreie Straßen z.B. auf die Route National ausweichen. Ihr Portemonnaie wird es Ihnen danken. Statt zig Euro an Mautgebühren auszugeben, genießen Sie „über Land“ schönere Strecken und sind meist nicht viel länger unterwegs. Die gesparten Mautgebühren können Sie dann besser in einem Restaurant ausgeben. Bei jedem Routenplaner und Navi-System können Sie „ohne Maut“ eingeben. Wir empfehlen für Frankreich den Routenplaner von Michelin

Sondermauten

Für die mautpflichtigen Tunnel in Frankreich bezahlst du eine Pauschale, die abhängig von deiner Fahrzeugklasse ist. Manchmal gibt es Kombitickets für Hin- und Rückfahrten. Diese sind meist günstiger als zwei separate Maut-Tickets. Für die Nutzung mautpflichtiger Brücken in Frankreich musst du weitaus weniger berappen als für das Durchfahren der Tunnel.

Für bestimmte Brücken und Tunnel in Frankreich fallen Sondermauten an. Diese Gebühren sind zusätzlich zu den regulären Mautgebühren zu entrichten und können je nach Strecke variieren. Betrachtet man beispielsweise das Viadukt von Millau, wird für das Befahren der Brücke eine saisonabhängige Gebühr zwischen 4,08 Euro und 4,90 Euro fällig.

Free-Flow-Maut: Die Zukunft der Autobahngebühren

Lange Wartezeiten an französischen Mautstationen gehören mehr und mehr der Vergangenheit an: Auf Autobahnen in Frankreich wird eine Free-Flow-Maut eingeführt. Wo das neue System bereits läuft und welche Fallen es gibt.

Auf Frankreichs Autobahnen richtet sich die Höhe der Maut nach der gefahrenen Strecke. Der Betrag musste bisher an den Mautstationen entrichtet werden. Doch das Nachbarland schafft diese sukzessive ab. In den kommenden Jahren soll die gesamte französische Mautbezahlung auf ein digitales System, die sogenannte Free-Flow-Maut (auf Französisch péage en flux libre) umgestellt werden.

Im Free-Flow-System gibt es keine Mautstationen, an denen eine direkte Zahlung möglich wäre. Anhalten und Ticket ziehen sind nicht nötig. Die Fahrzeuge werden elektronisch gescannt und die Kennzeichen automatisch erfasst.

Das neue System hat den Vorteil, dass der Verkehr deutlich besser fließen kann, jedoch muss man sich selbst um die Bezahlung kümmern. Die Zahlung muss innerhalb von 72 Stunden nach Befahren der Autobahnen erfolgen - zum Beispiel online mit Kreditkarte, der ADAC Mautbox oder bar am Automaten an der nächsten Raststätte bzw. im Tabakladen.

Umweltzonen und Crit'Air-Plakette

Wenn du einen Städtetrip in Frankreich planst, kannst du dich gleich um die Umweltplakette kümmern. Es gibt zudem die Möglichkeit, dass temporäre Umweltzonen in ganzen Regionen ausgerufen werden. In Frankreich gibt es in vielen Großstädten und allen Ballungsräumen mit mehr als 150.000 Einwohnern dauerhafte oder temporäre Umweltzonen mit Zufahrtsbeschränkungen.

Keine Umweltvignette erhalten Fahrzeuge mit Erstzulassung vor dem 1. Januar 1997 und Motorräder mit einer Erstzulassung vor dem 1. Juni 2000. In Deutschland zugelassene Fahrzeuge mit H-Kennzeichen (Oldtimer) erhalten keine Vignette.

Dauerhafte Umweltzonen ZFE-m (Zone à Faibles Émissions mobilité) für Pkw gibt es bisher in Paris, Grenoble, Lyon, Marseille, Montpellier, Nizza, Reims, Rouen, Straßburg und Toulouse, weitere Städte sollen folgen. In diese Zonen dürfen Fahrzeuge zu bestimmten Zeiten nur mit einer Crit‘Air-Plakette der entsprechenden Kategorie einfahren.

Sicherheitsvorschriften für Motorradfahrer

In Frankreich gelten strenge Sicherheitsvorschriften für Motorradfahrer. Dazu gehören unter anderem die Pflicht zum Tragen von Helmen und Handschuhen sowie das Mitführen einer Warnweste. Verstöße gegen diese Vorschriften und das Fehlen von Vignetten können mit hohen Geldbußen und sogar der vorübergehenden Stilllegung des Fahrzeugs geahndet werden.

Die Helmpflicht gilt für Fahrer und Beifahrer von Motorrädern, Trikes und Quads. Die Helme müssen der französischen Norm NF S72-305 oder der ECE-Regelung 22.04 bzw. 22.05 entsprechen. Beide Standards garantieren die Sicherheit der Helme. Die Brillengläser müssen den Vorschriften entsprechen und mit vier reflektierenden Aufklebern versehen sein.

Seit dem 20. November 2016 müssen Motorradfahrer in Frankreich zudem stets Handschuhe tragen, die der Norm entsprechen und mit einem CE-Zeichen versehen sind.

Darüber hinaus gilt seit dem 1. Januar 2016 für Motorradfahrer in Frankreich eine Warnwestenpflicht. Bei Nichteinhaltung dieser Regel droht mindestens eine Geldstrafe von 90 Euro.

Kategorien - Klassifizierungen

Die Fahrzeuggesamthöhe wird nicht durch Antennen, Koffer, Taxischilder, Parabolantennen, Lichter etc beeinflusst.

  • Kategorie 1: Fahrzeuge mit einer Gesamthöhe von weniger als oder gleich 2m höchstzulässigen Gesamtgewicht bis 3,5t. Gespann mit einer Gesamthöhe von weniger als oder gleich 2 Metern mit einem Zugfahrzeug höchstzulässigen Gesamtgewicht bis 3,5t.
  • Kategorie 2: Fahrzeuge mit einer Gesamthöhe von mehr als 2 Meter, aber weniger als 3 Meterhöchstzulässigen Gesamtgewicht bis 3,5t. Gespann mit einer Gesamthöhe von mehr als 2 Meter, aber weniger als 3 Meter mit einem Zugfahrzeug mit einem Gesamtgewicht bis 3,5t.

Mautgebühren in Europa: Ein Überblick

Wer einen Motorradurlaub in Europa plant, muss auch Mautgebühren einkalkulieren. Richtig teuer wird es aber bei Verstößen. Motorradfahrer sollten sich deshalb vorher gut informieren. Wenn die Sommertour ins Ausland geht, müssen auch Motorradfahrer auf Mautkosten gefasst sein. Zudem sind Biker zwar in manchen, längst aber nicht in allen Ländern von der Vignettenpflicht befreit.

In der EU erheben insgesamt neun Länder eine sogenannte streckenbezogene Maut: Frankreich, Spanien, Italien, Griechenland, Großbritannien, Irland, Kroatien, Polen und Portugal.

In Österreich, der Schweiz, Bulgarien, Rumänien, der Slowakei, Slowenien, Tschechien und Ungarn sind für das Befahren von Schnellstraßen und Autobahnen Vignetten verpflichtend, die vorher gekauft und im Fahrzeug platziert werden müssen. Die Vignette muss immer vorschriftsmäßig am Bike angebracht werden.

Die gute Nachricht für Motorradfahrer: von City-Mauten, die für PKW beispielsweise in Italien und Großbritannien anfallen, sind wir Biker normalerweise befreit.

Bußgelder und Strafen

Innerhalb der EU ist die grenzüberschreitende Vollstreckung von Geldbußen grundsätzlich möglich. Die Vollstreckung obliegt hier dem Bundesamt für Justiz. Inkassobüros können zwar zur Zahlung auffordern, sie aber nicht vollstrecken. Wer jedoch innerhalb der Verjährungsfristen, die je nach Land vier, fünf oder mehr Jahre betragen können, das Land betritt, wird direkt vor Ort zur Kasse gebeten.

Da zur Vollstreckung ein für das jeweilige Land lohnender Betrag erreicht sein muss, werden Bußgelder normalerweise erst ab 70 Euro (inklusive Bearbeitungsgebühr) vollstreckt. Einen Einfluss auf das Flensburger Verkehrsregister haben im Ausland begangene Sünden generell nicht.

Bei Vignettenpflicht dürfen Mautstraßen nur mit einer gültigen Vignette befahren werden. Meist sind hauptsächlich die Autobahnen kostenpflichtig. Auch die entfernungsabhängige Maut, die - wie oben beschrieben - normalerweise direkt an Mautstationen zu entrichten ist, wird vorrangig auf Autobahnstrecken erhoben. In Einzelfällen kostet auch das Befahren von Schnellstraßen, die dann ähnlich gut ausgebaut sind wie Autobahnen, eine Gebühr. In der folgenden Auflistung verwenden wir der Einfachheit halber einheitlich den übergeordneten Begriff "Mautstraße".

Mautgebühren in ausgewählten europäischen Ländern (Stand: 2019)

Land Mautgebühren für Motorräder
Albanien Keine Maut für Pkw. Einführung einer Maut geplant.
Belgien Keine Maut für Pkw, außer Liefkenshoek Tunnel (6 Euro).
Bosnien und Herzegowina Maut auf der A1 zwischen Lucani und Josanica (5,40 Euro).
Bulgarien Keine Vignettenpflicht für Motorräder.
Dänemark Keine Maut, außer Storebaelt-Brücke (18 Euro) und Öresund-Brücke (30 Euro).
Estland Keine Maut.
Finnland Keine Maut.
Frankreich Entfernungsabhängige Maut sowie Brücken-, Tunnel- und City-Maut.
Griechenland Entfernungsabhängige Maut zwischen den Städten Thessaloniki, Patras, Athen, Tripoli, Korinth und Kalamata.

Diese Tabelle gibt einen Überblick über die Mautgebühren in einigen europäischen Ländern. Es ist ratsam, sich vor der Reise über die aktuellsten Gebühren und Bestimmungen zu informieren.

Verwandte Beiträge:

Kommentar schreiben

Kommentare: 0