Motorrad-Batterieerhaltungsgeräte im Test und Vergleich

Für Motorradfahrer beginnt mit den ersten warmen Frühlingstagen die schönste Zeit des Jahres. Doch nach der Winterpause kann es zu Startproblemen kommen. Ein Batterieladegerät fürs Motorrad kann hier Abhilfe schaffen, indem es die Spannung der Batterie über den Winter aufrechterhält.

Die Zeitschrift MOTORRAD hat in Zusammenarbeit mit der GTÜ (Gesellschaft für Technische Überwachung) 15 Ladegeräte für Motorradbatterien getestet. In dem Artikel finden sich auch Tipps zur Pflege von Motorradbatterien.

Worauf sollte man beim Kauf eines Motorrad-Batterieladegeräts achten?

Beim Kauf eines Ladegeräts für Motorradbatterien sollte man auf einiges achten. Es empfiehlt sich, beim Kauf auch auf die richtige Spannung zu achten.

Wichtig sind ein Kurzschluss- und Überlastungsschutz, eine automatische Abschaltung, eine Ladeerhaltung sowie ein Spritzwasserschutz. Üblich sind zwölf Volt, für ein Motorrad oder einen Roller können aber manchmal noch sechs Volt für den Akku nötig sein.

Ein bisschen Intelligenz schadet bekanntlich nie - auch nicht bei einem Ladegerät für Motorradbatterien. Gemeint ist in diesem Fall, dass das Batterieladegerät den Ladezustand selbständig erkennt und den Strom darauf abstimmt. Im Gebrauch bedeutet das: Sobald die Batterie voll ist, wird automatisch von normalem Ladebetrieb auf Erhaltungsladung umgeschaltet.

Die besten Batterieladegeräte für Motorräder im Überblick

Ein Motorrad-Ladegerät muss einiges leisten und bestimmte Voraussetzungen erfüllen. Die folgende Produkt-Auswahl hilft dabei, das passende Batterieladegerät für das eigene Motorrad zu finden.

  • CTEK MXS 5.0 Erhaltungsladegerät: Das Batterieladegerät 12 V von CTEK bietet alles, was ein intelligentes Ladegerät für Motorrad und Auto können sollte. Es hat einen Rekonditionierungsmodus für Batterien, die in einem schlechten Zustand oder tiefentladen sind. Ein spezielles Ladeprogramm für AGM-Batterien sorgt für eine schnellere Ladezeit und eine maximale Lebensdauer der Batterie. Die eingebaute Temperaturkompensation garantiert die effizienteste Ladung auch an heißen oder kalten Tagen.
  • Bosch C3 intelligentes Batterieladegerät: Das automatische Batterieladegerät C3 von Bosch bietet einen Pkw- und Zweirad-Modus (12 V) für Blei-Säure-Batterien und Gel-Batterien (auch mit EFB-/AGM) sowie Zweirad-Modus (6 V). Dazu die Funktionen Erhaltungsladung, Impulsladung, Kurzschluss-/Verpolungs- und Thermoschutz. Das Ladegerät ist sehr bedienerfreundlich. Der Ladevorgang wird an den Zustand der Batterie angepasst und auf Knopfdruck gestartet. Die LED-Anzeige gibt Auskunft über den Ladezustand.
  • Noco Genius10 Erhaltungsladegerät: Der Noco Genius10 ist ein 6-V- und 12-V-Batterieladegerät für alle Akkuarten.
  • BMW Original-Motorrad-Batterieladegerät: Wer bei seinem BMW Motorrad Wert auf Original-Zubehör legt, greift zum BMW Motorrad-Ladegerät Plus. Das relativ teure Gerät lädt sowohl konventionelle Blei-Säure-Batterien als auch wartungsfreie Akkus (Gel/AGM) und original BMW-Motorrad-Lithium-Ionen-Starterbatterien. Das Anschließen geht komfortabel über die Motorradsteckdose oder ein Adapterkabel.
  • Automatisches Motorrad-Batterieladegerät von Motopower: Der MP00205A 12 Volt von Motopower gehört zu den günstigsten Batterieladegeräten fürs Motorrad. Verstecken muss sich das intelligente Ladegerät trotzdem nicht. Es kann alle Arten von 12 V Blei-Säure-Batterien aufladen, einschließlich überfluteter oder versiegelter wartungsfreier Batterien (AGM & Gel). Das mikroprozessorgesteuerte Programm überwacht dabei den gesamten Ladevorgang und stoppt automatisch, wenn der Akku voll aufgeladen ist. Einer Überladung wird so entgegengewirkt.
  • Victron Motorrad-Batterieladegerät mit Bluetooth: Victron bietet ein hocheffizientes "grünes" Gerät zum Laden für alle 12-V-Batterien, egal ob Motorrad oder Auto. Mit einem Wirkungsgrad von bis zu 95 Prozent erzeugt das Ladegerät drei- bis viermal weniger Abwärme als der übliche Industriestandard. Das Blue Power Ladegerät ist gegen Spritzwasser, Staub und Chemikalien geschützt und verfügt über mehrere Funktionen zur Verlängerung der Batterielebensdauer.

Wie lädt man eine Motorradbatterie richtig auf?

Die Motorradbatterie sollte zuerst ausgebaut, gereinigt und dann mit einem geeigneten Motorrad-Batterieladegerät verbunden werden. Dann geht es folgendermaßen weiter:

  1. Ladegerät einstecken und Batterie anklemmen
  2. Einschalten und Spannung regulieren
  3. Ladevorgang checken
  4. Batterieladung kontrollieren
  5. Ladegerät abklemmen

Achtung: Das Ladegerät darf auf keinen Fall während des Ladevorgangs auf die Batterie gelegt werden!

Kann man ein Autobatterie-Ladegerät fürs Motorrad nutzen?

Grundsätzlich ist es möglich, ein Autobatterie-Ladegerät auch für Motorradbatterien zu verwenden. Entscheidend ist, dass das Ladegerät die für Motorräder üblichen Spannungen von 6 V oder 12 V unterstützt und über eine geeignete Ladecharakteristik für kleinere Batteriekapazitäten verfügt.

Wie lange muss eine Motorradbatterie laden?

Die genaue Ladezeit hängt von verschiedenen Faktoren ab, etwa dem Batterie-Typ, dem Ladestand, dem Alter des Akkus und der Kraft des Ladegeräts. Im Schnitt kann man aber von etwa zwölf Stunden ausgehen, bis die Batterie wieder vollständig aufgeladen ist.

Einzig mit einem Erhaltungsladegerät dürfen Motorradbatterien auch länger am Strom hängen, da der Akku zwar permanent geladen wird, sich das Gerät aber automatisch abstellt, sobald die volle Kapazität erreicht ist.

Wie oft soll man Motorradbatterien laden?

Sobald man weiß, dass das Motorrad eine Woche oder länger nicht benutzt wird, empfiehlt sich das Laden der Batterie. Die Fahrzeugelektronik verbraucht auch im Stand ständig etwas Energie. Dadurch entlädt sich die Batterie - wenn auch sehr langsam.

Wichtig: Frühzeitig laden! Ist die Batteriespannung einmal auf null gefallen, die Batterie also tiefentladen, kann der Akku Schäden davontragen. Im schlimmsten Fall ist die Batterie dann nur noch als Briefbeschwerer zu gebrauchen.

Wo kann man die Motorradbatterie laden?

Die meisten Motorradbatterien sind relativ leicht auszubauen. Da ist es sinnvoll, den Akku vor der Winterpause zu demontieren, damit er im warmen Keller oder Haus überwintern kann.

Ist eine "wartungsfreie" Motorradbatterie tatsächlich wartungsfrei?

Jein. Die Bezeichnung ist etwas irreführend und trifft nur bedingt zu. Als "wartungsfrei" wird eine Motorradbatterie bezeichnet, die komplett verschlossen und so konzipiert ist, dass ein Auffüllen von destilliertem Wasser nicht möglich ist.

Motorrad startet nicht: So den Motor mit Kickstarter oder per Anschieben starten

Kickstarter sind aus der Mode geraten. Falls man aber einen hat, kann man das Motorrad per kräftigem Tritt wieder zum Leben erwecken, wenn der Batterie der Saft ausgegangen ist.

Und so geht der Kickstart:

  1. Zündung an
  2. Position des Killschalters am Lenker prüfen
  3. Getriebe in den Leerlauf
  4. Choke (falls vorhanden) aktivieren
  5. Motorrad am besten auf den Seitenständer stellen
  6. Mit Schwung den Kickstarter niederdrücken

Ganz ohne Kickstarter kann auch Anschieben helfen:

  1. Zündung an
  2. Position des Killschalters am Lenker prüfen
  3. Getriebe in den zweiten Gang
  4. Choke (falls vorhanden) aktivieren
  5. Nun am besten mit gezogener Kupplung ein Gefälle herunterrollen oder einen kräftigen Mitmenschen zum Anschieben ermuntern
  6. Bei ausreichender Geschwindigkeit (mindestens 10 km/h) auf dem Motorrad sitzend die Kupplung abrupt kommen lassen.

Erhaltungsladegerät Vergleich 2025

Die besten Erhaltungsladegeräte:

Die Platzierungen der Batterieladgeräte im Test von MOTORRAD und GTÜ:

  1. Platz 1: CTEK CT5 Powersport
  2. Platz 2: Gys Gysflash 6.12
  3. Platz 3: Bosch C3 6V/12V
  4. Platz 4: Pro Charger 4000
  5. Platz 5: Kooroom TKB7 6V/12V
  6. Platz 6: Dino 12V 5A
  7. Platz 7: Optimate 4
  8. Platz 8: APA Mikroprozessor 6V/12V 5A
  9. Platz 9: AEG LD 5.0 6V/12V
  10. Platz 10: hi-Q TOOLS Ladegerät 900
  11. Platz 11: Black & Decker 6V/12V
  12. Platz 12: SHIDO DC3
  13. Platz 13: EUFAB EAL 6V/12V
  14. Platz 14: Einhell CC-BC 6M 6V/12V
  15. Platz 15: Excelvan 6V/12V 5A

Die besten Erhaltungsladegeräte:

Produkt Überladungsschutz Kompatible Batteriearten Fazit der Redaktion
MXS 5.0 von CTEK Ja Blei-Säure Note: sehr gut
136312 von Dino Kraftpaket Ja Blei-Säure Note: sehr gut
XS 0.8 von CTEK Ja Blei-Säure Note: sehr gut
Kraftpaket 136303 von Dino Ja Blei-Säure Note: sehr gut
CE-BC 10 M von Einhell Ja Blei-Säure Note: sehr gut
EPA1205A von LEICESTERCN Ja Nicht angegeben Note: sehr gut
Erhaltungsladegerät von Husgw Ja Blei-Säure Note: gut
NC101 von NEXPEAK Nicht angegeben Nicht angegeben Note: gut
ALCS 2-24 A von ANSMANN Ja Blei-Säure Note: gut
ZYX-J30 von Husgw Nicht angegeben Nicht angegeben Note: gut
146303 von Lodchamp Nicht angegeben Blei-Säure, AGM, Gel Note: gut
Erhaltungsladegerät von Aibeau Ja AGM Note: gut
001 von Aibeau Ja AGM Note: befriedigend

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