Der Radsport hat in Deutschland eine lange Tradition und viele herausragende Athleten hervorgebracht. Dieser Artikel gibt einen Überblick über einige der bekanntesten deutschen Radrennfahrer und ihre Erfolge.
Deutsche Erfolge bei der Tour de France
Deutsche Fahrer haben bei der Tour de France immer wieder für Furore gesorgt. Kurt Stöpel war 1932 der erste deutsche Etappensieger in der Geschichte der Tour de France. Nils Politt ist der bislang letzte Tagessieger aus Deutschland mit seinem Solo-Triumph auf der 12. Etappe der Tour 2021 in Nîmes.
Rekordhalter ist Marcel Kittel mit seinen insgesamt 14 Sprintsiegen bei der Tour seit 2017. Auch hinter ihm rangieren Sprinter als bislang einzige Fahrer mit über zehn Tageserfolgen: André Greipel und Erik Zabel belegen die Plätze zwei und drei in der deutschen Rangliste.
Lennard Kämna gewann 2020 die 16. Etappe und war damit der letzte deutsche Fahrer, der eine Bergetappe der Tour gewann.
ProCyclingStats Favorite500: Die beliebtesten deutschen Radsportler
Seit 2020 führt die Plattform Procyclingstats am Ende eines jeden Jahres ein Voting durch, bei dem Radsportfans für ihre Lieblinge abstimmen. Auch im Jahr 2024 wurde diese Abstimmung durchgeführt. Bei der Abstimmung sollten Fans ihre 15 Lieblingsfahrer oder Lieblingsfahrerinnen wählen. Zur Auswahl standen alle Fahrer und Fahrerinnen aus der Datenbank von Procyclingstats.com - egal, ob Männer oder Frauen, Profis oder Amateure, Aktive oder Fahrer aus früheren Epochen des Radsports. Mindestens 10 Personen mussten ausgewählt werden, maximal 15.
Die Abstimmung begann am 11. Dezember um 12:00 Uhr und endete am 23. Dezember um 20:00 Uhr. In diesem Zeitraum wurden insgesamt 8840 Listen eingereicht und im Anschluss die Top 500 der beliebtesten Radsportler und Radsportlerinnen veröffentlicht.
Deutsche Radsportler oder Radsportlerinnen sind unter den Top 20 nicht zu finden. Jan Ullrich ist bei den Männern als Gesamt-25. der bestplatzierte, der sich auf 11,01 Prozent aller Listen fand, gefolgt von Erik Zabel und Jens Voigt (beide jeweils 5,70 Prozent als 50. bzw. 51.). John Degenkolb ist mit 3,24 Prozent auf Rang 85 der beliebteste noch aktive deutsche Radsportler in dem Voting, vor Nils Politt (115./2,09 Prozent) und Lennard Kämna (121./1,92 Prozent).
Bei den deutschen Frauen ist Liane Lippert auf Rang 163 mit 1,32 Prozent die Bestplatzierte, gefolgt von Ricarda Bauernfeind (272./0,61 Prozent) und Antonia Niedermaier (316./0,51 Prozent).
ProCyclingStats Favorite500: Top 10 Gesamt 2024
| Platz | Fahrer | Prozent |
|---|---|---|
| 1 | Tadej Pogacar | 61,83 % |
| 2 | Mathieu van der Poel | 47,83 % |
| 3 | Wout van Aert | 44,47 % |
| 4 | Peter Sagan | 40,94 % |
| 5 | Remco Evenepoel | 34,24 % |
| 6 | Primoz Roglic | 29,31 % |
| 7 | Alberto Contador | 28,67 % |
| 8 | Alejandro Valverde | 27,60 % |
| 9 | Eddy Merckx | 24,64 % |
| 10 | Mark Cavendish | 23,16 % |
Weitere bekannte deutsche Radsportler
- Pascal Ackermann: Bestreitet seine zweite Tour de France in Folge für Israel - Premier Tech.
- Phil Bauhaus: Mit Bauhaus ist in den Sprints der Tour de France zu rechnen.
- Emanuel Buchmann: Das Metier von Buchmann sind die Berge.
- Florian Lipowitz: Der 24-Jährige gilt als extrem talentierter Rundfahrer.
- Marius Mayrhofer: Mayrhofer startet für das Schweizer Tudor-Team, das mit einer Wildcard dabei ist.
- Niklas Märkl: Für Märkl geht mit seinem Tour-de-France-Debüt ein Traum in Erfüllung.
- Nils Politt: Seine Hauptaufgabe besteht darin, den Kapitän und Superstar Tadej Pogačar zu unterstützen.
- Jonas Rutsch: Rutsch nimmt seine dritte Tour de France in Angriff.
- Maximilian Schachmann: Schachmann hat gleich zwei Kapitäne im Team.
- Georg Zimmermann: Zimmermann steht bei der Tour de France 2025 als frisch gebackener Deutscher Meister am Start.
Historische Erfolge und Persönlichkeiten
Als Jan Ullrich 1997 als bislang einziger Deutscher die Tour de France gewann, fieberte das ganze Land mit. Der damals 23-jährige Rostocker hatte Bjarne Riis, dem Kapitän des Team Telekom, im Jahr zuvor zum Gewinn der Tour verholfen - nun schlug auf der zehnten Etappe seine Stunde.
Was Jan Ullrich in den Jahren 1999 und 2000 leistete, ist sensationell. Ein Sturz bei der Deutschland-Tour zwang ihn zur Absage der Tour de France. Doch zum Saisonende war er voll da: Er gewann die Vuelta, das 3.592-Kilometer-Rennen durch Spanien. Sein Blick ging aber schon Richtung Sydney: Am 27. September 2000 kürte er sich zum Olympiasieger im Straßenrennen, drei Tage später verpasste er Gold im Zeitfahren um acht Sekunden.
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