Unendliche Highways erobern und cool dabei aussehen? Chopper sind kunstvoll geschaffene Meisterwerke für die Straße. Eine Motorrad-Klasse, die mit einer kühnen und fesselnden Eleganz daherkommt.
Die Silhouette zeichnet sich durch eine imposante Länge aus, während der Vorderbau weit gestreckt ist und den Blick auf eine symphonische Verbindung von Mechanik und Kunst lenkt. Jeder Chromakzent und jedes handgearbeitete Detail erzählen Geschichten von Abenteuern auf endlosen Straßen.
Die Cruiser-Kategorie
Die Cruiser-Kategorie repräsentiert eine zeitlose Eleganz. Diese Motorräder bieten ein entspanntes Fahrgefühl, bei dem die geschwungenen Linien und die bequeme Sitzposition zu entschleunigten Reisen einladen.
Der tiefe Klang des Motors verstärkt dieses Erlebnis, ähnlich einem tiefen Bass-Solo, ergänzt wird das Erlebnis im Sattel um umfangreiche und luxuriöse Ausstattung, die den Höhepunkt des Machbaren in der Motorradwelt markiert.
1000PS Top Awards Wahl
In sämtlichen 23 Kategorien der 1000PS Top Awards Wahl 2023 haben die Mitglieder der 1000PS Redaktion ihre persönlichen Favoriten ausgewählt. Abhängig von der Größe der jeweiligen Kategorie haben die einzelnen Mitglieder von 1000PS ihre Top-10-Platzierungen festgelegt, was zur Berechnung der endgültigen Auszeichnungen geführt hat. Um realitätsnahe Ergebnisse zu erzielen, ist es jedoch nicht erforderlich, dass alle Juroren in jeder Kategorie ihre Stimme abgeben, sondern dies erfolgt entsprechend ihrer individuellen Fachkenntnisse. Die Kategorie Chopper/Cruiser abzugrenzen ist gar nicht so leicht.
Interessant ist auch, dass die Harley Davidson Road Glide CVO es nicht unter die Top 10 schaffte, obwohl sie von einem Juror auf Platz 1 gesetzt wurde. Umgekehrt ist unsere Nummer 1 von keinem einzigen Juror ganz nach oben gesetzt worden.
Die Top-Modelle
Triumph Rocket 3 GT
Der berühmte Schiffsdiesel aus Hinckley manövriert sich aufs Podest. Die Triumph Rocket 3 GT ist ein wahrlich außergewöhnliches Motorrad. Mehr Hubraum und Drehmoment gibt es nirgends.
Unsere Berichte zur Rocket 3 GT zeugen von Ungläubigkeit und Ehrfurcht vor diesem Musclebike. Aber der Vergleichstest mit der Vorgängerin, zeigt auch wie gutmütig dieser Koloss dank Abspeckkur und elektronischer Helferlein mittlerweile zu fahren ist.
BMW R18
Auch drei Jahre nach ihrem Erscheinen lässt die BMW R18 mit dem größten Boxer aller Zeiten keinen kalt. Die klassische wunderschöne Anmutung des Fahrzeugs, ihr edler Auftritt und die vornehme Verarbeitung, lässt einen den ersten Ausflug der Bayern ins Segment mit der R1200C vergessen.
Triumph Rocket 3 R
Die Triumph Rocket 3 R beeindruckt mit ihrem monumentalen Motor, der trotz seiner Größe gut kontrollierbar ist. Sie überzeugt mit starken Bremsen, einer angenehmen Ergonomie und einem neutralen Fahrverhalten, wie zahlreiche Testberichte zur Rocket 3 R belegen.
Ihr Design ist gelungen und sie hält sogar Weltrekorde in puncto Hubraum und Drehmoment. Einziger Kritikpunkt ist die begrenzte Schräglagenfreiheit, die möglicherweise bei sportlicher Fahrweise einschränkend wirken könnte.
A2-Cruiser mit breiten Reifen im Überblick
Bobber erfreuen sich großer Beliebtheit, gerade bei Einsteigern in die A2-Klasse mit maximal 48 PS. Für Fahrer, die die Kombination aus coolen Retro-Designs und moderner Technik suchen, bieten die Bobber-Modelle einen besonders markanten Look mit breiten Reifen, tiefem Sitz und minimalistischem Styling.
Im Hinblick auf Leistung und Ausstattung bieten die Modelle für kleines Geld teilweise viel.
Hier sind 10 interessante A2-Cruiser, die das Bobber-Feeling in unterschiedlichen Preisklassen bieten:
- Benda Napoleon Bob 500
- Benelli Leoncino Bobber 400
- Hanway B40 Bobber
- Honda CMX 500 Rebel
- Jawa 42 Bobber
- Kawasaki Eliminator 500
- Royal Enfield Goan Classic 350 Bobber
- Royal Enfield Shotgun 650
- Voge CU 525
- Zongshen Cyclone AQS 401
Detaillierte Betrachtung einiger A2-Cruiser
Benda Napoleon Bob 500
Die Benda Napoleon Bob 500 zeichnet sich durch ihre Hossack-Vorderradführung aus. Ihr flüssigkeitsgekühlter 496-cm³-Zweizylindermotor leistet 50 PS. Ein minimalistisches Design mit kurzem Heck betont den Bobber-Charakter. Informationen zur Markteinführung in Deutschland und zum Preis sind derzeit nicht verfügbar.
Benelli Leoncino Bobber 400
Die Benelli Leoncino Bobber 400 erweitert die Leoncino-Familie um ein stylisches Modell in der A2-Klasse. Angetrieben von einem neu entwickelten V-Twin-Motor mit 384,5 cm³ Hubraum, leistet sie 34,5 PS bei 8.000 U/min und bietet ein Drehmoment von 36 Nm bei 4.500 U/min. Der Riemenantrieb sorgt für eine direkte Kraftübertragung ans Hinterrad.
Die niedrige Sitzhöhe von 730 mm, breite 16-Zoll-Reifen (130/90-16 vorn, 150/80-16 hinten) und Lenkerendspiegel unterstreichen das typische Bobber-Feeling. Die Markteinführung in Deutschland ist für Mai 2025 geplant. Preis: 5.999 Euro.
Hanway B40 Bobber
Die Hanway B40 Bobber präsentiert sich als klassischer A2-Bobber mit einem wassergekühlten Reihenzweizylinder-Motor des chinesischen Herstellers Zongshen. Mit einem Hubraum von 401 cm³ leistet sie 44 PS (32 kW) bei 9.500 U/min und bietet ein maximales Drehmoment von 34 Nm bei 8.000 U/min.
Die 16-Zoll-Räder sind mit Reifen der Dimensionen 130/90-16 vorn und 150/80-16 hinten ausgestattet. Mit einem Radstand von 1.518 mm und einer niedrigen Sitzhöhe von 690 mm eignet sich die B40 besonders für kleinere Fahrerinnen und Fahrer. Die Markteinführung in Deutschland ist für März 2025 geplant, mit einem Preis von 6.250 Euro zuzüglich 249 Euro Liefernebenkosten.
Honda CMX 500 Rebel
Die Honda CMX 500 Rebel bleibt ein Klassiker unter den A2-Bobbern. Ihr 471-cm³-Zweizylindermotor liefert 46 PS. Mit tiefem Sitz, kurzen Schutzblechen und breiten Reifen bietet sie den typischen Bobber-Stil.
Kawasaki Eliminator 500
Die Kawasaki Eliminator 500 ist ein A2-Cruiser mit 451-cm³-Zweizylindermotor und 48 PS. Typisch für einen Bobber sind der niedrige Sitz (735 mm), das schlanke Heck und breite Reifen (18 Zoll vorn, 16 Zoll hinten). ABS, Traktionskontrolle und ein digitales Display gehören zur Ausstattung. Der Preis in Deutschland beträgt 6.845 Euro.
Royal Enfield Shotgun 650
Die Royal Enfield Shotgun 650 erweitert die 650er-Reihe mit einem klassischen Bobber. Ihr 648-cm³-Zweizylindermotor leistet 47 PS. Eine gedrungene Silhouette, Solositz und kurze Fender machen sie zum echten Bobber. Preis: ab 7.590 Euro.
MOTORRAD-Leserwahl 2020 Chopper/Cruiser
Als kritische Jury habt ihr bei der MOTORRAD-Leserwahl 2020 eure Favoriten in zehn Kategorien gewählt. Hier sind die Top 10 der Kategorie Chopper/Cruiser.
Triumph fechtet in der Kategorie Chopper/Cruiser ein Battle unter sich aus: 2020 steht die neue Triumph Rocket 3 R/GT auf Platz eins, und zwar mit sehr deutlichen 24,6 Prozent Zustimmung. Letztes Jahr - und auch 2018 - holte bei der MOTORRAD Leserwahl noch die Triumph Bonneville Bobber/Black die Goldmedaille. Sie landet dieses Jahr mit 12,2 Prozent der Stimmen auf Rang zwei.
Die 2019 und 2018 Zweitplatzierte muss 2020 auf den dritten Rang weichen - es ist die Ducati Diavel 1260/S, die mit 12,1 Prozent der Leserstimmen nur denkbar knapp hinter der Bonneville landet. Ihr stärkt die Modellschwester Ducati XDiavel/S den Rücken, die 10,9 Prozent der Leser für sich gewinnen konnte.
Top 10 Platzierungen MOTORRAD Leserwahl 2020
- Triumph Rocket 3 R/GT
- Triumph Bonneville Bobber/Black
- Ducati Diavel 1260/S
- Ducati XDiavel/S
- Harley-Davidson Fat Boy 114
- Harley-Davidson Breakout 114 / Moto Guzzi V9 Bobber Sport
- Indian Scout Bobber
- Moto Guzzi Eldorado
- Indian Chief Dark Horse
Auf Rang fünf und sechs stehen zwei Harley-Modelle: die Harley-Davidson Fat Boy 114 findet mit 8,7 Prozent der Leserstimmen noch einen guten Anschluss an die Ducati XDiavel/S. Bei der Harley-Davidson Breakout 114 ist mit 5,8 Prozent Zustimmung schon ein etwas größerer Abstand zu den Top 5 auszumachen.
Auf ebenfalls 5,8 Prozent der Leserstimmen kommt die Moto Guzzi V9 Bobber Sport, die sich den sechsten Platz somit mit der Harley-Davidson Breakout 114 teilt. Auch im letzten Jahr wurden beide Modelle - Breakout und V9 Bobber - in die Top 10 der Kategorie Chopper/Cruiser gewählt, lagen aber nicht so dicht beieinander: die Harley-Davidson Breakout 114 schaffte es mit 7,8 Prozent der Stimmen auf Platz fünf, die Moto Guzzi V9 Bobber mit 4,7 Prozent auf Rang acht.
Was macht einen Cruiser aus?
Die Bezeichnung Cruiser wurde vom englischen Verb „to cruise“ abgeleitet, was eine gemütliche Fahrweise umschreibt. Als Kategorie-Bezeichnung für Motorräder wurde der Begriff Cruiser in den 1990er-Jahren eingeführt.
In der Regel sind damit schwere, flachgestreckte Motorräder mit einer tiefen Sitzposition gemeint. Weitere typische Eigenschaften sind breite Lenker, viel Chrom und üppig dimensionierte Schutzbleche.
Stilistisch orientieren sich moderne Cruiser oft an den großen Komfortmodellen der 1930er-Jahre aus amerikanischer Produktion. Heutige Cruiser weisen zudem viele Ähnlichkeiten mit Chopper-Modellen auf.
Wie diese werden auch viele Cruiser von langhubigen V2-Motoren angetrieben. Die Motoren eignen sich vor allem zum entspannten und zugleich kraftvollen Dahingleiten. Im Gegensatz zum Chopper bietet der Cruiser in der Regel einen besseren Langstreckenkomfort.
Neben typischen V2-Modellen wurden von Triumph oder Honda auch Cruiser mit Drei- sowie Sechszylindermotoren gebaut.
Chopper vs. Cruiser
Stilprägend für Chopper-Motorräder sind:
- ein hoher Lenker
- eine weit vorn liegende Fußrastenanlage und Gangschaltung
- eine vergleichsweise tiefe Sitzposition.
Die Bikes sind weniger für eine sportliche Fahrweise gedacht, sondern mehr auf ein entspanntes Fahren auf Langstrecken mit relativ wenig Kurven ausgelegt. Viele Modelle sind allerdings hart gefedert, worunter ihre Tourentauglichkeit leidet. Cruiser, die den Choppern ähneln, bieten etwas mehr Bequemlichkeit.
Chopper sind in den verschiedensten Hubraumklassen anzutreffen, gelten jedoch erst über 500 Kubikzentimeter als „eigentliche“ Chopper - nicht selten liegen sie bei 1,2 Litern und darüber. Die Maschinen bieten ein sattes Drehmoment, eignen sich aber weniger für dynamische Kurvenfahrten, sondern eher für die kultiviert-gelassene Fortbewegung.
In ihrer reinsten Form werden Chopper von ihren Besitzern individuell gestaltet (so genannte Custom Bikes).
Chopper in der 125er-Klasse
Chopper der 500-Kubikzentimeter-Klasse gelten als ideale Bikes für Anfänger/Wiedereinsteiger. Die häufig von Yamaha, Honda und Kawasaki stammenden Modelle bieten genügend Leistung für Landstraße wie Autobahn, ein leichtes Handling sowie ausreichend Platz für einen Sozius.
Während Chopper in der 250er-Klasse relativ selten zu finden sind, haben sie in der für Fahranfänger beliebten 125-ccm-Klasse in den letzten Jahren einen regelrechten Aufschwung erlebt - was auch daran liegt, dass sie mit dem Führerschein der Klasse A1/A und älteren Autoführerscheinen (vor 1980) gefahren werden dürfen.
Charakteristisch für sie sind eine hohe Laufruhe und ein unkompliziertes Fahrwerk. Außerdem lassen sie sich gut beherrschen.
Tourentaugliche Cruiser
In den unteren Hubraumklassen sind die Grenzen zwischen den Choppern und den Cruiser-Versionen meist relativ durchlässig. Ursprünglich jedoch bildeten die Cruiser in den höheren Hubraumklassen eine insgesamt betrachtet tourentauglichere Variante der Chopper.
Ihre Merkmale sind hier eine (mitunter extrem) tiefe Sitzposition, ein hohes Drehmoment im niedrigen Drehzahlbereich, ein besseres Kurvenverhalten sowie ein tendenziell auf Bequemlichkeit ausgerichtetes Chassis (zum Beispiel für eine aufrechte Sitzposition).
Da sie relativ viel Gewicht auf die Waage bringen, empfiehlt sich ein eher zurückhaltender Fahrstil. Cruiser der höheren Hubraumklassen werden manchmal von Frauen oder von nicht so kräftigen beziehungsweise groß gewachsenen Männern den Choppern vorgezogen.
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