Beste Motorradbekleidung im Test: Sicherheit und Komfort für jeden Fahrer

Die richtige Motorrad-Schutzkleidung und der korrekte Helm können Leben retten und verhindern, dass im Fall eines Unfalls Ansprüche gekürzt werden. Sicherheit ist käuflich - mit der richtigen Motorradkleidung. Doch die ist nicht leicht zu finden.

Textil oder Leder? Eine grundlegende Frage

Der Siegeszug der Textilkombis scheint unaufhaltsam: Sie sind leicht, bequem, relativ wetterfest und haben ein hohes Sicherheitsniveau erreicht. Doch selbst hochwertigstes Kunstfaser-Gewebe erreichte bei ADAC Prüfungen nicht die Abriebfestigkeit eines guten Leders.

Ein weiteres Argument spricht für Leder: Bei gut anliegenden Lederkombis sitzen die eingearbeiteten Protektoren zuverlässiger an ihrem Einsatzort als in den meist weiter geschnittenen Textilanzügen.

Und was ist mit dem Hitzestau im Sommer? Perforierungen und "Cool Leather", das dank Spezialbehandlung die Sonnenstrahlung abweist, sollen hier helfen. Weiterer Trend: Hydrophobiertes (wasserabweisendes) Leder in Verbindung mit innen aufgebrachter Funktionsmembran (z.B. GoreTex). Das hält auch längeren Regengüssen stand. Übrigens: Bei strammem Dauerregen ist eine gute Regen-Überziehkombi immer noch die dichteste aller Lösungen.

Schutzpolster und Protektoren

Den Namen "Protektor" dürfen streng genommen nur Schutzpolster tragen, die nach der europäischen Norm 1621-1, -2 und -3 geprüft sind. Beworben werden diese Protektoren als "CE-geprüfte Protektoren". Ihre Aufgabe: Beim Sturz die Aufprallenergie aufnehmen, auf eine größere Fläche verteilen und das Durchschlagen spitzer Gegenstände vermeiden.

Ganz einfach: Je dicker ein Protektor ist und je größer die Fläche, die er abdeckt, desto höher die Sicherheit bei einem Unfall. Gut ausgerüstete Kombis müssen dabei keineswegs unbequem sein. Immer häufiger kommen Hightech-(PU-)Schaumstoffe zum Einsatz, die beim Tragen flexibel sind und sich erst beim Aufprall verhärten.

Vorsicht vor dünnen Rückenprotektoren in zweiteiligen Low-Cost-Kombis: Sie sind nicht selten aus billigem Schaumstoff gefertigt und decken wichtige Bereiche der unteren Wirbelsäule gar nicht ab. Hier hilft nur eines: Diese Pseudo-Schützer entfernen und einen separaten, hochwertigen Rückenprotektor unter der Kombi-Jacke tragen!

Und wo sollte ein sicherer Motorradanzug Protektoren haben? Am besten an Schulter, Ellenbogen, Rücken, Hüfte, Gesäß, Knie, Schienbein und Fußknöchel.

Tipps zur Anprobe

Absolutes Muss: kompetente Beratung und kein Zeitdruck! Ein guter Verkäufer muss erkennen, was der Kunde wirklich benötigt, welcher Fahrertyp er ist, welche Schutzkleidung für ihn sinnvoll ist.

Unbedingt mehrere Anzüge - und das stets auch auf dem Motorrad - anprobieren. Dabei kontrollieren: Drücken Falten in den Kniekehlen oder im Beckenbereich? Dann ein prüfender Blick auf Reißverschlüsse und Nähte: Sind sie stabil? Grundsätzlich gilt: Viele Nähte, viele Schwachstellen!

Bei Textilanzügen lohnt ein Blick auf herausnehmbare Protektoren: Tragen sie das CE-Zeichen? Weiter wichtig: Sitzt die Textilkombi noch gut, wenn das Innenfutter entfernt ist? Und passt unter das Leder-Outfit noch wärmende Funktionskleidung?

Bußgeld bei nicht geeignetem Helm

Ein Verwarnungsgeld in Höhe von 15 Euro droht, wenn während der Fahrt kein oder kein geeigneter Schutzhelm getragen wird. Die aktuelle Version ist die Norm ECE-R 22.06, mit der seit 2022 geprüft wird. Mittlerweile dürfen keine Helme mehr mit der früheren Norm ECE 22.05 produziert werden.

Außerdem ist in vielen europäischen Reiseländern diese Norm ohnehin zwingend und wer ohne einen so gekennzeichneten Helm fährt, dem drohen hohe Bußgelder oder sogar Einziehung seines Motorrades! Man sollte also darauf achten, dass der Helm in jedem Fall einen entsprechenden Aufnäher im Helmfutter oder auf dem Kinnband hat.

Unfall ohne Schutzkleidung

Obwohl gesetzlich - anders als bei der Helmpflicht - das Tragen von Motorradschutzkleidung nicht vorgeschrieben ist, ist in der Rechtsprechung eine Tendenz zu beobachten, schuldlos geschädigten Motorradfahrern wegen des Nichttragens von Schutzkleidung Ansprüche zu kürzen.

So hat sich das LG Heidelberg (Az.: 2 O 203/13) mit dem Mitverschulden eines verletzten Fahrers eines Leichtkraftrollers befasst und geurteilt: Eine Verpflichtung gegenüber sich selbst, bei Innerortsfahrten auf einem Leichtkraftrad vollständige Schutzkleidung zu tragen, könnte man nur annehmen, wenn sich ein derartiges Verkehrsbewusstsein durchgesetzt hätte.

Nach Auffassung des Gerichts ist ein Mitverschulden des Verletzten auch dann anzunehmen, wenn "er diejenige Sorgfalt außer Acht lässt, die ein ordentlicher und verständiger Mensch zur Vermeidung eigenen Schadens anzuwenden pflegt". Daher ist es nur konsequent, dem Verletzten kein so hohes Schmerzensgeld zu bezahlen wie er erhalten würde, wenn er mit Schutzkleidung unterwegs gewesen wäre.

Beschädigung von Motorradbekleidung

Nach einem Motorradunfall ergeben sich für den Geschädigten immer wieder Probleme bei der Frage, in welchem Umfang ein beschädigter Sturzhelm oder beschädigte Kleidung zu ersetzen ist.

Fest steht, dass der Motorradfahrer nach einem unverschuldeten Unfall Anspruch auf Schadensersatz hat. Dabei gilt der Grundsatz, dass der Zustand hergestellt werden muss, der vor dem Unfall bestand. Da eine Reparatur des Helmes oder der Kleidung praktisch nicht möglich ist, ist der Motorradfahrer darauf beschränkt, einen Ersatz zu beschaffen.

Motorradkleidung in der Fahrschule

Früher musste der Bewerber bei Prüfungen der Klassen A, A1, A2 und AM geeignete Motorradschutzkleidung, bestehend aus einem passenden Motorradhelm, Motorradhandschuhen, einer eng anliegenden Motorradjacke, einem Rückenprotektor (falls nicht in Motorradjacke integriert), einer Motorradhose und Motorradstiefeln mit ausreichendem Knöchelschutz tragen. Diese Pflicht gibt es nicht mehr.

Empfehlungen und Testsieger

Qualitativ hochwertige Verarbeitung, ausgewählte Materialien und ein modisches Design sind die wichtigsten Aspekte, nach denen wir unser großes Sortiment für Motorradbekleidung zusammenstellen. Aus diesem Grund setzen wir bei vielen unserer Artikel auf Testsieger, die von den Experten der Fachpresse empfohlen werden.

Die Textilkombi vom Typ "Skagen" wird beispielsweise ausdrücklich von den Experten des Magazins Motorradfahrer empfohlen. Die aerodynamischen Integral- und Jethelme von Bayard etwa weisen bei geringem Gewicht sehr gute mechanische Eigenschaften und eine hervorragende Verarbeitung auf, wodurch maximale Sicherheit im Sturzfall erreicht wird.

Die speziell entwickelten Motorradhandschuhe von DANE überzeugten im Test dank einer ausgeklügelten Materialkombination aus synthetischen Fasern wie Polyamid und echtem Leder. Dank einer zu 100 % aus PTFE bestehenden Membran wird optimale Atmungsaktivität erreicht und Schwitzen reduziert.

Allwetter-Textilkombis im Test

Wer nicht nur im Sommer bei schönem Wetter unterwegs ist, benötigt eine allwettertaugliche Motorrad-Kombi. 8 dieser Universal-Textilanzüge von 400 bis 1.600 € testete MOTORRAD. "Allwettertauglich" definierten wir ganz grob als geeignet für warme wie auch niedrige Temperaturen, für Nässe und für Sonnenschein.

Für Schutz sorgt dabei in der Regel eine abriebfeste Außenschicht, für Wärme ein herausnehmbares Thermofutter, für Nässeschutz eine entnehmbare oder ins Außenmaterial integrierte Membran und für kühlende Frischluft großflächige Belüftungsöffnungen.

Preise und Vergleichbarkeit

Mit Preisen von 400 bis 1.600 € liegen die getesteten Kombis sehr weit auseinander. Ziel des Tests ist deshalb auch weniger der knallharte Vergleich der Testteilnehmer als vielmehr ein Eindruck, was welcher Anzug bietet und wie viel man dafür zu zahlen bereit sein muss.

Dass eine günstige Kombi an der einen oder anderen Stelle sparen muss, dürfte klar sein. Die interessantere Frage ist jedoch, ob sie angesichts des niedrigen Preises dennoch die an sie gestellten Erwartungen erfüllen kann.

Wie die Endwertung zeigt, schaffen das tatsächlich alle Kombis, selbst die mit Abstand günstigste von FLM: 229,99 € für die Jacke und 179,99 € für die Hose - damit erhalten Motorradreisende bei Polo eine voll ausgestattete Tourenkombi für zusammen gerade einmal 410 €.

Trotz Einbußen bei Komfort, Belüftung und Bedienung macht sie auf kleineren Touren allemal einen guten Eindruck. die zugunsten von Meshgewebe auf herkömmliche Belüftungsöffnungen verzichtet, insgesamt trotz des niedrigen Preises aber sehr gut ist und damit zum Kauftipp gekürt wird.

Alpinestars und Scott liegen um die 1.000 €, Erstere lässt aufgrund der kleinen Level-1-Protektoren Punkte liegen, der Scott bleibt derweil nur deshalb die Note "sehr gut" verwehrt, weil sie mehr Adventure- als Tourenkombi ist und dadurch sehr robust ausfällt.

Weitere 400 bis 600 Euro darüber kommen wir zu den Testsiegern: Held und Rukka teilen sich punktgleich den ersten Platz, wobei sie die Punkte unterschiedlich sammeln.

Adventure-Textilkombis im Test

Textilkombis gefallen mit Vielseitigkeit und Tragekomfort. Spezielle Adventure-Kombis müssen aber noch mehr können: Hitze, Kälte, Wasser und auch Dreck dürfen ihnen nichts anhaben. Ein Dutzend Anzüge von rund 500 bis knapp 1.000 Euro im Test.

Gehören Nässe- und Kälteschutz noch zu den einfacheren Disziplinen einer Adventure-Textilkombi, müssen die Anzüge auch exzellente Belüftung bieten. Möglichst auch bei wenig Fahrtwind, denn Geländeabenteuer sind schweißtreibend. Dadurch fehlt manchen Anzügen auch ein integriertes Thermofutter.

Wer abseits der Straße unterwegs ist, freut sich außerdem über viele Taschen. Weitere nette Details sind Verstärkungen an den Waden, die vor allem für das Stehendfahren gedacht sind. Über manche Kleinigkeiten freuen sich Reisende aber auch im Alltag: Hosenträger, Kapuzen, abtrennbare Sturmkrägen, einfach bedienbare Magnetverschlüsse.

Beispiele für Adventure-Textilkombis

Alpinestars Andes Pro Drystar:

  • Preise: Jacke 499,95 Euro, Hose 199,95 Euro
  • Sehr hohe Bewegungsfreiheit, guter Windschutz, sehr gute Belüftung.

Bering Bronco:

  • Preise: Jacke 379,90 Euro, Hose 289,90 Euro
  • Gute Passform, sehr guter Wind- und Wetterschutz, gute Belüftung.

Büse Porto:

  • Preise: Jacke 549,95 Euro, Hose 399,95 Euro
  • Viele Taschen, angenehme Haptik, gute Belüftung, isoliert sehr gut.

Difi Sierra Nevada Edt Aerotex:

  • Preise: Jacke 349,95 Euro, Hose 249,95 Euro
  • Viele Taschen, guter Wetterschutz und gute Belüftung, relativ günstig, leicht.

FLM Reise Textil 2.0:

  • Preise: Jacke 399,99 Euro, Hose 299,99 Euro
  • Sehr guter Wind- und Wetterschutz, gute Belüftung, viele und große Taschen.

Germot Allround:

  • Preise: Jacke 269,90 Euro, Hose 199,90 Euro
  • Enorme Größenauswahl, sehr gute Passform, sehr hohe Bewegungsfreiheit, günstiger Preis.

Held Hakuna II/Matata II:

  • Preise: Jacke 399,95 Euro, Hose 329,95 Euro
  • Sehr gute Belüftung, guter Windschutz, vielfach verstellbar, viele Taschen.

iXS Adventure GTX:

  • Preise: Jacke 599,95 Euro, Hose 399,95 Euro
  • Sehr viele Taschen, zahlreiche Verstellmöglichkeiten, umfassende Protektorenausstattung, sehr gute Passform, sehr gute Belüftung.

Macna Equator/Fulcrum:

  • Preise: Jacke 329,95 Euro, Hose 239,95 Euro
  • Gute Weitenverstellung, angenehmes Tragegefühl, reflektiert großflächig, guter Wind- und Wetterschutz, relativ günstig, solide Verarbeitung, leicht.

Modeka Talismen:

  • Preise: Jacke 459,90 Euro, Hose 399,90 Euro
  • Sehr gute Protektorenausstattung, die perfekt sitzt, an der Brust nachrüstbar, sehr guter Wetterschutz, sehr gute Belüftung mit Magnetverschlüssen, zahlreiche große Taschen.

Rev’it Offtrack:

  • Preise: Jacke 369,99 Euro, Hose 279,99 Euro
  • Hohe Bewegungsfreiheit, guter Windschutz, sehr gute Belüftung, gute Protektorenausstattung mit perfektem Sitz, Brustprotektor nachrüstbar, wertige Haptik und hoher Tragekomfort, leicht.

Ratgeberübersicht Motorradjacke Herren Test & Vergleich

Einkaufshilfe für den Herren-Motorradjacken-Test oder Vergleich: Unser Wegweiser für Ihren persönlichen Testsieger!

  • Aus welchem Material bestehen Motorradjacken?
  • Welches Innenfutter ist für Sie am besten geeignet?
  • Warum sollten Sie eine Herren-Motorradjacke mit Protektoren in Erwägung ziehen?
  • Welche Vorteile haben kombinationsgeeignete Motorradjacken?
  • Welche Größe für eine Motorradjacke ist für Sie passend?

Weitere Antworten und Fragen von Kunden, die nach Herren-Motorradjacke-Tests bzw. -Vergleichen suchen

Beispiele für Herren-Motorradjacken

Motorradjacke D-020 von Borleni:

  • Kombinationsgeeignet: Nein
  • Fazit der Redaktion: Die Borleni Motorradjacke D-020 für Herren bietet mit ihrem anpassbaren Design und abnehmbaren Schutzpolstern eine attraktive Option für Motorradfahrer.

Herren Motorradjacke Openair Jacket Men Black von SHIMA:

  • Kombinationsgeeignet: Nein
  • Fazit der Redaktion: Sie ist eine leichte Jacke mit Belüftungspaneelen an Vorder- und Rückseite, um an heißen Tagen für eine angenehme Luftzirkulation zu sorgen.

Motorrad Lederjacke von Texpeed:

  • Kombinationsgeeignet: Verbindungsreißverschluss
  • Fazit der Redaktion: Die Texpeed Motorrad Lederjacke verfügt über eine herausnehmbare Weste, die sie flexibel für den Einsatz im Sommer und Winter macht.

Openair Jacket von SHIMA:

  • Kombinationsgeeignet: Nein
  • Fazit der Redaktion: Die Openair-Motorradjacke von Shima ist eine ideale Wahl für heiße Sommertage auf dem Motorrad.

1735190_948_44 von Dainese:

  • Kombinationsgeeignet: Nein
  • Fazit der Redaktion: Die Herren-Motorradjacke Avro D2 Tex von Dainese besteht aus Polyester und ist mit Reflektoren im Rückenbereich ausgestattet, was wir sehr wichtig finden.

Herren Motorradjacke CJ -HV-M von Texpeed:

  • Kombinationsgeeignet: Nein
  • Fazit der Redaktion: Ein Geheimtipp für alle Motorradfahrer: Die Texpeed Herren Motorradjacke CJ-HV-M überzeugt durch ihre hochwertige Verarbeitung aus Cordura und enttäuscht auch bei stürmischem Wetter nicht durch ihre Reißfestigkeit.

Herren Motorradjacke Ur 25 von Ur Leather:

  • Kombinationsgeeignet: Nein
  • Fazit der Redaktion: Ob auf dem Motorrad oder in der Freizeit, die Ur-Leather-Herren-Motorradjacke-Ur25 aus Lammfellleder lässt sich vielseitig einsetzen.

KEV-SHRT-BK-GY-XL von Texpeed:

  • Kombinationsgeeignet: Nein
  • Fazit der Redaktion: Die Motorradjacke KEV-SHRT-BK-GY-XL von Texpeed ist ein modernes Motorradhemd aus Textil, das mit Protektoren an Schultern, Ellenbogen und Rücken ausgestattet ist.

20029 von HEYBERRY:

  • Kombinationsgeeignet: Verbindungsreißverschluss
  • Die HEYBERRY Kurze Motorradjacke mit Protektoren wird aus Polyester hergestellt, sodass sie falten- und wetterbeständig ist.

Günstige Motorradkombis für Einsteiger

Eine gute Motorrad Kombi muss nicht teuer sein - für den Einstieg gibt es schon mit Sicherheit eine Motorrad Kombi unter 500 Euro. Ein gesundes Budget für eine Motorrad Kombi sind 500 Euro. Damit erhält man bereits eine gute Kombination aus Motorradjacke und Motorradhose, mit der man die nächsten Jahre sicher unterwegs ist und Spaß hat.

Meist hat man vorab schon eine Idee, in welche Stilrichtung man sich als Motorradfahrer entwickeln will - sportlich, touristisch, oder steht vielleicht der Style-Faktor im Vordergrund? Ohne spezifische Zielrichtung empfiehlt es sich, die Motorradkombi möglichst universell zu halten. Damit befinden wir uns im Segment der Touren Textilkombi.

Es empfiehlt sich bei der Auswahl der Motorrad Schutzkleidung zum Einstieg sowohl Jacke wie auch Hose von einem Hersteller zu kaufen - hier ist zumeist sichergestellt, dass sich beide Kleidungsstücke mit einem Verbindungsreißverschluss fügen lassen. Diese Verbindung schützt im Fahrbetrieb vor Zugluft am Rücken und den Nieren.

Als Empfehlung für eine günstige Motorrad Kombi für Einsteiger im Allround-Segment hält motoin die Jacke “Antaris” und die Hose “Baxley Base” bereit. Beide von der deutschen Motorradbekleidungsmanufaktur Held aus dem Allgäu.

Die Held Antaris Jacke ist aus robustem 500 D Polyamidmaterial und mit einem atmungsaktiven Mesh-Innenfutter ausgekleidet. Ihre herausnehmbare Thermoweste hält warm, die Z-Liner-Membran im Zweifelsfall trocken, Belüftungsreißverschlüsse an der Brust sorgen im Sommer für Kühlung. An den Gelenken sind CE-Protektoren Level 1 integriert, hier ist auch das Außenmaterial zusätzlich verstärkt. Ein Rückenprotektor kann nachgerüstet werden.

Zur Textilkombi wasserdicht gehört neben der Jacke natürlich auch eine Motorradhose. Die Held Baxley Base Textilhose bietet die optimale Ergänzung zur Antaris Jacke. Für das perfekte Fitment ist sie sogar in Lang- und Kurzgrößen erhältlich. Als Außenmaterial wurde ebenfalls 500 D Gewebe verwendet, sie besitzt ein atmungsaktives Mesh-Innenfutter und für den Nässeschutz sorgt auch hier eine Z-Liner-Membran. An den Knien sind Level 1 Protektoren verbaut, Hüftprotektoren sind Geschmackssache und können optional nachgerüstet werden.

Auch wenn die klassische Tourenkombi technisch viele Vorteile bietet, muss es nicht zwangsläufig dieses Einsteiger-Outifit sein. Wer auf den Faktor Dichtigkeit verzichten kann, wird auch im Bereich Urban/ Lifestyle mit 500 Euro Budget fündig - und spielt hier bereits im mittleren Preissegment.

Als Beispiel fällt die Wahl der Motorradjacke heute auf die “Drift Camo” von Bering. Im Stil einer Softshell-Jacke bietet sie eine wasserfeste Membran und ein herausnehmbares Innenfutter - bleibt dabei optisch unauffällig und kaum als Motorradjacke zu identifizieren.

In der Schutzklassen-Einteilung spielt die Motorrad Cargohose “Defender Mono” von John Doe in der ersten Liga mit. AAA-Schutzlevel schaffen sonst nur Lederkombis mit entsprechender Abriebfestigkeit. Um dieses hohe Maß an Sicherheit zu generieren, wird der Stoff der Defender Mono in einem speziellen Verfahren verwebt. Die Hose kommt so nur mit einer Textillage aus. Dennoch ist die Motorradhose mit einem hohen Stretch-Anteil ausgestattet und daher sehr komfortabel. Nützlich sind neben den Front- und Gesäßtaschen die seitlichen Cargotaschen an den Oberschenkeln.

Bei der Bering Drift Camo Motorradjacke reicht das Größenangebot von S bis 4 XL, die Defender Mono von John Doe ist in normalen Jeansgrößen von 25/30 bis 38/36 erhältlich.

Lederkombis für Sportfahrer

Mit dem Fokus auf hoher Lederqualität ohne billiges Spaltleder wird es mit 500 Euro für eine vernünftige Lederkombi eng. Um eine Lederkombi günstig zu erstehen, lohnt ein Blick in den Angebots- und Restposten-Bereich.

Bei einer Lederkombi stellt sich außerdem die Frage: Einteiler vs. Zweiteiler. Sind tatsächlich zum Anfang des Motorradlebens schon Sport- oder Renntrainings geplant, sollte es ein Einteiler sein, bildet doch die Verbindungsstelle von Jacke zu Hose beim Zweiteiler eine natürlich Schwachstelle.

Exemplarisch haben wir die zweiteilige IXS Sport RS-700 1.0 Lederkombi herausgesucht. Sie liegt im Angebot unter 500 Euro und ist in verschiedenen Größen- und Farbvarianten erhältlich. Aus vollnarbigem Rindsleder gefertigt ist sie im Race-Cut geschnitten, besitzt also eine vorgekrümmte Passform ideal für aktuelle Sportmotorräder. Lederdopplungen befinden sich an den exponierten Stellen wie Schultern, Ellbogen, Gesäß und an den Knien. Eine optimale Beweglichkeit garantieren Stretch-Einsätze an den Innenarmen, Achseln, Kniekehlen und im Schrittbereich. An Schultern, Ellbogen und Knien sind Level 2 Protektoren verbaut, auch ist im Lieferumfang ein Rückenprotektor gleicher Schutzklasse enthalten. Für die Hüften sind Level 1 Protektoren integriert, die etwas weniger auftragen. Tribut an den sportlichen Ansatz zollen die serienmäßigen Knieschleifer.

Fazit: Die richtige Wahl treffen

Auch mit einem Budget von maximal 500 Euro musst Du bei Deiner ersten Motorrad Kombi keine Kompromisse eingehen. Besonders empfehlenswert sind Touring-Zweiteiler aus Textil, die durch Vielseitigkeit, Schutz und Komfort überzeugen - wie die Kombination aus Held Antaris Jacke und Baxley Base Hose. Wer mehr Wert auf stylisches Design legt, findet mit der Bering Drift Camo Jacke und der AAA-zertifizierten John Doe Defender Mono Hose eine trendige, aber dennoch schützende Lösung. Und selbst sportliche Lederkombis wie die IXS Sport RS-700 1.0 lassen sich mit etwas Glück im Angebot bis 500 Euro ergattern.

Sind Ihre Motorradklamotten älter als zehn Jahre? Dann wird es Zeit für ein Update.

Kombi Vorteile Nachteile
Touring-Zweiteiler aus Textil (z.B. Held Antaris/Baxley Base) Vielseitigkeit, Schutz, Komfort Weniger stylisch als andere Optionen
Urban/Lifestyle (z.B. Bering Drift Camo/John Doe Defender Mono) Stylisches Design, guter Schutz Weniger dicht als Touring-Kombis
Sportliche Lederkombi (z.B. IXS Sport RS-700 1.0) Hoher Schutz, sportliche Optik Kann im Angebot schwer zu finden sein, weniger komfortabel für lange Touren

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