Stylisch, sicher und bequem - moderne Bike-Helme sind längst ein Muss auf den Trails. Doch auch der beste Kopfschutz hat ein Verfallsdatum. Nach fünf bis sieben Jahren oder nach einem Sturz wird ein Austausch fällig. Worauf es bei Helmen wirklich ankommt und welche Modelle in Sachen Komfort, Schutz und Preis-Leistung überzeugen, wird im Folgenden erläutert.
Top-Ten Helme im Überblick
Hier ist eine Übersicht der Top-Ten Mountainbike Helme, die derzeit auf dem Markt erhältlich sind:
- Poc Kortal Race Mips
- Testergebnis: Überragend
- Preis: 270 Euro
- Gewicht: 395 g
- Größen: S/M/L
- Anpassung: 4/5 ⭐️
- Belüftung: 5/5 ⭐️
- Tragekomfort: 5/5 ⭐️
- Fazit: Recco-Reflektor, NFC-Chip zur Speicherung medizinischer Daten und eine sehr weit um den Kopf reichende, Aramid-verstärkte Helmschale zeichnen den teuren Poc aus.
- Julbo Forest Evo
- Testergebnis: Sehr gut
- Preis: 200 Euro
- Gewicht: 372 g
- Größen: S/M/L
- Anpassung: 4/5 ⭐️
- Belüftung: 3,5/5 ⭐️
- Tragekomfort: 4/5 ⭐️
- Fazit: Dank seiner Polsterung sitzt der in sechs Farbkombis erhältliche Forest Evo sehr bequem. Ausgestattet mit Mips Evolve Core.
- Abus Airbreaker
- Testergebnis: Sehr gut
- Preis: 250 Euro
- Gewicht: 212 g
- Größen: S/M/L
- Anpassung: 3/5 ⭐️
- Belüftung: 4/5 ⭐️
- Tragekomfort: 4,5/5 ⭐️
- Fazit: Mit geringstem Gewicht und perfekter Belüftung auch bei hochsommerlichen Temperaturen sprintet der teure Airbreaker auf die vordersten Plätze in der Kategorie Race/CC-Helm.
- Fox Speedframe Pro
- Testergebnis: Sehr gut
- Preis: 180 Euro
- Gewicht: 344 g
- Größen: S/M/L
- Anpassung: 4/5 ⭐️
- Belüftung: 4/5 ⭐️
- Tragekomfort: 5/5 ⭐️
- Fazit: Die rundum, aber vor allem an der Stirn groß gestalteten Belüftungsöffnungen sorgen für starken Durchzug mit Fahrtwind. Super bequemes Tragegefühl, für einen AM-Helm sehr leicht.
- Sweet Protection Bushwhacker 2Vi Mips
- Testergebnis: Sehr gut
- Preis: 249 Euro
- Gewicht: 430 g
- Größen: SM/ML/LXL
- Anpassung: 4/5 ⭐️
- Belüftung: 3,5/5 ⭐️
- Tragekomfort: 4,5/5 ⭐️
- Fazit: Als Schutz vor Rotationskräften bei einem Aufprall kommt am Bushwhacker das leichte Mips Air zum Einsatz. Herausragend dagegen Halt und Komfort.
- O`Neal Blade Polyacrylite Strike
- Testergebnis: Sehr gut
- Preis: 200 Euro
- Gewicht: 1219 g
- Größen: XS-XL
- Anpassung: 3/5 ⭐️
- Belüftung: 3,5/5 ⭐️
- Tragekomfort: 5/5 ⭐️
- Fazit: Schon in der Einsteiger-Preisklasse bieten die Fullface-Helme der Traditionsmarke erstaunlichen Tragekomfort und saubere Fertigung.
- Specialized Prevail 3
- Testergebnis: Sehr gut
- Preis: 290 Euro
- Gewicht: 272 g
- Größen: S/M/L
- Anpassung: 4/5 ⭐️
- Belüftung: 5/5 ⭐️
- Tragekomfort: 4,5/5 ⭐️
- Fazit: Das geringe Gesamtgewicht des Prevail bei dennoch hoher Sicherheit kommt vor allem durch die Verwendung eines feinen Aramid-Skeletts zur Versteifung der Helmschale zustande.
- Oakley DRT5 Maven Mips
- Testergebnis: Sehr gut
- Preis: 200 Euro
- Gewicht: 380 g
- Größen: S/M/L
- Anpassung: 3,5/5 ⭐️
- Belüftung: 4/5 ⭐️
- Tragekomfort: 4,5/5 ⭐️
- Fazit: Ist er erst einmal angepasst, sitzt der DRT hochkomfortabel. Für Brillen befindet sich am Hinterkopf ein Klemmsystem.
- TLD Flowline SE
- Testergebnis: Sehr gut
- Preis: 190 Euro
- Gewicht: 371 g
- Größen: XS/S, M/L, XL/XXL
- Anpassung: 4/5 ⭐️
- Belüftung: 3,5/5 ⭐️
- Tragekomfort: 5/5 ⭐️
- Fazit: Mit seiner großen Helmschale und der weichen Polsterung sitzt er extrem komfortabel und ohne Druckstellen an nahezu allen Köpfen der Redaktion.
- Bluegrass Rogue Core Mips
- Testergebnis: Sehr gut
- Preis: 170 Euro
- Gewicht: 384 g
- Größen: S/M/L
- Anpassung: 4/5 ⭐️
- Belüftung: 4/5 ⭐️
- Tragekomfort: 4/5 ⭐️
- Fazit: Umfangreiche Anpassbarkeit zeichnet den Bluegrass aus: Lageverstellbare Gurtverteiler an den Seiten, griffiges Drehrad am ebenfalls flexibel justierbaren Headring.
Weitere getestete Helme
- POC Tectal Race MIPS: Ein Helm für eine Vielzahl von Mountainbike-Disziplinen, der Komfort und Sicherheit bietet.
- Cube Trooper: Ein ausgezeichneter Helm mit einem Plus an Sicherheit dank der Gesamtkonstruktion und des MIPS-Systems.
- Smith Convoy MIPS: Ein leichter und komfortabler MTB-Helm mit tollem Preis-Leistungs-Verhältnis.
Warum ein Mountainbike-Helm wichtig ist
Studien haben ermittelt, dass durch das Tragen von Fahrradhelmen zwischen 20 Prozent der Kopfverletzungen bei Leichtverletzten und bis zu über 80 Prozent der Kopfverletzungen bei besonders Schwerverletzten vermieden werden können. Die Zahlen stammen von der HFC Human-Factors-Consult GmbH aus dem Jahr 2017 und wurden im Auftrag der Verkehrsministerien Baden-Württemberg und Thüringen ermittelt.
Materialien und Technologien
In den allermeisten Fällen besteht ein Fahrradhelm aus einer harten Kunststoffschale, in welche direkt ein expandierter Polystyrol Schaum (EPS) eingespritzt wird. Dieses Verfahren bezeichnet man als sogenanntes In-Mold-Verfahren. Der EPS absorbiert im Falle eines Sturzes die auftreffende Energie und schützt so den Kopf vor Verletzungen. Der Schaum altert mit der Zeit und wird porös. Schweiß und UV-Strahlung beschleunigen den Prozess, weshalb der Helm gut gepflegt und gelagert werden will.
Vereinzelt setzten Hersteller wie Endura oder Smith auf Koroyd anstelle von EPS als energieabsorbierendes Material. Dieser Verbund aus wabenförmigen Kunststoffröhrchen soll die Energie linearer absorbieren und dadurch die Sicherheit bei gleichzeitig geringerem Gewicht erhöhen.
Eine weitere Technologie, die den Kopf besser schützen soll, ist das Multi-Directional Impact Protection System, oder kurz MIPS. MIPS soll den Kopf bei einem Schrägaufprall durch Ableiten der Energie besser schützen. Dadurch ist eine innere dünne Schale beweglich im Fahrradhelm befestigt, die sich um 10 bis 15 Millimeter in alle Richtungen bewegen lässt.
Worauf man beim Kauf achten sollte
Die wichtigste Aufgabe eines Helmes ist es, den Biker zu schützen, sollte es zu einem Sturz oder Unfall kommen. Die notwendige Größe des Helmes kann einfach mit einem Maßband ermittelt werden, mit welchem der Kopfumfang oberhalb der Ohren nachgemessen wird. Hier sollte am besten zu zweit gearbeitet werden.
Damit der Helm optimal angepasst werden kann, muss der Head-Ring in Umfang und Höhe verstellbar sein und der Verschlussmechanismus sollte gut, am besten mit einer Hand, bedienbar sein. Auch ist eine gute Belüftung hilfreich, damit der Kopf bei einem anstrengenden Uphill oder in der prallen Sonne nicht so schnell überhitzt.
Zusätzlich sei gesagt, dass nicht jeder Helm gleich gut auf jeden Kopf passt. Natürlich ist jeder Kopf verschieden und so lohnt es sich, beim Kauf auch mal andere Helmhersteller auszuprobieren und sich nicht zu sehr auf einen Helm zu versteifen, nur weil die Farbe gut zum Bike oder Trikot passt.
Detaillierte Betrachtung einiger Modelle
POC Tectal Race MIPS
Der POC Tectal Race MIPS ist nicht nur dank der MIPS Integra-Technologie sehr sicher, auch ein guter Sitz, eine im Windkanal optimierte Belüftung und kleine Details wie ein verbauter Recco-Reflektor tragen zur Sicherheit bei, wenn es mal zum Äußersten kommen sollte. So können wir den Helm jedem empfehlen, der gerne mit seinem Mountainbike ins Gelände oder in die Berge will, egal ob für eine entspannte Allmountain-Runde oder eine anspruchsvolle Enduro-Tour. Die Verarbeitung des Helmes ist ausgezeichnet.
Der Head-Ring lässt sich stufenweise in drei Positionen in der Höhe verstellen und ist lediglich im Schläfenbereich an der Schale befestigt. So passt sich der Helm beim Schließen des gut bedienbaren Verschlussrades sehr gut der Kopfform an. So sitzt der Helm fest und sicher am Kopf, ohne dabei Druckstellen, zum Beispiel an der Stirn, zu verursachen.
Das Interessante an dem Helm ist jedoch die ausgeklügelte Polycarbonat-Schale. In der Schale selbst ist die MIPS Integra-Technologie verbaut. Dabei wird das System nahezu nahtlos beziehungsweise für den Biker unsichtbar in den Helm integriert. So besitzt der Helm den zusätzlichen Schutz gegenüber Rotationsbewegungen, welche im Falle eines Sturzes auftreten können, ohne dabei das etwas wacklige Gefühl am Kopf zu verursachen, welches das normale MIPS-System mit sich bringt und von dem ein oder anderen eventuell als störend empfunden wird. So bleibt der Tectal Race MIPS-Helm auch bei schnellen und verblockten Trails stets wackelfrei am Kopf.
Neben der ausgeklügelten Schutzfunktion bietet der Helm auch ein ebenso ausgeklügeltes Belüftungssystem. Mehrere große und kleine Belüftungsöffnungen leiten dank ihrer Form die Luft dahin, wo sie gebraucht wird.
Cube Trooper
Der Cube Trooper ist ein gut sitzender, luftiger und nicht nur dank der MIPS-Technologie sicherer Helm für anspruchsvolle Enduro-Touren oder klassische Allmountain-Touren. Die Verarbeitung des Trooper ist ausgezeichnet. Selbst bei genauer Betrachtung gibt es nichts zu beanstanden.
Nicht nur die von Cube entwickelte Defense-Skeleton-Struktur, also der spezielle Helmaufbau unter Verwendung multipler Lagen, sondern auch die Gesamtkonstruktion soll den Kopf bestmöglich schützen. So kommt bei dem Helm die bewehrte MIPS-Technologie zum Einsatz, die bei einem Sturz auftretende Rotationsenergien minimieren soll. Das Breakaway-Visier soll hier zudem unterstützend beitragen, da es gegebenenfalls, je nach Sturzrichtung, einen Teil der Energie aufnimmt und abbricht.
Dank des in das MIPS-System integrierten, freilaufenden Head-Rings kann sich der Helm optimal an die individuelle Kopfform anpassen. Dabei ist der Ring in der Höhe über einen großen Bereich verstellbar. So sollte der Helm den meisten Bikern passen. Selbst nach langen Ausfahrten hatten wir keine nennenswerten Druckstellen an der Stirn oder gar Kopfschmerzen durch einzelne Druckpunkte. Der Kinnriemen lässt sich ebenfalls gut anpassen.
Smith Convoy MIPS
Der Smith Convoy MIPS punktet vor allem mit Tragekomfort und ist dank der MIPS-Technologie auch noch sicher. Der Helm ist auf das Nötigste reduziert und besitzt ein hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis. Die Verarbeitung des Helmes ist ausgezeichnet.
Dank der MIPS-Technologie und dem dadurch ringsum frei laufenden Head-Ring passt sich der Helm gut der Kopfform an und es entstehen keine unangenehmen Druckstellen an der Stirn. Auch lässt sich die Höhe des Ringes am Hinterkopf stufenweise einstellen.
Mountainbike-Helme im Test der F.A.Z.
Mountainbike-Helme können schwere Verletzungen verhindern. Im Test unseres Partners F.A.Z. Nicht nur Fahrradfahrern im Straßenverkehr, sondern auch den Besitzern von Mountainbikes, die mit ihren Zweirädern über Stock und Stein unterwegs sind, drohen bei Unfällen schwerste Verletzungen. Deshalb haben Mountainbike-Helme auch eine steifere Konstruktion als herkömmliche Helme.
Wer sich einen neuen Mountainbike-Helm zulegt, sollte zunächst darauf achten, dass der Helm richtig sitzt. Wenn er bereits bei Kopfbewegungen zu wackeln beginnt, wird er dies auch im Falle eines Sturzes tun und somit nicht ausreichend schützen. Trotzdem darf der Helm auch nicht drücken. Der Kinnriemen sollte fest sitzen. Maximal 1 bis 1,5 Zentimeter Spielraum bei geschlossenem Kinnriemen sind noch akzeptabel.
Die Bedeutung der Zertifizierung
Achte beim Kauf eines Mountainbike-Helms darauf, dass der Helm für den Radsport zertifiziert ist - nach der DIN EN 1078 (für Erwachsene) bzw. DIN EN 1080 (für Kinderhelme).
Weitere wichtige Aspekte
- Sicherheitssysteme: Moderne Sicherheitstechnologien wie Mips (Multi-Directional Impact Protection System) reduzieren Rotationskräfte bei einem Sturz und können so das Risiko für Kopfverletzungen deutlich verringern.
- Passform: Ein Helm schützt nur dann optimal, wenn er wirklich gut sitzt. Das bedeutet: fest, ohne zu wackeln oder zu drücken.
- Belüftung: Gerade bei warmem Wetter ist ein gutes Lüftungssystem Gold wert. So verhinderst Du Überhitzung im Anstieg und kannst den Fahrtwind im Downhill voll auskosten.
- Zusätzliche Features: Reflektierende Elemente erhöhen Deine Sichtbarkeit im Straßenverkehr, praktische Brillenhalterungen oder Goggle-Kompatibilität sorgen für mehr Flexibilität auf dem Trail.
Scott Tago Plus im Detail
Scott schickt mit dem Tago Plus einen etwas gemäßigteren Trail-Helm in den Test. Die Helmschale ist hier weniger tief in den Nacken gezogen als bei vielen anderen Modellen im Test. Bei seitlichen Stürzen bedeckt der Scott so zwar eine etwas kleinere Fläche, dafür hat der Tago einen klaren Gewichtsvorteil auf seiner Seite - was sich wiederum auf den Tragekomfort niederschlägt. Auch beim Preis muss man hier nicht so tief in die Tasche greifen, wie bei vielen anderen Testkandidaten. 139,95 Euro ruft Scott für den Tago auf, was angesichts der soliden Ausstattung und der wertigen Verarbeitung durchaus angemessen erscheint.
Nahezu perfektes Anpassungssystem
Beim Rotationssystem setzt Scott bereits auf das hochwertigere Mips Evolve Core, das in seiner Form exakter auf die Form und Lüftungsöffnungen des Helms angepasst ist. Das umlaufende Verstellsystem lässt sich einfach in der Höhe verstellen. Die Gurtbänder sind sehr durchdacht und nah am Kopf geführt. Zudem lassen sich die Y-Teiler unter den Ohren verstellen.
Das Drehrädchen im Heck ist nicht zu klein, schön gummiert und lässt sich besser bedienen als die gesammelte Konkurrenz. Einziges kleines Manko: Beim Verschluss gibt es nur eine Standard-Schnalle und das Visier bietet nur zwei Positionen. Platz für eine Goggle bleibt darunter trotzdem.
Auf dem Kopf hat uns der Scott Tago vor allem mit seiner angenehmen Passform und der bequemen Polsterung gefallen. Der Helm sitzt sicher und wackelfrei, ohne dass man ihn besonders fest anknallen müsste. Alle von uns ausprobierten Sonnenbrillen passten problemlos unter den Helm.
Scott Tago Plus im Labor
Auf unserem Prüfstand liefert der Tago solide Werte im Mittelfeld ab. Der Schutz beim linearen Aufprall könnte noch etwas besser sein. Das Risiko einer Gehirnerschütterung senkt der Scott dagegen auf 19 Prozent - ein im Vergleich guter Wert.
Im Vergleich zu den luftigsten Helmen im Test ist der Tago eher mittelmäßig belüftet. In unserer Wertung sortiert er sich knapp vor dem Fizik Kassis ein, aber auch hier schaffen es die Lüftungskanäle nicht, den Luftstrom zuverlässig bis zum Hinterkopf durchzuführen.
Infos & Preis - Scott Tago Plus
- Preis: 139,95 Euro
- Gewicht: 334 Gramm
- Größen: S 51-55, M 55-59, L 59-61
- Made in: China
- Farben: 9 Farben
- Rotationssystem: MIPS Evolve Core
- Ausstattung: MIPS; Y-Gurte, Nackenstütze und Visier verstellbar; Brillen-Port
- Messwerte:
- Restkraft bei linearem Aufprall: 107,5 g
- Risiko einer Gehirnerschütterung: 19 %
Mit etwas besseren Laborwerten wäre der Scott Tago Plus ganz weit vorne gelandet. Sein Anpassungssystem ist top: Das gummierte Drehrad ist das beste im Testfeld, die Gurtführung ist perfekt, die Polsterung sehr bequem. Zudem ist der Tago leicht und passt auf viele Kopfformen. Seine Optik ist weniger radikal und auch für klassische Touren-Biker okay.
Die Bedeutung der Passform und des Tragekomforts
Natürlich ist der Tragekomfort ein wichtiger Aspekt für einen gut sitzenden Helm. Die richtige Passform ist überdies ganz entscheidend für die Sicherheit, wie Lukas Bucht von SQlab betont. Dennoch ist die technische Sicherheit durch Materialien und Ausstattung wesentlich.
Testverfahren
Um die jeweiligen Eigenschaften und Qualitäten der Testkandidaten im Detail herauszuarbeiten, wurden diese in sechs Punkten miteinander verglichen. Nach der Anprobe wurde der Fahrtest auf Rad- und Feldwegen sowie bei Mountainbike-Modellen auf Trails durchgeführt. Hinzu kommen die Beschleunigungswerte (20 Prozent), welche bei einem Fallturmtest ermittelt wurden. Je niedriger die beim Aufprall gemessenen Beschleunigungswerte sind, desto geringer ist das Gehirnerschütterungsrisiko bei einem Sturz.
Für ein gleichmäßiges Testergebnis wurden zwei Helme pro Modell am Testkopf befestigt, um die Beschleunigungswerte (g) zu messen.
Testergebnisse und Empfehlungen
Der Test belegt eindeutig: Teure Helme müssen nicht unbedingt besser schützen. Bestes Beispiel ist das günstige Modell des Discounters Decathlon. Weil alle Helme die Norm locker erfüllen, steht ein cleveres Anpassungssystem bei mir ganz oben auf der Checkliste.
So testet BIKE die MTB-Helme
- Sicherheit (50 Prozent): Spezielle Sicherheitstechniken - MIPS & Co. - sollen messbar das Risiko von Kopfverletzungen senken, indem sie beim schrägen Aufprall auftretende Rotationskräfte verringern.
- Gewicht (15 Prozent): Auf zusätzliches Gewicht reagiert der Kopf besonders sensibel. 50 Gramm mehr oder weniger machen hier einen großen Unterschied.
- Anpassung (20 Prozent): Beim Punkt Anpassung bewerten wir die Ausführung und Einstellbarkeit des Kopfrings sowie den Verlauf, Sitz und den Verschluss des Gurtsystems.
- Kühlung (15 Prozent): Die Belüftung der Helme testen wir mit einem starken Gebläse, das die Strömung auf bis zu 30 km/h beschleunigt.
Top 3 Helme aus dem Test
- Der beste im Labor: Der Bluegrass Rogue Core liefert den besten Kompromiss aus Aufprall- und Rotationsschutz, zudem ist er sehr gut belüftet.
- Die beste Anpassung: Der Scott Tago lässt sich perfekt an den Kopf anpassen.
- Die Überraschung: Mal abgesehen von der schlichten Ausstattung gibt es am Rockrider EXPL 540 wenig auszusetzen: Bester Rotationsschutz, gute Stoßdämpfung und geringes Gewicht zu einem konkurrenzlos günstigen Preis.
Funktionsweise der MIPS-Systeme
Wissenschaftliche Studien belegen, dass das menschliche Gehirn besonders empfindlich auf rotatorische Kräfte reagiert. Um bei einem schrägen Aufprall die Rotationsenergie zu reduzieren, wurde die reibungsarme MIPS-Schale (Multi-directional Impact Protection System) konzipiert. Aktuell sind verschiedene Varianten des MIPS-Systems verfügbar, die eine relative Rotation zwischen Helm und Kopf im Bereich von 10 bis 15 Millimetern zulassen.
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