Die besten Hardtail Mountainbikes unter 1000 Euro im Test

Günstige MTB Hardtails werden oft als Einsteiger Mountainbikes bezeichnet. Sie kosten wenig und sind robust. Mountainbike Anfänger sind häufig von den Preisen für Bikes geschockt. Klar, wenn man durchs Netz surft und immer wieder Bikes für 8000 € und mehr findet.

Die Preise der Topmodelle wirken für MTB Einsteiger erst mal suspekt. Aber wir können dich beruhigen: Es gibt auch günstige Bikes mit denen man jede Menge Spaß im Gelände haben kann. Zudem werden die meisten Bikes mittlerweile ohnehin über ein Leasing wie zum Beispiel Business-Bike gekauft und so durch Ersparnisse in der Lohnsteuer günstiger.

Wir haben den kompletten Mountainbike Markt bewertet und dabei einige wirklich gute MTB-Modelle gefunden, die teilweise deutlich unter 1500 € kosten. Eins haben diese Modelle alle gemein: Es sind allesamt Hardtails. Also Bikes ohne gefedertes Heck. Den Unterschied und die Vor- und Nachteile zu Fullys erklären wir dir in diesem anderen Artikel.

Da können wir dir pauschal schon mal den ersten Einsteiger Tipp geben: In der Preisklasse unter 1500 € taugen Fullys nichts! Bei Fullys fängt der Spaß ab 1500 € an.

Die verschiedenen Arten von Hardtails

Klassische Einsteiger Hardtails haben 100 Millimeter Federweg an der Gabel. Diese Bikes sind mit gut rollenden Reifen und relativ niedrigem Gewicht auf Vortrieb getrimmt. Lange Anstiege oder Touren mit 50 Kilometer und mehr sind mit diesen Bikes kein Problem. Außerdem lassen sie sich auch super im Alltag zum Pendeln oder für den Weg zur Arbeit einsetzen.

Auf technischen Trails, in steilen Abfahrten oder bei Sprüngen sind diese Bikes raus. Wer mit ihnen bergab im Gelände Spaß haben will, braucht eine exzellente Fahrtechnik und ist selbst dann nicht vor Materialdefekten und Stürzen gefeit. Kurzum: Beim richtigen Einsatz sind klassische Racehardtails immer noch geniale Bikes.

Seit dem Jahr 2022 nimmt der Trend rund um die Allround Hardtails richtig Schwung auf. Neben Canyon und Cannondale haben auch Marken wie Rockrider, Cube oder Whyte erkannt, dass der Einsatzbereich von klassischen Einsteiger Bikes zu spitz für die meisten Menschen ist. Wenn man dann noch mit der Teleskopstütze den Sattel versenkt, erhöht sich die Bewegungsfreiheit auf dem Bike extrem. Das lässt einem anspruchsvollere Trails locker meistern.

Gute Allround Modelle wiegen zwischen 12 Kilo und 13 Kilo und sind damit absolut tourenfähig. Die günstigsten Allround-Hardtails gibt es ab zirka 1000 Euro. Gute Fahrtechniker wagen mit diesen Bikes sogar kleinere Sprünge.

Trailhardtails sind die radikalsten Mountainbikes ohne gefederten Rahmen. Mit wuchtigen Federgabeln und Reifen aus dem Enduro Segment schrecken sie vor keiner Abfahrt oder keinem Sprung zurück. Sie sind besonders robust gebaut und wiegen meist deutlich über 12,5 Kilo. Lange Touren machen damit nicht wirklich Spaß.

Trotz der extremen Ausrichtung fällt es vielen Bikern schwer, das Potential eines Trailbikes auszuschöpfen. In vielen Fällen reicht die eigene Fahrtechnik nicht aus, um die Anbauteile an ihr Limit zu bringen. Ein Hardtail bleibt nun mal ein Hardtail. Auch massive Reifen und reichlich Federweg an der Gabel ändern nichts an der Tatsache, dass bei höherem Tempo im Gelände die Schläge am Hinterrad heftig einprasseln.

Da kann es einem schon mal den Fuß von den Pedalen ziehen, das ganze Hinterrad versetzen oder den Reifen zerstören. Als Fazit zu den Trailhardtails lässt sich sagen: Sie sind super robust und maximal auf Fahrspaß bergab getrimmt. Vor allem für jugendliche Trail-Liebhaber mit geringem Budget sind sie eine gute Wahl.

Was man für unter 600 Euro erwarten kann

Ganz ehrlich: Unter 600 € können wir nur die wenigsten Mountainbikes für den sportlichen Einsatz empfehlen. Bikes in dieser Preisklasse sind super zum Pendeln oder für den Alltag, kommen aber schon auf leichten Trails an ihre Grenzen. Natürlich gibt es auch in dieser Preisklasse Bikes mit denen man erste Erfahrungen im Gelände sammeln kann.

Wer ein gutes Bike sucht, um in erster Linie täglich zum Bäcker, in die Schule oder zur Arbeit zu fahren und nur gelegentlich Touren fahren will, wird in dieser Preisklasse fündig. Für den regelmäßigen, sportlichen Einsatz bei ausgedehnten Mountainbike Touren sind die Federgabeln meist zu wenig sensibel. Auch die Schaltungen mit meist drei Kettenblätter an der Kurbel und sieben bis zehn Ritzeln an der Kassette sind nicht mehr ganz up to date.

Dafür haben die meisten Modelle in dieser Preisklasse Montagemöglichkeiten für einen Seitenständer oder Schutzbleche. Ein Kinderanhänger lässt sich an nahezu allen Modellen montieren. Modelle mit etwas mehr Federweg, modernen Einfachantrieb und griffigen Reifen ermöglichen auch Fahrspaß im gröberen Gelände. Vor allem für Kinder und Jugendliche, die mit dem Mountainbiken anfangen wollen, dürften diese Modelle interessant sein.

Die 1500 Euro Marke: Wo es sportlich wird

In der Preisklasse bis 1500 € wird es bereits sportlich. Hochwertige Schaltungen von Shimano oder Sram und gut funktionierende Fahrwerke gehören in dieser Preisklasse zum guten Ton. Ein Alpencross ist nicht ausgeschlossen. Ausgedehnte Touren mit leichten Singletrails machen mit diesen Bikes richtig Spaß.

„Die aktuellen Einsteiger Hardtails bis 1500 € können sich sehen lassen. Anstatt faden Einheitsbrei, hält die Industrie ein vielfältiges Angebot für unterschiedlichste Einsatzzwecke bereit. Vor allem der noch junge Trend zu den Allround Hardtails dürfte viele Mountainbike Anfänger ansprechen. Klickt in unsere Marktübersicht und sucht euch das Bike raus, das am besten für euren Einsatzzweck passt. Mit unseren Filtern lässt sich der Markt spitzenmäßig sortieren.

Die besten MTB Hardtails für 1000 Euro im Überblick

Fast jeder Hersteller hat ein Bike für einen Riesen im Programm. Ob man sich für ein Hardtail mit starrem Hinterbau oder ein vollgefedertes Mountainbike entscheidet, klärt meist schon das Budget. Hardtail-Mountainbikes sind leicht, wartungsarm und günstig, verzeihen im Downhill aber kaum Fehler und bieten nur wenig Komfort.

Wer die Herausforderung eher in der Abfahrt und auf technischen Trails sucht, wird mit einem Mountainbike-Fully glücklicher. Das Preissegment um 1000 Euro ist hart umkämpft und wird von den Marken ausschließlich durch MTB-Hardtails mit Aluminiumrahmen bestückt.

Bei den Geländefahrrädern unserer Liste handelt es sich um Touren-, Cross Country- und Trail-Hardtails für Jugendliche und Erwachsene. Sie sind robuster und preisattraktiver als günstige Fullys. Zu ähnlichen Preisen gibt es aber auch Kinder- und Dirtbikes. Wir testen regelmäßig Einsteiger-Mountainbikes und hatten auch bereits viele der teureren Modelle im BIKE Labor- und Praxistest.

Diese unterscheiden sich in der Regel nur in der Ausstattung von den Modellen für 1000 Euro, der Rahmen (samt Geometrie) und viele Fahreigenschaften sind oft gleich. Die Modellplattformen folgender Bikes im Preisrahmen konnten überzeugen:

  • Bulls Copperhead 2 - 979,95 Euro
  • Canyon Grand Canyon 6 - 1049 Euro
  • Canyon Stoic 2 - 899 Euro
  • Centurion Backfire Pro 200 - 1079 Euro
  • Cube Attention SLX - 1099 Euro
  • Decathlon Rockrider All Mountain 100 - 999 Euro
  • Drag Trigger 3.1 - 969 Euro
  • Focus Whistler 3.8 - 899 Euro
  • Giant Talon 1 - 999 Euro
  • KTM Ultra Ride 29 - 999 Euro
  • Marin Bobcat Trail - 899 Euro
  • Merida Big.Nine 300 - 1049 Euro
  • Orbea Onna 20 - 999 Euro
  • Radon Jealous AL 8.0 - 999 Euro
  • Radon ZR Team 8.0 - 899 Euro
  • Rose Count Solo 3 - 999 Euro
  • Scott Aspect 920 - 1099 Euro
  • Specialized Rockhopper Comp 29 - 875 Euro
  • Stevens Taniwha - 849 Euro
  • Trek Marlin 7 Gen 3 - 1029 Euro
  • Whyte 604 Compact - 999 Euro

Mountainbikes der 1000-Euro-Kategorie oder auch Shimano-XT-Klasse waren einst die Eintrittskarte in den seriösen Offroad-Radsport. Um es vorweg zu nehmen: Diese Zeiten sind leider vorbei. Das letzte 1000-Euro-Hardtail (ein Bulls Copperhead 3 RS) mit kompletter Shimano-XT-Ausstattung, Rockshox Reba-Federgabel und einem attraktiven Gewicht von unter 11,5 Kilo rollte 2015 in unseren Testkeller.

Gestiegene Produktionskosten, Inflation und explodierende Transportkosten haben nicht erst seit Corona den Markt umgekrempelt. Über die Jahre hinweg überrollte der allgemeine Preisanstieg auch den Einsteigerbereich. Für 1000 Euro bekommt man aktuell ein gutes Einsteiger-Mountainbike, aber bei Weitem nicht die neueste Technik, ganz zu schweigen von einem Bike mit kompletter Shimano-XT-Ausstattung. In den letzten Jahren mussten wir daher das Preislimit unseres Einsteiger-Testfeldes sukzessive anpassen, auf zuletzt bis zu 1600 Euro in diesem Vergleichstest. Die allgemeine Preisentwicklung bei Fahrrädern macht leider auch vor dem Einsteigerbereich bei Mountainbikes nicht halt. Für ein geländetaugliches MTB-Fully empfehlen wir mindestens 2200 Euro zu investieren. Wer ein seriöses Hardtail-Sportgerät sucht, muss bereits rund 1500 Euro in die Hand nehmen. Das ist sehr viel Geld.

BIKE testet regelmäßig Einsteiger-Mountainbikes. Denn wer will sich schon in Unkosten stürzen, ohne zu wissen, ob einen das Mountainbiken auch langfristig begeistert? Doch neben der traurigen Tatsache, dass man selbst als Einsteiger tiefer in die Tasche greifen muss, gibt es auch Lichtblicke im Segment der Mountainbikes um die 1000 Euro zu vermelden. Denn die Vielfalt an Hardtails hat deutlich zugelegt.

Waren die meisten frontgefederten Bikes vor Jahren noch schwere Kopien der leichten Cross-Country-Hardtails, so hat sich das mögliche Einsatzspektrum deutlich aufgefächert. Während Bulls und Merida bei ihren günstigen Modellen durch diverse Befestigungsmöglichkeiten von Ständer, Schutzblechen bis hin zum Kinderanhänger vor allem den Alltagsradler im Fokus haben, tendieren das Drag Trigger aus Bulgarien genau wie das Canyon Stoic vom Direktversender in die abfahrtslastige Riege der Trail-Hardtails. Dazwischen sortieren sich Touren-Bikes wie von Radon, Cube, Giant und Stevens ein.

Unsere BIKE-Tests zeigen: In der Hardtail-Klasse liegt für jeden Geschmack der passende Köder bereit. Damit Sie aber nicht in die Falle tappen und beim falschen Leckerbissen zubeißen, sollten Sie zuvor unsere Hardtail-Tests ausgiebig studieren. Versender wie Rose, Radon oder Canyon vertreiben ihre Bikes online. Dadurch entfallen Kosten für Verkaufspersonal und die Live-Beratung im Bike-Shop. Das ermöglicht deutlich niedrigere Preise als im Fachhandel. Bei Defekten oder zum Service muss der Kunde das Bike jedoch einsenden. Darum sollten besonders Einsteiger ihr neues Bike im Fachhandel suchen. Die Möglichkeit einer Probefahrt und der Service vor Ort relativieren die Mehrkosten. Tipp: Angestellte können über ihren Arbeitgeber oft auch Diensträder leasen.

Die hohe Nachfrage und geringe Verfügbarkeiten lassen seit der Corona-Krise die Bike-Preise nach oben schnellen. Hardtails sind von dieser Problematik nicht ausgenommen. Auch wenn man meinen könnte, dass niedrige Preise gerade im Einsteigersegment ausschlaggebend für die Verkaufszahlen sind, sieht die Realität anders aus. Neueinsteiger haben es aktuell besonders schwer: So wenig Bike für sein Geld hat man bisher vermutlich noch nie bekommen.

Für 1000 Euro gibt es von etablierten Herstellern ausschließlich Aluminium-Rahmen aus asiatischer Produktion. Das muss nicht zwingend schlecht sein. Bieten Firmen viele Modelle zu unterschiedlichen Preisen an, unterscheiden sich diese in der Regel nur in der Ausstattung. Geometrie und Rahmenplattform sind gleich.

Leider müssen preisbewusste Einsteiger sich für 1000 Euro auf teilweise zehn Jahre alte Standards einstellen. Hochwertige Federgabeln, breite Felgen, Reifen mit griffiger Gummimischung, breitbandige Kassetten, versenkbare Teleskop-Sattelstützen und selbst Steckachsen vorne und hinten sucht man an diesen Bikes oft vergeblich. Für eine Ausstattung auf dem aktuellen Stand der Technik müssen Biker je nach Hersteller mindestens 1500 oder sogar 2000 Euro hinlegen. Der günstige Preis der 1000-Euro-Mountainbikes schlägt sich vor allem im Gewicht nieder. Einsteiger-Hardtails wiegen gerne mal vier Kilo mehr als sportive Bikes mit leichtem Carbonrahmen und hochwertigeren Komponenten.

Carbon-Hardtails gibt es ab ca. 2000 Euro. Fullys mit Kohlefaser-Chassis kosten mindesten 3500 Euro. Vor allem schwere Laufräder und Reifen machen ein Bike träge. Für 1000 Euro müssen sich Biker auf ein erhebliches Mehrgewicht bei nicht besserer Haltbarkeit einstellen.

Sparen an den richtigen Stellen: Federgabeln und Reifen

Stattdessen sparen die Hersteller an ihren MTB-Einsteigermodellen, wo es nur geht. Federgabeln und Rahmen mit Schnellspann-Achsen erschweren das Nachrüsten hochwertiger Laufräder und weißen nicht dieselbe Steifigkeit auf, wie moderne Versionen mit Steckachsen. Günstige Federgabeln von Rockshox oder SR Suntour bieten zwar wenige Einstellmöglichkeiten, können im leichten Mountainbike-Einsatz aber gut funktionieren. Werden Biker auf Trails aber schneller und trauen sich auch anspruchsvolleres Gelände, sind die günstigen Federelemente schnell überfordert. Oft kommen sie dann auch in Sachen Dauerhaltbarkeit an ihre Grenzen. Das Nachrüstigen einer hochwertigen Federgabel ist besonders teuer.

An einem Mountainbike hat kaum etwas so viel Einfluss auf die Fahreigenschaften wie die Reifenwahl. Auch günstige Reifen von Schwalbe oder Maxxis eignen sich für die Fahrt im Gelände und halten sogar manchmal länger als teure Modelle. In Sachen Gewicht, Grip und Pannenschutz gibt es aber gute Gründe für Preisunterschiede bei Reifen.

Günstige Schaltungen und Bremsen

Gerade Mountainbike-Neulinge wollen sich nicht mit rasselnden Schaltungen herumschlagen. Zudem brauchen Einsteiger einen leichten Klettergang. Die Funktion günstiger Schaltungen von Shimano und Sram ist für Beginner meist ausreichend. Gerade günstige Kassetten sind jedoch oft aus weichem Material und verschleißen schneller als hochwertigere Teile. Zwölffach-Antriebe mit nur einem Kettenblatt vorne und zwölf Ritzeln hinten sind in der 1000 Euro Klasse rar. Auf eine große Übersetzungsbandbreite sollten aber auch Einsteiger nicht verzichten müssen. Der leichteste Gang von Elffach-Antrieben ist oft nicht leicht genug, während der schwerste Gang nicht schwer genug ist.

Die Hersteller von Einsteiger-Hardtails verbauen deshalb häufig eine MTB-Schaltung mit zwei Kettenblättern und Umwerfer vorne. Das ist 2022 nicht mehr wirklich zeitgemäß und bietet zwar viele sowie weit übersetzte Gänge, bringt jedoch auch zusätzliches Gewicht und Komplexität ans Fahrrad.

Vor allem günstige Scheibenbremsen von Shimano genießen zu Recht einen guten Ruf. Nur in sehr steilen und langen Abfahrten kommen einfache Stopper an ihre Grenzen. Für viele Kilometer müssen nicht nur die Rahmengröße, sondern auch Sattel und Griffe passen. Diese Teile sind zur Not jedoch auch einigermaßen günstig zu tauschen.

Top 10 der Einsteiger-Hardtails unter 1000 Euro

1000 Euro: Viel Geld für den Einstieg in ein Hobby, mit dem man vielleicht noch gar nicht so viele Berührungspunkte hatte. Aber keine Bange: Bei allen zehn der hier vorgestellten Einsteiger-Hardtails stimmt das Preis-Leistungs-Verhältnis, schlechte Räder bekommst du hier definitiv nicht geboten. Was dich erwartet? Rahmen aus Aluminium, 100-mm-Federgabeln, moderne und haltbare Schaltungen, gute Bremsen - und natürlich etwas Tuning-Potenzial, solltest du nach der Anfangsphase Lust auf mehr haben.

Was in dieser Preisklasse fehlt: Eine Vario-Sattelstütze, im Trail-Einsatz musst du die Sattelstütze von Hand in das Sattelrohr schieben. Sollte dir dieses Feature wichtig sein, musst du mehr Geld in die Hand nehmen - oder vor dem Kauf darauf achten, dass der Sattelrohrdurchmesser Nachrüst-Lösungen erlaubt. Dafür geizen viele Hardtails nicht mit Anschraubpunkten für Seitenständer, Gepäckträger oder Spritzschützern - was einige Probanden auch als Pendler-Bikes interessant machen dürfte.

Mit dem Fahrradboom während der Coronakrise wurden Bikes aller Marken und Kategorien zu knappen und hoch gehandelten Gütern. Dank voller Lager hat sich die Situation nun merklich entspannt - was sich auch in den teils aufgerufenen Preisen der hier vorgestellten 1000-Euro-Klasse widerspiegelt. Der Hintergrund ist einfach: Die Räder müssen raus aus den Lagern, die Nachfrage ist aber nicht mehr so hoch, wie noch zu Höchstzeiten in den Jahren 2020 bis 2022. Es lohnt sich also, jetzt zuzugreifen!

  • BMC Twostroke AL Six: Der Name "Twostroke" hat bei der Schweizer Radschmiede BMC echte Renntradition, ihn tragen sowohl die High-End-Carbonflitzer als auch das hier gezeigte Alu-Hardtail. Die Ausstattung ist für den Kurs fair: Geschaltet wird mit Shimanos Deore mit zehn Gängen, die Sunrace-Kassette mit maximal 42 Zähnen verlangt am Berg aber mehr gute Waden vom Fahrer. Die Suntour-Stahlfedergabel bietet klassentypische 100 mm Federgabel. Maximal zulässiges Gewicht laut BMC: 110 Kilogramm. Rollt in allen Rahmengrößen mit 29°-Laufrädern.
  • Cannondale Trail SL 4: Wie so viele setzt auch Cannondale auf Shimanos Deore-Schaltung, allerdings mit zwei Kettenblättern an der Kurbel und elf Gängen im Heck. So hat es, verglichen mit dem BMC oben drüber, eine etwas breitere Gangspreizung und einen leichteren Berggang. Top: Die im Vergleich zum Twostroke etwas besser ausgestattete SR Suntour mit einstellbarer Vorspannung. Schade: Ab Werk in allen Größen nur kleine 160er Bremsscheiben, schwere Fahrer sollten hier auf 180 mm aufrüsten. Auch hier: Nur mit 29"-Laufrädern erhältlich.
  • Cube Attention: Auch 2023 stricken die Waldershofer von Cube ein feines Hardtail-Einsteigerpaket: Das Attention kommt bereits mit einer recht wertigen und ordentlich ansprechenden Rock-Shox-Gabel, gut funktionierender Shimano 2x-11-Schaltung auf Deore-Niveau und schon großer Bremsscheibe vorn. Aber: Das Rad ist mit 13,8 Kilo kein Leichtgewicht. löblich hingegen: Cube setzt bei den kleinen Rahmengrößen auf etwas leichter zu handelnde 27,5" Laufräder, große Piloten freuen sich wiederum über 29".
  • Ghost Kato Pro 29 AL: Das Ghost reißt theoretisch die 1000-Euro-Schallmauer, im Netz und beim Händler stehen die Chancen aber gut, den Preis um die 50 Euro drücken zu können. Und das dürfte sich lohnen: Nur das Ghost und zwei weitere Kandidaten setzen auf moderne 1x12-Schaltungen, im Falle des Kato Pro sogar auf eine sortenreine (!) Deore mit zwölf Gängen und mit 51 Zähnen alpentauglichem Berggang. auch sonst liest sich die Ausstattungsliste gut: Wie bereits erwähnt ist Rock Shox' Judy eine prima Einsteiger-Gabel, und die Shimano MT200 mit großen 180-mm-Scheiben vorne wie hinten eine gute Wahl. Kommt in jeder Rahmengröße mit 29"-Laufrädern.
  • Giant Talon 1: "Talon" nennt sich das Einsteiger-Hardtail vom taiwanesischen Rad-Giganten Giant. Auch hier gibt's die großen Bremsscheiben vorn wie hinten ab Werk zu loben, die bei kleinen Rahmengrößen verbauten 27,5"-Laufräder und die wertige Deore-Schaltung von Shimano. Ebenfalls nicht zu verachten: Das Talon bietet Giant bis Rahmengröße XXL an!
  • KTM Ultra Ride 29: Das kurioseste zuerst: KTM ist nicht gleich KTM! Motorrad- und Fahrradmarke heißen zwar gleich, sind aber getrennte Unternehmen. Dennoch kommt der "Ready to Race"-Spirit der Motorrad-Marke auch beim Ultra Ride Hardtail durch: Die verbaute Sram-Schaltung mit zwölf Gängen und großem, 50 Zähne messenden Berggang ist zwar kein Leichtgewicht, funktional aber über jeden Zweifel erhaben. Das zulässige Maximalgewicht beträgt 105 Kilo - von dem 14,3 Kilo auf das nur mit 29"-Laufrädern ausgelieferte Hardtail fallen.
  • Merida Big.Nine 300: Mit dem Merida Big.Nine machen die Magstädter eine echte Ansage: Für satte 135 Kilo ist das Hardtail laut Hersteller-Webseite zugelassen, mit der serienmäßig großen 180-mm-Scheibe ist es so auch für schwerere Fahrer interessant. Wie einige Mitbewerber kommt auch das Merida mit Shimanos Zweifach-Deore-Schaltung, in Kombination mit den Anschraubpunkten für Spritzschutz und Seitenständer hat man so ein flottes SUV für Stadt und Tour.
  • Rose Count Solo 3: Nur 12,9 Kilo: Das Count Solo von Rose dürfte das wohl leichteste Hardtail in dieser Übersicht darstellen. Auch die Ausstattung stimmt: Die Bocholter setzen auf Shimanos moderne 12-Fach-Deore-Schaltung mit fettem 51-Zahn Berggang und eine gut funktionierenden Rock-Shox-Gabel. Für Selberschrauber nicht uninteressant: Die Züge sind noch klassisch außen am Rahmen verlegt, was die Wartung deutlich vereinfacht.
  • Scott Aspect 940: Mit Scotts Aspect-Reihe kann man sich schon für relativ wenig Bares fühlen wie Cross-Country-Star Nino Schurter: Als Gabel setzt der Sport-Multi auf Suntours XCR32, geschaltet wird mit einer recht einfachen (aber funktionablen!) Shimano Alivio. Das Aspect versteht sich eher als Allrounder und Stadtflitzer, denn als rassiges CC-Hardtail.
  • Trek Marlin 7 Gen 3: Das eine Rad für alle Situationen? Auch das Trek versteht sich als Mittler zwischen den Welten: So kommt es mit Anschraubpunkten für Gepäckträger und Co, mit der Rock-Shox-Gabel und der Deore-Schaltung kann man aber auch bereits erste, leichte Trail-Touren abfahren. Aber: Mit 14,6 Kilo ist das Trek wahrlich kein Leichtgewicht.

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