Die besten Mountainbikes unter 1000 Euro im Test

Du bist auf der Suche nach deinem ersten, richtigen Mountainbike? Herzlichen Glückwunsch! Diese heiß umkämpfte 1000-Euro-Preisklasse war für viele der Einstieg in das Hobby Mountainbiken. Hier werden zehn der spannendsten Bikes kurz vorgestellt und einige der brennendsten Fragen beantwortet. Mit dabei sind Hardtails von Cube, Rose, Scott, Giant und vielen mehr. Also: Los geht's!

Was erwartet dich in dieser Preisklasse?

1000 Euro sind viel Geld für den Einstieg in ein Hobby, mit dem man vielleicht noch gar nicht so viele Berührungspunkte hatte. Aber keine Bange: Bei allen hier vorgestellten Einsteiger-Hardtails stimmt das Preis-Leistungs-Verhältnis. Was dich erwartet? Rahmen aus Aluminium, 100-mm-Federgabeln, moderne und haltbare Schaltungen, gute Bremsen - und natürlich etwas Tuning-Potenzial, solltest du nach der Anfangsphase Lust auf mehr haben.

Was in dieser Preisklasse fehlt: Eine Vario-Sattelstütze. Im Trail-Einsatz musst du die Sattelstütze von Hand in das Sattelrohr schieben. Sollte dir dieses Feature wichtig sein, musst du mehr Geld in die Hand nehmen - oder vor dem Kauf darauf achten, dass der Sattelrohrdurchmesser Nachrüst-Lösungen erlaubt.

Dafür geizen viele Hardtails nicht mit Anschraubpunkten für Seitenständer, Gepäckträger oder Spritzschützern - was einige Probanden auch als Pendler-Bikes interessant machen dürfte.

Der beste Kaufzeitpunkt seit Jahren

Dank voller Lager hat sich die Situation merklich entspannt - was sich auch in den teils aufgerufenen Preisen der hier vorgestellten 1000-Euro-Klasse widerspiegelt. Die Räder müssen raus aus den Lagern, die Nachfrage ist aber nicht mehr so hoch, wie noch zu Höchstzeiten in den Jahren 2020 bis 2022. Es lohnt sich also, jetzt zuzugreifen!

Top 10: Diese Hardtails unter 1000 Euro sind echte Preiskracher!

1. BMC Twostroke AL Six

Der Name "Twostroke" hat bei der Schweizer Radschmiede BMC echte Renntradition, ihn tragen sowohl die High-End-Carbonflitzer als auch das hier gezeigte Alu-Hardtail. Die Ausstattung ist für den Kurs fair: Geschaltet wird mit Shimanos Deore mit zehn Gängen, die Sunrace-Kassette mit maximal 42 Zähnen verlangt am Berg aber mehr gute Waden vom Fahrer. Die Suntour-Stahlfedergabel bietet klassentypische 100 mm Federgabel. Maximal zulässiges Gewicht laut BMC: 110 Kilogramm. Rollt in allen Rahmengrößen mit 29°-Laufrädern.

  • Preis: 999,99 Euro
  • Größen: S bis XL
  • Gewicht: ca. 13,5 kg
  • Gabel: SR Suntour XCM (100 mm)
  • Schaltung: Shimano Deore, 1x10
  • Bremse: Shimano BR-MT200 (180/160 mm bei Rahmengrößen M bis XL)
  • Reifen: WTB Ranger Comp

2. Cannondale Trail SL 4

Wie so viele setzt auch Cannondale auf Shimanos Deore-Schaltung, allerdings mit zwei Kettenblättern an der Kurbel und elf Gängen im Heck. So hat es, verglichen mit dem BMC oben drüber, eine etwas breitere Gangspreizung und einen leichteren Berggang. Top: Die im Vergleich zum Twostroke etwas besser ausgestattete SR Suntour mit einstellbarer Vorspannung. Schade: Ab Werk in allen Größen nur kleine 160er Bremsscheiben, schwere Fahrer sollten hier auf 180 mm aufrüsten. Auch hier: Nur mit 29"-Laufrädern erhältlich.

  • Preis: 999 Euro
  • Größen: SM bis XL
  • Gewicht: k.A.
  • Gabel: SR Suntour XCR-RL (100 mm)
  • Schaltung: Shimano Deore, 2x11
  • Bremse: Shimano BR-MT200 (160/160 mm)
  • Reifen: Schwalbe Rocket Rick

3. Cube Attention

Auch 2023 stricken die Waldershofer von Cube ein feines Hardtail-Einsteigerpaket: Das Attention kommt bereits mit einer recht wertigen und ordentlich ansprechenden Rock-Shox-Gabel, gut funktionierender Shimano 2x-11-Schaltung auf Deore-Niveau und schon großer Bremsscheibe vorn. Aber: Das Rad ist mit 13,8 Kilo kein Leichtgewicht. löblich hingegen: Cube setzt bei den kleinen Rahmengrößen auf etwas leichter zu handelnde 27,5" Laufräder, große Piloten freuen sich wiederum über 29".

  • Preis: 999 Euro
  • Größen: 18" bis 24"
  • Gewicht: ca. 13,8 kg
  • Gabel: Rock Shox Judy Silver TK (100 mm)
  • Schaltung: Shimano Deore, 2x11
  • Bremse: Shimano BR-MT200 (180/160 mm)
  • Reifen: Schwalbe Smart Sam

4. Ghost Kato Pro 29 AL

Das Ghost reißt theoretisch die 1000-Euro-Schallmauer, im Netz und beim Händler stehen die Chancen aber gut, den Preis um die 50 Euro drücken zu können. Und das dürfte sich lohnen: Nur das Ghost und zwei weitere Kandidaten setzen auf moderne 1x12-Schaltungen, im Falle des Kato Pro sogar auf eine sortenreine (!) Deore mit zwölf Gängen und mit 51 Zähnen alpentauglichem Berggang. auch sonst liest sich die Ausstattungsliste gut: Wie bereits erwähnt ist Rock Shox' Judy eine prima Einsteiger-Gabel, und die Shimano MT200 mit großen 180-mm-Scheiben vorne wie hinten eine gute Wahl. Kommt in jeder Rahmengröße mit 29"-Laufrädern.

  • Preis: 1049 Euro
  • Größen: S bis XL
  • Gewicht: k.A.
  • Gabel: Rock Shox Judy Silver TK (100 mm)
  • Schaltung: Shimano Deore, 1x12
  • Bremse: Shimano BR-MT200 (180/180 mm)
  • Reifen: Schwalbe Smart Sam

5. Giant Talon 1

"Talon" nennt sich das Einsteiger-Hardtail vom taiwanesischen Rad-Giganten Giant. Auch hier gibt's die großen Bremsscheiben vorn wie hinten ab Werk zu loben, die bei kleinen Rahmengrößen verbauten 27,5"-Laufräder und die wertige Deore-Schaltung von Shimano. Ebenfalls nicht zu verachten: Das Talon bietet Giant bis Rahmengröße XXL an!

  • Preis: 999 Euro
  • Größen: S bis XXL
  • Gewicht: k.A.
  • Gabel: Giant SXC32-2 RL Air (100 mm)
  • Schaltung: Shimano Deore, 2x11
  • Bremse: Shimano BR-MT200 (180/180 mm)
  • Reifen: Kenda Booster

6. KTM Ultra Ride 29

Das kurioseste zuerst: KTM ist nicht gleich KTM! Motorrad- und Fahrradmarke heißen zwar gleich, sind aber getrennte Unternehmen. Dennoch kommt der "Ready to Race"-Spirit der Motorrad-Marke auch beim Ultra Ride Hardtail durch: Die verbaute Sram-Schaltung mit zwölf Gängen und großem, 50 Zähne messenden Berggang ist zwar kein Leichtgewicht, funktional aber über jeden Zweifel erhaben. Das zulässige Maximalgewicht beträgt 105 Kilo - von dem 14,3 Kilo auf das nur mit 29"-Laufrädern ausgelieferte Hardtail fallen.

  • Preis: 999 Euro
  • Größen: S bis XXL
  • Gewicht: 14,3 kg
  • Gabel: Suntour SF14 XCR-AIR RL DS (100 mm)
  • Schaltung: Sram SX Eagle, 1x12
  • Bremse: Shimano BR-MT200 (180/160 mm)
  • Reifen: Maxxis Rekon Race

7. Merida Big.Nine 300

Mit dem Merida Big.Nine machen die Magstädter eine echte Ansage: Für satte 135 Kilo ist das Hardtail laut Hersteller-Webseite zugelassen, mit der serienmäßig großen 180-mm-Scheibe ist es so auch für schwerere Fahrer interessant. Wie einige Mitbewerber kommt auch das Merida mit Shimanos Zweifach-Deore-Schaltung, in Kombination mit den Anschraubpunkten für Spritzschutz und Seitenständer hat man so ein flottes SUV für Stadt und Tour.

  • Preis: 1049 Euro
  • Größen: S bis XXL
  • Gewicht: k.A.
  • Gabel: Suntour XCR LOR (100 mm)
  • Schaltung: Shimano Deore, 2x10
  • Bremse: Tektro M275 (180/160 mm)
  • Reifen: Maxxis Ikon

8. Rose Count Solo 3

Nur 12,9 Kilo: Das Count Solo von Rose dürfte das wohl leichteste Hardtail in dieser Übersicht darstellen. Auch die Ausstattung stimmt: Die Bocholter setzen auf Shimanos moderne 12-Fach-Deore-Schaltung mit fettem 51-Zahn Berggang und eine gut funktionierenden Rock-Shox-Gabel. Für Selberschrauber nicht uninteressant: Die Züge sind noch klassisch außen am Rahmen verlegt, was die Wartung deutlich vereinfacht.

  • Preis: 949 Euro
  • Größen: XS bis XL
  • Gewicht: 12,9 kg
  • Gabel: Rock Shox Judy Silver TK (100 mm)
  • Schaltung: Shimano Deore, 1x12
  • Bremse: Shimano BL-M4100 (k.A.)
  • Reifen: Kenda Booster

9. Scott Aspect 940

Mit Scotts Aspect-Reihe kann man sich schon für relativ wenig Bares fühlen wie Cross-Country-Star Nino Schurter: Als Gabel setzt der Sport-Multi auf Suntours XCR32, geschaltet wird mit einer recht einfachen (aber funktionablen!) Shimano Alivio. Das Aspect versteht sich eher als Allrounder und Stadtflitzer, denn als rassiges CC-Hardtail.

  • Preis: 949 Euro
  • Größen: S bis XXL
  • Gewicht: ca. 14,2 kg
  • Gabel: Suntour XCR32 (100 mm)
  • Schaltung: Shimano Alivio, 2x9
  • Bremse: Shimano BR-MT200 (160/160 mm)
  • Reifen: Kenda Booster

10. Trek Marlin 7 Gen 3

Auch das Trek versteht sich als Mittler zwischen den Welten: So kommt es mit Anschraubpunkten für Gepäckträger und Co, mit der Rock-Shox-Gabel und der Deore-Schaltung kann man aber auch bereits erste, leichte Trail-Touren abfahren. Aber: Mit 14,6 Kilo ist das Trek wahrlich kein Leichtgewicht.

  • Preis: 1029 Euro
  • Größen: XS bis XXL
  • Gewicht: ca. k.A.
  • Gabel: Rock Shox
  • Schaltung: Shimano Deore

Die Qual der Wahl: Hardtail, Fully oder E-Mountainbike?

Ob man sich für ein Hardtail mit starrem Hinterbau oder ein vollgefedertes Mountainbike entscheidet, klärt meist schon das Budget. Hardtail-Mountainbikes sind leicht, wartungsarm und günstig, verzeihen im Downhill aber kaum Fehler und bieten nur wenig Komfort. Wer die Herausforderung eher in der Abfahrt und auf technischen Trails sucht, wird mit einem Mountainbike-Fully glücklicher.

Im Preisbereich unter 1500 € empfehlen wir ausschließlich Mountainbike Hardtails. Also Bike ohne gefedertes Heck. In dieser Kategorie hält die Industrie ein vielfältiges Angebot für unterschiedlichste Einsatzzwecke bereit. Vor allem der noch junge Trend zu den Allround Hardtails dürfte viele Mountainbike Anfänger ansprechen.

E-Mountainbikes unter 1500 Euro

Auch im Stadtverkehr zahlt sich die robuste Verarbeitung aus. So muss man bei einem E-MTB meist keine Bedenken haben, dass beim flotten Bordsteinfahren etwas kaputtgeht. Das Problem: Sie sind normalerweise im Vergleich zu Citybikes teurer und zudem häufig ausverkauft.

Testsieger: Eleglide M2

Eleglide hat es wieder einmal geschafft: Mit dem M2 zeigen sie ein E-MTB, das in dieser Preisklasse ungewöhnliche Features wie hydraulische Scheibenbremsen, einen starken Motor sowie einen großzügigen Akku bietet.

  • Vorteile: tolles Gesamtpaket trotz geringen Preises, großer Akku, starker Motor, 24-Gang-Schaltung, hydraulische Bremsen, gute Federung
  • Nachteile: Motor reagiert verzögert, kein Hecklicht, kein Schutzblech, Kabelmanagement

Mittelmotor: Telefunken Aufsteiger M925

Das Telefunken Aufsteiger M925 bietet solide Ausstattung und gute Verarbeitung für einen günstigen Preis. Trotz einer etwas geringen Reichweite überzeugt es mit Mittelmotor, hydraulischen Scheibenbremsen und hochwertigen Schwalbe-Reifen.

  • Vorteile: starker Mittelmotor, gute hydraulische Scheibenbremsen, tolles Preis-Leistungs-Verhältnis, schickes Design
  • Nachteile: Schweißnähte bisweilen optisch unschön

Die Bedeutung der Rahmengeometrie

Reach, Stack, Lenkwinkel sind wichtige Geometrie Maße die die das Fahrverhalten eines Mountainbikes maßgeblich beeinflussen. Damit du selbst kein Studium der Mountainbike-Wissenschaften ablegen musst, haben wir die Geometrie aller Bikes einheitlich analysiert und Rückschlüsse für unseren Test gezogen.

Tipps für den Kauf

Die Möglichkeit einer Probefahrt und der Service vor Ort relativieren die Mehrkosten. Tipp: Angestellte können über ihren Arbeitgeber oft auch Diensträder leasen.

Fazit

Für 1000 Euro gibt es von etablierten Herstellern ausschließlich Aluminium-Rahmen aus asiatischer Produktion. Das muss nicht zwingend schlecht sein.

Federgabeln und Rahmen mit Schnellspann-Achsen erschweren das Nachrüsten hochwertiger Laufräder und weißen nicht dieselbe Steifigkeit auf, wie moderne Versionen mit Steckachsen.

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