Motorrad-Textiljacken im Test: Blaue Ethan Motorrad Textiljacke und Alternativen

Motorradfahren ist mehr als nur Fortbewegung - es ist ein Lebensgefühl, ein Ausdruck Deiner Persönlichkeit. Die moderne Motorradbekleidung hat die Grenzen zwischen Schutz und Stil aufgelöst. Du musst keine Kompromisse mehr eingehen.

Eine Jacke im Freizeit-Look ist die ultimative Lösung für alle Biker, die ihre Leidenschaft nahtlos in ihren Alltag integrieren wollen. Doch was, wenn Dein persönlicher Stil nicht zu klobigen, bunten Rennsport-Kombis passt? Musst Du dich zwischen Sicherheit und einem coolen, alltagstauglichen Look entscheiden? Die Antwort ist ein klares Nein!

Wer sich in der Stadt bewegt, der wirft sich eher nicht in die Kombi. Das Problem: Ganz ohne Schutz will man nicht sein, andererseits aber auch nicht von weitem schon als Zweiradler auffallen.

Die Tarnkünstler unter den Motorradjacken

Diese Jacken sind Meister der Tarnung. Von außen sehen sie aus wie Deine Lieblings-Jeansjacke, ein lässiger Hoodie oder eine klassische Collegejacke. Sie sind die perfekte Lösung für den Ritt ins Büro, den Weg zum Café oder den Ausflug mit Freunden, bei dem Du direkt vom Bike ins Leben treten willst, ohne Dich umziehen zu müssen.

Im Inneren jedoch verbirgt sich eine hochmoderne Rüstung aus abriebfesten Materialien und CE-zertifizierten Protektoren. Eine normale Baumwoll- oder Polyesterjacke würde sich bei einem Rutsch über den Asphalt in Sekundenbruchteilen auflösen.

Innovative Materialien für optimalen Schutz

Die innere Aramid-Schicht (z.B. Viele Motorrad-Hoodies und -Hemden setzen auf ein zweilagiges System. Die äußere Schicht sorgt für den authentischen Look (z.B.

Die nächste Evolutionsstufe sind Single-Layer-Stoffe. Hier werden die Schutzfasern (z.B. Aramid oder Polyamid) direkt mit den Baumwoll- oder Denim-Fasern verwoben. Das Ergebnis ist eine einzige, leichte Stoffschicht, die sich anfühlt wie eine normale Jacke, aber eine extrem hohe Abriebfestigkeit besitzt.

Statt klobiger Hartschalen-Protektoren kommen in Freizeitjacken ultra-dünne, flexible und hochgradig stoßabsorbierende Protektoren zum Einsatz. Lass Dich nicht vom lässigen Look täuschen. Hochwertige Urban-Jacken sind vollwertige Schutzbekleidung und nach der gleichen Norm zertifiziert wie Touren- oder Sportjacken.

Verschiedene Stile für jeden Geschmack

Um auf dem Weg zur Eisdiele, zum Stadtbummel, zum Italiener oder sonst wohin den Spagat zwischen akzeptabler Schutzkleidung, ziviler Optik und angenehmem Tragekomfort zu schaffen, bat PS 15 sogenannte Sportblousons in der Preisklasse zwischen 150 und 300 Euro zum Test.

Die Jeansjacke

Beschreibung: Die Jeansjacke ist eine Ikone der Lässigkeit. Moderne Motorrad-Jeansjacken bewahren diesen authentischen Look, sind aber vollgepackt mit Sicherheitstechnologie.

Produkt-Beispiel: Die John Doe Maverick XTM Jeansjacke ist hier der Maßstab.

Der Hoodie

Beschreibung: Der Hoodie ist das ultimative Statement für den urbanen "Stealth"-Look. Von außen ein bequemer Kapuzenpullover, verbirgt er im Inneren meist ein komplettes Aramid-Innenfutter und flexible Protektoren.

Produkt-Beispiel: Die Richa Titan Core ist ein exzellentes Beispiel.

Die Collegejacke

Beschreibung: Ein Style, der nie aus der Mode kommt. Angelehnt an klassische amerikanische College- und Fliegerjacken, bieten diese Motorradjacken einen sportlich-eleganten Look.

Produkt-Beispiel: Die Blauer College Textiljacke ist die perfekte Interpretation dieses Stils.

Klassische Textiljacken

Beschreibung: Diese Kategorie umfasst Jacken, die sich an zeitlosen Designs aus Materialien wie gewachster Baumwolle (Waxed Cotton) oder modernen Softshell-Stoffen orientieren.

  • Rokker Black Jakket Textiljacke: Rokker steht für Premium-Qualität und Style.
  • Acerbis AC50 No-Wind Textiljacke: Diese Jacke zeigt die moderne, funktionale Seite des Freizeit-Looks.

Wichtige Fragen und Antworten

  1. Ist ein Motorrad-Hoodie sicher?

    Ja, wenn es sich um einen zertifizierten Motorrad-Hoodie handelt. Diese verfügen über ein abriebfestes Innenfutter (z.B. Aramid) und CE-geprüfte Protektoren.

  2. Kann ich einfach meine normale Jeansjacke zum Motorradfahren anziehen?

    Davon wird dringend abgeraten. Normaler Jeansstoff hat eine extrem geringe Abriebfestigkeit.

  3. Was bedeutet die Zertifizierung "Klasse A"?

    Klasse A ist die Basiszertifizierung nach EN 17092. Sie bietet einen geprüften Schutz, der für den Stadtverkehr und niedrigere Geschwindigkeiten ausgelegt ist.

  4. Sind diese Jacken wasserdicht?

    Das ist sehr unterschiedlich. Viele sind als reine Schönwetter-Jacken konzipiert. Einige Modelle verfügen jedoch über integrierte wasserdichte Membranen oder wind- und wasserabweisende Beschichtungen.

  5. Schwitzt man in diesen Jacken sehr?

    Bei den meisten hochwertigen Urban-Jacken: kaum.

  6. Wie muss eine Motorradjacke im Freizeit-Look sitzen?

    Sie sollte lässig und bequem sitzen, aber nicht zu weit sein.

  7. Welche Protektoren sind enthalten?

    Die meisten Modelle werden mit Schulter- und Ellenbogenprotektoren geliefert und haben eine Tasche zur Nachrüstung eines Rückenprotektors.

  8. Kann man die Protektoren herausnehmen?

    Ja, bei allen Modellen sind die Protektoren entnehmbar.

  9. Eignen sich diese Jacken für die Rennstrecke?

    Obwohl sie sicher sind, sind sie dafür nicht ideal.

Produkttest: Motorrad-Blousons im Detail

Während Mario Simmel gelegentlich auf Kaviar verzichten konnte, kommt der pragmatisch veranlagte Biker zu dem Schluss, dass es nicht immer Kevlar oder Leder sein muss.

Denn, unter uns gesagt, so unbestritten sinnvoll eine komplette Schutzkleidung auf der engagiert angegangenen Ausfahrt oder gar auf dem Kringel ist, so unbequem und fehl am Platz ist sie beim Stadtbummel oder dem Kurztrip zur Eisdiele.

Und da der Einsatz des Motorrads nicht als Sportgerät, sondern als schlichtes Transportmittel in der Praxis so selten gar nicht vorkommt, steht man unvermittelt vor einem der Damenwelt nicht unbekannten Problem: Ich weiß gar nicht, was ich anziehen soll!

Bei der Bestellung der Testmuster wurde explizit darauf hingewiesen, dass diese, sofern nicht von Haus aus mit Ellbogen-, Schulter- und Rückenprotektoren versehen, entsprechend nachgerüstet werden sollten.

Ellbogen- und Schulterschützer waren bei allen Probanden vorhanden, beim Rücken war die Lage etwas unübersichtlicher.

Und jetzt kommt der Zeitpunkt, um mit einem großen Missverständnis aufzuräumen:

Ein Protektor darf sich dann Protektor nennen, wenn er mit einem Prüfsiegel versehen ist, aus dem seine technischen Daten hervorgehen.

Daran lässt sich ablesen, für welchen Zweck, welche Einbaulage und Größe er geeignet ist und nach welcher Norm er geprüft wurde. Sonst ist es bestenfalls ein Wirbelsäulenwärmer.

Von der Nachrüstmöglichkeit machten Alpinestars, Louis und Spidi Gebrauch, und legten zertifizierte Stoßfänger bei. Die anderen Anbieter vertrauten auf das, was sich ab Konfek-tionär in der entsprechenden Tasche befand.

Das ist zumeist ein Schaumstoff- oder Moosgummiteil mit der Schutzwirkung NULLKOMMANULL.

Kleines Beispiel gefällig? Während bei den Protektoren beim Aufschlag des Prüfgewichts aus einem Meter Höhe kein Wert über 20 kN lag, kam ein zum Vergleich herangezogenes Moosgummi-Inlet bei einer Fallhöhe aus 15 Zentimetern (!!) bereits auf stramme 28,7 kN und war danach kaputt.

Das heißt, wenn nicht sonnenklar ist, was in der Rückentasche steckt, nachfragen, im Zweifelsfall auspacken. Die Schulter- und Ellbogenprotektoren waren kein Problem, alle Testmuster hatten geprüfte Stoßfänger in den entsprechenden Taschen.

Alle Testmuster wurden in Größe 52 geordert, um so erstaunlicher waren die Unterschiede. Die Spidi-Jacke ging fast als kurzarm und nabelfrei durch, während die Modelle von Alpinestars oder KTM doch eher luftig saßen.

Wer im Shop einkauft, hat damit kein Problem, er greift sich einfach die nächste Größe. Der Versandkunde hingegen muss im Nicht-passen-Fall zurückschicken und warten.

Die Beurteilung der Passform ist generell ein heikles Thema, da jeder Mensch anders gebaut ist. Der Autor beispielsweise besitzt offensichtlich überdurchschnittlich lange Arme, weswegen ihm viele Ärmel etwas kurz erscheinen, während Länge und Umfang des Rumpfes hervorragend mit besagter Größe konvenieren.

Alle Blousons wurden der Vergleichbarkeit wegen und den Temperaturen zum Trotz in vollem Ornat gefahren, das heißt mit Innenfutter und eventuell vorhandener Membran.

Gefahren wurde mit einer Aprilia RSV4 auf stets derselben, rund 20 Kilometer langen Runde mit engen und weiten Landstraßenabschnitten sowie einer unlimitierten Autobahnetappe.

Der Kritiker mag einwerfen, dass das Innenfutter die Wirkung einer eventuell vorhandenen Belüftung negativ beeinflusst, die Flatterneigung bzw. Nichtflatterneigung bei hohem Tempo und vor allem die Passform profitieren aber in gleichem Maße davon.

Und das hat auch einen Grund: Ein Protektor kann seine Wirkung nur dann entfalten, wenn er im Falle des Falles an der vorgesehenen Stelle verbleibt.

Deshalb ist es wichtig, die Jacke zu fixieren. Da ein enger Schnitt allein nicht ausreicht, muss nachgeholfen werden.

Üblicherweise geschieht das mit stufenlos verstellbaren Klettbändern oder Druckknöpfen. Der Vorteil des Klettbands ist die stufenlose Einstellmöglichkeit, der Druckknopf punktet wiederum in der Dauerhaltbarkeit.

Um das Hochrutschen der Jacke zu verhindern, haben viele Modelle Verbindungsreißverschlüsse. Üblicherweise ist die eine Seite an der Jacke, die zweite, dazu passende findet sich an den Hosen desselben Anbieters.

Einige Anbieter denken weiter und liefern den kompletten Reißverschluss. Der zweite Part lässt sich dann am eigenen Beinkleid annähen. Noch praktischer denkt zum Beispiel Spidi: Da gibt es zusätzlich zum Reißverschluss eine Öse mit Druckknopf, die sich problemlos in eine Gürtelschlaufe der Hose einfädeln lässt.

Da in unseren Breitengraden gelegentlich mit Wasser von oben gerechnet werden muss, sind alle Jacken mit wasserdichten Membranen versehen, deren Funktion nicht überprüft wurde.

Aus der Praxis weiß man aber, dass ein dicht abschließender Kragen für trockenes Ankommen ebenso wichtig ist, denn wenn die Brühe von oben reinläuft, dann nützt auch die beste Membran nichts mehr. Diesbezüglich sehen die Probanden von Dane, Hein Gericke, Held, IXS, KTM und Louis Streetfighter nicht so gut aus, wobei Letztere durch wasserdichte Inlays in den Außentaschen immerhin eine trockene Ankunft des Inhalts verspricht.

Viele Taschen sind zwar gut, aber bei eng anliegendem Schnitt lassen sie sich kaum ordentlich befüllen, ohne zu drücken. Aber für den Geldbeutel, um die coppi di gelato bezahlen zu können, reicht der Platz immer.

Und wenn der anschließende Stadtbummel zur Schnäppchenjagd ausartet, hilft Kaviar zwar immer noch nicht, vielmehr helfen dann die Kreditkarte und ein möglichst großer Rucksack durch den Tag.

Testergebnisse im Überblick

Im Folgenden werden einige der getesteten Blousons kurz vorgestellt:

Alpinestars Drystar

Vom Schnitt ist die Drystar eher Uniformjacke denn Blouson. Der hohe Kragen schützt vor Zugluft, die Ärmel könnten einen Tick länger sein. Schöne Haptik und gute Verarbeitung, aber fummeliger Hauptreißverschluss. Der Level 1-Rückenprotektor kostet 39,95 Euro Aufpreis und bleibt wie die anderen Schützer bei den Restkraftwerten locker in der Norm. Auf der Autobahn flattern die Arme, die Belüftung ist kaum spürbar. Hoher Tragekomfort dank luftigem Schnitt.

Büse

Sehr angenehmer Schnitt, sitzt satt, aber nicht zu eng, lange Ärmel. Die Belüftung ist kaum spürbar, dafür zieht‘s leicht in den Nacken. Kein Flattern, kein Aufblasen bei hohem Tempo. Reißverschlüsse (RV) dank Bändern an den Zippern gut zu greifen, aber größtenteils schwergängig. Protektoren mit durchweg guten Schlagdämpfungswerten. Gute Verarbeitung und angenehme Haptik, besonders des Innenfutters. Leicht unangenehmer Plastikgeruch.

Strandby

Wie der Name schon suggeriert, ist die Strandby eine reine Sommerjacke. Selbst mit dem für 69 Euro Aufpreis erhältlichen Innenfutter wirkt die Jacke sehr weich und labil. Vertrauen in die Schutzwirkung kommt nicht auf, trotz Protektoren. Dafür ist das Innenklima dank des luftdurch-lässigen Stoffes zumindest bei Hitze sehr angenehm. Aber wehe die Sonne verschwindet. Ist im ganzen Testfeld ganz klar am meisten Blouson und am wenigsten Motorradjacke.

Tallinn

Auch die Tallinn sollte man lieber eine Nummer größer ordern, denn sie fällt sehr klein aus. Die Ärmel sind zwar kurz, dafür relativ weit geschnitten. Ein Rückenprotektor ist nachrüstbar, die vorhandenen Schützer liegen mit ihren Werten im Mittelfeld. Mit seitlichem Stretch und Gummizug in der Taille kann die Jacke dem Träger angepasst werden. Ein umlaufender RV für die Innenjacke sowie ein langer Verbindungs-RV und verschließbare Lüftungsschlitze an Schulter und Rücken runden die Ausstattung ab.

Hein Gericke PSX-Jacke

Gegen einen Aufpreis von 19,95 Euro gibt‘s die PSX-Jacke auch mit Rückenprotektor. Alle Schützer liegen in der Spitzengruppe. Dafür ist die Taille hoch, der Kragen tief geschnitten und die Arme fallen arg kurz aus. So ist zumindest für die Belüftung von Hals und Nieren gesorgt. Die RVs der Außentaschen öffnen gleichzeitig die Lüftung. So bleiben für Transportgut im Sommer nur die beiden Innentaschen. Dafür gibt es einen langen Verbindungs-RV und zusätzliche, martialisch wirkende Außenprotektoren an den Schultern.

Held Faith

Insgesamt 6 Taschen, jeweils 3 davon in der Außenjacke und in der Innenweste, bietet die Faith. Wie die Jacke selbst fallen diese aber recht klein aus. Die Belüftung funktioniert gut, der Stoff fasst sich angenehm an. Ein Rückenprotektor kann nachgerüstet werden, die Pendants an Schulter und Ellbogen landen im Hinterfeld.

IXS Akasha

Der Akasha-Blouson fällt sehr klein aus, das ist schlecht für die Bewegungsfreiheit und gut für flatterfreien Sitz. Die Belüftung durch RVs im Achselbereich ist kaum spürbar. Schulter- und Ellbogenprotektoren sind im vorderen Mittelfeld zu finden. In der riesigen Rückentasche täuscht eine Moosgummimatte Sicherheit vor, selbst ein zertifizierter Schutz lässt sich dort nicht verrutschsicher unterbringen. Die übrige Materialanmutung sowie die Verarbeitung sind gut. Am Kragen mühen sich gleich zwei Klettstreifen um zugfreien Sitz.

Kawasaki

Paradox ist, wenn die Jacke der Grünen, deren Hauptbestandteil Schwarz ist, die Farbbezeichnung Weiß trägt. Das ist jedoch kein Grund zum Rot sehen, eher schon der ungesunde Plastikgeruch. Schulter und Ellbogen-Protektor liegen mit ihren Werten im Mittelfeld, der Rückenschutz liegt mit dem Mittelwert knapp über dem Erlaubten. Ab zirka 130 km/h bläst sich die Jacke auf und beginnt zu flattern, auch bei niedrigerem Tempo trägt sie sich luftig.

KTM

Das Leibchen aus Österreich ist recht weit geschnitten und fühlt sich plastikhaft an. Ab zirka 100 km/h pumpt sich die Jacke förmlich auf, man fühlt sich als trüge man eine Ganzkörper-Blutdruckmanschette. Das muss man mögen. Eine Belüftung ist nicht spürbar.

Probiker PR-10

Für knapp 200 Euro bietet die Probiker PR-10 einiges: zusätzlichen Lederbesatz an sturzgefährdeten Stellen, zwei Außentaschen mit wasserdichten Hüllen, eine Handytasche innen sowie dichte Hals- und Armabschlüsse. Der Rückenprotektor kostet 17,95 Euro Aufpreis. Die Schlagdämpfungswerte aller Absorber liegen im Spitzenfeld.

Louis Streetfighter

Die Ausstattung der Streetfighter ist überschaubar. Die Taille ist kurz geschnitten, die Ärmel lang und nicht zu eng. Die Brutalo-Optik ist Geschmackssache, aber keinem der Tester gefiel die Unart der Streetfighter, sich bei Tempi ab 60 km/h förmlich an den Körper anzusaugen. Dafür weiß man jetzt, wie sich eingeschweißte und vakumierte Lebensmittel fühlen müssen. Wie bei der Probiker PR-10 gibt es einen wirksamen Rückenprotektor für 17,95 Euro. Die Streetfighter hat zwei winzige Belüftungsöffnungen, eine Wirkung ist aber nicht zu spüren.

Polo T 16

Gleich in vier Farben (Rot, Blau, Grau, Grün) gibt‘s die T 16, aber nicht jede Farbe in jeder Größe, also obacht. Ein Rückenprotektor kann nachgerüstet werden. Die Jacke ist eng geschnitten. Bei eingebautem Innenfutter kommt man nicht mehr an die Innentasche, die beiden Außentaschen fallen klein aus. Dafür kann die Belüftung überzeugen und dank insgesamt sechs RVs auch reguliert werden. In der Taille sorgt ein Gummizug für Passform, kann aber das Hochrutschen nicht verhindern, deswegen gibt es gleich zwei Verbindungs-RVs.

Spidi

Die Jacke fällt arg klein aus. Das heißt, sie liegt sehr eng an, flattert dadurch aber nicht und die Protektoren verrutschen im Ernstfall nicht, allerdings leidet die Bewegungsfreiheit darunter. Der Rückenschutz kostet 54,90 Euro und überzeugt mit guten Schlagdämpfungswerten. Die beiden Außentaschen fallen recht klein aus, innen gibt es nur eine weitere Tasche. Zusätzliche Belüftungen sucht man vergeblich, dafür gibt es einen Verbindungs-RV sowie einen Clip für die Gürtelöse wie bei Suzuki.

Suzuki Mash-Jacke

Durch einen speziellen Stoff wird die Mash-Jacke gut durchlüftet. Laut Prospekt soll die Jacke bei Kälte trotzdem wärmen. Der Schnitt ist eng, trotz langem Rücken rutscht die Mash bei schneller Fahrt hoch und legt die Nieren frei. Die Protektoren liegen mit ihren Dämpfungswerten im Vorderfeld. Zwei Außen- und gleich drei Innentaschen bieten Stauraum. Der Rückenprotektor trägt stark auf, und das Tragegefühl ist ziemlich plastinös. Die Ausstattung ist gut, einige Nähte sehen aber ziemlich grob aus.

Yamaha Iwata

Die nur in Schwarz lieferbare Iwata ist wegen ihrer nicht abstellbaren Belüftung eine reine Sommerjacke. Guter Schnitt mit langen Ärmeln und hoher Bewegungsfreiheit. Edle Optik, gute Verarbeitung. Die Ärmel sind lang genug und eng anliegend, der sehr enge Bund erschwert aber das Ausziehen. Auch bei hohen Geschwindigkeiten keine Flatterneigung. Enger Kragen. Schulter und Ellbogen-Protektoren erfüllen knapp die Schlagprüfungswerte, mehr aber auch nicht. Eine riesige Tasche für einen Rückenprotektor ist vorhanden.

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