Brembo Bremsanlage Motorrad Test: Umfassender Überblick

Willkommen im Blogbereich von Bikepartshop.de - deinem Ort für spannende Artikel, ausführliche Tests und aktuelle News aus der Motorradwelt. In diesem Artikel werden wir uns ausführlich mit Brembo Bremsanlagen für Motorräder beschäftigen. Brembo ist Weltmarktführer bei Bremsanlagen für Motorräder, PKW und Nutzfahrzeuge. Mit Brembo-Equipment wurden bereits über 200 Weltmeisterschaften gewonnen. Ständige Forschung und Weiterentwicklung garantieren eine bestmögliche Produktauswahl. Erweitert wurde das Angebot um ein vollständiges Programm an Hochleistungs-Bremsbelägen für den High-Performance Bereich. Dank der reichen Auswahl an Belagsmischungen ist Brembo in der Lage umfangreiche Einsatzmöglichkeiten abzudecken.

Warum Bremsbeläge von Brembo?

Durch jahrelange Erfahrung auf Rennstrecken nutzen wir unser "Know-how" für unsere Kunden. Die Bremse ist in Zusammenarbeit mit dem Fahrwerk die Maßgabe für schnelle Rundenzeiten. Bike Tech Lohmann verwendet nur ausgesuchte Komponenten, die in der Regel vorher von uns auch getestet wurden.

Welche Belagsmischungen gibt es?

Üblicherweise unterscheidet man zwischen organischen Belägen und Belägen mit Sinteranteilen. Die Verwendung dieser beiden Typen ist jedoch nicht einsatzgebunden. Es können verschiedene Bremsbelagtypen für denselben Anwendungsbereich eingesetzt werden. Eine Belagsmischung zeichnet sich durch die Bremswirkung und den Verschleiß aus:

  1. Bremswirkung: Wie stark verzögert der Bremsbelag? Die Bremswirkung wird durch den mittleren Reibwert und die Reibwertkonsistenz bei den wichtigsten Größen, welche den Bremsvorgang bestimmen (Geschwindigkeit, Verzögerung, Bremstemperatur), definiert. Diese wird am Bremsprüfstand und in Fahrversuchen am Fahrzeug ermittelt.

Wie ist die Brembobelagsnummer aufgebaut?

Nun gilt es erstmal kurz zu klären wie die Brembobelagsnummer aufgebaut ist. 99% der Brembobeläge sind haben 8 Stellen - Bsp 07HO59SAPosition:

  • 1-2 "07" = Brembo - Katalognummer (für uns nur der Hinweis dass es sich bei dem Produkt um ein Bremsbelag handelt
  • Position 3-4 "HO" = Herstellernummer, in diesem Fall Honda - ist aber meist schon überholt da teilweise Hondabeläge auch Modellübergreifend verwendet werden können
  • Position 5-6 "59" = willkürliche fortlaufende Nummer um die Beläge zu unterscheiden
  • Position 7-8 "SA" = hier verbirgt sich die eigentliche Mischung des Belags. Dabei sind Buchstabenkombinationen und Zahlen zu unterscheiden.

Organische Mischungen

Organische Mischungen bestehen hauptsächlich aus Harz als Bindemittel, Metallen, Schmierstoffen und Schleifmitteln. In diesem Fall wird der Reibwert durch die Metalle und Harze erzeugt, während die Schmierstoffe und Schleifmittel zur Bremsstabilität und dem Sauberhalten bzw. zur Reinigung der Bremsscheiben beitragen. Je nach Einsatzgebiet werden die organischen Beläge abgestimmt.

Sintermischungen

Sinter ist ein Gestein, das durch allmähliche mineralische Ablagerung entsteht. Sintermischungen bestehen aus Metallanteilen, die mit Schmierstoffen und Schleifmitteln vermischt und bei hohen Temperaturen miteinander verpresst werden. Die Mischung wird während der Sinterung ohne Verwendung von Klebstoffen auf einer Trägerplatte mit der gewünschten Form fixiert. Die Metallanteile bestimmen den Reibungwert des Bremsbelags, die Schmierstoffe tragen zur Bremsstabilität bei und die Schleifmittel halten die Bremsscheiben sauber.

Carbon-Keramik (CC + Beläge mit den Endungen 10 bis 49)

Evolution der organischen Mischung mit höherem Carbonanteil (Kohlenstoffanteil). Hohe Kilometerleistung, gute Bremsleistungen sowohl bei hohen als auch bei niedrigen Betriebstemperaturen, auf trockener und auf nasser Straße, zeichnen dieses Reibmaterial aus.

  • SA: Sintermischung spezifisch für die Vorderradbremse, zeichnet sich durch hervorragende Effizienz unter allen Einsatzbedingungen aus. Optimale Alternative zu den original Bremsbelägen. Die Beläge weisen sowohl bei Hitze als auch bei Kälte stets einen konstanten Reibkoeffizienten aus. Hohe Leistungsfähigkeit auch bei Nässe.
  • SP: Sintermischung, spezifisch für die Hinterradbremse, konstante Bremsleistung unter allen Einsatzbedingungen. Der Belag weist sowohl bei Hitze als auch bei Kälte stets einen konstanten Reibkoeffizenten aus. Hohe Leistungsfähigkeit auch bei Nässe.

Racing-Bremsbeläge (RC und SC)

Diese Brembo Bremsbeläge wurden entwickelt, um den Piloten außerordentlich hohe Bremsleistungen zu bieten. Hauptvorzüge sind der hohe Reibwert und die Bremsstabilität vor allem bei heißen Bremsscheiben. Diese Eigenschaften gewährleisten eine exzellente und gleichmäßig hohe Bremsleistung ohne Auftreten des Fadingeffekts.

  • RC: Mischung ausschließlich für den Racingeinsatz also ohne ABE. Reiner organischer Racingbelag für die Rennstrecke. Ideal für alle Arten von Motorradrennen. Exzellenter Reibwert bei bereits warmgebremsten Bremsscheiben und vor allem hervorragende Bremsstabilität bei hohen Bremstemperaturen garantieren konstante Bremsleistungen über die gesamte Renndistanz. Das Geheimnis liegt in der speziellen organischen Mischung mit relativ weichem Material - da nur dieses ein Zupacken mit besten Bremswerten garantiert.
  • SC: Sintermischung für Racing/Road-Einsatz für vorn aber auch ohne ABE wie der RC Belag mit hohem Reibwert bei hohen Temperaturen. Material mit hoher Bremsstabilität unter allen Einsatzbedingungen. Laut Brembokatalog: Dank gutem Kaltreibwert auch für den Straßeneinsatz geeignet, aber Vorsicht - der Belag weist keine KBA Nummer auf, hat also keine ABE.

Offroad-Bremsbeläge (SX, SD, TT)

Diese Materialien wurden entwickelt, um maximale Effizienz bei wechselnden Einsatzbedingungen im Gelände zu garantieren, also bei niedrigen wie bei hohen Betriebstemperaturen sowie unter besonderen Einsatzbedingungen (Wasser, Schlamm, Sand), wenn häufig mit kalten Bremsscheiben gebremst wird.

  • SX: Sinter-Offroad und Supermotardbelag. Sehr aggressiver und temperaturresistenter Belag, empfohlen für Motocross und Supermotard.
  • SD: Sinter-Offroad. Gute Bremswirkung und Stabilität unter allen Einsatzbedingungen. Hohe Verschleißfestigkeit auch bei Einsatz im Sand, Wasser und Schlamm.
  • TT Carbon-Keramik: Belagsmischung mit Metallanteilen (hoher Kohlenstoffanteil), auch für den Off-Road-Einsatz geeignet. Dieser Belag mit hervorragenden Dosiereigenschaften zeichnet sich durch eine hohe Lebensdauer und gute Kälte-, Hitze-, Trocken- und Nässeeigenschaften aus. Besonders effizient in Situationen mit schlechter Bodenhaftung, wo es auf eine gute Dosierbarkeit ankommt. Darüber hinaus ist es auf der Bremsscheibe weniger aggressiv, hält länger und eignet sich sowohl für Scheiben aus Stahl als auch für Gußscheiben.

Welcher Brembo Bremsbelag ist optimal für mich?

Welche Belagmischung man auswählen soll, ist nicht immer ganz einfach zu entscheiden. Grundsätzlich muss man zwischen 4 Faktoren abwägen: Leistung, Kontrolle, Haltbarkeit und Kosten. Für Fahrer, die Ihr Fahrzeug eher praktisch nutzen, um etwa in die Arbeit zu fahren, eignen sich die organischen Mischungen am besten, da diese günstig in der Anschaffung und schonend für die Bremsscheibe sind. Auch für klassische Fahrzeuge ist eine organische Mischung zu empfehlen, da diese damals meistens als Standardbelag eingesetzt wurden. Diese Belagmischungen haben bei Brembo die Endung CC bzw. die Endziffern von 01 bis 49. Eine sensationelle Performanz bieteten diese Mischungen in Kombination mit Guss-Bremsscheiben.

Bei enthusiastischen und ambitionierten Fahrern, die gerne dynamisch Fahren, ist ein gesinterter Belag, der einen höheren Reibwert und somit eine höherer Bremsleistung hat, sehr beliebt. Diese Mischung ist mittlerweile auch bei fast allen Motorradherstellern als Erstausrüstungsbelag verbaut. Diese Beläge haben trotz Ihrer hervorragenden Bremseigenschaften auch eine lange Lebensdauer zu einem verbraucherfreundlichen Preis. Diese Mischungen haben die Endung mit der Ziffer 51-99, SA, LA und SP. Die Mischung „SP“ ist eigens für die hintere Bremsanlage entwickelt worden.

Für Abenteurer, die es fern abseits der Straße treibt, hat Brembo die Mischungen SX, SD und TT anzubieten. SX ist eigens für Off-Road-Rennen sowie Super-Motard. Diese Sintermischung bietet die beste Performance aus der Sparte. Für den herkömmlichen Off-Road-Fahrer wurde die SD-Mischung konzipiert. Diese ist ebenfalls gesintert, jedoch etwas umgänglicher in der Handhabung. Die organische TT-Mischung bietet die höchste Kontrolle zu dem besten Preis. Im Vergleich zu den beiden anderen muss man allerdings etwas an Leistung einbüßen.

Zu guter Letzt, kommen wir zu den Waghalsigen und Tollkühnen - Zu den Rennfahrern. Für diese besondere Gattung an Mensch hat Brembo, im Amateur-Sektor, die Mischungen RC und SC im Repertoire. Zu erkennen an den gleichnamigen Endungen in der Artikelnummer. Diese Mischungen sind nur für die Rennstecke geeignet und haben somit auch keine KBA-Nummer. Mit dieser brachialen Verzögerung muss man umgehen können. Die gesinterte SC-Mischung ist ein guter Kompromiss für Einsteiger ins Renngeschehen. Diese hat genug Leistung bei moderater Handhabung, um erste Erfahrungen zu sammeln. Aufgrund der Sinteranteile, tritt die Bremswirkung bereits bei niedrigen Temperaturen ein und verzeiht somit kleine Fahrfehler. Die organische RC-Mischung ist die erste Wahl für jeden Hobby-Rennfahrer. Diese entfaltet ihre höchste Bremswirkung bei hohen Temperaturen und ermöglicht somit eine exzellente Bremsleistung im Extrembereich. Ein Muss sind warmgebremste Bremsscheiben um die volle Bremskraft zu nutzen und den Bremspunkt hinauszuzögern.

Die funktionellen Unterschiede zwischen den verschiedenen Mischungen stellen sich in Grafiken als Reibwert im Verhältnis zur Betriebstemperatur dar. Die Mischung RC (normale Bremstemperatur bis ca. 450 grad) besitzt einen sehr hohen Reibwert bei hohen Betriebstemperaturen, während die Mischungen für den Straßeneinsatz (beispielsweise SA) sich am besten zum Einsatz bei niederen / Mittleren Temperaturen (ca. Das bedeutet, dass diese Sintermischungen, falls diese auf der Rennstrecke eingesetzt und damit über Gebühr beansprucht werden, von starkem Fading (Reibungsverlust) betroffen sind und oberhalb einer gewissen Temperatur zunehmend an Bremswirkung einbüßen. Umgekehrt kann sich beim Einsatz von Racing-Belägen auf der Straße kein hoher Reibwert aufbauen, wodurch sich der Bremsweg verlängert. Die mittleren Mischungen stellen stets einen Kompromiss für die beschriebenen Situationen dar.

Wie fahre ich die Beläge optimal ein?

Alle Mischungen erfordern sorgfältiges Einfahren. Dies gilt besonders für die Racingmischungen. Dieser Vorgang besteht aus mehreren Bremsmanövern mit leichtem Druck sowie Kühlphasen zwischen den einzelnen Bremsmanövern. Auf diese Weise wird ein korrekter thermischer Erwärmungs- und Abkühlungszyklus der Bremsanlage durchgeführt.

Brembo im Motorsport

Die Bremsanlagen von Brembo sind sowohl in der MotoGP als auch in der Superbike-WM die Benchmark. In der MotoGP rüsten die Italiener alle Teams mit Material aus. In der Superbike-WM ist Brembo ebenfalls stark vertreten.

Kawasaki Z900 SE mit Brembo-Bremsanlage

Neben der bereits vorgestellten Kawasaki Z900RS SE bietet Kawasaki nun auch die Z900 als SE-Variante auf dem deutschen Markt an. Die Z900 ist bereits seit ihrem Erscheinen der Bestseller der Japaner mit der Vorliebe für alles, was grün ist. Die Z900 SE bleibt dem Konzept der Standardausführung treu und behält das aggressive Z-Sugomi-Design bei. Darüber hinaus verfügt sie über eine Brembo-Bremsanlage und Federungskomponenten von Öhlins. Diese sollen für bessere Handling-Eigenschaften sowie mehr Kontrolle und Fahrspaß sorgen.

Die vorderen 300-mm-Brembo-Scheiben, die radial montierten Monoblock-Bremssättel M4.32, eine Nissin-Radialpumpe und Stahlflexleitungen sorgen darüber hinaus laut Kawasaki für eine höhere Bremsleistung gegenüber dem Basismodell.

Technische Daten im Vergleich: Kawasaki Z900 vs. Z900 SE

Merkmal Kawasaki Z900 2020 Kawasaki Z900 SE 2021
Motor Vierzylinder, flüssigkeitsgekühlt, vier Ventile pro Zylinder Vierzylinder, flüssigkeitsgekühlt, vier Ventile pro Zylinder
Hubraum 948 ccm 948 ccm
Leistung 125 PS (92 kW) bei 9.500 U/min 125 PS (92 kW) bei 9.500 U/min
Drehmoment 98 Nm bei 7.700 U/min 98 Nm
Bremsen vorn Halbschwimmende 300-mm-Doppelscheibenbremsen, Vierkolben-Bremssättel Schwimmend gelagerte 300-mm-Doppelscheibenbremse, Vierkolben-Bremssättel, radial montiert
Preis (ab Werk) 10.295 € zzgl. Nebenkosten 11.345 €

Brembo Bremsen bei Kawasaki Ninja H2R und H2

Wie bremst man das stärkste, jemals gebaute Serienmotorrad? Kawasaki Ingenieure wandten sich mit dieser Herausforderung an Brembo. Es galt, die 2015 Ninja H2R, eine reine Rennmaschine mit Kompressormotor und 300 PS und gleichzeitig die straßentaugliche Schwester Ninja H2 mit den besten Bremsen auszustatten.

Das gesamte Bremssystem wurde daraufhin eigens für die H2R und H2 konzipiert. Es enthält ein neues gesintertes Belagmaterial, BRM 11G, das in Zusammenarbeit mit Kawasaki für dieses Projekt entwickelt wurde. Die Bremsanlage am Vorderrad verwendet den berühmten, im Rennsport erprobten M50-Bremssattel und einen leistungsstarken 16/21 Radialhauptbremszylinder. Der entsprechende Bremshebel wurde eigens für diese Maschine konzipiert.

Brembo und Suzuki Concept-Bike

Brembo Bremskomponenten und Anlagen werden auf der EICMA auch bei dem Concept-Bike von Suzuki präsentiert. Im Vorderrad des Suzuki Recursion 588 cc Concept-Bike mit Turbomotor ist ein Concept-Bremssattel von Brembo verbaut. Die Gruppe besteht aus einem 6-Kolben-Festsattel, vier Belägen und zwei unabhängigen Schaltkreisen. Zwei Kolben mit 26 mm Durchmesser am vorderen Bremssattel werden durch den hinteren Hauptbremszylinder gesteuert, der gleichzeitig auf den hinteren Bremssattel einwirkt, während das andere Doppelkolbenpaar mit 32 mm Durchmesser am Vorderrad vom vorderen Hauptbremszylinder aktiviert wird.

Die Entscheidung für Brembo als Design-Partner und Lieferant der Bremsanlage für diese zwei äußerst innovativen Projekte zeigt die immer intensivere Beziehung des italienischen Unternehmens mit Japans führenden Motorradherstellern in der Belieferung mit OE-Teilen.

Test: Sintermetall-Bremsbeläge für Suzuki Bandit 650 ABS

Welche Sintermetall-Bremsbeläge bringen den Bestseller Suzuki Bandit 650 ABS am besten zum Stehen? MOTORRAD ließ acht Zubehör-Beläge gegen die Original-Stopper antreten.

Zu den wenigen Kritikpunkten der mit tollen Allround-Qualitäten überzeugenden 650er gehören die Bremsen. Zwar ist sie mit ABS ausgestattet, doch bemängeln die Tester einen teigigen Druckpunkt und ein nur durchschnittliches Bremsverhalten.

MOTORRAD besorgte sich gesinterte Nachrüstbremsbeläge von AP-Racing, Brembo, Carbone Lorraine, EBC, Ferodo, Goldfren, Lucas und Saito, um zu überprüfen, ob die Zubehörstopper nicht vielleicht doch ein wenig mehr Bremsleistung aus der Bandit herauskitzeln können als die Originalteile.

Fazit: Mit den meisten Zubehörbremsbelägen verzögert die Bandit einen Tick besser als mit den Original-Stoppern - nicht extrem, aber spürbar. Wesentlich größer ist der Gewinn, im wörtlichen Sinn, beim Kaufpreis. Im Vergleich zu den mit Abstand am teuersten Suzuki-Belägen spart man bei allen Zubehörfabrikaten deutlich. Wem der Preis das Wichtigste ist, der greift zu den supergünstigen Saito-Belägen von Louis. Rein nach den Funktionskriterien ist man mit den Produkten von Brembo und EBC am besten bedient.

Die Testergebnisse der einzelnen Bremsbeläge im Überblick:

  • Saito: Gut zu dosieren; gutes Fadingverhalten, Vergleichsweise hohe Handkräfte; spürbar verzögertes Ansprechverhalten bei Nässe
  • Lucas: Geringe Handkräfte; gute Bremswirkung in warmem Zustand; gutes Fadingverhalten, Viel zu geringe Anfangsbelagstärke
  • Goldfren: Gut zu dosieren; ausreichend Anfangsbelagstärke vorhanden, Vergleichsweise hohe Handkräfte; spürbar verzögertes Ansprechverhalten bei Nässe
  • Ferodo: Gute Dosierbarkeit; geringe Handkräfte; in kaltem und warmem Zustand gute Funktionswerte; gutes Fadingverhalten, Spürbar verzögertes Ansprechverhalten bei Nässe
  • EBC: Gute Dosierbarkeit und geringe Handkräfte; gute Bremswirkung in kaltem und warmem Zustand; sehr gutes Fadingverhalten; gutes Ansprechverhalten und Wirkung bei Nässe
  • Brembo: Mit Abstand bestes Ansprechverhalten im Testfeld; fester Druckpunkt; gute Dosierbarkeit; geringe Handkräfte; gute Bremswirkung bei Trockenheit und Nässe, Geringe Anfangsbelagstärke
  • Carbone Lorraine: Sehr gute Dosierbarkeit; sehr gutes Fadingverhalten; größte Anfangsbelagstärke im Vergleich
  • AP-Racing: Geringe Handkräfte; in warmem Zustand gute Bremswirkung; gutes Fadingverhalten; gute Bremswirkung bei Nässe, Viel zu geringe Anfangsbelagstärke

Fazit des Tests: Die Unterschiede zwischen den Kandidaten halten sich bei diesem Test in überschaubaren Grenzen. Etwas abgeschlagen landen die Beläge von Suzuki, Goldfren und Saito auf den hinteren Rängen. Sie leisten sich zwar keine frappierenden Schwächen, erzielen aber nur durchschnittliche Funktionswerte. Im Mittelfeld tummeln sich Ferodo, AP-Racing und Lucas - Letztere zwei verlieren im Kriterium »Belagstärke« reichlich Punkte. Ganz vorn finden sich EBC, Brembo und Carbone Lorraine nahezu gleichauf - jedoch mit unterschiedlichen Stärken. So überzeugt der Testsieger EBC vor allem durch sein sehr gutes Fadingverhalten und seine auch ansonsten gleichmäßig guten Werte in allen anderen Kriterien.

Brembo als "Best Brand" ausgezeichnet

Brembos Entwicklungsarbeit wird dabei durch mehr als 40 Jahre Erfahrung in den weltweit wichtigsten Disziplinen des Motorsports unterstützt: in der Formel 1, der MotoGP, der Superbike-WM, dem 24 Stunden-Rennen von Le Mans und der World Rallye Championship.

Bereits achtmal belegte Brembo den ersten Platz bei „Auto Motor und Sport“, einer der renommiertesten deutschen Zeitschriften für Serienfahrzeuge und Motorsport. Weiterhin gewann Brembo 2017 auch zum neunten Mal in Folge die „Best Brand“ Auszeichnung von den Lesern der Zeitschrift „PS“ in der Kategorie als Hersteller von Bremsbelägen. Und zu guter Letzt errang Brembo als bester Bremssystemhersteller auch noch bei den Lesern von „Autobild“ mit 64 Prozent Zustimmung zum sechsten Mal in Folge das Prädikat „Best Brand“ 2017.

ADAC Test: Vergleich von Bremsscheiben und -belägen

Susanne E. Wenn Bremsbeläge und Bremsscheiben zu wechseln sind, wird das meist recht teuer. Doch muss es immer das Original-Ersatzteil sein? Oder taugen auch Alternativen aus dem Zubehörhandel? Der ADAC hat es 2021 getestet.

Der ADAC hat fünf Bremssysteme, also jeweils vier Scheiben mit Belägen, in einem VW Golf 7 mit dem VW-Original-Ersatzteil in den Kategorien Sicherheit und Lebensdauer sowie unter Umweltaspekten verglichen.

Im Test:

  • Das Erstausrüsterprodukt von VW
  • Zwei Sportbremsen von Brembo und Zimmermann
  • Eine bremsstaubreduzierende Bremse von ATE
  • Eine günstige Markenbremse von Bosch
  • Eine preisorientierte Budgetbremse von Ridex

Das Ergebnis: Die Markenprodukte aus dem Zubehörhandel - alle erfüllen die europaweite Norm UN-R 90 - haben im ADAC Test mit dem Urteil "gut" überzeugt und lagen auf Augenhöhe mit den deutlich teureren Originalteilen des Autoherstellers (nur das Billigangebot von Ridex war lediglich "befriedigend"). Gute Qualität muss also nicht immer teuer sein.

Testergebnisse im Detail:

  • ATE-Ceramic-Bremse: Überzeugt mit Bestwerten beim Reibwert und geringem Verschleiß.
  • VW-Bremse: Hohe Bremsleistung, aber hoher Verschleiß.
  • Brembo Xtra-Line: Höchste Bremsleistung, aber hoher Verschleiß und temperaturbedingter Abfall des Reibverhaltens (Fading).
  • Zimmermann: Befriedigendes Bremsverhalten, moderater Verschleiß.
  • Bosch: Knapp gute Bremsleistung, geringe Verschleißwerte, aber Rissbildung in der Belagmatrix.
  • Ridex: Unterdurchschnittlicher Reibwert, aber vorbildlich bei Verschleiß und Staubemissionen.

Neue Monoblock-Bremse Brembo Hypure

Die neue Monoblock-Bremse ist leichter und soll die neuen Hyper-Bikes einbremsen. Brembo gelang in den letzten Jahren ein schier unglaublicher Marketing-Schachzug. Der Bremsenbauer schaffte es mit dem M50-Sattel, dass Fahrer den Namen ihrer Bremse kannten. Dem Bremssattel "Stylema" folgt nach knapp 7 Jahren der "Hypure". Er weicht vom bisherigen symmetrischen Äußeren ab. Ab 2024 soll der neue Hypure-Sattel die Top-Modelle der Hersteller verzieren und verzögern.

Technisch bleibt Brembo beim Hypure der eigenen Technik treu. Der neue Monoblock-Sattel hat 4 Bremskolben aus Aluminium mit je 30 Millimetern Durchmesser und wird zunächst nur in der Version mit 100 Millimeter Haltebohrungsabstand angeboten. Interessant und wirklich neu ist das Äußere des Alugehäuses. Wo sich die Vorgänger wie M4, M50 und Stylema optisch an Symmetrie und runde Formen hielten, hebt sich der neue Brembo Hypure davon mit kantiger Asymmetrie deutlich ab.

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