Wenn nach dem Motorradfahren die Hände schmerzen, kann dies an einem falsch eingestellten Bremshebel liegen. Ein defekter Bremshebel kann zudem gefährlich werden und sollte schnellstmöglich repariert werden. Der Bremshebel befindet sich rechts am Lenker.
Funktion des Bremshebels
Wenn der Bremshebel einwandfrei funktioniert, sorgt er dafür, dass das Motorrad nach Betätigung abgebremst oder ganz zum Stehen kommt. Dazu wird er einfach mit den Fingern nach unten gedrückt, während du die Kupplung anziehst.
Die Kraftübertragung beim Bremsen erfolgt entweder hydraulisch oder mechanisch. Im letzteren Fall wird ein spezielles Drahtseil im sogenannten Bowdenzug gezogen. Auf diese Weise kann die Zugkraft zur Bremse übertragen werden. Etwas anders funktioniert die hydraulische Bremse. Diese verfügt am Bremshebel über einen sogenannten Bremszylinder.
Wie erkenne ich einen korrekt eingestellten Bremshebel?
Um stets unfallfrei unterwegs zu sein, solltest du sichergehen, dass dein Bremshebel richtig eingestellt ist. Dazu achtest du beim Fahren einfach darauf, ob dein Unterarm zusammen mit deinen Fingern eine Gerade bildet. Auf diese Weise liegt die Hand ideal auf dem Bremshebel auf. So kannst du schnell reagieren, wenn einmal eine gefährliche Situation eintritt. Es reicht nicht aus, wenn du den Hebel nur mit den Fingerspitzen berühren kannst.
Griffwinkel beim Motorrad-Bremshebel einstellen
Wenn du zusätzlich auf Nummer sicher gehen willst, kannst du den Winkel zwischen Unterarm und Hand überprüfen. Dieser sollte flach sein und auf keinen Fall zu steil, damit du in Gefahrensituationen bestmöglich reagieren kannst.
Anleitung zum Einstellen des Bremshebels
Um den Bremshebel einzustellen, musst du nur die Klemmschrauben an den Armaturen lösen. Danach kannst du den Handhebel einfach an die für dich ideale Position bringen. Anschließend ziehst du alle Schrauben wieder fest. Zusätzlich solltest du auch den Kupplungshebel auf der anderen Seite des Lenkers kontrollieren.
Zum Schrauben wird eigentlich nur das Bordwerkzeug des Motorrades benötigt. Damit du die Schraubenköpfe nicht zerkratzt oder auf andere Weise beschädigst, wählst du dabei am besten einen Ringschlüssel in der passenden Größe.
Grundsätzlich solltest du dich erst ein wenig mit der Materie befassen, bevor du an deinem Motorrad herumschraubst. Deine Sicherheit ist stets das oberste Gebot und sollte nicht durch in Eigenregie produzierte Fehler gefährdet werden.
Was tun bei einem defekten Bremshebel?
Wenn der Bremshebel nicht mehr wie gewünscht funktioniert, lässt du dein Motorrad vorerst lieber stehen und suchst schnellstmöglich die nächste Werkstatt auf. Denn die Bremse ist ein sicherheitsrelevantes Bauteil und eines solches muss immer einwandfrei funktionieren. Wer nicht über das nötige Fachwissen verfügt, sollte auch nicht versuchen, den Bremshebel in Eigenregie zu reparieren.
Ist dein Bremshebel kaputt, missachtest du diesen Paragrafen und riskierst rechtliche Konsequenzen.
Selbstständiger Wechsel des Bremshebels
Wenn der Bremshebel defekt ist oder nicht mehr vernünftig arbeitet, sollte direkt gehandelt werden. Zunächst werden alle Schrauben gelöst. Gibt es dabei Probleme, wird Sprühöl aufgetragen. Danach säuberst du alle zugänglichen Stellen und fettest den Bolzen (nicht das Gewinde!). So kann läuft der neue Hebel problemlos. Danach setzt du den neuen Hebel einfach ein und schraubst ihn wieder fest.
Austausch des original verbauten Bremshebels
In bestimmten Fällen ist es definitiv sinnvoll, die vom Hersteller verbauten Brems- bzw. Kupplungshebel auszutauschen. Viele originale Handhebel sind nämlich nicht verstellbar, was besonders den Menschen zu Last fällt, die sehr lange oder kurze Finger haben. Um die Ergonomie deiner Maschine aufzuwerten, kannst du daher zu verstellbaren Austauschhebeln greifen. Viele original Hebel können nämlich nicht verstellt werden.
Beliebt sind die sogenannten V-Trec Brems- und Kupplungshebel. Bei diesen handelt es sich um besonders leichte und robuste, aus Aluminium gefräste Handhebel. Sie zeichnen sich durch Ergonomie, Präzision und ein sauberes Handling aus. Sowohl V-Trec als auch Mizu-Handhebel können auch während der Fahrt auf unterschiedliche Weise verstellt werden. So kannst du beispielsweise die Position anpassen oder den Hebel hochklappen.
Dadurch kannst du ihn ganz an deine Bedürfnisse anpassen. Außerdem wird besonders der Brems- bzw. Kupplungshebel von V-Trec im Falle eines Sturzes nicht so leicht beschädigt, weil er sich um 90 Grad hochklappen lässt.
Farbe des Bremshebels
Bei der Farbwahl der Bremshebel sind dir keine Grenzen gesetzt. Du kannst sie passend zu deinem restlichen Motorrad wählen oder farbliche Akzente setzen. Mittlerweile gibt es besonders von V-Trec die unterschiedlichsten Designs, sodass du deiner Fantasie freien Lauf lassen kannst.
Achte aber immer darauf, deine Sicherheit und die Ergonomie über die Optik zu stellen: Der Hebel sollte immer zuerst zu deiner Hand passen, nicht zu deinem Motorrad.
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