Brocken Biker MC Geschichte

Es gibt Themen, die mir besonders am Herzen liegen.

So um 1972 herum fängt die Geschichte der Männer an. Alle Drei kannten sich aus Ihrer Schul- und Mopedzeit.

Die großen Hubraum-Boliden auf zwei Rädern waren damals noch nicht angesagt. Sie führen die klassischen 50er. Die Dinger waren laut und schnell.

1976 mündete die Nummer dann in einen Verein unter dem Namen Bonus Lehrte. Jens berichtete, dass sie sich Bettlaken mit Totenköpfen auf die Jeansjacke nähten, um dadurch Ihre Verbundenheit als Gemeinschaft zum Ausdruck zu bringen.

Als Motorrad-Verein waren es dann jedoch Modelle wie zum Beispiel die BMW R 90S oder die Kawasaki 750er mit Zweitakter, welche die kleinen 50er, schon damals teilweise mit Lang-Gabel, ablösten.

Genau genommen gibt es den MV Lehrte bereits seit 1976. Der MV Lehrte war recht früh als Gruppe in den 70ern on Tour.

Edersee und der Harz wurden regelmäßig angefahren, Stress gab es damals fast immer.

In Hannover traf man sich mit den gelben Ghostridern, den Shadows oder auch den Leuten von Stima. In der Motorradzeitung wurde die Nummer angesagt und zur ihrer Überraschung kamen die Clubs von überall her.

1979 wurde die erste Tour zum Viking MC Schweden und deren Rallye unternommen. Ein Kontakt, der sich über all die Jahre intensiviert hat und über die normalen Verbindungen als MC weit hinaus geht. Mit dieser Tour wurde ein neuer Schwerpunkt im MV Lehrte gesetzt.

Schweden war die reinste Inspiration. Dort sah man die ganzen Chopper und zuhause wollten viele nun nicht mehr Honda & Co fahren.

Auch im MV Lehrte gab es schwierige Momente. Zwei Kumpel aus der Gründerzeit sind leider verstorben und es kamen auch Männer hinzu, die nicht unbedingt den richtigen Stream mitbrachten, deren Lebensphilosophie nicht klar war.

Plötzlich war es bei dem einen oder anderen Member doch eher der Hang zum bürgerlichen Leben oder sie hatten für den Lifestyle als Rocker einfach die falsche Frau an ihrer Seite, was Anfang der 80er zu teilweise überraschenden Austritten führte.

Es kam erschwerend hinzu, dass es damals in der MC-Szene regelmäßig zu Stress auf den Partys kam und man sich quasi schon im Vorfeld darauf einstellen konnte, wo es Backpfeifen hageln wird.

Klacksfahrer mochte man nicht.

Auf die Drei hatte dieses keinerlei Einfluss, denn schon als Teens hatten sie sich geschworen, irgendwann gemeinsam im hohen Alter auf der Veranda im Schaukelstuhl zu sitzen.

Für sie galt nun: „Jetzt erst recht!“, eindeutig dokumentiert durch die ersten Club-Tattoos. Und wenn man sie so beobachtet und ihnen lauscht, dann wird es wohl so kommen.

Aber genau diese Männer sind es, die in derart schwierigen Situation, wo die Existenz eines ganzen Clubs auf dem Spiel steht, die richtigen Weichen stellen und die Leute zusammen halten. Wohl dem, der sie in seinen Reihen hat.

Das stand in Ilten. Ein Bauer stellte den Männern eine Scheune zur Verfügung. Sein Sohn fuhr ebenfalls im Club. Schon damals hatte die normalen Bürger ein Problem mit Rockern, was die Suche nach einem geeigneten Klubhaus nicht gerade erleichtert hat.

Dort residierte man aber nur ein Jahr, immerhin in direkter Nachbarschaft zu Ursula von der Leyen, die dort ihre Schulzeit verbrachte.

Dann folgte das jetzige Gelände und Klubhaus, natürlich alles in einem wesentlich kleineren Rahmen, so dass die heutige Rocknacht so damals nicht hätte stattfinden können.

Wie aus der Pistole geschossen sagen alle Drei, dass es insbesondere die gemeinsamen Touren sind, die ihnen unvergessen bleiben.

Die diesjährige Tour zur Super-Rallye in Polen wurde denn auch gleich mit ein Trip in den hohen Norden verbunden.

Die Rocknacht darf natürlich nicht fehlen. Als der MC in 1999 das Klubhaus mit Gelände kaufte, war er quasi pleite.

Von irgendwo musste Kohle für die dringend erforderlich Arbeiten her. Jojo hatte dazu die Idee, mal mit mehreren Lehrter Bands zu sprechen, ob diese denn nicht für lau bei Ihnen spielen würden.

Auf diese Nummer darf die Truppe wahrlich stolz sein, denn Events in dieser Größenordnung rockt nicht jeder MC mal eben so.

Das sind u.a. die Kontakte zu den Vikings nach Schweden, aus denen sich mittlerweile auch in der zweiten Generation sehr gute private Verbindungen entwickelt haben.

Ich habe hier am Tisch mit drei Männern gesessen, die allesamt jeweils über 36 Jahre lang den MV Lehrte ganz entscheidend geprägt und gelebt haben.

Männer, die mir etwas über Ihr Leben und ihre Werte erzählt haben und die es gemeinsam geschafft haben, sich etwas zu erhalten, was heutzutage keineswegs selbstverständlich ist.

Da man gemachte Fehler nicht wiederholen und “alte” Freunde mit einbeziehen wollte, wurde lange geredet und geplant, wie man die “Alten” wieder zusammen bringt. Im Winter 1994 war es dann soweit.

Alle damaligen Mitglieder wohn(t)en in Städten an der Bundesstraße 88, da war der Name schnell gefunden, der Entwurf des Colours angelehnt an die legendäre Route 66 war naheliegend.

Wir hatten beschlossen, ein offener MC zu werden, in dem jeder die gleichen Rechte und Pflichten hat. Alles sollte gemeinschaftlich beschlossen und durchgesetzt werden.

Kurze Zeit später fanden wir auch einen Treffpunkt, das alte Spritzenhaus in Rudolstadt - Mörla. Wir teilten uns den Raum, kaum größer als eine Garage, mit dem ortsansässigen Feuerwehrverein.

Das Gebäude war in einem brauchbaren Zustand, allerdings ohne Strom, Wasser oder gar Heizung. Es gab einen Tisch, Bänke, einen alten Herd und im Winter brachte irgendjemand einen Gasheizer mit.

Bei Kerzenlicht war es immer gemütlich und lustig, Hauptsache, jemand wärmt das Bier an oder macht Glühwein.

In den nächsten Monaten (und Jahren) begannen wir, Partys anderer Clubs anzufahren. Wir waren viel In Thüringen und der näheren und weiteren Umgebung aktiv.

Als eine kleine clubinterne Feier etwas ausartete, und plötzlich ca. Die Planung war lang und schwierig, Probleme mit Behörden wurden aus dem Weg geräumt und ein Platz war Dank einiger Clubmitglieder auch schnell gefunden.

Mittlerweile hatten wir uns von unseren alten Ansichten etwas entfernt, und einen Clubvorstand mit Präsi, Vice usw. gewählt.

1998 mussten wir den Platz wechseln, weil es Probleme mit dem Eigentümer gab. Aber auch die Party war wieder sehr gut besucht, obwohl der Platz mitten in einem Gewerbegebiet nicht besonders schön war.

In den folgenden Jahren sind einige Mitglieder gekommen und auch wieder gegangen. Um manche ist es schade, anderen weint man keine Träne nach.

Im Laufe der Jahre wuchs unsere Party zu einem festen Termin in der (mittlerweile international gewordenen) Bikergemeinde heran. So kam es, daß wir in manchem Jahr Probleme mit dem Platz für unsere Gäste hatten. Aus diesem Grund mussten wir uns einen neuen Veranstaltungsort suchen.

In den letzten Jahren (speziell seit 2001) kämpfen wir mit den Problemen, die das tägliche Leben mit sich bringt; Arbeitslosigkeit, Member, die auf Montage sind oder für uns alle am Lenkrad drehen.

Dadurch und auch durch die Familien der Member, die ihre Rechte fordern, sind wir nicht mehr allzu häufig auf Parties anzutreffen. Für alle unter uns und auch vielen anderen Bikern muß mittlerweile das Motorradfahren und Feiern etwas hintendran stehen.

Ich denke so ab 1970. einfachsten dran zu kommen war. holten sie sich aus England. ... nicht viel um uns, sie ließen uns ziemlich in Ruhe. tatsächlich niemals irgendwelche Probleme mit der deutschen Polizei. beachteten. wenigstens einmal im Monat zusammen. lacht wieder). Nieder-Rodenbach und natürlich Altrip. und einmal im Monat gemeinsames Treffen. gute Ausrede einfallen lassen. keine einzelne MC, die machen konnten, was sie wollten. ja die Freude am Hobby Motorrad fahren. Club wurde für uns eine Familie.

Ja und nein. dem Hells Angels MC vereinigt. Allerdings nicht alle. ist bei den Old Bones Mannheim geblieben. Fips. dieser Gelegenheit die Old Bones und Fips in Mannheim zu besuchen. Damit war sein Clubleben vorerst beendet.

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