Auch für die Kleinen unter den Radlern hat mit dem warmen Frühlingswetter wieder die Zeit im Sattel begonnen. Dass Eltern ihr Kind auf ein möglichst gutes und sicheres Bike setzen wollen, versteht sich von selbst. Ein Kinderfahrrad sollte immer mit Bedacht ausgewählt werden, denn es sollte nicht nur passen, sondern auch sicher und robust sein. Eines darf für die Kleinen dabei nicht zu kurz kommen: Der Spaß!
Eine Hilfestellung bei der Kaufentscheidung leisten der ADAC und die Stiftung Warentest. In Kooperation haben sie insgesamt zwölf 20-Zoll-Bikes überprüft, wie sie vor allem für Kids im Grundschulalter infrage kommen. Im Überblick: Die Testergebnisse. Zufrieden zeigten sich die Tester mit den Fahreigenschaften - diese Disziplin haben alle Kandidaten mit guten Noten gemeistert.
Schlechter sah es indes beim wichtigen Prüfpunkt "Sicherheit" aus. Hier leisteten sich fünf Bikes solche Schwächen, dass sie im Gesamturteil mit "mangelhaft" abqualifiziert wurden. Das Bulls Tokee Street 6, das Raymon Tworay 2.5 Street und das S’cool Xxlite hätten nicht die von der Norm geforderte Bremsleistung erbracht, resümiert der ADAC.
Bulls Tokee Lite 20: Ein genauerer Blick
Das BULLS Tokee Lite 20 bringt alles mit, was sich kleine Radfahrer wünschen. „Durchdacht und alltagstauglich“ lautet die Überschrift im Test von Velomotion. Weiter schreibt das News-Magazin: „Das BULLS Tokee Lite 20 fällt zunächst mit seiner recht ungewöhnlichen Rahmenform ins Auge, die in der Praxis jedoch überzeugt. Auch ansonsten gibt´s an dem Bulls Kinderrad kaum etwas auszusetzen.“ In zwei Farben erhältlich, testete Velomotion die rosafarbene Variante, die bei den Mädchen natürlich gut ankam.
Die Ausstattungsdetails des BULLS Tokee Lite 20 können sich sehen lassen: „…mit Seitenständer, was auf Touren, am Spielplatz oder vor der Schule natürlich ausgesprochen praktisch ist. Auch die sonstige Ausstattung gefällt: V-Brakes mit Kinderbremsgriffen sind eine gute Wahl, da einfach zu warten, leicht und robust; die 1,5 Zoll breiten Reifen weisen ein eher auf Asphalt zugeschnittenes Profil auf, ohne dabei auf lockerem Untergrund rutschig zu wirken.“
BULLS hat hochwertige Tektro 837 Aluminium V-Brakes verbaut, die mit Tektro JL-510-TS Bremshebel zu betätigen sind. Die 20 Zoll Kenda Reifen heben sich durch eine dicke Profilierung hervor, damit ungewollte Ausflüge fernab der Straße die Kleinen nicht so schnell wegrutschen lassen.
Velomotion schreibt weiter: „Rahmen und Gabel […] sind mit Gewindebohrungen versehen, auch ein Schnellspanner für die Verstellung der Sitzhöhe ist dran. Mit acht Gängen sind die kleinen Radfahrer ausreichend ausgestattet. Das BULLS Tokee Lite 20 besitzt eine Shimano-Kettenschaltung, wobei hier die Shimano Tourney RD-TX800 als Schaltwerk und eine Shimano Altus Kassette verbaut wurde.
Das News-Magazin schreibt: „Das BULLS ist mit acht Gängen, die mit einem leichtgängigen Drehgriffschalter geschaltet werden, gut ausgestattet; mit 11 bis 34 Zähnen ist die Kassette breit gefächert.“ Weiter schreibt Velomotion: „Speichenreflektoren sind zwar nicht montiert, dafür jedoch Rückstrahler vorne und hinten - und zwar in „MonkeyLink“-Steckplätzen, in die auch spezielle Akkuleuchten geschoben werden können.“ Das Kinderfahrrad von BULLS präsentiert sich als „MonkeyLink ready“, womit ein Aufrüsten der Beleuchtung mit nur wenigen Handgriffen erledigt ist.
Bulls Tokee Street 20" 3-spd
Das Tokee Street 20” 3-spd ist für den sportlichen Einsatz im Gelände konzipiert. Leichte Trails stehen definitiv in seinem Lastenheft. Das tiefe Oberrohr erhöht die Bewegungsfreiheit auf dem Bike. Kinder können so angenehm auf das Tokee Street 20” 3-spd auf- und absteigen.
Bei den Anbauteilen setzt Bulls auf das, was sich in diesem Preissegment bewährt hat.Gewicht & Ausstattung Federgabeln sind häufig ein Verkaufsargument für Kinder Mountainbikes. Jedoch funktionieren die meisten aufgrund des geringen Gewichts von Kindern nicht immer vernünftig. Die SR Suntour Gabel im Tokee Street 20” 3-spd ist typisch in dieser Preisklasse. Leider lässt sie sich nur bedingt auf das Fahrergewicht anpassen.
Die Reifen zählen zu den meist unterschätzten Bauteilen an einem Bike. Die Ace of Pace Reifen fallen mit 2 Zoll breit aus. Schmälere Reifen sind zwar leichter, breitere Reifen vermitteln in der Regel aber ein sichereres Fahrgefühl. Im Gelände und auf der Straße. Damit Kinder im Straßenverkehr und im Gelände sicher unterwegs sind, müssen sich die Bremsen mit wenig Handkraft betätigen lassen.
V-Brakes (Felgenbremsen), wie sie am Tokee Street 20” 3-spd verbaut sind, sind leicht und technisch extrem simpel aufgebaut. Bei den Punkten Bremskraft und Dosierbarkeit sind sie den Scheibenbremsen jedoch unterlegen. In der Tat ist die Bandbreite, also der Unterschied zwischen größtem und kleinstem Gang, viel wichtiger für das Fahrgefühl. Mit gerade mal 186 % Bandbreite könnte die Gangspreizung, vor allem für den sportlichen Einsatz, etwas größer ausfallen.
Nach unserer Einschätzung dürfte das Tokee Street 20” 3-spd für Kinder von 115 bis 130 cm Körpergröße passen.
Weitere Testergebnisse und Warnungen
Ein "ernüchterndes Ergebnis" hat nach den Worten des ADAC der Test von insgesamt zwölf Kinderfahrrädern ergeben. Gemeinsam mit der Stiftung Warentest kam der Club zu dem Schluss, dass fünf Prüflinge nur die Note "mangelhaft" verdienten und somit glatt durchfielen.
Auch das Winora Dash nicht, bei dem überdies Risse an der Sattelklemme beanstandet wurden. Und das Woom 4 - mit 575 Euro übrigens der teuerste Kandidat - fiel auf, weil "wiederholt Risse an der Tretkurbel" aufgetreten waren. Bei insgesamt sieben Modellen kamen die Tester einem verhältnismäßig hohen Schadstoffgehalt in den Sattelbezügen auf die Spur.
Beim Raymon, S’cool, Viktoria, Bulls, KTM und Woom handelte es sich dabei um den Weichmacher DPHP. Ein akutes Risiko gehe hiervon zwar nicht aus, heißt es vonseiten der Stiftung Warentest. Dies gilt beispielsweise für den Testsieger Puky Skyride Alu Light (Note 2,2), der mit 12 Kilogramm zwar nicht die Leichtigkeit des Woom (8,5 Kilogramm) erreicht, aber dennoch zu den wenig gewichtigen 20-Zoll-Fahrrädern zählt.
Die gute Nachricht für alle, die nicht viel Geld ausgeben können oder wollen: Auch das mit Abstand günstigste Bike im Test schnitt mit der Note 2,3 und damit "gut" ab. Das Decathlon City Bike 20 Zoll D4 Rock zu 270 Euro konnte in einer Disziplin - beim Licht - sogar mit der besten Leistung überzeugen.
Der ADAC rät dazu, das Kind vor der endgültigen Kaufentscheidung eine Probefahrt unternehmen zu lassen und dabei auch gleich den passenden Helm auszuwählen.
Bulls Tokee 20": Ein weiteres Modell im Fokus
Mit dem Tokee 20” versucht sich Bulls im klassischen Kinder MTB-Segment. Die langen Kettenstreben sorgen für Fahrstabilität bei hoher Geschwindigkeit. Das Tokee 20” fühlt sich mit seiner Ausrichtung im Gelände am aller wohlsten. Leichte Singletrails machen damit richtig Spaß.
Wenn Kinder bei der Kaufentscheidung mitwirken, wird eine Federgabel oft zur Bedingung. Leider funktionieren diese beim niedrigen Gewicht der Kinder nicht immer tadellos. Die SR Suntour Gabel im Tokee 20” ist typisch in dieser Preisklasse. Leider lässt sie sich nur bedingt auf das Fahrergewicht anpassen.
Wie sicher sich ein Bike fahren lässt, hängt maßgeblich auch mit den Reifen zusammen. Die Ace of Pace Reifen fallen mit 2 Zoll breit aus. Schmälere Reifen sind zwar leichter, breitere Reifen vermitteln in der Regel aber ein sichereres Fahrgefühl. Im Gelände und auf der Straße.
Bei Kinder Mountainbikes müssen sich die Bremsen mit wenig Handkraft bedienen lassen. Die V-Brakes (Felgenbremsen) sind leicht und technisch extrem simpel. Das ist für Kinder Mountainbikes meist zweckmäßig. In den Punkten Dosierbarkeit und Bremspower sind sie jedoch den Scheibenbremsen unterlegen.
Mit sieben Gängen erfüllt die Shimano Schaltung am Tokee 20” ihren Zweck, lässt aber noch Luft nach oben. Bei der Bandbreite errechnet man den Unterschied zwischen größtem und kleinstem Gang der Schaltung. Je größer der Wert desto besser für das Fahrgefühl. Mit 243 % fällt diese beim Tokee 20” relativ gering aus.
Nach einem Blick auf die Geometrie sagen wir pauschal: zwischen 115 und 130 cm Körpergröße sollte das Tokee 20” passen.
Allgemeine Tipps und Empfehlungen
Ein Kinderfahrrad sollte leicht, sicher zu bedienen und günstig sein. Für Kinder im Grundschulalter spielt das Fahrrad eine wichtige Rolle, mit dem sie endlich selbst zum Sportplatz oder zur Schule fahren können. Das knapp zwölf Kilogramm leichte Kinderfahrrad hielt allen Stresstests stand.
Sein tief geschwungener Rahmen erleichtert den Einstieg, die 3-Gang-Nabenschaltung ist ausreichend und lässt sich auch im Stand bedienen. Negativ fielen beim Testsieger unter anderem rutschige Pedale und der fehlende Schnellspanner am Sattelrohr auf.
Zu den Verlierern im Vergleich gehören die Räder von Bulls, Raymon und S'cool. Sie verfehlen im Test die von der Norm geforderten Mindestverzögerungswerte auf dem Bremsenprüfstand. Dabei muss mit einer definierten Handkraft am Bremshebel des Vorderrads eine ausreichende Bremswirkung bei unterschiedlichen Beladungszuständen (60 Kilogramm und zul. Ebenfalls "mangelhaft" schneidet das Kinderrad der österreichischen Marke Woom ab.
Im Test wurde der Weichmacher DPHP in den Sätteln von Raymon, S‘cool, Victoria, Bulls, KTM und Woom nachgewiesen.
Im Sattel des Puky Cyke wurden sogenannte polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (kurz PAK) gefunden. Auch diese sind nicht verboten. Der Grenzwert wird hier knapp unterschritten.
Mit dem ADAC Newsletter immer top informiert!Im Praxisteil der Tests zeigte sich schnell, dass die Kinder mit den leichteren 20-Zoll-Fahrrädern im Vergleich besser zurechtkamen. Doch viele Modelle sind dagegen 13 bis 15 Kilogramm schwer - und das kann für weniger kräftige Kinder schon zu viel sein.
Bei den Fahrten und vor allem beim Aufheben eines Rads zeigt sich schnell, ob sich das Kind mit dem Fahrradgewicht arrangieren kann. Bevor die Fahrräder von einem Kind zum nächsten weitergereicht werden, empfiehlt es sich, wegen einer möglichen Rissbildung einen prüfenden Blick auf die einzelnen Bauteile zu werfen.
Eventuell kann der Fachhandel hierbei unterstützen.Eine richtige Einstellung des Rads sowie eine Probefahrt beim Fachhändler sind von Vorteil.Dabei sollten Bremsgriffe, Position und Erreichbarkeit der Klingel so eingestellt werden, dass sie vom Kind möglichst einfach bedient werden können.Erste Übungsfahrten mit Kindern sollten bestenfalls auf einem abgesperrten Gelände durchgeführt werden.
Ein Fahrradhelm sollte jederzeit getragen werden, auch hier gelten die Eltern als Vorbilder.
Testkriterien des ADAC
- Kinderfahrräder 20 Zoll (keine Mountainbikes)
- Bekannte Marken
- Freilauf und Rücktrittbremse gemischt
- Produkte sowohl aus dem Fachhandel als auch aus dem Internet
- Gebrauchs- / Montageanleitung
- Montage des Kinderfahrrads, Einstellen und Anpassen
- Aufsteigen / Absteigen / Aufheben (täglicher Gebrauch)
- Fahren
- Reinigung / Reparatur
Die Kinderräder sind auf ihre besonderen die Bezeichnung "Kinderrad" rechtfertigenden, ergonomischen Konstruktions- und Ausstattungsmerkmale hin zu untersuchen. Die Kinderfahrräder sollen getragen werden. Zu beurteilen sind die Griffmöglichkeiten, Schwerpunktlage und das Gewicht.
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