Riese & Müller ist bekannt für seine Premium-E-Bikes, bietet aber auch traditionelle Fahrräder und Falträder an. Geschäftsführer Markus Riese und Heiko Müller haben diese Produktstrategie für die kommenden Jahre bekannt gegeben. Aktuell sind nur noch wenige Komfortrad-Modelle ohne Elektroantrieb erhältlich. Das Delite traveller, das traveller rohloff und die Homage-Modelle können allerdings in bekannter Spezifikation, solange Vorrat reicht, weiter bezogen werden.
In den letzten fünf Jahren hat Riese & Müller viel dafür getan, sich als deutscher Premium-E-Bike-Hersteller zu positionieren. Das Unternehmen ist am Markt etabliert, und die Entwicklungs- und Produktionsabteilungen sind auf E-Bikes ausgerichtet. Die Modellpalette bietet ein Spektrum von komfortabel bis sportlich, von Stadt über Touren zu Cargo. Gleichzeitig werde der Bereich Faltrad wieder gestärkt.
E-Bike Neuheiten und Testberichte
Das Vam² SL ist das leichteste Fully e-MTB, das bisher von Focus entwickelt wurde. Entdecke das neue Cannondale Moterra SL - das Light e-Mountainbike, das den Trail-Flow neu definiert. Der Belchenradler testete das Riese & Müller UBN Five mit Singlespeed und Fazua Ride 60 Motor. Sein Fazit lest ihr im Testbericht.
Unsere Testfahrer Christof und Wanja haben das Cannondale Tesoro Neo X 1 für euch getestet. Unsere Testfahrer Markus und Christian haben das Babboe Go Mountain für euch getestet. Der Belchenradler nahm das Stromer ST3 S-Pedelec genau unter die Lupe. Unser Testfahrer Christof hat das neue Specialized Turbo Tero 2022 auf Herz und Nieren geprüft. Das Cityray E von R Raymon ist überzeugt mit hohem Fahrkomfort und einem zeitlosen Design. Mit dem Erzberg hat M1 einen Klassiker unter den e-Mountainbikes wieder aufleben lassen.
Flyer E-Bike B8.1: Testsieger bei Stiftung Warentest
Flyer hat sein schlechtes Ergebnis vom Test im Jahre 2013 wettgemacht und nach 2014 erneut den Testsieg beim aktuellen Pedelec-Test der StiWa und des ADAC errungen. Das Flyer E-Bike B8.1 ist mit der Note 1,7 zum besten Pedelec bei der Stiftung Warentest gekürt worden. Besonders überzeugen konnte das Rad aus der B-Serie durch sein angenehmes Fahrverhalten und seine Stabilität.
Zudem kann man es auch ohne Motor sehr gut fahren und es lässt sich als einziges der getesteten Modelle einfach einstellen. Das E-Bike erhält damit die beste Bewertung. Auch die attraktive Ausstattung, wie der Schnellspanner für Lenker und Sattel, das Rahmenschloss, das gute Licht und die Montagemöglichkeit für Doppelständer, wird von der Stiftung gelobt.
Insgesamt wurden 15 Pedelecs mit tiefem Einstieg geprüft. Fünf von ihnen sind mit der Note „mangelhaft“ bewertet worden. Neben dem Flyer B8.1 erhielten nur sechs weitere E-Bikes die Wertung „gut“. Bereits in 2014 war ein Flyer E-Bike Testsieger: Mit der Note 2,0 ließ das Modell T5 Deluxe die neun Konkurrenzprodukte hinter sich.
„Mit diesem Ergebnis können wir sehr zufrieden sein“, sagt Flyer Vertriebschef Christian Müller. „Es stellt erneut unter Beweis, dass unsere E-Bikes von herausragender Qualität sind und spiegelt auch das besondere Fahrerlebnis wieder, das unsere Modelle bieten“, fügt Müller hinzu.
Durch die optimale Fahrsicherheit ist das Flyer E-Bike B8.1 ideal für den Alltag geeignet, kann aber auch für längere Touren genutzt werden. Für die hohe Sicherheit sorgen vor allem die Stabilität des E-Bikes und der tiefe Einstieg. Die Integration des Akkus in den Gepäckträger macht diesen fast unsichtbar. Die Nabenschaltung sorgt für eine wartungsarme und lange Lebensdauer. Ab 3.299 Euro ist es im Handel erhältlich. Zum gleichen Preis gibt es auch das baugleiche Modell Rücktritt. Ohne Akku wiegt es circa 25 Kilogramm. Auch das zulässige Gesamtgewicht von 149 kg wurde von Stiftung Warentest als besonders gut beurteilt.
Im Gemeinschaftstest mit dem ADAC hat Stiftung Warentest 15 Komfort-Elektrofahrräder (28 Zoll) getestet. Die E-Bikes verfügten über einen tiefen Durchstieg, Mittelmotor und Nabenschaltung sowie vorzugsweise einen 400-Wh-Akku. Mehr Informationen zum Testsieger auch unter www.flyer-bikes.com.
Lastenräder im Test: Alternative zum Auto?
Lastenräder erobern die Städte. Doch können sie wirklich das Auto komplett ersetzen? Wie schlägt sich ein moderner Packesel im täglichen Wahnsinn zwischen Kindergarten, Arbeit, Einkäufen und Freizeit? Für Christian Pauls, Redakteur beim Magazin MOUNTAINBIKE, stellt sich diese Frage nach 15 Jahren in der Großstadt Stuttgart. Dank E-Motor müsste sich so ein Lastenrad ja auch in einer topografisch herausfordernden Stadt bewegen lassen.
Die Kinder Matilda (4) und Emil (2) müssen ständig umherkutschiert werden. Das erledigen wir normalerweise immer noch mit dem Auto. Morgens geht es in den Kindergarten und die Kita. Beide Einrichtungen liegen eigentlich günstig auf meinem Arbeitsweg. Aber auch die Fahrten zum Kinderturnen, zur musikalischen Früherziehung sowie die Großeinkäufe müssen erledigt werden. Ausflüge ins Grüne will man den Kleinen ja auch bieten. Und wer letztlich ganz auf das Auto verzichten will, muss auch Besorgungen in Baumarkt und Co.
Die KARL-Kollegen haben für mich bei Riese und Müller einen fahrbaren Untersatz für die nächsten Monate geordert: das Packster 60. Mit Platz für zwei Kinder, einem Bosch-E-Antrieb und satten 1000 Wattstunden Akkuleistung sollte es sich perfekt für die Höhenmeterorgien im Stuttgarter Kessel eignen.
Jeder, der über die Anschaffung eines Lastenrades nachdenkt, sollte es zunächst testen. Der Leih-Lastenesel kostet satte 6928,40 Euro - mit viel Zubehör. Die Entscheidung über eine so hohe Investition sollte und kann man nicht per Katalog-Auswahl treffen. Es muss alles passen.
Der Bosch Performance Line CX mit 75 Newtonmeter ist nämlich auch an vielen E-Mountainbikes verbaut. Er arbeitet an den rund 20 kg schweren Mountainbikes sehr zuverlässig und ist gefühlt einer der stärksten am Markt. Kann er also auch an einem 40 kg schweren Lastenrad mit einer Zuladung von maximal 100 kg überzeugen?
Kleines Vorderrad, langer Radstand, große Holzkiste, meine zwei Kids inspizieren das Lastenrad penibel. 'Die sieht aber gemütlich aus', bemerkt Matilda beim Blick auf die rote Sitzbank in der Holzkiste. Ohne große Überredungskünste setze ich die beiden für die erste Probefahrt hinein. 'Ganz schön wackelig', kommentiert Matilda den Vorgang, während ich etwas verkrampft versuche die Balance zu halten.
Beim Losfahren in der Ebene hilft es übrigens, den Motor auf eine leichte Unterstützungsstufe zu stellen. Dann schießt das Rad nicht sofort los. Doch schnell schalte ich in den Turbo-Modus, und die Achterbahnfahrt geht los. Emil juchzt sofort vor Freude. Matilda allerdings ist verdächtig still geworden. Keinen Mucks gibt sie von sich. 'Matilda? Alles klar?', frage ich. 'Fahr nicht so schnell, Papa!', schießt es aus ihr heraus, und sie klammert sich mit beiden Händen an die Kiste.
Dabei fahren wir nicht mal 20 km/h - bei 25 schaltet der Motor ohnehin ab. Das Motto 'Geschwindigkeit bringt Sicherheit' gilt für Lastenräder dieser Art ganz besonders. Das 185 Zentimeter lange Rad liegt bei flotter Fahrt sehr ruhig und lässt sich angenehm lenken. Wobei man sich an das kippelige Gefühl im Stand tatsächlich erst gewöhnen muss. Meiner Frau Johanna ist das Rad samt Kindern im Stand sogar einmal umgekippt. Passiert ist dabei nichts. Beide saßen fest angeschnallt und gut geschützt in der Kiste.
Vor allem, wenn man, wie so oft in Stuttgart, vom Radweg auf die Straße ausweichen muss. Die Kinder sitzen tief vor einem in der Box - bei einem Auto nennt man diesen Bereich Knautschzone. Mir zeigt dies einmal mehr, dass für die Fahrradsicherheit in Städten deutlich mehr getan werden muss.
Fahrradfahren macht glücklich. Vor allem Emil ist so begeistert, dass er mich eines Morgens dazu bringt, trotz strömenden Regens mit dem Lastenrad zu fahren, statt wie von mir geplant ausnahmsweise doch auf das Auto auszuweichen. Also gut, ich zwänge mich in die Regenhose und montiere schnell das Kinderverdeck.
Der Bosch-Motor ist mir persönlich etwas zu schwach. Vor allem bei großer Last, wie nach einem Großeinkauf im Baumarkt, kommt man an steilen Bergen ins Stocken. Die restliche Ausstattung ist hingegen top. Positiv wirkt sich das Lastenrad auch auf meine Frau und mich aus. Ich fahre viel lieber zum Einkaufen, parke jetzt immer direkt vor der Tür. Meine Frau nimmt das Rad statt des Autos, um die Kids zum Turnen zu fahren. Und auch längere Ausflüge ins Grüne machen doppelt so viel Spaß. Für ein Leben mit Kindern ist das E-Lastenrad eine tolle Erfindung. Und Matildas anfängliche Angst ist längst in große Begeisterung umgeschlagen. Nach mehr als 600 E-Lastenradkilometern geben wir Packster 60 ungern wieder zurück.
Sicherheitstipps für Lastenradfahrer
Als Radfahrer sind sie im fließenden Verkehr der schwächste Teilnehmer. Auch wenn es in Deutschland keine Helmpflicht für Radfahrer - auch nicht für Kinder - gibt, sollten Sie und Ihre Kinder einen Helm tragen. Auch wenn sie 'nur' in der Ladefläche mitfahren. Und denken Sie daran: Sie sind für Ihre Kids das wichtigste Vorbild.
Wenn Sie das Lastenrad als Auto-Ersatz verwenden, brauchen Sie für Regentage ein Verdeck für die Kids und für sich wasserdichte Kleidung. Sie brauchen ein sehr gutes Schloss - Sie wollen Ihr Cargo-Bike ja auch sicher abstellen können. Tragen Sie nach Möglichkeit helle oder gar bunte Kleidung. Im Winter am besten sogar mit Reflektorstreifen. Ziehen Sie auch den Kindern auffällige Kleidung an.
Im Winter müssen Sie sich und den Kindern eine Extraschicht Kleidung anziehen, sonst ist der Spaß schnell vorbei. Packen Sie eine Pumpe, Werkzeug und passende Schläuche bzw. Flickzeug in eine kleine Tasche und legen diese vorne in die Kiste. Noch besser: Kleben Sie einen Klettstreifen in die Kiste und nähen Sie auf der Tasche den Konterpart fest. So rutscht das Werkzeug nicht hin und her.
Kundenbewertungen zu Riese & Müller
Viele Kunden loben den exzellenten Service, die schnelle und kompetente Beantwortung von Fragen sowie die hohe Qualität der Räder. Einige berichten von Problemen mit der Lackierung oder der Verarbeitungsqualität, die jedoch vom Kundenservice ernst genommen und bearbeitet werden.
Einige Beispiele:
- Positiv: "Alle Fragen wurden schnell und kompetent beantwortet."
- Positiv: "Mein Problem wurde erst genommen und ich habe umgehend eine Lösung und weiter Erläuterungen zum Umgang mit der App erhalten."
- Positiv: "Service und Qualität stimmt! Mein Delite GT vario fahre ich seit fast 5Jahren und habe trotz 12000km keinen nennenswerten Verschleiß..."
- Negativ: "Fahre ein Riese & Müller Superdelite s-pedelec... Qualitativ hingegen ist das Rad eine mittlere Katastrophe."
Die Bewertungen zeigen, dass Riese & Müller zwar hochwertige Fahrräder anbietet, es aber auch zu Qualitätsproblemen kommen kann. Der Kundenservice scheint jedoch bemüht, diese Probleme zu lösen.
Riese & Müller Load 75 im Detail
Raphael nutzt sein Riese & Müller Load 75 seit Ende 2018 und ist insgesamt zufrieden. Bei den ersten Modellen wurde noch der Bosch Performance Line CX Motor verbaut. Mittlerweile hat Bosch mit dem Cargo Line einen speziellen Motor für Lastenräder im Programm, der bei Riese & Müller Lastenrädern nun standardmäßig verwendet wird.
Der Gepäckträger ist mitgefedert und mit den Spanngummis lässt sich auch größere Fracht gut sichern. Einziger Nachteil: Mit der Zeit können die Gummis porös und brüchig werden, dann müssen sie gewechselt werden. Neben dem Flaschenhalter kann ein zweiter Akku angebracht werden. Somit verdoppelt sich die Reichweite und man muss im Alltag seltener laden.
Das Regenverdeck ist beim Load 75 im Vergleich zu anderen Lastenrädern relativ hoch und geräumig, insbesondere für die Kinder (oder gar kleine Erwachsene), die in Fahrtrichtung sitzen. Raphaels Rekord: Eine 11-jährige, ein 9-jähriger und eine 2-jährige.
Um die Mitfahrt möglichst komfortabel zu gestalten, gibt es beim Load 75 zusätzlichen Fußraum durch eine Vertiefung in der Bodenplatte. Diese Option ist in Kombination mit dem dritten Kindersitz vorne buchbar.
Alles in allem bietet das Load 75 hohen Fahrkomfort und ist vergleichsweise geräumig für die Passagiere. Durch die vielen Auswahloptionen bei der Ausstattung lässt sich das Rad gut an die eigenen Bedürfnisse anpassen. Die Vollfederung und das Brems- und Fernlicht bei den neueren Versionen machen das Load 75 zu einem besonderen Cargobike in der oberen Preisklasse.
Zusammenfassung der Testergebnisse
Hier ist eine tabellarische Zusammenfassung der Testergebnisse und Kundenbewertungen:
| Fahrrad/Zubehör | Testergebnisse/Bewertungen | Besondere Merkmale |
|---|---|---|
| Flyer E-Bike B8.1 | Testsieger Stiftung Warentest (Note 1,7) | Angenehmes Fahrverhalten, Stabilität, einfache Einstellung |
| Riese & Müller Packster 60 | Positiv für Familientauglichkeit, Motor könnte stärker sein | Platz für zwei Kinder, Bosch-E-Antrieb, 1000 Wh Akku |
| Riese & Müller Load 75 | Hoher Fahrkomfort, geräumig, viele Anpassungsoptionen | Vollfederung, Brems- und Fernlicht, optionaler zweiter Akku |
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