Continental MTB Reifen 29 Zoll Test

Mountainbiken ist eine aufregende und anspruchsvolle Sportart, die immer mehr begeisterte Anhänger findet.

Egal, ob du auf endlosen Singletrails in den Bergen unterwegs bist oder deine Fähigkeiten auf technisch anspruchsvollen Abfahrten testest, eines steht fest: Die Wahl der richtigen Fahrradreifen spielt eine entscheidende Rolle für dein Fahrerlebnis.

In den letzten Jahren hat sich im Bereich der Mountainbike- und insbesondere der Cross-Country-Reifen viel getan.

Marken wie Schwalbe, Maxxis oder Vittoria haben regelmäßig neue Modelle vorgestellt, die den steigenden Ansprüchen des modernen XC-Sports gerecht werden sollten.

Continental hingegen wirkte lange still.

Und trotzdem: Der Race King war und blieb ein Publikumsliebling.

Wer Geschwindigkeit wollte, griff fast automatisch zu ihm.

Daher war die Spannung in der Szene groß, als Continental ankündigte, endlich neue Modelle auf den Markt zu bringen.

Die neuen Reifenfamilien von Continental

Continental bringt gleich drei neue Reifenfamilien: Magnotal, Trinotal und Dubnital.

  • Der Magnotal ist ein klassischer Trailreifen. Mit seinem grobstolligen Profil ist er für den harten Einsatz auf Enduro- und Trail-Bikes konzipiert.
  • Der Trinotal ist der direkte Nachfolger des Cross King. Er ist deutlich grobstolliger als der Race King, bleibt aber im XC-Bereich angesiedelt.
  • Der Dubnital tritt das Erbe des legendären Race King an.

Eine echte Neuerung bei Continental ist die Vielfalt an Karkassen und Gummimischungen.

Karkassen

  • Trail-Karkasse: stabiler, robuster, schnittsicherer.
  • Race-Karkasse: das Leichtgewicht im Programm.

Gummimischungen

  • Soft Compound: nur für den Magnotal erhältlich.
  • Grip Compound: für alle drei Reifen verfügbar.
  • Race Compound: härter, langlebiger und der schnellste Compound.

Continental Dubnital im Test

Als Profi-Rennfahrer habe ich natürlich sofort den Dubnital Race Rapid ausprobiert.

Meine Skepsis war groß.

Der Dubnital hat mich in der Praxis voll überzeugt.

Er rollt schnell, hält lange und bietet mehr Sicherheit als sein Vorgänger.

Der Dubnital hat mich in der Praxis voll überzeugt.

Haltbarkeit: überdurchschnittlich.

Pannensicherheit: selbst harte Rennen wie das Andorra Epic oder Swiss Epic (bekannt für spitze Steine) überstand er ohne Defekte an der Karkasse.

Mein Tipp für Marathons: Dubnital hinten + Trinotal vorne.

Continental hat nicht nur aufgeholt, sondern setzt mit der Kombination aus Gewicht, Rollwiderstand und Haltbarkeit ein starkes Statement.

Continental war an keiner Stelle involviert.

Der Dubnital ist eine mögliche Alternative zum Conti Terra Adventure, der etwas behäbiger sein soll und einen sehr hohen Rollwiderstand aufweist.

Dafür aber in Sachen Grip und Widerstandsfähigkeit gut sein soll.

Der Dubnital hat mich in der Praxis voll überzeugt.

Er rollt schnell, hält lange und bietet mehr Sicherheit als sein Vorgänger.

Ob der Continental Dubnital ein würdiger Nachfolger des Race King ist, kann ich leider nicht sagen.

Was ich aber sagen kann ist, dass der Dubnital durchaus als eine Alternative zum Vittoria Mezcal gesehen werden kann.

Mit 2,2 Zoll ist er auch eine mögliche Alternative zum Conti Terra Adventure, der etwas behäbiger sein soll und einen sehr hohen Rollwiderstand aufweist.

Dafür aber in Sachen Grip und Widerstandsfähigkeit gut sein soll.

Continental Cross King im Test

Das grobstolligere Profil des Cross King hielt uns allzeit auf Kurs.

Der Reifen punktet durch ordentlich Grip; wie auch beim Race King ist das Fahrverhalten sehr direkt.

Beim Ausrollversuch konnte er nicht in den vorderen Rängen mitmischen, erreichte aber einen durchschnittlichen Wert.

Weder Kompressor noch Volumenkammer waren nötig, um den Pneu tubeless auf die Felgen aufzuziehen.

Leicht gelang uns das mit nur einer Standardpumpe.

Sei es der Durchschlagschutz oder der Durchstichtest in Seitenwand und Lauffläche - der Cross King erzielte durchweg tolle Ergebnisse.

Bei letzterem erreichten wir mit ihm den besten Wert im Testfeld.

Weitere Testeindrücke und Meinungen

  • Stark auf losen, tiefen Böden
  • Exzellenter Kurvengrip
  • Guter Pannenschutz
  • Geringer Rollwiderstand
  • Sehr leicht
  • Top Seitenhalt

Top Tourenreifen fürs Heck.

Berechenbares Handling und schnell.

Darüber hinaus sehr leicht und mit gutem Pannenschutz ausgerüstet.

Kehrseite ist der geringe Seitenhalt.

Mit seinem Profil vielseitig, passt sich an alle unwegsamem Gelände und alle Bedingungen Hervorragende Schutz pannensicher dank verstärktem Schutz auf die gesamte Karkasse.

Die Anforderungen an einen Tourenreifen sind vielfältig: stabile, gröbere Stollen und weicheres Gummi als bei den schnellen XC-Gummis.

Gleichzeitig sollte das Gewicht moderat bleiben.

Fürs Heck empfiehlt das Magazin „MountainBIKE“ den Cross King, den die Tester auch in der Gruppe der leichtesten Tourenreifen verorten.

Überraschenderweise kann er auch noch mit gutem Pannenschutz trumpfen.

Besonders gut harmoniert er mit dem für Mountain King ProTection, der vorne mit gutem Grip und flottem Tempo aufwarten kann.

Reifenbreite und Fahrverhalten

Die richtige Reifenbreite für dein Mountainbike kann einen erheblichen Einfluss auf dein Fahrerlebnis haben. Die Reifenbreite beeinflusst das Fahrverhalten deines MTBs auf vielfältige Weise. Eine schmalere Reifenbreite bietet weniger Rollwiderstand und ermöglicht es dir, schneller auf der Straße zu fahren. Sie eignet sich auch besser für glatte Oberflächen. Wenn du hauptsächlich auf asphaltierten Straßen oder leichtem Gelände unterwegs bist, könnte eine schmalere Reifenbreite, beispielsweise zwischen 1,9 und 2,2 Zoll, die richtige Wahl für dich sein.

Für Offroad-Abenteuer und anspruchsvolleres Gelände empfiehlt es sich, breitere Reifen zu verwenden. Eine größere Reifenbreite sorgt für mehr Traktion und Stabilität auf rauem Untergrund. Durch eine größere Auflagefläche der Reifen kannst du dich besser in Kurven legen und hast eine bessere Kontrolle über dein Bike. Breitere Reifen bieten auch mehr Dämpfung, was dir ein komfortableres Fahrgefühl auf unebenem Terrain verleiht. In diesem Fall könntest du Reifen mit einer Breite zwischen 2,3 und 2,6 Zoll in Betracht ziehen.

Es ist wichtig zu beachten, dass die Wahl der Reifenbreite auch von deiner Felgenbreite abhängt. Die Reifen sollten optimal auf die Felgen passen, um eine sichere und zuverlässige Performance zu gewährleisten.

Tubeless vs. Reifen mit Schlauch

Beim Vergleich zwischen Tubeless-Reifen und Reifen mit Schlauch bieten Tubeless-Reifen einige bedeutende Vorteile. Erstens reduzieren sie den Rollwiderstand, da es keine Reibung zwischen Reifen und Schlauch gibt. Zweitens sind sie leichter, da kein Schlauch im Inneren benötigt wird. Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass man mit Tubeless-Reifen bei geringerem Luftdruck fahren kann, ohne die Gefahr von Schäden zu erhöhen. Dies ermöglicht einen verbesserten Komfort und eine bessere Traktion auf unterschiedlichen Untergründen.

Faltreifen vs. Drahtreifen

Für die meisten Mountainbikes sind Faltreifen die bevorzugte Option. Sie sind leichter und bieten somit Vorteile in Bezug auf das Gesamtgewicht des Bikes. Drahtreifen hingegen können bei extremen Einsätzen im Bikepark und bei Downhill-Bikes sinnvoll sein, da sie besonders stabil sind und eine robuste Konstruktion aufweisen. Zudem sind Drahtreifen oft etwas preiswerter als Faltreifen.

Die Karkasse

Die Karkasse ist das tragende Grundgerüst eines Fahrradreifens - sozusagen das Skelett des Reifens. Sie besteht aus einem Gewebe, das mit Gummi ummantelt ist, und verleiht dem Reifen seine Form, Stabilität und Flexibilität.

Race ist eher leicht und schnell und für den sportlichen XC Einsatz gedacht. Trail ist etwas robuster und verstärkter, damit es mit den ruppigeren Bedingungen auf Trails klarkommt.

Bei den Karkassen ist der TPI Wert wichtig.

Eine niedrige TPI (z. B. Eine hohe TPI (z. B. Die Karkasse des Continental Dubnital ist mit 3/330 TPI sehr fein und leicht. Damit ist der Reifen ideal für schnelle, komfortable Fahrten auf Trails und Gravel.

Die Mischung

Das letzte Element bei einem Reifen ist natürlich die Mischung.

Und hier greift nahezu jeder Hersteller auf eigene Entwicklungen zurück. Bei Fahrradreifen bezeichnet die Mischung (Compound) das Gummimaterial, aus dem die Lauffläche besteht. Conti bietet beim Dubnital zwei Mischungen an: Rapid und Grip. Und auch die Mischungen haben ein eigenes Ikon.

Rollwiderstand

Apropos Rollwiderstand: laut Bicycle Rolling Resistance weisen die Conti Dubnital einen Rollwiderstand von 20 Watt bei einem Reifendruck von 1,7 Bar.

Mit 1,5 -1,7 Bar machen die Reifen im Gelände richtig Spaß und vermitteln eine hohe Sicherheit.

Das Profil trägt sehr gut und die Stollenstruktur fängt im richtigen Augenblick das Rad auch ab und führt es zurück in die Spur.

Haltbarkeit

Allerdings ist die Haltbarkeit ein Thema.

Ich bin noch Reifen gewohnt, die 10.000km und mehr gehalten haben.

Obwohl ich den Vittoria Mezcal auch schon 8.000 km gefahren bin.

Allerdings muss man beachten, dass sich diese Werte sich auf den hinteren Reifen beziehen, der oft mehr von Verschleiß betroffen ist. Der vordere hält meist 30-50 % länger, was ein Umziehen der Reifen von hinten nach vorne interessant macht.

Ich würde meine Nutzung des Reifens zwischen Bikepacking und Touring einordnen und rechne mit 3.000 km Laufleistung.

Test von 16 XC-Reifen

Hier ist eine Tabelle mit den Ergebnissen eines Tests von 16 XC-Reifen:

Reifen Testergebnis Preis Gewicht Breite Fazit
Continental Cross King Protection TR 29 x 2,3" Sehr gut (⚖️ Kauftipp Gewicht) 67 Euro 675 g 58,6 mm Auf losen, tieferen Böden ist der Cross King eine Macht, auch sein Kurvengrip ist klasse.
Continental Race King Protection TR 29 x 2,2" Sehr gut (⚖️ Kauftipp Gewicht) 65 Euro 602 g 56,1 mm Selbst auf tiefem Untergrund rollt der leichte und schmale Race King schnell und mit viel Traktion.
Goodyear Peak Ultimate Dynamic TC 29 x 2,35" Gut 60 Euro 745 g 58,4 mm Der fein profilierte Peak liegt überwiegend im Mittelfeld der Laborergebnisse, der Durchschlagschutz ist allerdings nur mäßig.
Goodyear Peak SL Race Dynamic TC 29 x 2,4" Gut 50 Euro 710 g 59 mm Der schnittige US-Reifen ist spürbar auf (trockene) Rennstrecken ausgelegt: Er ist recht leicht und rollt gut.
Kenda Booster Pro SCT 29 x 2,4" Gut 70 Euro 725 g 58,6 mm Auf harten, trockenen Böden begeistert der Booster mit gutem, meist definierbarem Grip.
Kenda Rush Pro SCT 29 x 2,35" Gut 75 Euro 684 g 59,1 mm Der relativ neue Rush ist ein typischer Semislick: Er bietet knackigen Vortrieb und ist eher leicht zu fahren.
Maxxis Ikon Exo Maxx Speed 29 x 2,4" WT Sehr gut 70 Euro 856 g 61,6 mm Als Allrounder begeistert der Ikon seit Jahren, bei Nässe und Trockenheit haftet er solide und stets berechenbar.
Maxxis Aspen Exo Maxx Speed 29 x 2,4" WT Sehr gut 70 Euro 762 g 61,5 mm Der breite, bauchige Aspen beißt trotz seines dünnen Profils gut zu, trockene Trails surft er zügig ab.
Michelin Force XC2 Racing Line 29 x 2,25" Gut 72 Euro 703 g 58,2 mm Auf trockenem, losem Untergrund kann der relativ leichte Force mit weichem Gummi gut greifen.
Michelin Jet XC2 Racing Line 29 x 2,35" Gut 72 Euro 768 g 60,4 mm Der breite Franzose zeigt in der Praxis ein enges Einsatzspektrum: Er verhält sich im Gelände tückischer, der Grip ist begrenzter, die unnachgiebige Karkasse sorgt für ein strafferes Fahrverhalten.
Pirelli Scorpion XC M ProWall Smartgrip Classic 29 x 2,4" Sehr gut (💰 Kauftipp Allround) 70 Euro 837 g 60,2 mm Der schwere XC M hat grobe Schulterstollen, die in Kurven kräftig zupacken.
Pirelli Scorpion XC RC ProWall Smartgrip Classic 29 x 2,4" Sehr gut (💰 Kauftipp Allround) 70 Euro 696 g 59,1 mm Obwohl vergleichsweise „zahnlos“, generiert der RC viel Grip am Heck, das klebrige Gummi greift an Wurzeln beherzt zu.
Schwalbe Racing Ray Super Race Speed 29 x 2,35" Überragend (🏆 Testsieger) 69 Euro 724 g 57 mm Als grip- und traktionsstarker Vorderradreifen hat sich der Ray einen Namen gemacht: Er sprintet zügig vorwärts und ist dabei noch passabel leicht.
Schwalbe Rick XC Pro Speed 29 x 2,4" Sehr gut (🏆 Testsieger) 69 Euro 741 g 59 mm Der neue Topsportler von Schwalbe ist kein Leichtgewicht, überzeugt aber mit Seitenhalt in Kurven - und das nicht nur bei Trockenheit.
Specialized Fast Trak Control T5 2Bliss 29 x 2,35" Sehr gut (💰 Tipp Preis-/Leistung) 40 Euro 728 g 58,5 mm Auch wenn der Fast Trak im Matsch gut greift und Traktion erzeugt, im Trockenen ist er besser.
Specialized Renegade Control T5 2Bliss 29 x 2,35" Sehr gut (💰 Tipp Preis-/Leistung) 40 Euro 652 g 58,2 mm Der eher leichte und flexible Renegade überrascht mit einem subjektiv klebrigen Gummi, der hervorragend auf Wurzeln und Steinen greift.

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