Was ist schwarz, elektrisch und leuchtet immer voraus, wenn du fährst? Das E-Bike „Cowboy“ vom gleichnamigen belgischen Start-up. Doch ist es wirklich das angepriesene „Elektrorad für urbane Fahrer“ oder einfach nur noch ein E-Bike auf dem Markt?
Das Cowboy E-Bike im Detail
Design und erster Eindruck
„Urbanes Biken ist Lifestyle“, erklärt das Cowboy Cruiser mit seinem Design-Auftritt. Das kann er gut. Der Wilde Westen ist komplett durchdesignt, wie man am Cowboy Cruiser sehen kann. Der Lenker ist ein gleichmäßig geformter Bogen, der fließend in die Griffe übergeht - E-Bike goes Lifestyle! Schön am Cruiser ist auch die Vollintegration: Bremsleitungen und nahezu alles Sperrige verschwindet in Rahmen oder Gabel.
Die Verpackung kann an der Front geöffnet und das Cowboy Cruiser ohne Anstrengung herausgerollt werden. Die erste Hürde ist tatsächlich schnell überwunden. Die braucht man eigentlich kaum, weil sich das Cowboy sehr schnell und einfach aufbauen lässt. Wenige Minuten später stehe ich so vor einem fahrbereiten E-Bike.
Allerdings zeigt sich bereits bei der Farbwahl Cowboys kontroverse Preispolitik. Denn alle Farben außer Schwarz bekommt ihr nur im 299 Euro teuren Performance-Paket, das neben einem verbesserten Akku auch kabelloses Laden im Lenker unterstützt und darüber hinaus einen zusätzlichen Fahrmodus namens AdaptivePower bietet.
App-Integration und Funktionen
Denn das Cowboy funktioniert nicht ohne die dazugehörige App*. Dazu muss logischerweise dein Bluetooth aktiviert sein und du brauchst eine Netzwerkverbindung. Als letztes musst du das E-Bike zum Fahren entsperren. All das funktioniert relativ schnell und unkompliziert, wenn man es einmal gemacht hat. Während der Fahrt brauchst du übrigens auch kein Netz. Sobald das Rad dann aber entsperrt ist, schalten sich die Lichter ein, die du übrigens über die App ein- und ausschalten kannst. Fünf leuchtende Punkte heißt: voller Akku. Ich kann also losfahren.
Die App ist bei diesem Design-E-Bike zentral: Sie ist gleichzeitig Zündschlüssel, Navigator, gegebenenfalls Diebstahlschützer und vieles mehr. Wer sie nicht hat oder das Handy vergisst, kann den Motor durch Herausnehmen und Wiedereinstecken der Batterie initiieren und verzichtet auf weitere Einstellungen. Heißt: Man fährt im Modus „Standard“, dem mittleren von dreien. Um die 50 Kilometer sind dann drin.
Fahrgefühl und Leistung
Wirklich entspannt sitzen hier nur Menschen um die 1,80 Meter. Für sie ist die Sitzposition wie das Handling City-typisch angemessen und bequem. Für Komfort sorgen bei Kopfstein- und sonstigem schlechtem Pflaster die fetten Cowboy-Pneus. Wie die gut funktionierenden Bremsen werden sie als eigene Cowboy-Produkte angegeben. Das Cowboy positioniert sich aber auch ganz klar als urbanes Bike und nicht als Offroad-Fahrrad. Das gilt übrigens auch für nasse Straßen und Straßen voller Laub.
Der Akku des Cowboy Cruiser mit 360 Wattstunden Kapazität steckt am Sitzrohr und ist per Schlüssel zum Laden abzunehmen, der Cowboy-Custom-Motor mit 45 Newtonmeter Drehmoment sitzt in der Hinterradnabe. Er spricht sehr direkt, aber etwas ruppig an und liefert ausreichend Kraft für den Alltag ohne große Steigungen. Seine Lautstärke ist moderat, und abgesehen von leichtem gelegentlichem Nachschieben gibt es wenig zu bemängeln. Laut Cowboy „denkt” er mit und liefert bei höherer Anforderungen am Berg auch mehr Leistung.
Praktisch: Die Batterie kann per Schlüssel sehr leicht abgenommen werden. Positiv überrascht war ich auch von der Akku-Leistung. Die angegebenen 70 Kilometer Reichweite scheinen nach meinen Fahrten akkurat. Der Akku lässt sich mit einem Schlüssel einfach herausnehmen.
Das Cowboy Cruiser fährt sich so natürlich wie kaum ein anderes Fahrrad, das ich bisher getestet habe. Der Motor unterstützt somit bis zu 25 km/h je nachdem, wie stark ihr in die Pedale tretet, und macht je nach Situation genau das, was man von ihm erwartet. Entsprechend gibt es nicht mal Assistenzstufen. Einfach losfahren und Spaß haben lautet die Devise.
Kritikpunkte
Kritik: Die formschön integrierte Cowboy-Beleuchtung ist nicht StVZO-konform, das Unternehmen legt zusätzliche Stecklichter dem Rad bei. Keine schöne Lösung. Die formschön integrierte Cowboy-Beleuchtung ist nicht StVZO-konform. Der Design-Leitsatz „Die Form folgt der Funktion“ wird hier nicht ganz ernst genommen, Stichwort Lichter und Größenanpassung.
E-Bike-Zubehör im Test: Was Sie wirklich brauchen
E-Bikes sind eine Klasse für sich: Zum einen hat die moderne Technik ihren Preis und sollte dementsprechend besonders gut vor Diebstahl geschützt werden. Zum anderen werden die Elektrofahrräder sehr oft nur mit dem Allernötigsten ausgestattet, um auf dem hart umkämpften Markt den Anschaffungspreis so niedrig wie möglich zu halten. Gerade hier kann das ein oder andere Zubehörteil also schnell zum echten Gamechanger werden - auch bei der eigenen Sicherheit im Straßenverkehr.
Für unseren Zubehör-Test haben wir uns bewusst für ein sehr minimalistisches Urban E-Bike als Basis entschieden: das Tenways CGO600 Pro, das in seiner Grundausstattung schon gut performt, mit nur wenigen Detail-Upgrades aber ganz leicht zum absoluten Großstadt-Überflieger gepimpt werden kann, bei dem Fahrspaß, Komfort und Sicherheit im Fokus stehen.
Ausgewähltes Zubehör und Empfehlungen
Kommen wir nun zu unseren Zubehör-Lieblingen, die in erster Linie auf City-E-Bikes gemünzt sind, aber durchaus auch bei allen anderen E-Bike-Gattungen sinnvoll sein können. Unser Fokus lag dabei vor allem auf einer erhöhten Sicherheit sowie starke Komfort-Upgrades, die einfach zu installieren sind und einen echten Mehrwert bieten.
Hier eine Übersicht von empfohlenem Zubehör:
- Quad Lock Bike Kit: Für die Nutzung des Smartphones als Navi.
- SQlab 610 Infinergy M-D active 2.1: Ein komfortabler Sattel für längere Strecken.
- By,Schulz G.2 ST Sattelstütze: Eine gefederte Sattelstütze für mehr Komfort auf holprigen Wegen.
- SQlab Griffe und Pedalen: Optimierte Griffe und Pedalen für mehr Komfort und Grip.
- Abus Bordo One 6500A: Eine smarte All-in-One-Lösung zur Diebstahlsicherung.
- Litelok X1: Ein Bügelschloss, das auch Winkelschleifern standhält.
- Abus Touch 57: Ein Vorhängeschloss, das sich per Fingerabdruck öffnet.
- Apple AirTag: Zur Nachrüstung einer Tracking-Funktion für den Fall eines Diebstahls.
- AirBell: Eine unauffällige AirTag-Halterung in Form einer Klingel.
- Knog Scout: Eine Kombi aus Fahrradalarm und Tracker.
- Nutcase Vio Commute: Ein Fahrradhelm mit zusätzlicher LED-Beleuchtung.
- Xiaomi Portable Electric Air Compressor 2: Ein portabler Luftkompressor, der mühevolles Pumpen erspart.
Zubehör-Test: Detaillierte Bewertungen
Quad Lock Bike Kit
Um zielgenau von A nach B zu kommen, wird gerne das Smartphone als Navi eingesetzt. Hier empfiehlt sich eine Lenker-Halterung, die das Handy im Blickfeld und sicher an Ort und Stelle hält. Quad Lock bietet für die gängigsten Hersteller wie Apple, Samsung oder Google passende Bike-Kits an, die durch einen besonderen Mechanismus außerordentlich gut performen. Selbst bei starken Erschütterungen verschob sich im Praxistest absolut gar nichts. Das Handy wird nämlich erst wieder über einen Sicherungshebel freigegeben. Das ist richtig cool gelöst - und enorm praktisch im Alltag!
SQlab 610 Infinergy M-D active 2.1
Der Sattel zählt zu den Teilen am Fahrrad, die sich stark auf den Fahrspaß auswirken können. Schlecht gepolstert, designt oder eingestellt, kann es auf längeren Strecken schnell unangenehm werden. SQlab gilt hier als echter Spezialist und bietet eine breite Sattel-Palette für die wichtigsten Einsatzbereiche und Fahrradtypen an. Seine Stufenform verteilt das Körpergewicht nach medizinischen Gesichtspunkten auf die Sitzknochen und entlastet gleichzeitig stark den empfindlichen Dammbereich. Alles in allem ein riesiges Komfort-Upgrade, das jeden Standard-Sattel deutlich in den Schatten stellt.
By,Schulz G.2 ST Sattelstütze
Viele Räder haben weder Federgabel noch Heckfederung verbaut und sind auf holprigen Wegen entsprechend unkomfortabel - und auch schwerer zu beherrschen. Für solche Fälle gibt es eine simple Nachrüstungsmöglichkeit, die nicht die Welt kostet und ganz leicht verbaut werden kann: eine gefederte Sattelstütze, wie etwa die G.2 ST von by,Schulz. Ihr Parallelogramm-Federmechanismus punktet mit einem sehr feinen Ansprechverhalten und einer deutlichen Erhöhung des Fahrkomforts. Der Federweg von 30 Millimetern dämpft zuverlässig Kopfsteinpflaster oder holprigen Schotter ab.
SQlab Griffe und Pedalen
Kommen wir zum eher kleinteiligen Zubehör, können optimierte Griffe und Pedalen den Fahrkomfort und Grip steigern. Auch hier ist SQlab eine erstklassige Wahl. Bei unserem City-E-Bike haben wir uns zum Beispiel für die Pedale 502 active entschieden, die durch mehrere verfügbare Achsenlängen und seitlicher Bewegungsfreiheit eine knieschonende, ergonomische Fußstellung unterstützen. Der Griff 711 Tech & Trail hingegen bietet Langstrecken-Ergonomie, gute Dämpfung und lässt sich optional mit den hauseigenen Innerbarends erweitern, die eine zweite, entspanntere Griffposition für längere Fahrten ermöglichen.
Abus Bordo One 6500A
Kommen wir zum Thema Sicherheit: Das Bordo One 6500A von Abus ist eine besonders smarte All-in-One-Lösung samt Halterung für hochwertige E-Bikes. Das Faltschloss bietet das höchste Sicherheitslevel auf der hauseigenen Skala, eine 100 dB laute Alarmfunktion, die schon kleinste Erschütterungen registriert, und kommt komplett ohne Schlüssel aus - das Smartphone in der Tasche genügt.
Litelok X1
Der Winkelschleifer gilt als Schlosskiller Nummer 1. Allerdings gibt es erste Modelle auf dem Markt, die auch diesem Werkzeug standhalten können. Die Stiftung Warentest hat sich zwei dieser Schlösser gesondert angeschaut - und das Litelok X1 zum klaren Sieger gekürt. Das Bügelschloss wird mit einer praktischen Schnellspann-Halterung geliefert und fällt bei der gebotenen Robustheit mit rund 1,7 Kilogramm noch erfreulich leicht aus.
Abus Touch 57
Wer sein Fahrrad im Schuppen oder Keller-Abteil unterbringt, wird dieses Vorhängeschloss lieben: Das wetterfeste Abus Touch 57 öffnet sich nämlich nur über den passenden Fingerabdruck, von denen bis zu 20 eingespeichert werden können. Damit entfällt die nervige Schlüsselmitnahme samt Fummelei und der Zugriff kann jederzeit angepasst werden.
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