Cube hat seine Hardtails der Einstiegs- und Mittelklasse deutlich verbessert. Die auffälligste Veränderung im Vergleich zu den 2021er-Modellen sind die deutlich flacheren Rahmen. Das Oberohr - das Sattelrohr und Steuerrohr verbindet - liegt nun deutlich tiefer, was im Gelände und beim Auf- und Absteigen praktisch ist, da man nun mehr Platz über dem Rad hat. Insgesamt ist die Rahmengeometrie etwas sportlicher geworden, wodurch man etwas weniger aufrecht sitzt als in den Jahren zuvor. Die Sitzposition bleibt aber Cube-typisch moderat-sportlich.
Cube Topseller MTB im Test:
Cube Aim Modelle: Vielfalt und Unterschiede
Alle CMPT-Modelle verbindet, dass sie eine 100 Millimeter Federgabel verbaut haben, die je nach Modellvariante technische Unterschiede aufweist. Eine 100 Millimeter Federgabel ist die klassische Federgabel an Hardtail-Mountainbikes. Auch das Cube-typische „Smart Sizing“ darf bei dem Aim und den anderen CMPT-Modellen natürlich nicht fehlen. Die kleinsten Rahmengrößen XS und S haben 27,5 Zoll Reifen, die Größen M, L, XL und XXL rollen auf 29 Zoll Reifen. Die Unterschiede zwischen den AIM-Modellen liegen hauptsächlich im Bereich der Federgabel, der Schaltung beziehungsweise des Antriebs und der Bremsen.Als 2022 das Cube Aim EX-Modell eingeführt wurde, war es das einzige Cube Aim mit 1-fach-Antrieb. 2023 sind alle AIM-Modelle mit einem Zweifach-Antrieb - also zwei Kettenblättern vorne - ausgestattet.Cube Aim Pro im Detail
Optisch macht das Cube Aim Pro einen wirklich hochwertigen Eindruck und muss sich mitnichten hinter höherpreisigen Hardtail-Mountainbikes verstecken. Bei genauerer Betrachtung wird natürlich klar, dass das Aim Pro im Einsteigerbereich angesiedelt ist. Für den Preis erhält man ein richtig gutes Mountainbike. Schön ist, dass es das Aim Pro sowohl in 29 Zoll als auch in 27,5 Zoll (650B) gibt. Die größere Agilität und einfache Handhabung der 27,5 Zoll Variante kann gerade für junge und jugendliche Mountainbike-Einsteiger und Rennrad-Fahrer relevant sein - mitunter auch für körperlich kleinere Fahrer.Das Cube Aim Pro macht beim Fahren einen richtig guten Eindruck. Die Sitzposition auf dem recht steifen Cube Aluminium-Rahmen ist sehr angenehm. Die SR Suntour XCT Disc Federgabel ist mehr als solide für den MTB-Hausgebrauch. Einsteiger erhalten mit ihr ein perfektes Tool. Auf wirklich heftigen Trails wird sie auf Dauer überfordert sein, aber dafür ist sie auch nicht gemacht. Die hydraulische Scheibenbremse mit 160 Millimeter Scheiben bremst zuverlässig und ist für diese Preisklasse sicher ein Highlight.Bei einem Fahrergewicht von mehr als 100 Kilogramm kommen die Suntour XCT und die Tektro Scheibenbremsen an ihre Grenzen. Die 3×8 Shimano Acera Schaltung schaltet gut und sauber durch, Punkt! Die Bereifung des Cube Aim Pro ist mit den Schwalbe Smart Sam so gewählt, dass man im Gelände Grip hat und auf Asphalt ordentlich rollt. Aus meiner Sicht sind die Reifen perfekt für den Einsteiger, der sich meist auf unterschiedlichen Untergründen bewegt. Was ich aus optischer Sicht noch erwähnen möchte, sind die innen verlegten Züge am Rahmen des Cube Aim Pro 2019.Das Cube Aim Pro ist ein richtig schönes Fahrrad und richtet sich an Einsteiger in den Mountainbike-Sport. Diese erhalten mit dem Aim Pro ein Hardtail-MTB für einen schmalen Preis und breitem Einsatzspektrum. Es ist für alle Späße zu haben. Die einzige Einschränkung sehe ich wie oben erwähnt bei Fahrern jenseits der 100 Kilogramm. Auch Jugendliche, die die erste Luft der Offroadwelt schnuppern wollen, finden im Aim Pro einen perfekten Begleiter.Man sitzt auf dem Cube Aim Pro sehr mittig und zentral; die Sitzposition liegt irgendwo zwischen Tour und Sport. Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist gut. Das Cube Aim Pro hat eine Shimano Schaltung auf Tourney Niveau und bietet insgesamt 24 Gänge. Es ist eine Trekto Scheibenbremse verbaut, die optisch an die von Shimano ankoppelt und für die Preisklasse sehr gut bremst. Cube bietet das Fahrrad mit etwas schmaleren Reifen an.Auf den Weg zum Wald fährt sich das Cube Aim Pro sehr gut, auf der Straße und auf leichten unbefestigten Parkwegen auch. Das Schalten klappt gut, es dauert zwar kurz, aber die Schaltung funktioniert gut. Im Wald auf Trails (Passagen mit engen Kurven und vielen Steinen oder Wurzeln) merkt man, dass sich das Fahrrad langsam unwohl fühlt. Dies liegt an der einfachen Federgabel und dem Schaltwerk (Tourney TX), welches sehr weich ist und in solchen Passagen ein präzises Schalten schwer macht.Das Cube Aim Pro sehe ich als SUV für die Stadt. Es ist ein MTB, was sich dank der Ausstattung eher für den Stadtbetrieb und leichte Waldfahrten eignet. Man kann nachträglich einen Gepäckträger montieren lassen, sowie einen Ständer anbauen und schon hat man ein top Stadtrad, um Hindernisse in der Stadt zu meistern. Das Cube Aim Pro soll auch Radfahrer mit geringem Budget ansprechen, die nur ab und zu fahren, aber dennoch ein robustes, gutes Bike haben wollen.Cube Stereo Hybrid 140 TM: Ein E-Mountainbike im Test
Das Stereo Hybrid 140 von Branchenriese Cube ist wohl eines der meistverkauften E-Mountainbikes überhaupt. Die TM-Variante des Klassikers ist traditionell voll auf Trail-Stärke ausgelegt. Das macht sich am Stereo Hybrid 140 besonders bei den Maxxis-Reifen bemerkbar. Super griffiger Maxxgrip-Gummi an Vorder- wie Hinterrad, dazu eine robuste Doubledown-Karkasse im Heck. Doch im Grunde ist das 140er-Stereo kein Downhill-Experte. Diesen Part übernimmt das neue, sportlichere und leichtere One55. Kann der beliebte Allrounder Stereo Hybrid 140 TM dennoch auch im Gelände überzeugen?Geometrie und Komfort
Die Geometrie des Cube Stereo 140 ist gemäßigt gezeichnet und voll auf Komfort getrimmt. Dazu passt auch das riesige Kiox 500 Display von Bosch, das viele Informationen übersichtlich und gut ablesbar bereitstellt, inklusive Navigationsfeatures. Doch puristische Biker könnten sich an der sperrigen Optik stören. Auch hier sieht man: Allroundstärke und ein praller Strauß an Features geht bei diesem Bike vor extremer Sportlichkeit. Der Hauptrahmen aus Carbon verhindert allzu üppige Pfunde, trotz schwerem Akku. Doch mit 24,7 Kilo ist das Bike kein Leichtgewicht.Ausstattung und Antrieb
Cube setzt traditionell auf Bosch-Motoren. Und der dynamisch-kräftige Performance Line CX passt gut in das Stereo. Die Modulation ist top, die Kraftentfaltung spritzig. Gerade in schwierigen Anstiegen spielt er seine Stärke voll aus. Der 750er-Powertube schiebt das Bike auf eine extrem starke Reichweite, sorgt aber auch für ein höheres Gesamtgewicht des Bikes. Denn der Akku wiegt satte 4,3 Kilogramm.Die Batterie steckt hinter einem separaten Cover im Unterrohr, ist mit einem Schloss gesichert und kann unkompliziert nach vorne herausgeklappt werden. Mit dem Kiox 500 verbaut Cube ein riesiges Display, das über die LED-Remote am Lenker bedient werden kann. Am Screen dieser Größe funktioniert auch die Navigationsansicht sehr gut.Fahrverhalten
Hier wird Komfort großgeschrieben! Die Sitzposition ist eher kompakt, und das Cockpit thront weit oben, Streckbankgefühle kommen definitiv nicht auf. Das Fahrwerk saugt Unebenheiten gierig auf. Dazu kommt die griffige und stabile Reifenkombi von Maxxis, die mit niedrigem Luftdruck gefahren werden kann und förmlich am Boden klebt. So treckert man recht gelassen durchs Gelände - auch ohne Profi-Fahrtechnik. Auf Flachpassagen und asphaltiertem Untergrund zieht der weiche Hinterreifen einiges an Akku, denn er rollt zäh.Solange es nicht zu technisch zur Sache geht, kann man gemütlich im Sattel sitzen bleiben und das Stereo treckert hinauf. Traktion, Motor, Steigfähigkeit: Hier gibt’s keinen Grund zum Meckern. Trails können das Cube Stereo Hybrid 140 TM nicht schocken. Bei gemäßigter Gangart fühlt es sich allerdings wohler, als im extremen Gelände.Einen ähnlichen Charakter zeigt das TM-Stereo bergab. Der hohe Federungskomfort und die geniale Traktion geben viel Vertrauen. Die griffige Reifenkombi zahlt sich aus, sobald man ins Gelände abbiegt. Erst bei sehr schneller Fahrweise im ruppigen Geläuf sinkt das Sicherheitsempfinden.Fazit zum Stereo Hybrid 140 TM
Versierte Trail-Experten könnten die Nase rümpfen - doch für alle anderen schnürt Cube ein unverschämt komfortables Paket. Unkompliziertes Handling, Mega-Reichweite, starke Ausstattung: souveräner Allrounder mit Geländekompetenz zum fairen Preis. Das ist der Testsieg im großen EMTB Vergleichstest.Cube Reaction C:62 Pro: Ein Carbon-Hardtail im Test
Carbon-Hardtails mit Shimano-XT-Ausstattung waren lange Zeit ein solides Fundament des Mountainbike-Sports. Um die Erfolgssträhne des Reaction nicht abreißen zu lassen, schärft Cube für 2025 dessen Profil. Eine integrierte Sattelklemme und eine semi-integrierte Zugverlegung mit Eintritt durch den Steuersatz sparen am Kohlenstoff-Rahmen einige Gramm. Mit knapp unter 2000 Euro will das Pro-Modell vor allem ambitionierte Einsteiger und preis-leistungsbewusste Racer abholen. Bleibt das neue Reaction seinen beliebten Wurzeln treu?Ausstattung und Details
Gut, dass Cube-Kunden die Beratung eines Händlernetzes in Anspruch nehmen können, denn die Wahl der passenden Rahmengröße hat beim Reaction Hardtail ihre Tücken. In L fällt das Sitzrohr kurz. Selbstvertrauen spenden dem Piloten des Cube Hardtails im Downhill zwar das 760 Millimeter breite Cockpit mit guten Griffen und die starken Shimano-Bremsen, leider spezifiziert Cube aber Schwalbe Reifen in der einfachen Performance-Variante. Grip und Eigendämpfung sind knapp bemessen. Die preiswerte Rockshox SID Base schont die Handgelenke bei größeren Schlägen, ignoriert aber feine Vibrationen und bietet schnellen Racern zu wenig Paroli in Form einer kontrollierten Dämpfung.In seichtem Gelände gefällt das reaktive Handling des Hardtails. Dank moderatem Lenkwinkel werden Lenkimpulse blitzschnell umgesetzt. Zudem lässt sich das Bike leicht vom Boden lupfen. In der Ebene rollt das leichte Cube Reaction zügig voran. Die Sitzposition fällt sportlich aber nicht extrem aus. Im dick gepolsterten Sattel überstehen auch Einsteiger ihre ersten längeren Touren. Im Wiegetritt erzeugt der schmale Karkassenaufbau auf den breiten Felgen ein unharmonisches Fahrgefühl. Schrauben sich die Rampen in den Himmel, muss der Fahrer wegen der super kurzen Kettenstreben viel Gewicht nach vorne bringen, um effizient zu klettern.Fazit zum Reaction C:62 Pro
Um erste Race- und Touren-Luft zu schnuppern, ist das neue Cube Reaction mit dem ästhetischen Carbon-Rahmen genau die richtige Wahl. Solange Steigung und Gefälle moderat bleiben, macht das wendige Hardtail Laune.Cube Reaction TM One: Ein Trailhardtail für Einsteiger
Cube schießt mit seinem neuen Trailhardtail den Vogel ab. Denn für 1100 € liefern die Bayern ein Trailhardtail, dem auf den ersten Blick nichts fehlt. Cube stellt mit seinem neuen Reaction TM One vor allem ein Argument für Trailhardtails ins Rampenlicht: den Preis. Unter 2000 € wird es verdammt schwer, ein Fully mit gleichem Einsatzbereich und ähnlicher eleganter Optik zu finden.Rahmen und Ausstattung
Trotz Kampfpreis lässt sich Cube bei der Qualität und Optik des Rahmens nichts nachsagen. Cube weiß es, die neuesten Entwicklungen beim Schweißen von Alu-Rahmen perfekt umzusetzen. Das geschraubte BSA-Tretlager und die Zugverlegung durch das Unterrohr bzw. Details wie die stabil abgestützte Direkt-Mount-Bremsaufnahme am Hinterrad, die ab Werk für eine 180er-Scheibe vorbereitet ist, oder das Gusset im Sitzrohrbereich zeigen, dass man bei Cube die Bedürfnisse der Zielgruppe endlich ernst nimmt. Der Rahmen macht einen deutlich stabileren Eindruck als der alte Reaction TM Rahmen.Mit 15,5 Kilo ohne Pedale ist das Bike für ein Hardtail schwer. Die Schwalbe-Reifen haben massiv Grip und mit ihrer doppelten Karkasse auch den Pannenschutz, den man sich für ein Trailhardtail vorstellt. Im Großen und Ganzen funktioniert die Schaltung zuverlässig und auf einem Niveau, das für den Mountainbike-Einsatz ok ist. Bei den Bremsen lässt Cube nichts anbrennen. Der 4-Kolben-Magura-Bremssattel am Vorderrad ist in Kombination mit der 203 mm großen Scheibe einer der stärksten Stopper, die man sich vorstellen kann.Die SR Suntour Federgabel hat nicht den Ruf einer Rock Shox oder Fox Gabel, funktioniert aber auf dem selben Niveau wie die günstigen Gabeln der Marktführer im Highend Segment. Wichtig ist vor allem, dass die Gabel mit einer Luftfeder, und nicht mit einer Stahlfeder arbeitet.Geometrie und Fahrverhalten
Mit dem neuen Rahmen ist Cube im Trailhardtail Game angekommen. Mit dem 65 Grad Lenkwinkel trifft man den Nagel auf den Kopf. Mit den Größen XS und S hat man selbst als kleiner, vielleicht noch nicht ausgewachsener Mensch, zwei Rahmengrößen zur Auswahl. Das ist absolut sinnvoll. Ab der Größe M hat das Reaction TM 29er-Laufräder. Das Bike ist nicht super quirlig, sondern schlägt sich tendenziell eher auf die laufruhige Seite.Das Zusammenspiel aus den soliden Reifen, der gelungenen Geo und den Bremsen schafft es selbst dann, wenn es richtig knifflig wird, ein sicheres Fahrgefühl aufzubauen.Fazit zum Reaction TM One
Cube liefert für 1100 € genügend Mountainbike, um den Sport in seiner vollen Bandbreite, von leichten Hometrails bis zu den Killer Trails von Finale auszuüben.Cube Topseller MTB im Test:
| Modell | Federweg | Gewicht | Preis |
|---|---|---|---|
| Cube Reaction C:62 Pro | 100 mm | 10,6 kg | 1999 Euro |
| Cube Reaction TM One | - | 15,5 kg | 1100 Euro |
| Cube Stereo Hybrid 140 TM | 150 / 140 mm | 24,7 kg | 5799 Euro |
Verwandte Beiträge:
- Cube MTB Ständer: Schutz & Ordnung für Ihr Mountainbike
- Scott vs. Cube Mountainbikes: Welcher Hersteller passt zu mir?
- Cube Kinder Mountainbike 20 Zoll: Test & Kaufberatung für die Kleinsten
- Cube Fahrradhelme Damen: Modelle, Test & Kaufberatung
- E-Bikes 45 km/h im Test: Die ultimativen Kauf-Tipps für schnelle Elektroräder
- FahrRad Scheffler Bad Saarow – Top Fahrräder & E-Bikes für jede Tour entdecken!
Kommentar schreiben