Cube Rennrad Damen Test: Ein umfassender Überblick

Cube hat sich als eine der führenden Marken im Fahrradmarkt etabliert, und ihre Rennräder für Damen sind keine Ausnahme. Dieser Artikel bietet einen umfassenden Überblick über Cube Rennräder für Damen, einschliesslich Tests und wichtiger Fakten, um eine informierte Kaufentscheidung zu treffen.

Das Konzept hinter Cube Rennrädern

Das erste nach aerodynamischen Gesichtspunkten designte Rennrad stellte Cube bereits 2019 vor. Der Ansatz des lupenreinen Aero-Renners erscheint heute, wo Hersteller zunehmend die Balance aus Gewicht und Aerodynamik suchen, zwar leicht angestaubt. Als Arbeitsgerät von Biniam Girmay, Gewinner des Grünen Trikots bei der Tour de France 2024, konnte das Litening Aero aber beweisen, dass es noch längst nicht zum alten Eisen gehört.

Weil die Marke aus der Oberpfalz nicht alle Fahreigenschaften der Aerodynamik unterordnete, kann das Rad auch sechs Jahre nach seiner Premiere noch gut im Peloton mitrollen. Ohne Übertreibung spektakulär ist der Preis, denn das Cube kostet weniger als die Hälfte dessen, was andere Hersteller für vergleichbare Boliden mit Top-Ausstattung aufrufen.

Cube Litening Aero C:68 SLX im Detail

Zwar stellt Cube das schwerste Rad im Test; vor allem das Rahmen-Set drückt auf die Waage, in Zahlen gefasst mit fast 500 Gramm mehr als das leichteste ­Chassis (Specialized) im Vergleich. Die ­Ausstattung mit leichter SRAM-Gruppe und Newmen-Laufrädern mit Carbonspeichen verhindert aber, dass der Abstand zur Konkurrenz zu groß wird. In der Aerodynamik-­Wertung steht das Litening immer noch gut da und landet im vorderen Mittelfeld. Die Position ist stramm sportlich, das Lenkverhalten klassisch direkt. Pfeilschnell ist es auch.

Sehr, sehr viel mehr als bei allen anderen. Das gilt insbesondere für die gezeigte Top-Version, die bis hin zum Powermeter alles mitbringt. Der Preisvergleich mit den Wettbewerbern spricht für sich.

Cube Litening Aero C:68 SLX: Infos & Test-Note

  • Preis: 7299 Euro
  • Gewicht Komplettrad: 7,3 Kilo
  • Aerodynamik: 208 Watt
  • Rahmengrößen: 50, 52, 54, 56, 58, 60 (Testgröße gefettet)
  • TOUR-Note: 1,8

Geometrie

  • Sitz-/Ober-/Steuerrohr: 520/565/145 Millimeter
  • Stack/Reach/STR: 565/395 Millimeter/1,43
  • Stack+/Reach+/STR+: 604/572 Millimeter/1,06
  • Radstand/Nachlauf: 995/57 Millimeter

Ausstattung

  • Antrieb/Schaltung: SRAM Red AXS (2x12; 50/37, 10-33 Z., PM) | Note: 1,0
  • Bremsen: SRAM Red HRD (160/160 mm) | Note: 1,0
  • Reifen: Conti Grand Prix 5000 S TR 28 mm (eff.: 30 mm) | Note: 1,0
  • Laufräder: Newmen Streem S.60/S.66
  • Laufradgewichte: 1172/1467 Gramm (v./h.)

Messwerte

  • Gewicht Komplettrad: 7340 Gramm | Note: 2,3
  • Luftwiderstand: 208 Watt | Note: 1,7
  • Frontsteifigkeit: 8,3 N/mm | Note: 1,7
  • Tretlagersteifigkeit: 68 N/mm | Note: 1,0
  • Komfort Heck: 168 N/mm | Note: 2,7
  • Komfort Front: 103 N/mm | Note: 3,0

Vor- und Nachteile des Cube Litening Aero C:68 SLX

  • Plus: extrem gutes Preis-Leistungs- Verhältnis
  • Minus: schweres Rahmen-Set, knapper Lenkeinschlag

Cube Axial WS Disc: Ein Komfortrenner für Einsteigerinnen

Das Damenrad Cube Axial WS Disc erscheint zunächst auffällig unauffällig. Die neue und, wie gewohnt, sehr robuste Shimano-105-Disc-Gruppe kommt mit einer Übersetzung von 50/34 vorne und 11 bis 32 hinten. Auch die Schaltung überzeugte durch präzise Schaltvorgänge. Die Geschwindigkeit liegt nur knapp unter Ultegra-Niveau. Die beiden Bremsscheiben haben jeweils einen Durchmesser von 160 Millimetern. Die Bremshebel sind im Vergleich zur Shimano-Ultegra-Version noch immer etwas klobiger. Dennoch saßen sie auch für die kleinen Hände unserer Testfahrerinnen noch nah genug am Lenker.

In der Praxis zeigt sich das Cube Axial WS Disc als komfortables Rennrad mit Langstreckenqualitäten. Bergab und im flachen Terrain spielt das Axial sein Können aus, bergauf bremst das hohe Gewicht jedoch die positiven Fahreigenschaften deutlich. Zudem spricht der sehr beite Einsatzbereich klar für das Axial. Mit den 28 Millimeter breiten Ultra-Sport-2-Reifen von Continental sind sogar kleinere Abstecher auf Schotterwege kein Problem. Die bedingt durch das kurze Oberrohr eher aufrechte Sitzposition passt in das Bild des Komfortrenners - auf und neben der Straße.

Die neue Shimano-105-Disc überzeugt mit ihrer Schalt- und Bremsperformance. Hoher Lenker, kurzes Oberrohr, aufrechte Sitzposition - das Cube ist ein Komfortrennrad im klassischen Sinn. Das sehr gutmütige Fahrverhalten prädestiniert das Axial für Rennrad-Einsteigerinnen.

Cube Attain: Marathonrad mit Komfortgeometrie

Alles neu macht der September! So zumindest das Motto bei Cube. Der deutsche Fahrradbauer zündet im Spätsommer ein Feuerwerk an Neuheiten und präsentiert mit dem Attain ein Marathonrad mit extremer Komfortgeometrie und attraktiven Preisen. Beim Werksbesuch in Waldershof konnte sich TOUR die neuen Alu- und Carbon-Modelle näher anschauen.

Neben dem Gravelbike Nuroad, das wir exklusiv in Labor und Praxis testen konnten, sowie etlichen (E-)Mountainbikes ist für das kommende Modelljahr auch das Attain neu im Sortiment. Cube verpasste sowohl der Alu- (HPA) als auch Carbon-Plattform (C:62) einen neuen Anstrich, wobei die Grundtugenden unverändert bleiben. Das Attain nimmt weiter den Platz als langstreckentaugliches, unkompliziertes und vor allem preislich attraktives Marathonrad ein.

Cube Attain: Die wichtigsten Fakten

  • Gewicht Komplettrad (C:62): 7,9 bis 9,3 Kilo
  • Gewicht Komplettrad (HPA): 10,2 bis 10,5 Kilo
  • Stack/Reach/STR: 591/385 Millimeter/1,54 (Größe 56)
  • Max. Reifenfreiheit: 32 Millimeter (HPA), 34 Millimeter (C:62)
  • Rahmengrößen: 47, 50, 53, 56, 58, 60, 62

Preise

  • Preise (C:62): 1699 bis 2999 Euro
  • Preise (HPA): 899 bis 1399 Euro

Die Rahmengeometrie bleibt im Vergleich zum Vorgänger nahezu unverändert. Das Steuerrohr fällt extrem lang aus, wodurch man weiter sehr aufrecht im Sattel sitzt. Auf keinem anderen Cube mit Rennlenker sitzt man komfortabler. Minimale Anpassungen nimmt der bayerische Fahrradbauer bei den Kettenstreben vor. Um Platz für breitere Reifen zu schaffen, sind diese etwas länger. Die Alu-Modelle vertragen maximale 32 Millimeter breite Reifen, bei den Carbon-Rädern passen bis zu 34 Millimeter breite Pneus durch Gabel und Rahmen.

Ab Werk rollt das Marathonrad auf einem neuen Grand Prix von Continental mit 30 Millimetern. Bei unserem Werksbesuch in Waldershof waren die Bikes noch mit dem Grand Sport Race aufgebaut. Durch die längeren Kettenstreben ist auch der Radstand größer, wovon der Geradeauslauf profitiert. Schon das alte Attain punktete in zahlreichen TOUR-Tests mit einem gutmütigen Handling.

Wie das Agree lässt sich nun auch das Attain mit einer festen Rahmentasche nachrüsten.Teilintegrierte Leitungen verleihen dem Attain ein modernes Design, die Formensprache soll ans Leichtbaumodell Litening Air angelehnt sein. Die außenliegende Sattelstützenklemmung wird durch eine integrierte Version ersetzt. Neu sind zudem zusätzliche Montagepunkte auf der Unterseite des Oberrohrs, wie beim Agree lässt sich hier eine kleine Rahmentasche anbringen.

Preise und Ausstattungen

Die aggressive Preispolitik von Cube spiegelt sich auch beim Attain wieder. Speziell die beiden Top-Varianten mit Carbonrahmen, ausgestattet mit elektronischen Schaltungen von Shimano (105, Ultegra) und Carbonlaufrädern von Newmen, sind mit 2499 bzw. 2999 Euro eine Ansage an die Konkurrenz. Insgesamt bewegen sich alle Ausstattungsvarianten in unteren Preisregionen.

Cube Attain C:62 SLT im Detail

Ein Allrounder für lange Strecken und sportliche Ansprüche: Das Cube Attain punktet in der 2025er-Version mit vielfältigen Modellvarianten und hochwertiger Ausstattung. Wer viel Kilometer und dazu Komfort sucht ,könnte beim Cube Attain fündig werden.

Das 2025er Attain kommt wahlweise mit Aluminiumoder Carbon-Rahmen - in jeweils drei Ausstattungsvarianten. Den Einstieg markiert das Attain Pro mit Alu-Rahmen und Shimano Claris-Schaltung für 899 Euro. Ab 1699 Euro gibt es die Carbon-Variante mit Shimanos mechanischer 105-Gruppe. Ähnlich scharf kalkuliert wie das hier getestete Topmodell ist das C:62 SLX mit elektronischer Shimano 105 Di2-Gruppe für 2499 Euro. Während es das Topmodell nur in Schwarz gibt, stehen bei den anderen Attains je zwei Farbvarianten zur Auswahl.

Kantige Rohrquerschnitte, innen verlegte Bremsleitungen, tief angesetzte Sitzstreben und hohe 38-mm-Felgen zahlen auf die Aerodynamik ein. Passend dazu liefert das Heck sehr gute Komfortwerte: 217 Nm/° ermittelte der ROADBIKE-Prüfstand. Zum komfortablen Eindruck trägt neben der Carbon-Sattelstütze mit 27,2 Millimeter Durchmesser auch der 30 Millimeter breite Conti-Reifen bei. Übrigens montiert Cube bereits den neuen Continental Grand Prix Kevlar, also die Nummer zwei in Contis Reifenportfolio hinter dem GP 5000. Offiziell angekündigt ist der Grand Prix erst für 2025. Der erste Fahreindruck des Pneus: schnell, griffig, komfortabel!

Am Cube Attain C:62 SLT lassen sich übrigens bis zu 34 Millimeter breite Reifen montieren. Sprich: genug Reserven, um für ruppige Strecken reifentechnisch noch nachlegen zu können oder den Einsatz gar auf unbefestigte Wege auszuweiten. Auch das Handling dürfte anschlussfähig für viele sein: Das Attain folgt jeder Lenkbewegung, rollt aber immer spurtreu und vorhersehbar. Auch schnelle Abfahrten meistert es souverän und mit stoischer Ruhe. Heißblütige Rennfahrer wünschen sich womöglich mehr Temperament, auf langen Touren freut man sich aber über den ausgewogenen Charakter. Die 1:1-Übersetzung mit Kompaktkurbel und 34er-Ritzel nimmt auch steilen Anstiegen den Schrecken. Das Komplettradgewicht von acht Kilo geht für die Preisklasse mehr als in Ordnung. Dafür mitverantwortlich zeichnen auch die leichten Newmen Advanced R.38 CarbonLaufräder, die mit Bereifung, Bremsscheiben und Kassette 2897 Gramm wiegen. Zur Einordnung: Auch an deutlich teureren Rennrädern finden sich oft Alu-Laufräder, die meist über 3200 Gramm wiegen.

Eine bis auf Kette und Kassette komplette Shimano Ultegra Di2-Gruppe an einem 2999-Euro-Renner ist eine Kampfansage an den Markt.Der atemberaubende Preis kommt übrigens nicht durch hinterhältig versteckte Sparmaßnahmen zustande: Vorbau, Sattel und Lenkerband sind solide Eigenmarkenteile, der Lenker gar ein Carbon-Bügel von Newmen. Kassette und Kette stammen von Shimanos 105 statt der Ultegra, was funktional aber keinen Nachteil bedeutet.

Das gefällt

Kampfpreis ohne Haken, viele Rahmengrößen, gute Laborwerte, positiver Praxiseindruck- ein starker Auftritt!

Das weniger

Meckern auf hohem Niveau: Das Attain C:62 SLT gibt`s nur in Schwarz.

Cube Attain: Aluminium- und Carbon-Modelle im Vergleich

Die Attain-Reihe von Cube Modelle, die auf ein optimales Gleichgewicht zwischen Leistung und Komfort ausgelegt sind, unabhängig davon, ob Sie sich für einen Aluminium- oder Carbonrahmen entscheiden. Die Modelle mit semi-aerodynamischem 6061-Aluminiumrahmen verfügen über profilierte Rohre, einschließlich eines tropfenförmigen Unterrohrs, um die Effizienz zu maximieren und gleichzeitig die Vibrationen der Straße zu absorbieren, um den Komfort auf langen Strecken zu erhöhen. Die Modelle mit Carbon-Rahmen wiederum setzen auf eine leichte und steife Konstruktion mit einer Geometrie, die auf Fahrer zugeschnitten ist, die nach Reaktionsfähigkeit und Leistung suchen, ohne dabei auf ein sanftes Fahrgefühl verzichten zu müssen.

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