Alle Jahre wieder überarbeitet Cube seine Produktpalette. Dieses Jahr stellen die Oberpfälzer zwei neue E-Mountainbikes vor: das beliebte E-Allmountain Stereo Hybrid One44 und das neue E-Enduro mit fetten 170-mm-Federweg und erstmals mit Mullet-Bereifung. Alle E-MTBs kommen mit dem brandneuen Bosch-CX-Motor. Typisch Cube sind die Preise sehr kundenfreundlich und es gibt schon für wenig Geld viel E-Mountainbike. So sind beide neuen Modelle in der Einstiegsvariante schon für rund 4500 Euro erhältlich!
Die neuen Cube E-Mountainbike Modelle im Detail
Cube Stereo Hybrid One44
Neu ist auch der Name: Stereo Hybrid One44 heißt das beliebte E-Allmountain jetzt. Es wird vom neuen Bosch-Motor angetrieben. Dieser hat wie der Vorgänger 85 Nm, ist aber deutlich leiser und vermittelt ein natürlicheres Fahrgefühl. Typisch für Cube bietet der Stereo-Hybrid One44 eine hochwertige Ausstattung zu einem fairen Preis. Das Modell auf den Fotos ist das "Action Team" in der klassischen Cube-Teamfarbe Blau und kostet 6999 Euro.
Ausgestattet ist es mit einem Fox Factory-Fahrwerk mit schicker weißer Lackierung im "Old School Look". Geschaltet wird mit Sram-XO-Eagle-Transmission. Verzögert wird mit einer Shimano-XT-Bremse. Praktisch: Die elektronische Schaltung bezieht ihren Strom über ein Kabel vom Hauptakku, sodass nur dieser geladen werden muss.
Cube bietet das Size Split System an, so rollt die Rahmengröße S auf 27,5"-Laufrädern, ab Rahmengröße M sind die Stereo Hybrid One44-Modelle als Full 29er ausgelegt. Auch am Steuersatz sollen die drehbaren Lagerschalen bei der optimalen Einstellung helfen. Durch sie kann der Lenkwinkel um 0,6 Grad abgeflacht werden.
Mit dem neuen Stereo One44 ist Cube wieder einmal eine Allzweckwaffe gelungen. Mit 65°-Lenkwinkel und 450 mm Reach in Größe M liegt das Fully ausgewogen und gutmütig auf dem Trail. Der Federweg von 150 mm vorne und 140 mm am Heck wird gut genutzt und sprach an unserem Testbike sensibel an. Bergauf schiebt das neue All-Mountain dann mit dem neuen, wie gehabt kräftigen Bosch-CX-Motor ordentlich voran. Hilfreich in steilsten Kletterpartien: Der 457 mm lange Hinterbau steht nicht für extreme Wendigkeit, bietet dafür aber Traktion ohne Ende.
Cube Stereo Hybrid One77
Es bringt gleich zwei Neuheiten mit: zum einen ist es ist Cubes erstes E-Mountainbike mit Mullet-Bereifung, zum anderen ist auch der sehr abfahrtsorientierte 170-mm-Federweg ist ein Novum in Cubes E-MTB-Palette. Ein wichtiger Schritt, denn der Laufradgrößen-Mix liegt voll im Trend und bietet viele Vorteile im Handling! Auch beim Stereo One77 setzen die Oberpfälzer auf denn neuen Bosch-Motor. Dieser hat wie der Vorgänger 85Nm, ist aber deutlich leiser und vermittelt ein natürlicheres Fahrgefühl.
Bei dem satten Federweg müssen natürlich auch abfahrtsorientierte Parts zum Zuge kommen. Et voilà: Beim Stereo Hybrid ONE77 HPC TM, das in der Bildergalerie abgebildet ist, setzt Cube auf eine Kombination aus einer dicken Fox-Float-38-Performance-Grip-Federgabel und einem Float-X2-Performance-Dämpfer. Mit einem 29-Zoll-Vorderrad und einem 27,5-Zoll-Hinterrad (Mullet-Setup) soll das Handling besonders agil sein.
Cube Reaction Hybrid
Cube schießt mit seinem neuen Trailhardtail den Vogel ab. Denn für 1100 € liefern die Bayern ein Trailhardtail, dem auf den ersten Blick nichts fehlt. Cube stellt mit seinem neuen Reaction TM One vor allem ein Argument für Trailhardtails ins Rampenlicht: den Preis. Und das ist wohl für die allermeisten das ausschlaggebende Kaufkriterium. Die Optik von Cubes Trail-Hardtail stimmt. Viele, vor allem junge Biker träumen von einem Fully zum Trails shredden. Denn das Cube Stereo One 22 Fully gibt es zwar ab 1999 €, also etwas weniger als den doppelten Preis. Aber vollgefederte Bikes kosten mindestens doppelt so viel.
Trotz Kampfpreis lässt sich Cube bei der Qualität und Optik des Rahmens nichts nachsagen. Hier hat sich in der Alu-Verarbeitung in den letzten Jahren wirklich nochmal einiges getan. Cube weiß es, die neuesten Entwicklungen beim Schweißen von Alu-Rahmen perfekt umzusetzen. Der Rahmen macht einen deutlich stabileren Eindruck als der alte Reaction TM Rahmen.
Mit 15,5 Kilo ohne Pedale ist das Bike für ein Hardtail schwer. Zwar wiegen andere Trailhardtails in dieser Preisklasse ähnlich viel, aber Fullys wie das Canyon Spectral CF schaffen es mit Dämpfer und mehr Federweg auf das gleiche Gewicht. Die Schwalbe-Reifen haben massiv Grip und mit ihrer doppelten Karkasse auch den Pannenschutz, den man sich für ein Trailhardtail vorstellt. Aber sie drücken mit über 1300 Gramm pro Reifen auch ordentlich auf die Waage. Hinzu kommt, dass man die Reifen mit ihrem Drahtkern auch nur mit Schlauch und nicht Tubeless fahren kann. Das ist richtig üppig und das macht das Bike beim Antreten oder im Uphill auch spürbar behäbig.
Bei den Bremsen lässt Cube nichts anbrennen. Der 4-Kolben-Magura-Bremssattel am Vorderrad ist in Kombination mit der 203 mm großen Scheibe einer der stärksten Stopper, die man sich vorstellen kann. Die Anlage im Heck ist etwas schwächer, aber immer noch absolut ausreichend. Cube investiert hier an der richtigen Stelle.
Bei der Geometrie geht Cube endlich den richtigen Weg. Mit dem neuen Rahmen ist Cube im Trailhardtail Game angekommen. Mit dem 65 Grad Lenkwinkel trifft man den Nagel auf den Kopf. Lass krachen! Das Bike ist nicht super quirlig, sondern schlägt sich tendenziell eher auf die laufruhige Seite. Das Zusammenspiel aus den soliden Reifen, der gelungenen Geo und den Bremsen schafft es selbst dann, wenn es richtig knifflig wird, ein sicheres Fahrgefühl aufzubauen.
Der neue Bosch CX Motor
Bosch hat unlängst seinen neuen CX-Motor vorgestellt, der auch bei allen neuen Cube E-Mountainbikes zum Einsatz kommt. Das ist Boschs neuer Wundermotor CX Performance Line Gen 5 - mit weiterhin 85 Newtonmetern Drehmoment und 600 Watt Spitzenleistung. Alle Infos zum neuen Bosch-CX-Motor findet ihr im Artikel.
Cube setzt traditionell auf Bosch-Motoren. Und der dynamisch-kräftige Performance Line CX passt gut in das Stereo. Die Modulation ist top, die Kraftentfaltung spritzig. Gerade in schwierigen Anstiegen spielt er seine Stärke voll aus. Der 750er-Powertube schiebt das Bike auf eine extrem starke Reichweite, sorgt aber auch für ein höheres Gesamtgewicht des Bikes. Denn der Akku wiegt satte 4,3 Kilogramm.
ADAC Test von E-Bike Fullys
Acht vollgefederte E-Mountainbikes warfen sich mutig in den Ring - auf Prüfstände, durch Geröll, über Wurzelteppiche und steile Trails. Der ADAC ließ nichts durchgehen, prüfte gnadenlos und trieb jedes Modell bis ans Limit. Die Entscheidung für die vollgefederte Klasse fiel nicht zufällig: Der Trend zeigt klar Richtung Komfort und Vielseitigkeit. „Fullys“ übernehmen dabei die Hauptrolle. Ihre Federgabeln und Dämpfer schlucken Unebenheiten mit Leichtigkeit und verwandeln selbst ruppige Abfahrten in smoothe Flowtrails. Auf Asphalt trumpfen sie ein weiteres Mal auf: Ein kurzer Dreh am Einsteller, und das Fahrverhalten wechselt in den Hardtail-Modus - direkt, effizient, schnörkellos. Ideal für Tourenfahrer, Pendler, Abenteurer.
Testergebnisse des ADAC
- Platz 1 - Stereo Hybrid E-Bike Fully von Cube
- Platz 2 - Stance E+ Pro 0 von Giant
- Platz 3 - Sonic Evo AM 2 Carbon 750 von Bulls
- Platz 4 - ALLMTN 2 von Haibike
- Platz 5 - MACINA KAPOHO 7973 von KTM
- Platz 6 - Render Hybrid CA 8.0 CX von Radon
- Platz 7 - Neuron ON 8 von Canyon
- Platz 8 - Strike eRIDE 940“ von Scott
Wichtige Erkenntnisse aus dem ADAC-Test
- Testsieger von Cube mit guten Allround-Eigenschaften.
- Die "Ein-Finger-Bremse" ist ein Muss.
E-Bike Fully oder Hardtail - Was ist besser?
Ein besser oder schlechter gibt es hier nicht. Denn es hängt ganz davon ab, was Sie und Ihr Bike vorhaben. Auch das Budget spielt eine Rolle, denn E-Bike Fullys kosten meist mehr als Hardtails.
Vorteile eines E-Fullys
- Mehr Komfort auf Touren
- Mehr Sicherheit und Grip im Gelände
- Bessere Traktion
Vorteile eines E-Hardtails
- Günstigere Preise
- Geringeres Gewicht
- Weniger Wartungsaufwand
Wer häufig im Gelände unterwegs ist, auf Schotterpisten mehr Komfort sucht und sportlich durch den Wald fahren möchte, ist mit einem E-Fully besser bedient. Wer eher auf Asphalt und nur hin und wieder auf Forstwegen unterwegs ist und das E-Bike auch für den Einkauf oder den Weg zur Arbeit nutzt, ist mit einem E-Hardtail gut bedient.
Tipps für den Kauf eines E-Mountainbikes
Ein E-Mountainbike ist ein Sportgerät, das der Übung bedarf. Der ADAC empfiehlt, vor dem Kauf nicht nur eine ausgiebige Probefahrt, sondern auch ein "Bikefitting" beim Fachhändler zu machen: Dort wird die Größe richtig angepasst und die Dämpfung optimal eingestellt.
Weitere Tipps
- Neben einem Helm sorgen weitere Sicherheitsausrüstungen wie Knie- und Ellenbogenschützer für guten Unfallschutz auf Trails.
- Je nach Beschaffenheit des Trails können auch Rumpfprotektoren oder ein Vollvisierhelm sinnvoll sein.
- Zur besseren Erkennung für andere sollte bunte oder auffällige Kleidung gewählt werden und zur akustischen Warnung eine Klingel am Fahrrad angebracht sein.
Cube Stereo Hybrid 140 TM im Detail
Das Stereo Hybrid 140 von Branchenriese Cube ist wohl eines der meistverkauften E-Mountainbikes überhaupt. Die TM-Variante des Klassikers ist traditionell voll auf Trail-Stärke ausgelegt. Doch im Grunde ist das 140er-Stereo kein Downhill-Experte. Diesen Part übernimmt das neue, sportlichere und leichtere One55.
Die Fakten zum Cube Stereo Hybrid 140 TM
- Motor: Bosch Performance Line CX, 85 Nm max. Drehmoment
- Akku: Powertube, 750 Wh (entnehmbar)
- Rahmenmaterial: Carbon / Alu
- Federweg: 150 / 140 mm
- Laufradgröße: 29 Zoll
- Rahmengrößen: S, M, L, XL
- Preis: 5799 Euro
- Gewicht: 24,7 kg (Testbike in Größe L, EMTB-Messung)
- Zulässiges Gesamtgewicht: 135 kg (Herstellerangabe)
Das Chassis des Cube Stereo Hybrid 140 setzt auf gemäßigte Geometriewerte. Der Lenkwinkel ist vergleichsweise steil, der Sitzwinkel eher flach. Reach und Radstand fallen mittellang aus. Die längeren Kettenstreben polen das Bike auf Fahrsicherheit, ein hoher Vorbau bockt das Cockpit auf. Dadurch wird die Sitzposition betont komfortabel.
Ausstattung des Cube Stereo Hybrid 140 TM
- Gabel / Dämpfer: Fox 36 Performance / Float X Perf.
- Schaltung: Sram GX Eagle, 12-fach, 34; 10-52 Zähne
- Bremsen: Magura MT7, 203/203 mm
- Laufräder: Newmen Performance 30
- Reifen: Maxxis Assegai Exo+ Maxxgrip, 29 x 2,5'' / Minion DHRII DD Maxxgrip, 29 x 2,4''
- Besonderheiten: Nur 150 mm Hub an der Telestütze, großes Kiox 500-Display
Cube Stereo Hybrid One55 SLT im Detail
Besonders modern, auf Leichtbau getrimmt und fast schon aggressiv soll das Bike eine sehr sportliche, auf Trails fokussierte Zielgruppe ansprechen. Besonderheit ist das geringe Gewicht des Topmodells. Mit 22,6 Kilo ist es das deutlich leichteste Bike unserer acht Most-Wanted-Kandidaten, die die EMTB-Leser in den Test unserer nächsten Ausgabe gewählt haben.
Die Fakten zum Cube Stereo Hybrid One55 SLT
- Motor: Bosch Performance Line CX, 85 Nm max. Drehmoment
- Akku: 750 Wh (entnehmbar)
- Rahmenmaterial: Carbon
- Federweg: 160/150 mm
- Laufradgröße: 29 Zoll
- Rahmengrößen: M, L, XL
- Preis: 9999 Euro
- Gewicht: 22,6 kg (Testbike in Größe L, EMTB-Messung, ohne Pedale)
- Zulässiges Gesamtgewicht: 135 kg (Herstellerangabe)
Zum ersten Mal setzen die Oberpfälzer an einem E-MTB auch am Hinterbau auf Carbon. Das Heck ist filigran ausgelegt, die Lager fallen für ein abfahrtsstarkes E-Mountainbike eher schmächtig aus. Es gibt sogar noch Tuningpotenzial beim Gewicht: Wer will, kann das Bike auch mit 500er-Akku fahren und so noch mal 1300 Gramm sparen.
Ausstattung des Cube Stereo Hybrid One55 SLT
- Gabel / Dämpfer: Fox 36 Factory / Float X Factory
- Schaltung: Sram XX1 Eagle, 12fach, 10 - 52 Zähne
- Bremsen: Magura MT7, 203/203 mm
- Laufräder: Newmen Advanced SL A30 Carbon
- Reifen: Schwalbe Magic Mary / Nobby Nic Supertrail Soft, 29 x 2,4''
- Besonderheiten: Winkelsteuersatz zur Anpassung des Lenkwinkels, funktioniert auch mit kleinerem Akku (625 oder 500 Wh)
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