Um ein spaßiges und vor allem sicheres Erlebnis zu gewährleisten, gibt es viele Dinge, die zwischen Fahrrad und Fahrer passen müssen. Einen kleinen, oft unterschätzten Teil spielen die Schuhe. Die Mountainbike Spezialisten von Cube haben seit längerem verschiedenste Klamotten und Accessoires im Programm und haben sich in den letzten Jahren massiv weiterentwickelt.
Cube GTY Maze: Details und Eigenschaften
Das Obermaterial des Cube GTY Maze besteht aus Microfaser, PU und Nepren. Dieser Materialmix ist nicht nur Pflegeleicht und Robust, auch ist der Schuh sehr atmungsaktiv. Die Sohle besteht aus weichem EVA Gummi für genügend Grip. Um genügend Sicherheit zu bieten ist zusätzlich in der Fußspitze eine robuste Zehenkappe verarbeitet.
Interessant sind auch die kleinen Details des Cube GTY Maze. So ist für den bequemen Einstieg eine stabile Schlaufe an der Ferse angebracht, mit der man einfach, auch mit Handschuhen (wieder) in den Schuh einsteigen kann. Innerhalb des Schuhes findet man an der Ferse eine Hand voll Gumminoppen. Ist man erstmal im Schuh drin, gibt dieses Detail noch einmal zusätzlichen Halt.
Die Sohle ist im Vergleich zu manchen Konkurrenzprodukten etwas härter. Diese härtere Sohle erhöht die Haltbarkeit deutlich. So halten sich die Verschleißerscheinungen bei knapp 10.000 Tiefenmeter im Bikepark in Grenzen. Durch Profil der Sohle verbindet sich der Schuh trotz seiner etwas härteren Sohle hervorragend mit dem Pedal. Dabei ist es egal ob man dünne oder doch etwas massivere Pins verwendet. Den einzig kleinen Nachteil den man der Sohle zuschreiben kann ist der leicht geringere Grip auf Fels und Stein. Hier haben weichere Sohlen doch einen klaren Vorteil.
Erhältlich ist der Cube GTY Maze in bzw. über alle Cube Fachhändler.
14 leichte MTB-Schuhe für Race & Tour im Test
Leichte Race-Schuhe für den Cross-Country- oder Marathon-Einsatz gibt es schon seit den Anfangsjahren des MTBs. Im Laufe der Jahre haben die steifen Treter einen enormen Wandel durchlebt. Die Anforderungen hingegen sind weitestgehend gleich geblieben: Race-Schuhe sollen die Kraft des Fahrers möglichst verlustfrei aufs Pedal bringen. Idealerweise verfügen sie auch noch über genügend Laufkomfort, um Schiebe- oder Tragepassagen beim Marathon oder der Transalp zu meistern. Bei widrigen Bedingungen ist Trittsicherheit auch im Cross Country nötig.
Meistgelesene Artikel123Während viele Schuhe den ersten Punkt noch recht ordentlich erfüllen, fallen die Laufqualitäten zum Teil extrem unterschiedlich aus. Von den 14 von uns getesteten Modellen schlagen sich nur fünf wirklich trittsicher und mit tadellosem Halt im Gelände. Bei vier Tretern sollten Sie sogar besser ihre Fahrtechnik schulen, um nicht bei nassen Bedingungen aus dem Pedal zu müssen.
Wirklich gewaltige Unterschiede gibt es auch bei der Passform, dem Hauptkriterium beim Kauf eines MTB-Schuhs. Da jeder Fuß sehr individuell beschaffen ist, heißt das für Sie: unbedingt anprobieren. Vor allem Fahrer mit schlanken Füßen stoßen bei den gängigen, oftmals weiten Passformen schnell an die Grenzen, weil sich der Fuß nicht ausreichend im Schuh fixieren lässt. Und dann helfen weder Schnürsenkel noch Drehverschlüsse.
Test Race-Schuhe: Diese Details sind uns aufgefallen
Race-Schuhe sollte man keinesfalls rein nach der Optik kaufen! Es gibt viel wichtigere Details, die ein guter Schuh erfüllen sollte.
Zahlen, Daten & Fakten
Genau wie Laufräder, Pedale oder Kurbeln zählen auch die Schuhe zur rotierenden Masse im Gesamtsystem Fahrrad. An diesen Stellen macht sich ein niedriges Gewicht am stärksten bemerkbar.
Unsere 14 Testschuhe durften sich nicht nur im Fahr- und Lauftest in der Praxis beweisen, sondern mussten ihre Qualitäten auch im Labor offenbaren. So fließt z. B. die Sohlensteifigkeit in das Endurteil ein.
Die Ergebnisse der Race-Schuhe im Test
Hier eine Zusammenfassung der getesteten Modelle:
- Cube Peak Pro
- DMT KM30
- Fizik Vento Overcurve X3
- Gaerne G.Dare
- Giant Charge Elite MTB
- Giro Sector
- Mavic Crossmax Elite
- Northwave Rebel 3
- Scott Vertec
- Shimano XC7
- Sidi MTB Eagle 10 Mega
- Specialized Recon 3.0
- Suplest Mountain Sport
- Vaude MTB Kuro Tech
Detaillierte Testberichte
Cube Peak Pro
Bei einem Preis von 150 Euro ist der Cube Peak Pro der günstigste Schuh in diesem Test und verfügt über eine faserverstärkte Nylonsohle mit einer griffigen Gummierung. Beim Verschluss setzt Cube auf einen einzelnen Atop-Drehverschluss, mit dem der komplette Fuß fixiert werden muss. Durch den sehr breiten, voluminösen Schnitt des Schuhs gelingt die ausreichende Fixierung nur bei entsprechend breiten Füßen. Der Fersenhalt beim Gehen könnte trotz angerauten Fersenmaterials besser sein. Die Steifigkeit der Sohle fällt gering aus.
Bewertung:
- Kraftübertragung / Standsicherheit (35 %): 6 von 10 Punkten
- Gehen / Grip (25 %): 6 von 10 Punkten
- Verschluss / Handling (20 %): 3 von 10 Punkten
- Gewicht (20 %): 2 von 10 Punkten
BIKE-Urteil: befriedigend - 29,5 Punkte
DMT KM30
Der DMT KM30 geht eigene Wege und setzt auf einen flexiblen Strickstrumpf als Obermaterial, was ordentlich Gewicht spart. Durch die starke Gummierung der Ferse und die enge Öffnung gelingt der Einstieg nur sehr fummelig. Da der Schuh der italienischen Marke für einen breiten Fuß geschnitten ist und viel Platz im Zehenbereich bietet, reicht die Fixierung mit nur einem Boa-Rädchen oftmals nicht aus. Vor allem in Schiebepassagen entsteht durch die steife Carbon-Sohle Schlupf. Die Zunge könnte stärker gepolstert sein, die Profilblöcke sind wenig griffig.
Bewertung:
- Kraftübertragung / Standsicherheit (35 %): 7 von 10 Punkten
- Gehen / Grip (25 %): 2 von 10 Punkten
- Verschluss / Handling (20 %): 2 von 10 Punkten
- Gewicht (20 %): 8 von 10 Punkten
BIKE-Urteil: befriedigend - 30,1 Punkte
Fizik Vento Overcurve X3
Der Fizik Vento Overcurve X3 besitzt einen breiten Schnitt und eine recht geräumige Zehenbox. Bei schlanken Füßen stößt man mit dem einen Boa-Verschluss an die Grenzen der Anpassbarkeit. Vor allem bei steilen Schiebepassagen entsteht Schlupf an der Ferse. Durch die vorgeformte Sohle kann der Fuß gut abrollen. Das harte Profil und die fehlende Gummierung unter dem Mittelfuß bieten wenig Grip. Im Pedal sorgt die ordentlich steife Sohle für eine gute Kraftübertragung. Zudem zählt der Fizik zu den leichtesten Modellen im Test.
Bewertung:
- Kraftübertragung / Standsicherheit (35 %): 7 von 10 Punkten
- Gehen / Grip (25 %): 3 von 10 Punkten
- Verschluss / Handling (20 %): 5 von 10 Punkten
- Gewicht (20 %): 6 von 10 Punkten
BIKE-Urteil: befriedigend - 33,7 Punkte
Garne G.Dare
Die großflächige Zunge und der Fersenbereich sind beim Garne G.Dare dick gepolstert, wodurch der Fuß bei warmen Temperaturen schnell schwitzt. Während der Zehenbereich eher schmal ausfällt, könnte die Ferse kompakter sitzen und in steilen Laufpassagen besseren Halt bieten. Durch das harte und hohe Profil gibt es griffigere und standsicherere Modelle in diesem Test. Da das montierte Cleat nicht so tief in der Sohle sitzt, stützen sich die Stollen auch nicht optimal auf dem Pedalkörper ab. Der Zehen- und Fersenschutz fällt vorbildlich aus.
Bewertung:
- Kraftübertragung / Standsicherheit (35 %): 6 von 10 Punkten
- Gehen / Grip (25 %): 5 von 10 Punkten
- Verschluss / Handling (20 %): 6 von 10 Punkten
- Gewicht (20 %): 4 von 10 Punkten
BIKE-Urteil: befriedigend - 31,9 Punkte
Giant Charge Elite MTB
Mit 249,90 Euro ist der Giant Charge Elite MTB einer der teuersten Race-Schuhe im Vergleich und kommt mit dem typischen Giant-Kanal in der Sohle, der Steifigkeit und geringes Gewicht vereinen soll. Die griffige, aber wenig konturierte Gummierung verschenkt Potenzial, das schmale Profil macht den Schuh leicht kippelig. Abrollverhalten und Fersenhalt sind jedoch sehr gut. Durch das tief sitzende Cleat liegt die Sohle stramm auf dem Pedalkörper für eine gute Kraftübertragung. Die Innensohle mit auswechselbarer Längsgewölbeunterstützung gefällt.
Bewertung:
- Kraftübertragung / Standsicherheit (35 %): 7 von 10 Punkten
- Gehen / Grip (25 %): 7 von 10 Punkten
- Verschluss / Handling (20 %): 7 von 10 Punkten
- Gewicht (20 %): 4 von 10 Punkten
BIKE-Urteil: gut - 38,9 Punkte
Giro Sector
Der teure Giro Sector bringt alles mit, was ein Race-Schuh können muss und lässt sich dank seinem schmalen Schnitt auch an schlanken Füßen optimal fixieren. Zudem besitzt die mit Carbon-Fasern verstärkte Kunststoffsohle eine gute Steifigkeit, was ordentlich Druck aufs Pedal bringt. Auch abseits der Pedale kann der Giro mit seiner griffigen Gummisohle und einem sehr guten Abrollverhalten überzeugen. Trittsicher und ohne Fersenschlupf meistert der Sector auch steile Schiebepassagen. Sogar bis Größe 50 erhältlich.
Bewertung:
- Kraftübertragung / Standsicherheit (35 %): 8 von 10 Punkten
- Gehen / Grip (25 %): 9 von 10 Punkten
- Verschluss / Handling (20 %): 9 von 10 Punkten
- Gewicht (20 %): 4 von 10 Punkten
BIKE-Urteil: sehr gut - 49,9 Punkte
Mavic Crossmax Elite
Der Mavic Crossmax Elite liegt deutlich unter der 200-Euro-Marke und ist damit einer der günstigsten Schuhe im Vergleich. Die Passform fällt eher breit aus und bietet vor allem im Vorfußbereich viel Volumen. Schmale Füße finden im Mavic-Schuh zu wenig Halt und lassen sich nur unzureichend fixieren. Die CFK-Sohle besitzt eine gute Steifigkeit, die Profilblöcke fallen allerdings sehr hart aus und erzeugen nur wenig Grip und Laufkomfort. Durch die geringe Profilbreite an der Ferse ist der Mavic zudem sehr kippelig, mit nur 705 Gramm aber ein Leichtgewicht.
Bewertung:
- Kraftübertragung / Standsicherheit (35 %): 8 von 10 Punkten
- Gehen / Grip (25 %): 4 von 10 Punkten
- Verschluss / Handling (20 %): 4 von 10 Punkten
- Gewicht (20 %): 4 von 10 Punkten
BIKE-Urteil: befriedigend - 32,4 Punkte
Northwave Rebel 3
Dank der steifen Carbon-Sohle und des zugfesten Obermaterials bringt der Northwave Rebel 3 viel Kraft aufs Pedal. Durch den anatomisch geformten Oberschuh lassen sich auch schlanke Füße gut fixieren, so ist der Halt im Schuh auf dem Pedal wie zu Fuß ausgezeichnet. Lediglich die Zehenbox fällt etwas voluminös aus. Mittels der beiden Northwave-Drehverschlüsse lässt sich der Schuh gut anpassen. Allerdings erfordern die Verschlüsse einen höheren Kraftaufwand im Vergleich zu Boa. Die Profilblöcke dürften griffiger und an der Ferse breiter sein.
Bewertung:
- Kraftübertragung / Standsicherheit (35 %): 8 von 10 Punkten
- Gehen / Grip (25 %): 8 von 10 Punkten
- Verschluss / Handling (20 %): 8 von 10 Punkten
- Gewicht (20 %): 4 von 10 Punkten
BIKE-Urteil: sehr gut - 45,1 Punkte
Scott Vertec
Mit seiner breiten und griffigen Gummisohle erzielt der Scott Vertec Besturteile beim Gehen, was ihn zu einem trittsicheren Begleiter in unwegsamem Gelände macht. Nur beim Abrollen auf hartem Untergrund stören die entfernbaren Kunstoffstollen. Mittels der beiden Boa-Verschlüsse sitzt der Schuh sehr fest ohne Fersenschlupf, lediglich die Zehenbox fällt geräumig aus. Auch die anatomische Einlegesohle sticht positiv heraus und bietet eine gute Unterstützung für den Fuß. Kritik gibt es fürs hohe Gewicht und den geringen Zehenschutz.
Bewertung:
- Kraftübertragung / Standsicherheit (35 %): 8 von 10 Punkten
- Gehen / Grip (25 %): 9 von 10 Punkten
- Verschluss / Handling (20 %): 8 von 10 Punkten
- Gewicht (20 %): 2 von 10 Punkten
BIKE-Urteil: sehr gut - 44,3 Punkte
Shimano XC7
Der klare Testsieger in diesem Vergleich leistet sich keinerlei Schwächen und liefert alles, was Racer brauchen. Der Shimano XC7 besitzt die steifste Sohle, bringt wenig auf die Waage und hinterlässt auch in Schiebepassagen mit viel Grip und Standsicherheit eine erstklassige Figur. Zudem überzeugte uns die sehr gute Anpassbarkeit.
Die Steifigkeit der Sohle bestimmt maßgeblich darüber, wie gut der Fahrer seine Kraft aufs Pedal bringt. Um zu überprüfen, wie hoch die jeweilige Steifigkeit ausfällt, ermittelten wir die Durchbiegung der Sohle bei einer Last von 20 Kilogramm. Je höher der erreichte Wert in Newton pro Millimeter, desto höher fällt die gemessene Steifigkeit aus.
Die beiden Modelle von Cube und Sidi, die auf eine einfache Nylonsohle setzen, verformen sich unter Last am stärksten. Die faserverstärkten Sohlen liegen deutlich höher. Im Vergleich zu einem Highend-Schuh (Referenz Specialized S-Works Recon, im Diagramm unten mit grünen Balken; hier im Test) mit einer Sohle aus Carbon-Gewebe, bleibt jedoch noch Luft nach oben.
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Was sind Herren-MTB-Schuhe?
Für häufige und lange Fahrten mit dem Mountainbike durch die Natur reichen einfache Straßenschuhe oder Turnschuhe nicht aus. Herren-MTB-Schuhe sind spezielle Fahrradschuhe, die auf die Bedürfnisse von Mountainbike-Fahrer ausgelegt sind. Die Schuhe sind leicht und haben eine feste Sohle mit Profil. Das Profil soll Ihnen einen sicheren Halt im Gelände geben, wenn Sie laufen müssen.
Cube MTZ Peak Pro
Wie sich in Tests gezeigt hat, legt sich der Schaft des Cube MTZ Peak Pro dank der elastischen Schnürung und dem Schnallenverschluss komfortabel um den Fuß. Damit dürften auch längere Mountainbike- oder Radtouren angenehm sein. Der Schaft besteht aus verschiedenen Materialien: Thermoplastisches Polyurethan und Mikrofaser geben dem Fuß Halt; Mesh sorgt für eine gute Belüftung. Die Sohle ist durch das verwendete faserverstärkte Nylon fest genug, um eine hohe Kraftübertragung zu gewährleisten. Diese Eigenschaft lässt sich nach Testermeinung noch steigern, wenn die elastische Schnürung durch eine feste ersetzt wird. Spezielle Leisten und eine Natural-Fit-Innensohle erhöhen den Tragekomfort zusätzlich.
Cube C:62 SLT Blackline
Mit dem C:62 SLT Blackline hat Cube einen Volltreffer gelandet. Kraftübertragung, Komfort, Schutz - echte Schwächen konnten wir während des Tests keine ausmachen. Selbst als effizienter Trail-Schuh hinterließ das Highend Modell von Cube einen positiven Eindruck.
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