Viele haben auf das E-Bike 2014 von Aldi Süd gewartet. Ab 26. Mai ist es soweit: Der Discounter verkauft dann das CYCO Alu-Elektro-Fahrrad - nun erstmalig mit Mittelmotor. Damit erhöht sich auch der Preis auf 949 Euro. Lohnt sich der Kauf? Wir haben das E-Bike einem Fakten-Test unterzogen.
Seit Ende Mai 2014 ist das e-Bike der Marke Cyco bei Aldi Süd erhältlich.
Wie jedes Frühjahr bringen auch Discounter Pedelecs auf den Markt.
Jetzt verkauft Aldi Süd das CYCO Alu-Elektro-Fahrrad.
Ab Donnerstag, den 22. bietet Aldi mit dem neuen Aldi Pedelec rechtzeitig zum Frühling ein Elektro-Fahrrad mit Tiefeinstieg in den Handel.
Mit dem Preis von 949 Euro betritt ALDI Süd ein neues, höheres Preissegment und liegt damit deutlich über dem Preis des IKEA E-Bike FOLKVÄNLIG, das nur 749 Euro kostet.
Das CYCO Alu-Elektro-Fahrrad ist exakt 250 Euro teuerer als sein Vorgänger aus dem letzten Jahr. Dafür ist maßgeblich der Tretlagermotor verantwortlich, der die Technik des Vorderradantriebs ablöst.
Es gab bereits im Vorfeld Gerüchte, dass Aldi die Antriebsart wechseln würde.
Da sich mittlerweile der Mittelmotor von Bosch auf dem Markt und bei den e-Bike Kunden etabliert hat, setzt Aldi bei seinem e-Bike auch auf einen Mittelmotor.
Hersteller wie Bosch dominieren aktuell den Markt und Mittelmotoren sind bei Kunden recht beliebt.
Der Mittelantrieb hat die Beschriftung „e-novation“.
Nach der Form zu urteilen, handelt es sich dabei um einen Bafang-Motor, der auch als Nachrüstvariante für klassische Fahrräder angeboten wird.
Auch andere E-Bike-Hersteller setzen auf das System.
Warum? Im Gegensatz zu Antrieben von Bosch oder Panasonic, die einer speziellen Rahmen-Geometrie bedürfen, findet der Bafang in fast jedem Rahmen Platz.
Wie der Hersteller PROPHETE selbst angibt, besticht der Motor vor allem durch sein Preis-Leistungs-Verhältnis.
In Online-Foren gehen die Meinungen über die Motoren von PROPHETE auseinander. Steckt ein chinesischer Bafang-Motor drin oder ein TranzX-PST der taiwanesischen JD Gruppe?
Das vorherige Modell wurde noch mit einem Frontmotor verkauft.
Wir checken die technischen Daten des Komfort-E-Bikes, das gerade einmal 699 Euro kostet.
Das elektrische System baut auf 36 Volt auf und der Motor leistet 250 Watt. Auch der Lithium-Ionen-Akku mit 10 Ah entspricht der Kapazität von aktuellen Modellen, die auch im Fachhandel käuflich sind.
Der wartungsfreie bürstenlose Vorderradmotor leistet 250 Watt und sorgt damit für ordentlichen Vortrieb. Er bietet eine pedelec-gerechte Unterstützung bis zu 25 Kilometer in der Stunde.
Bis zu 25 km/h lässt sich das CYCO fahren. Dann schaltet die elektrische Unterstützung ab.
Laut Herstellerangaben können Fahrer damit maximal 50 km weit kommen. Dann bleibt immer noch das „Strampeln“.
Die angegebene Reichweite ist mit „ca. 80 km (je nach Fahrweise)“ eher nicht so hoch.
Wenn man das mal mit der Reichweite zum Beispiel des BULLS Green Mover Lavida Plus vergleicht, dessen Motor mit 36V und 250W genau die gleichen Kenndaten aufweist, dann komme ich mit dem BULLS Green Mover immerhin bis zu 210 km weit.
Das ist denn doch schon ein kleiner Unterschied.
Worüber ALDI Süd keinen Ton verliert, ist die Anzahl der Vollladezyklen.
Allerdings weist Aldi nicht auf die benötigte Ladezeit des Akkus hin und auch das Fabrikat des Motors bleibt unerwähnt.
Aldi Süd liefert ein Ladegerät mit, das nicht näher spezifiziert wird. Der Akku lässt sich abnehmen und zu Hause laden.
Der Akku des CYCO-Pedelec ist ein SAMSUNG SDI Lithium-Ionen-Akku mit den Kenndaten 36 V/10,4 Ah - wartungsfrei wie eigentlich die meisten Akkus.
Mit seinen ca. 300-400 Wh ist er nun nicht der Burner sondern liegt auch hier im Standardbereich der einfachen Akkus bei anderen Herstellern, die regelmäßig Akkus mit 300 Wh oder 400 Wh einbauen.
Die weitere Ausstattung des CYCO Alu-Elektro-Fahrrads ist eher Standard.
Sehr speziell ist die klappbare Sattelstütze, um den Akku zu entnehmen. Damit soll umständliches Hantieren entfallen.
Außerdem gehören ein Rahmenschloß von ABUS sowie Continental-Reifen mit Pannenstopp zur Ausstattung.
Für die Beleuchtung des CYCO Alu-Elektro-Fahrrads sorgt ein Nabendynamo von Shimano und eine 30 Lux-Lichtanlage von AXA.
PROPHETE liefert auch das e-novation LCD-Steuerdisplay, immerhin beleuchtet und mit 5-stufiger Leistungsregelung.
Das Steuerdisplay am Lenker verfügt über eine 5-stufige Leistungsregelung mit Beleuchtung und ist durch eine griffnahe Bedieneinheit auch gut zu bedienen.
Das CYCO Alu-Elektro-Fahrrad bringt stolze 28 kg auf die Waage. Damit ist es wahrlich kein Leichtgewicht.
Insgesamt wiegt das e-Bike 28 kg und ist damit ein wahres Schwergewicht unter den e-Bikes. Mal schnell die Treppen hoch- und runtertragen könnte zum Kraftakt werden.
Allerdings ist das mögliche Gesamtgewicht erstaunlich hoch: 150 Kilogramm sind zulässig.
Das zulässige Gesamtgewicht ist mit 150 kg angegeben. Zieht man das Eigengewicht von ca. 28 kg inklusive Akku ab, darf man selbst also höchstens 120 kg auf die Waage bringen bzw. entsprechende Lasten zuladen. Das betrifft diejenigen unter uns, die mit dem Pedelec zum Einkaufen fahren möchten.
Die Rahmenhöhe ist mit ca. 46 cm eher niedrig. Für größere Menschen könnte es deswegen schwer werden, damit zu fahren.
Zudem ist der Alu-Lenkervorbau verstellbar, was auch notwendig ist, da das E-Rad nur in der Rahmenhöhe 46 cm verfügbar ist.
Das Cyco hat einen Rahmen, der für Männer und Frauen geeignet ist.
Dieser sogenannte Unisex-Rahmen zeichnet sich durch einen tiefen Einstieg aus.
Dazu ist er in der stabilen Alu-Federgabel von Suntour aufgehängt.
Die ergonomisch geformten Lenkergriffe sind am verstell- und einstellbaren Lenkervorbau befestigt.
Dafür sprechen die Alu-Federgabel von Suntour, eine gefederte Patent-Sattelstütze und ergonomisch geformte Lenkergriffe.
Für längere Fahrten ist ein SELLE ROYAL City-Sattel mit Gelfüllung verbaut.
Während die früheren E-Bikes von Aldi Süd durch ihren sehr günstigen Preis attraktiv waren, aber nicht mit der Qualität der Markenräder konkurrieren konnten, ist das CYCO Alu-Elektro-Fahrrad einen zweiten Blick wert.
Gerade durch den Bafang-Antrieb ist das Pedelec für 949 Euro eines der günstigsten E-Bikes mit Mittelmotor auf dem Markt.
E-Bikes kosten im Fachhandel ab 1000 Euro, wobei die meisten Modelle erst ab rund 1500 Euro zu haben sind.
Aldi Süd beschreibt das E-Bike als StVZO-konform. Das Fahrzeug ist komplett StVZO-gemäß mit Beleuchtung und Reflektoren ausgestattet.
Mittels zweier V-Brake Felgenbremsen kann das Aldi Pedelec leicht wieder abgebremst werden.
Das e-Bike ist mit normalen Seil-Zug Felgenbremsen ausgestattet, was heutzutage nicht mehr zeitgemäß ist, denn die Bremsen eines e-Bikes sind höheren Ansprüchen und größeren Belastungen ausgesetzt.
Deswegen sind hydraulische Felgenbremsen oder Scheibenbremsen (obwohl diese eher in Speed Pedelecs oder MTBs verbaut sind) für e-Bikes besser geeignet, damit der e-Bike Fahrer sicher unterwegs ist. Solche hochwertigen Bremsen hätten das Aldi e-Bike jedoch sicherlich um ein paar hundert Euro teurer gemacht.
Die Shimano Nexus 7-fach Gangschaltung, die Bereifung von Continental mit Pannenstopp und die 30 Lux Lichtanlage von Axa sind eine solide Basisausstattung. Ebenso wie der Nabendynamo von Shimano.
Die Nexus-Nabenschaltung stammt von Shimano und hat 7 Gänge.
Die Gangschaltung ist eigentlich als recht brauchbar bekannt. Sicher ist es ein einfaches Modell, das aber dennoch gut Dienste leisten sollte.
Aldi scheint den Komfort-Fahrer im Fokus zu haben.
Insgesamt hat das e-Bike fünf Unterstützungsstufen. Das Steuerdisplay hat die Standardfunktionen eines Radcomputers. Extras sucht man vergeblich.
Was man wissen muss und was mich persönlich nerven würde: das gute Stück hat keinen Rücktritt. Für mich gehört ein Rücktritt dazu, aber die Geschmäcker gehen bekanntlich auseinander.
Die Alu-V-Bremsen vorne und hinten werden dann schon etwas Arbeit bekommen. Rekuperation wäre auch eine feine Sache zur Bremsung und Energierückgewinnung, aber da ist der Rotstift von ALDI natürlich gnadenlos. V-Brakes sind derzeit die häufigste Bremsenform. An der Gabel oder am Rahmen sind zwei Hebel auf denen die Bremsbeläge montiert sind.
Die Nabendynamos von Shimano sind durchaus zuverlässig. Leider ist nicht angegeben, welche Variante es ist.
Die Alu-Federgabel „SUNTOUR“ (leider keine genaue Typenangabe) wird mal so und mal so bewertet.
Man hat eine klappbare Sattelstütze und die Reifen kommen von Continental.
Das ALDI Pedelec hat ein ABUS Rahmenschloss.
Ob die Qualität des Rahmens und der verbauten Teile stimmen, werden erste Fahrtests zeigen. Immerhin sind die Service- und Garantie-Leistungen interessant.
So gibt es zehn Jahre Garantie auf den Rahmen, zwölf Monate auf den Akku und drei Jahre auf die Aufbauteile - ausgenommen Verschleißteile.
Die Garantie von ALDI-Süd ist durchaus respektabel: auf den Rahmen des Pedelec gibt ALDI 10 Jahre Garantie.
Als Händler muss ALDI Süd 24 Monate Gewährleistung (zu deutsch: Mängelhaftung) auf seine Neuwaren bieten. Die Garantie ist gesetzlich nicht geregelt, die Gewährleistung schon.
Das heisst, dass ALDI auch nach den ersten zwölf Monaten für Mängel des Akku haften muss!
Dazu ist ALDI schon gesetzlich verpflichtet, zum Beispiel auch durch § 439 und § 476 des BGB. Welche Mängel deckt die Gewährleistung ab? Nun, es sind alle die Mängel, welche das CYCO Pedelec bereits hatte, als Sie es kauften.
Hintertür: wenn ALDI Süd der Meinung ist, dass der von Ihnen angeführte Mangel erst nach dem Kauf entstanden ist, muss ALDI das in den ersten sechs Monaten beweisen. Das kann spannend werden. Später, also nach Ablauf von sechs Monaten, müssen Sie beweisen, dass der Punkt, mit dem Sie unzufrieden sind (der Mangel) schon beim Kauf bestand. Da kehrt sich dann die Beweislast um.
Klartext: haben Sie einen Montags-Akku erwischt, der schon beim Kauf einen Macken hatte, können Sie 24 Monate lang reklamieren. Mehr dazu hier. kriegt der Akku in den ersten zwölf Monaten nach dem Kauf einen Macken, greift die ALDI-Garantie.
Zusätzlich bekommen Käufer eine Service-Adresse und einen Vor-Ort-Service.
ALDI Süd hat offensichtlich wieder einen Servicepartner für die Betreuung der Pedelec-Kunden gewinnen können. ALDI Süd bietet zum CYCO-Pedelec eine Service-Adresse und sogar Vor-Ort-Service.
Allerdings spezifiziert ALDI Süd nicht, welche Leistungen hierüber abgedeckt sind.
Das CYCO Alu-Elektro-Fahrrad ist ab Montag, den 26. Erste Erfahrungen mit dem CYCO gemacht?
Ein großes Manko an dem e-Bike aus dem Discounter ist allerdings, dass der Kunde es zwar kauft, dass es aber nicht fahrfertig ist. Das heißt, dass der Kunde es noch selbst fertig montieren muss.
Nach Angaben von ALDI Süd ist „das Rad vormontiert, aber nicht fahrbereit„. Da hat man vor dem geistigen Auge die Vorstellung eines E-Bikes, an dem noch der Lenker gerade zu biegen ist und an dem noch die eine oder andere Schraube angezogen werden muss. Hoffentlich muss kein Anbauteil montiert werden - das würde dann doch in größere Bastelarbeiten ausarten.
Die Räder sind vormontiert, aber nicht fahrfertig. Beispielsweise ist der Rahmen noch richtig einzustellen, Aldi gibt zehn Jahre Herstellergarantie auf den Rahmen und 3 Jahre auf sonstige Teile. Davon ausgenommen sind der Akku und Verschleißteile wie die Bremsen.
Hersteller des Pedelecs ist wieder die deutsche MIFA AG, die Fahrräder unter dem Markennamen Cyco über die Aldi-Kette vertreibt.
CYCO ist eine Marke der MIFA AG (Mitteldeutsche Fahrradwerke) die gerade wegen finanzieller Probleme etwas in die Schlagzeilen gekommen sind. Da fragt man sich natürlich das Eine oder Andere. Muss die MIFA gerade ihre Läger um jeden Preis leeren und zu niedrigen Preisen an ALDI verhökern? Klar, dass ALDI da Interesse hätte. Nun, zuallererst mal kann es den Käufer beschäftigen.
So hat jetzt das Warten auf das Aldi Pedelec 2013 begonnen, welches nun ab 2. Seit diesem Samstag (2. April) in den Filialen erhältlich ist, ein Ende.
Das Aldi Fahrrad trägt den Markennamen Cyco kommt als stylischer Tiefeinsteiger für die Stadt in einer Rahmengröße (45 cm) und mit 28″ Zoll Laufrädern für 299 €.
Es ist in den Filialen von Aldi Süd vormontiert erhältlich und kann in wenigen Handgriffen fahrbereit gemacht werden. Es müssen lediglich die Pedale montiert werden und der Lenker gerade gestellt werden.
Auf den ersten Blick ist das aktuelle Aldi Fahrrad optisch mit dem blauen Farbton und den creme-farbenen Accessoires (Reifen, Sattel, Griffe) sehr gelungen und muss sich vor der etablierten Marken-Konkurrenz nicht verstecken. Auch der mitgelieferte sehr voluminöse Korb und die Beleuchtungsanlage passt gut ins Gesamtbild und es ergibt sich ein stimmiges City-Bike.
Wie Üblich für ein Discounter Bike ist auch das Cyco City-Bike mit einigen No-Name Anbauteilen, wie z.B. Lenker, Sattelstütze etc. ausgestattet, welche aber keineswegs einen schlechten Eindruck vermitteln. Allerdings finden sich auch die ein oder anderen Markenteile ihren Platz am Rad, welche auch oft höherpreisigen Rädern verbaut werden.
So findet sich am Aldi Damen Rad ein Nabendynamo und eine Nabenschaltung aus dem Hause Shimano. Die Schaltung ist mit der Shimano 7-fach Nexus Schaltung eines der Highlights am Rad.
Für unsere Probefahrt haben wir die Innenstadt von Passau genutzt, wo sich das Rad sehr wohl fühlen sollte und auf Kopfsteinpflaster und an kleinen giftigen Steigungen zeigen kann, was es so drauf hat. Dabei fiel gleich auf, dass sich der rechte Griff am Lenker sehr leicht verdrehen lässt, es aber schnelle Möglichkeit gibt, um diesen wieder zu fixieren. Dies sollte man schnellstmöglich beheben, da durch lockeren Griff ein hohes Sicherheitsrisiko besteht.
Auf den ersten Metern mit dem Rad machte vor allem die Shimano Nexus Schaltung einen sehr positiven Eindruck. Die Nabenschaltung lässt sich sehr weich schalten und die Gangwechsel finden harmonisch und geräuschlos statt. Einzig mit Druck auf dem Pedal lässt sich der Gangwechsel nicht vollziehen - eine Problematik, die aber bei Nabenschaltungen normal ist.
In den Ebene rollt das Rad sehr gut; allerdings macht sich beim Beschleunigen oder an kurzen Anstiegen das hohe Gewicht bemerkbar. Die Bremsen bieten ausreichend Standfestigkeit, aber der Hebelweg am Bremshebel ist sehr weit und man man muss einiges an Kraft aufbringen, um das Rad abzubremsen.
Der Rahmen bietet auch bei höheren Geschwindigkeiten genug Steifigkeit und das Rad hat allgemein wenig bis kaum Flatterneigung. Es bietet aber dennoch auch genug Komfort auf Kopfsteinpflaster-Passagen.
Für 299€ bekommt man aktuell bei Aldi-Süd einen stylischen Tiefeinsteiger, der sich optisch keinesfalls von der Marken-Konkurrenz verstecken muss. Die Schaltung brilliert allerdings zeigen Bremsen und Griffe Schwächen und beim Gesamtgewicht (18,5 kg) müssen ebenfalls Abstriche gemacht werden.
Insgesamt kann man sagen, dass Aldi hier für dieses Preisniveau ein sehr ordentliches Fahrrad auf den Markt bringt und die knapp 300€ keinesfalls schlecht investiert sind.
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