Der folgende Artikel beleuchtet einige der neuesten Entwicklungen und Modelle von Dare Bikes, einschliesslich des Aero-Rennrads Velocity Ace und des Gravelbikes GFX S8. Dabei werden Designmerkmale, aerodynamische Eigenschaften und Fahreindrücke diskutiert.
Dare Velocity Ace: Ein neues Aero-Rennrad
Das Velocity Ace-AFO, das bereits im vergangenen Sommer durch Jonas Abrahamsen Aufmerksamkeit erregte, wurde nun offiziell von Dare vorgestellt. Dare beansprucht, eines der schnellsten Aero-Rennräder der Welt geschaffen zu haben. "Unser Ziel bei der Entwicklung des Velocity Ace war es nicht, einfach nur besser zu sein, sondern der Beste zu sein", teilen die Taiwaner mit.
Aero-Expertise von Swiss Side
Dare holte sich dafür die Expertise von Swiss Side ins Haus und schnitzte in Simulationen und Windkanalversuchen so lange am Rahmen-Set, ehe es laut eigener Aussage um 4,7 Watt schneller als “Spitzen-Aerobikes konkurrierender Marken” sei. Wie den offiziellen Informationen zu entnehmen ist, nutzte Dare wie TOUR den GST-Windkanal in Immenstaad. Getestet wurde über große Anströmwinkel (-20 bis +20 Grad) und bei 45 km/h.
Der Bolide reizt das technische Reglement des Radsportweltverbands UCI aus und zeichnet sich durch extrem flächige Bauteile aus. Ganz neu ist das Design nicht mehr: Auch Simplon und Storck gehen mit ihren “Aero-Flundern” an die Grenze des Erlaubten. Beide Räder führen aktuell die TOUR-Bestenliste der schnellsten Serienräder an.
Besondere Merkmale des Velocity Ace
- Extrem flächige Bauteile, die das UCI-Reglement ausreizen.
- Vollintegriertes Cockpit mit Tragflächenform zur Verbesserung der Aerodynamik.
- Optionaler Lenker mit einer Breite von nur 340 Millimetern, unterbietet das Mindestmaß der UCI.
- Verstellbereich des Sattels um 30 Millimeter in der Länge.
Durch die Kombination von hochwertigen Toray- und eigens entwickelten Carbonfasern soll der Rahmen um 100 Gramm leichter als beim bisherigen Aero-Spezialisten VSRu sein.
DARE GFX S8: Ein vielseitiges Adventure-Gravelbike
Mit dem 3.029 € teuren GFX S8 schickt der taiwanesische Direktversender DARE seinen Kandidaten für den aktuell am heißesten umkämpften Markt in den Ring. Für 3.029 € kommt das DARE GFX S8 in der neuen japanischen Brot-und-Butter-Gruppe, der Shimano ULTEGRA R8000, in einer 2×11-Konfiguration daher.
Ausstattung und Komfort
Für den Komfortfaktor sorgen das vibrationsabsorbierende DARE-Cockpit und die DARE-Sattelstütze. Ungewöhnlich schmal sind die Tops des montierten Lenkers, die lediglich 390 mm breit sind. Wie vielseitig das DARE sein möchte, zeigen die Montagemöglichkeiten am Rahmen für diverse Anbauteile wie z. B. Schutzbleche.
Ebenfalls interessant: Die hinteren Ausfallenden sind horizontal verstellbar, wodurch verschiedene Reifen- und Laufradgrößen bei gleichbleibender Geometrie und gleichem BB-Drop montiert werden können.
Fahreigenschaften des GFX S8
Schon ab den ersten Metern auf dem GFX S8 wird eines klar: Das ist ein Adventure-Gravelbike! Das Handling des DARE ist quirlig verspielt auf dem Trail - aber das Temperament des Bikes ist in den Drops gut kontrollierbar, perfekt für einen Full Send. Der direkten Lenkung zum Trotz reagiert das Bike bei schnelleren Abfahrten sehr kontrolliert und gutmütig auf Lenkimpulse, ohne indirekt zu wirken.
Was ebenfalls sehr positiv auffällt, sind die Spritzigkeit und Leichtfüßigkeit des GFX, wenn es den Ziehweg nach dem Trail wieder bergauf geht - und das trotz des eher mäßigen Gewichts von 8,77 kg in Größe L. Aber auch auf der langen Waldautobahn ist das DARE zu Hause. Es ist sehr komfortabel und bietet am Heck konstruktionsbedingt durch die Sattelstütze viel Compliance, ohne zu unterdämpft zu wirken.
Wer einen Allrounder sucht, der nicht nur auf der Straße und beim Graveln, sondern auch auf Trails eine gute Figur macht, für den ist das DARE GFX S8 die optimale Spaßmaschine!
Dare2Ride Fuego 1.0 Smart Trainer: Ein umfassendes Review
Der UVP der Fuego 1.0 liegt bei 749,95 €. Die Verbindung zwischen App (getested auf iOS und Android) und Trainer via Bluetooth war stets zuverlässig und sehr schnell hergestellt. Auch im Parallelbetrieb mit einer Tacx Neo gab es keine Probleme. Diese Session hat auch eine der größten Stärken der Fuego 1.0 sicht- bzw. hörbar gemacht: Die Rolle ist unglaublich leise!
Die Fuego 1.0 simuliert das Fahren in der virtuellen Welt aber hervorragend. Egal ob VO2max Intervalle im ERG Modus oder schnelle Wechsel der Steigung im freien Modus - die Rolle meistert beides souverän. Insgesamt ist die Rolle mit ihren knapp mehr als 20kg relativ leicht. Das ist äußerst positiv, wenn man mal das Training aus dem Keller z.b. auf die Terrasse verlegen will.
Besondere Eigenschaften des Fuego 1.0
- Sehr leise im Betrieb
- Realistische Simulation des Fahrens in virtuellen Welten
- Leicht und einfach zu transportieren
Die Fuego 1.0 lässt sich schnell an verschiedene Laufradgrößen anpassen.
Kritikpunkt
Es gibt eigentlich nur eine kleine Schwäche, die wir bei der Dare2Ride Fuego 1.0 ausmachen konnten: die fehlende Messung bzw. Berechnung der Trittfrequenz.
Am Ende der ca. 2 monatigen Testphase steht von unserer Seite ein absolut positives Fazit. Die Rolle ist ein zuverlässiger, starker (2500W max. Leistung - WIR treten die ganz sicher nicht…) und vor allem überragend leiser Begleiter durch das Wintertraining in den eigenen vier Wänden.
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