Videos und Bewegtbilder sind heutzutage ein großer Trend. Bei diesem Boom bleibt auch das Fahrrad nicht ohne Kamera, genauer gesagt, der Helm. Mit einer Helmkamera lassen sich nicht nur beim Motorradfahren, Skifahren oder Snowboarden beeindruckende Bilder und Videos aufnehmen, sondern auch beim Fahrradfahren. Hier erfahren Sie, welche Kamera sich eignet und worauf Sie vor dem Kauf achten sollten.
Gewicht und Größe von Helmkameras
Die Helmkamera wird, wie der Name schon sagt, auf dem Helm montiert. Dies hat den Vorteil, dass die Kamera immer dahin schaut und die Bereiche aufzeichnet, die der Fahrradfahrer gerade sieht. Bei der Auswahl der richtigen Kamera sollte man genau auf das Gewicht achten. Trägt man den Fahrradhelm für eine längere Zeit, kann sich eine schwere, an der Seite befestigte Helmkamera durchaus beim Tragen bemerkbar machen.
Die Hersteller von Helmen achten zunehmend darauf, dass diese leicht sind und sich anfühlen, als würde man ohne fahren. Je weniger die Kamera und die Halterung wiegen, umso besser ist dies. Bei Wind kann sich ein zusätzlicher Bremseffekt bemerkbar machen. Dabei darf man jedoch nicht auf eine ausreichende Akkulaufzeit verzichten.
Akkulaufzeit und der Spagat zum Gewicht
Wer umfangreiche Videoaufnahmen machen möchte und die Kamera nicht immer wieder ausschalten will, der sollte auf eine hohe Akkulaufzeit achten. Hat die Kamera ein Display, sollte man dies, sofern möglich, ausschalten - So spart man viel Strom. Einen Live-View wird während der Fahrt nicht benötigt. Die GoPro hat z.B. die Möglichkeit ein Akku-Pack anzuschließen und direkt auf die Kamera zu klippen. Das Gewicht erhöht sich so, die Aufnahmezeit jedoch auch (Abhängig von der Videoqualität und der Speicherkarte).
Einfache Bedienung der Helmkamera
Ist die Kamera am Helm und in der Halterung, sollte diese möglichst einfach und mit wenig Fingereinsatz gut zu bedienen sein. Optimaler Weise lassen sich alle wichtigen Funktionen wie Einschalten / Ausschalten, Videoaufnahme starten und stoppen, über einen eigenen Knopf an der Kamera bedienen. So hat man den Vorteil, dass man den Helm nicht immer vom Kopf oder die Kamera aus der Halterung nehmen muss.
Befestigung der Kamera am Fahrradhelm
Die Kameras werden mit spezifischen Halterungen befestigt. Bei den Halterungen gibt es verschiedene Modelle, welche zum Kleben oder zum Klippen. Fahrradhelme mit Belüftungsschlitzen können als Grundlage für die Befestigung dienen. Die Halterungen können dabei festgeklemmt oder mit einem Riemen festgeschnallt werden. Sind keine Löcher oder Lüftungsschlitze an den richtigen und passenden Stellen vorhanden, kann eine leistungsstarke genutzt werden. Die Kamerahalterung sollte sehr fest am Helm angebracht werden, Erschütterungen, Wind und auch dickere Fliegen und Brummer sollten der Befestigung nichts ausmachen.
Die Halterung sollte nun so angebracht werden, dass die Kamera geradeaus zeigt und im richtigen Winkel filmt. Dabei muss man sich die Frage stellen, möchte ich vorrausschauend filmen oder direkt vor dem Fahrrad. Gute Halterungen bieten die Möglichkeit der individuellen Winkeleinstellung. Was die Halterung auch sein sollte, sturzfest! Eine gute Action Cam ist teuer. Fällt sie einmal herunter oder stützt man bei einem Manöver, sollte die Kamera gut geschützt sein. Dazu kommt die Notwendigkeit, dass man die Halterungen und das Zubehör auch einzeln nachkaufen können muss.
Speicherkarte und Aufnahmekapazitäten
Da man nie weiß wann einem etwas Spektakuläres während der Fahrt passiert, wann man den Trick mit dem BMX oder MTB steht oder der Straßenverkehr eine Überraschung für einen bereithält, filmen viele Helmkamerabesitzer die ganze Zeit. Dies geht jedoch nur, wenn die Kamera ausreichend Speicherplatz hat bzw. die Speicherkarte ausreichen groß ist. Man sollte also darauf achten, dass die Kamera nicht nur 32 GB Karten erkennt. Bei Full HD und 4k Auflösung sollte es möglich sein 64 GB bis 128 GB Speicherkarten einzusetzen.
Unsere Empfehlung, Kameras ohne internen Speicher mit einem Speicherslot für eine SD Karte oder Mini-SD Karte. Der Vorteil: Ist die Karte voll, kann man direkt die nächste Speicherkarte einsetzen ohne die Kamera an einen PC anschließen zu müssen. Die Karte sollte dabei eine hohe Schreibgeschwindigkeit haben. Wächst die Video-Dateigröße schneller, als die Speicherkarte schreiben kann, wird die Aufnahme nicht funktionieren. Wir empfehlen euch nicht unter 100 MB/s zu gehen und darauf zu achten, dass die Mikro-SD Karte oder SD-Karte auch für UHD Aufnahmen geeignet ist, mit der Geschwindigkeitsklasse U3 macht ihr hier nicht viel falsch.
Aufnahmen bei Nacht
Die Mini-Kameras können wirklich atemberaubende Bilder aufnehmen. Oft ist dies aber nur bei ausreichender Belichtung der Fall und in der Nacht kommen viele Kameras an ihre Grenzen. Es gibt einige Kameras mit Zeitraffereinstellungen für die Nacht, man kennt diese Videos bei denen der Nachthimmel und Sternenteppich eindrucksvoll aufgenommen wird. Diese Modi sind oftmals darauf optimiert, langsame Bewegungen aufzuzeichnen.
Schnelle Bewegungen sind in der Nacht jedoch oft ein Problem. Hier muss entweder der ISO-Wert sehr hochgesetzt oder die Verschlusszeit hoch eingestellt werden. Ein hoher ISO-Wert führ jedoch zu Bildrauschen und eine hohe Verschlussdauert verwackelt die Bewegung und die Bilder werden in der Regel unscharf. Unsere Erfahrung zeigt, schnelle Nachtaufnahmen sind bei vielen Action Cams noch ein Problem.
Verschiedene Helmkameras / Action Cams im Überblick
| Bild | Auflösung | Modell | Laufzeit | Preis | Anbieter |
|---|---|---|---|---|---|
| 5,3K | GoPro HERO10 Schwarze | N/A | Amazon | ||
| 4K | AKASO Action Cam 4K 20MP WiFi | Nutzen wir aktiv | 189,99 € - 229,99 € | Amazon | |
| 5,3K | GoPro HERO13 Black | 332,00 € - 449,99 € | Amazon | ||
| 4K | Sony Ultrakompakte Digitalkamera | N/A | Amazon | ||
| 4K | AKASO Action Cam,4K30FPS 20MP | 52,49 € - 69,99 € | Amazon |
Technische Details und Funktionen
Hilfreich aber kein Muss, ein GPS Empfänger. Mit diesen Daten weiß man später immer, welche Videominute an welchem Ort aufgenommen wurde. Ebenfalls hilfreich, ein Beschleunigungssensor, hiermit kann man z.B. die aktuelle Geschwindigkeit abbilden. WLAN, per WLAN lassen sich die Bilder z.B. Live auf ein Smartphone oder Tablet übertragen. Auch lässt sich die Kamera meist per WLAN und App steuern. Hat man eine Handyhalterung am Lenker, kann die Kamera bequem bedient werden.
Die Helmkamera sollte wassergeschützt und wenn möglich wasserdicht sein. Setzt plötzlicher Regen ein, darf die Kamera nicht unter dem Nass leiden.
Alles auf einem Blick, darauf sollte man vor dem Kauf achten:
- Hohe Akkulaufzeit
- Hohe Auflösung bei Videoaufnahmen
- Speicherkartenerkennung mit hoher Speicherkapazität
- Einfache Bedienung innerhalb der Halterung
- Halterung mit vielen Winkeleinstellungen
- Erweiterungsmöglichkeiten der Akkulaufzeit oder Schnellladesystem
Bekannte Hersteller und Marken von Helmkameras
Ein der bekanntesten Hersteller dürfte die Marke GoPro sein. Diese mittlerweile in der 4. Generation hergestellte Action-Cam bietet einiges an Funktionen in unterschiedlichen Modellvarianten. Auch bekannte Hersteller wie Sony oder Panasonic stellen kleine Action Kameras her. Hier wird die ganze Erfahrung aus dem Camcorder Segment bei der Entwicklung der Outdoor Aktion Cams eingebracht.
Die Dashcam für das Fahrrad kann entweder am Helm oder am Lenker montiert werden. Befindet sich die Kamera am Helm, wird der Bereich aufgezeichnet, den der Fahrer gerade einsieht. Eine wesentliche Rolle dabei spielt das Gewicht. Trägt man für längere Zeit eine Helmkamera, wird sich das Gewicht schnell bemerkbar machen. Die Hersteller achten zunehmend darauf, dass die Kameras einfach an den verschiedenen Helmen angebracht werden können und ein geringes Eigengewicht aufweisen. Sind die Kameras sehr leicht, wird man sie beim Fahrradfahren kaum bemerken. Allerdings sollte dabei immer auch auf eine ausreichende Akkulaufzeit geachtet werden.
Will man umfangreiche Aufnahmen machen, ohne die Kamera ständig Ein- und Ausschalten zu müssen, benötigt man eine entsprechende Akkulaufzeit. Größere Geräte sind mit einem zusätzlichen Display ausgestattet. Aus Sicherheitsgründen und um Akku zu sparen sollte dies während der Fahrt ausgeschaltet sein. Schließlich benötigt man während der Fahrt keinen Live-View.
Sowohl am Helm, als auch in der Halterung sollte die Dashcam mit möglichst geringem Fingereinsatz gut bedienbar sein. Die wichtigsten Funktionen wie das Aus- und Einschalten oder das Starten und Stoppen der Videoaufnahmen sollte über einen einzigen Knopfdruck getätigt werden können. Dadurch muss die Cam nicht aus der Halterung oder vom Kopf genommen werden, und kann problemlos auch während der Fahrt bedient werden. Hier gibt es sowohl Modelle zum Kleben, als auch zum Klippen. Die Halterung sollte fest und sicher am Lenker oder Helm angebracht werden können. Wind, Erschütterungen oder dickere Fliegen dürfen der Dashcam nichts ausmachen.
Die Halterung sollte sturzfest sein. Da eine gute Dashcam teuer ist, muss sie auch entsprechend geschützt sein. Wird die Kamera am Lenker montiert, sollte sie im rechten Winkel ausgerichtet werden, dass sie geradeaus zeigt. Der Verbraucher kann selbst entscheiden, ob er direkt vor dem Fahrrad filmen oder vorausschauende Aufnahmen filmen möchte.
Da man während der Fahrt mit dem MTB oder BMX nicht vorhersehen kann, wann etwas Spektakuläres passiert bzw. wann die Aufzeichnung des Straßenverkehrs relevant sein kann, sollte die Kamera durchweg filmen. Dies ist allerdings nur möglich, wenn die Dashcam über ausreichenden Speicherplatz verfügt oder die Speicherkarte groß genug dafür ist. Speicherkarten mit 32 GB reichen hierfür in der Regel nicht aus. Einige Modelle können 4k- oder Full-HD-Aufnahmen machen. Diese sollten auch mindestens über ein 64 GB bis 128 GB Speicherkarte verfügen.
Zu empfehlen sind Dashcams ohne internen Speicher mit Slot für Mini-SD-Karte oder SD-Karte. Eine schöne Zusatzfunktion ist ein GPS-Empfänger. So kann später nachvollzogen werden, an welchem Ort welche Videominute aufgenommen wurde. Mit einem zusätzlichen Beschleunigungssensor kann die aktuelle Geschwindigkeit angezeigt werden. Per WLAN können Aufnahmen Live auf das Tablet oder Smartphone senden. Geräte mit WLAN können meist auch über eine App gesteuert werden. So kann beispielsweise die Helmkamera über das Handy gesteuert werden. Hierfür ist eine Handyhalterung am Lenker empfehlenswert.
Eine Dashcam sollte wasserdicht sein.
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